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Lügenpresse: „Immer mehr PEGIDA-Anhänger outen sich als Christen“! 25. Januar 2015

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 11:47

Wir sind hier nicht in der Moschee

Ein Riss geht durch die evangelische Kirche in Ostdeutschland. Immer mehr Pegida-Anhänger outen sich als Christen. Sie wollen das christliche Abendland verteidigen.

 

Anfang Dezember gab sich Wilfried Weißflog bei einer Pegida-Demo zu erkennen. Er trug seine dunkle Mütze und eine dicke Jacke, weil es kalt war an diesem Montagabend in Dresden. Wie in der Woche zuvor lief Andreas Wodniok neben ihm, seit Jahrzehnten sein guter Freund. Wodniok hatte ein Schild gebastelt, und das war es, weswegen Weißflog nun nicht mehr undercover hier herumlief.

Dresdner Christen grüßen die Pegida

stand auf dem Schild.

Wilfried Weißflog, 70 Jahre alt, ist Pfarrer im Ruhestand. Er war einmal Superintendent in Dresden. Was macht der bei Pegida, bei den „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“? „Ich will, dass sich etwas ändert, und ich stehe auch als Christ hier“, sagt Weißflog. Damit sei er im Übrigen nicht der Einzige: Schon viele Kirchenmitglieder hätten ihn angesprochen. Tatsächlich: Auch Christen sind bei den Montagsdemonstrationen in Dresden mitmarschiert. Auch Christen engagieren sich gegen die „Islamisierung des Abendlandes“. Auch Christen fordern eine strengere Durchsetzung der Asylgesetze. Christen gehen zu Pegida.

 

 

Nun brodelt es in der evangelischen Kirche. Weil sich immer mehr Pegida-Anhänger als Christen outen und immer mehr Christen als Pegida-Sympathisanten. In kaum einer Institution wird die Debatte um Pegida so kontrovers geführt wie in der Kirche. Man kann das in Sachsen erleben. Wo es ehemalige Pfarrer wie Weißflog gibt, die glühende Pegida-Verfechter sind. Wo es aber auch Pfarrer gibt, die zu den heftigsten Gegnern der Bewegung gehören. Und wo sich viele Pfarrer fragen, welche Rolle sie jetzt einnehmen sollen: Sollen sie die Pegida-Anhänger in den Kirchenbänken zur Ordnung rufen, zurechtweisen, kritisieren? Oder ist es Aufgabe der Pfarrer, sich jetzt zurückzunehmen, zu moderieren, eine Lösung zu suchen? Erst recht, weil in dieser Woche zum ersten Mal eine Pegida-Demonstration abgesagt werden musste. Der Organisator, teilte die Polizei mit, sei gezielt bedroht worden. Es bestehe Terrorgefahr.

 

 

Evangelische Kirche: "Wir sind hier nicht in der Moschee"

 

 

Theologen waren es, die in Dresden zuerst „Dialog“ riefen; sie wollen zwischen Anhängern und Gegnern von Pegida vermitteln.

 

Margrit Klatte, 46, Pfarrerin in Dresden, ist eine von ihnen. So wie jetzt, sagt sie, könne es nicht weitergehen. „Im Moment ist es virulent von allen Seiten. Irgendwer muss dabei helfen, die Barrikaden wieder abzubauen.“ Die Theologin hat eine Weile überlegt, ob sie sich auf das Gespräch mit einer Journalistin einlassen soll. Als so hochentzündlich empfindet sie die Stimmung in Dresden. Sie bekommt jeden Tag mehrere Mails von Gemeindemitgliedern, auch von Fremden – nur zu diesem Thema. Klatte will niemanden vor den Kopf stoßen. Aber sie weiß, dass einigen in der Kirche nicht passen dürfte, was sie zu sagen hat. Sie hat nämlich Verständnis für die Demonstranten.

 

Nikolaus Schneider, der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD, sagte vor einigen Wochen über Pegida: „Christen haben auf diesen Kundgebungen nichts zu suchen.“ Die Bewegung sei „von der Zielsetzung her unchristlich“. Geärgert habe sie dieser Satz, sagt Klatte. Nein: Er habe sie regelrecht enttäuscht. Klatte hat sich eine Pegida-Demo angesehen. Nicht, weil sie sie unterstützt, sondern weil sie sehen wollte, wer da mitläuft und mit welcher Attitüde. Einige Demonstranten kennt Klatte persönlich. „Aber ich selbst demonstriere nicht mit“, sagt sie. „Ich habe diese Angst nicht, die die Menschen dort treibt“.

 

 

 

 

Ist das Angst?

Ist es Angst, die einen fordern lässt, Asylbewerber aus Tunesien möglichst schnell abzuschieben? Ist es Angst, die einen auf die „Politikerkaste“ schimpfen lässt? „Die Leute sind so unzufrieden, dass sie es nicht mehr ausgehalten haben“, meint Klatte. „Sie stellen Grundsatzfragen: Welche christlichen Werte wollen wir uns bewahren? Wer garantiert uns, dass der Islamismus bei uns nicht Fuß fasst? Und berichten die Medien fair? Ich finde diese Fragen legitim“. Klatte sieht in den Pegida-Demos eine „riesige politische Chance„: Weil die einen kalten Konflikt in einen heißen verwandelt hätten; weil viele der Demonstranten, unter denen auch viele Nichtwähler seien, ihre Unzufriedenheit bislang nur unterdrückt hätten. Und weil es nun die Chance gebe, voneinander Enttäuschte wieder miteinander ins Gespräch zu bringen.

 

 

 

Zum Beispiel eben Wilfried Weißflog, den Pfarrer, der bei Pegida mitläuft. Weißflog ist ein älterer, bestimmter Mann, der lauter redet, wenn ihm etwas wirklich wichtig ist. In den vergangenen Wochen hat er einige Male laut geredet. Immerhin: Er redet. Meist bekommen Journalisten bei den Kundgebungen in Dresden keine Antwort außer: „Ich spreche nicht mit der Lügenpresse.“ Weißflog aber möchte erklären, was ihn auf die Straße treibt. Er lädt sogar zu sich nach Hause ein.

Auf dem Klingelschild neben seinem steht „Singh“. Hier lebt eine indische Familie. Von der erzählt Weißflog zuerst, wenn es um Pegida geht. „Da wohnt die Familie Singh. Die bauen sich hier eine neue Existenz auf, die haben meinen Schlüssel und ich ihren. Ich bringe ihnen Deutsch bei, sie nennen mich Opa„. Sein Schwager, erzählt er, sei Ghanaer. „Ich bin wirklich kein Ausländerfeind„, sagt Weißflog. Dann bittet er in die Wohnung. Die Schuhe müssen nicht ausgezogen werden, „wir sind hier schließlich nicht in der Moschee„, sagt er im Spaß und guckt dann doch, als sei er von sich selbst erschrocken. Die Stimmung, wie gesagt, ist angespannt in diesen Tagen in Dresden.

{Weiterlesen: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-01/pegida-verteidigung-christliches-abendland}

 

5 Responses to “Lügenpresse: „Immer mehr PEGIDA-Anhänger outen sich als Christen“!”

  1. Zeit wurde es dass dieLeute aufwachenen und erkennen was auf sie zukommt falls nichts dagegen unternommen wir
    d!!!rufe bereits seit mai juni vergang enenJahres dazu auf..alsRetourkutsche wurde vonMusl+L8nksrotgrüner Seite gerade eine LügenKampagne gegen.mich gestartet die8ch aber nicht beeindruckt

  2. Volscho Says:

    Immer mehr Pegida Anhänger zeigen sich Antiamerikanisch und Prorussisch.

  3. Ibrahim Says:

    In den neuen Bundesländern oder in der ehemaligen DDR sind doch sowieso 70-80%

    überhaupt keine Christen! Und ich denke bei PEGIDA sind genausoviel die keine

    Christen sind! Das ist sehr bedauerlich für diese Menschen!

  4. ich Says:

    Es ist schon längst zeit für eine bekennende Kirche.


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