kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Predigterlaubnis für Priester nach Dügida-Auftritt enzogen 21. Januar 2015

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:26

Pfarrer Paul Spätling (links) darf sich innerhalb und außerhalb von Gotteshäusern nicht mehr im Namen der Kirche äußern.

Bischof Genn entzieht Pfarrer Predigtbefugnis nach Pegida-Rede

 

Pfarrer Paul Spätling habe sich bei einer Pegida-Demonstration als Redner kritisch über das Ausschalten der Lichter am Kölner Dom und über Merkels Islamaussage geäußert. «Wir weisen die Aussagen von Herrn Pfarrer Spätling entschieden zurück».

 

 

 

 

 

Bischof Genn entzieht Pfarrer Spätling die Predigtbefugnis

 

 Münster (kath.net/pbm): Herr Pfarrer Paul Spätling, Emmerich, hat am 19. Januar 2015 an der Pegida-Demonstration in Duisburg teilgenommen. Auf der Bühne hat er sich kritisch über das Ausschalten der Lichter am Kölner Dom bei der jüngsten Pegida-Demonstration dort geäußert. Zudem ist er auf das Verhältnis von Christentum und Islam in der europäischen Geschichte eingegangen und hat die Bundeskanzlerin wegen ihrer Aussage kritisiert, der Islam gehöre zu Deutschland. Wir weisen die Aussagen von Herrn Pfarrer Spätling entschieden zurück. Wir distanzieren uns mit Nachdruck von seinem völlig verzerrten Bild von Geschichte und Gegenwart. Herr Pfarrer Spätling bedient mit seinen Äußerungen undifferenzierte Klischees gegenüber dem Islam. Er schürt mit seinen Aussagen eine Feindlichkeit gegen „den Islam“, die wir für gefährlich erachten. Mit solchen Äußerungen – für die Herr Pfarrer Spätling, indem er äußerlich sichtbar als katholischer Priester auftritt, auch noch seine Autorität als Pfarrer und Priester missbraucht – legt er die Grundlagen für rechte Ideologien, für Fremdenfeindlichkeit und für ein Gegeneinander der Religionen, die in der katholischen Kirche keinen Platz haben.

 

 

Pegida-Pressekonferenz in voller Länge | MDR.DE

 

 

 

Die christliche Botschaft ist keine der Ausgrenzung, des Hasses und der Gewalt, sondern eine der Liebe und der Menschenfreundlichkeit. Wir sind dankbar dafür, wie viele Menschen in diesen Tagen auf die Straßen gehen und genau in diesem Sinne ein Zeichen setzen – darunter sind auch ganz viele Christinnen und Christen. Uns droht in Deutschland ganz sicher keine Islamisierung. Als Christen steht es uns gut an, den Menschen, die Zuflucht bei uns suchen, zu helfen und für sie da zu sein. Das geschieht auf ganz vielfältige Art und Weise. Zudem sind wir auf unterschiedliche Weise und auf vielen Ebenen mit muslimischen Vertretern im Gespräch und werden dies auch bleiben.

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hat Herrn Pfarrer Spätling, der im Bistum Münster ohnehin schon nahezu keine priesterlichen Dienste mehr wahrnimmt, am 20. Januar 2015 mitgeteilt, dass er solche Reden wie die gestrige nicht „dulden kann und will“. In Bezug auf Canon 764 des Kirchenrechtes hat Bischof Genn Herrn Pfarrer Spätling heute die Predigtbefugnis entzogen und ihm damit verboten, innerhalb und außerhalb von Kirchen öffentlich im Namen der Kirche zu sprechen.

Vor Demonstrationen für und gegen Legida

Pegida-Chef Lutz Bachmann tritt zurück

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Wir wollen hier nicht in ein Kirchenbashing verfallen. Die Rede des Herrn Kaplan Spätling war etwas ungelenk und auch pauschalierend. Aber ist das ein Grund, ihm Predigtverbot zu erteilen? Zumindest haben wir einen neuen Aspekt hinzugelernt, was wir noch nicht wussten. Der spanische Dichter Cervantes, der den „Don Quichote“  geschrieben hat, war als einfacher Soldat ein Opfer der Seeschlacht von Lepante.

 

 

 

Laut Wikipedia zur Seeschlaht von Lepanto:

Nach fünfeinhalb Stunden Kampf war die Schlacht für die Heilige Liga gewonnen. 117 feindliche Galeeren waren erbeutet, mehr als 30.000 gegnerische Soldaten getötet. 8000 Tote zählten die Verbündeten, allein 4800 davon aus Venedig. Etwa 8000 Verwundete wurden nach der Schlacht gezählt. Die Heilige Liga verlor nur 13 ihrer Schiffe. Die osmanische Flotte setzte 30 ihrer Schiffe selbst auf Grund, über 60 weitere wurden versenkt. 12.000 christliche Rudersklaven wurden von den eroberten Galeeren befreit. Damit war der Nimbus der Unbesiegbarkeit der osmanischen Mittelmeerflotte gebrochen.

 

Der Großwesir Sokollu Mehmed Pascha zeigte sich von der Niederlage unbeeindruckt, als er dem venezianischen Botschafter in Konstantinopel den Unterschied zwischen Eurer und unserer Niederlage diktierte:
Indem wir Euch das Königreich Zypern entrissen haben, haben wir Euch einen Arm abgetrennt. Indem Ihr unsere Flotte besiegt habt, habt Ihr uns nur den Bart abrasiert. Der Arm wächst nicht wieder nach, aber der Bart wächst nun umso dichter.

Ende des Ausschnitts

 

 

 

Bei der Gelegenheit erfahren wir wieder von 12.000 christlichen Rudersklaven, die durch dies Schlacht befreit wurden. Dies lässt auch wieder aufhorchen. Sklaverei im Islam, ein unendliches Thema!

 

 

 

Zurück zum Predigtverbot: Es ist ein ungewöhnlicher Auftritt des kath. Kaplans. Er erscheint anders als seine Mitbrüder in vollem Priestergewand und ist auch sofort als Priester zu erkennen. Es ist somit sehr mutig. Viele Priester der kath. Kirche sind als solche gar nicht mehr erkennbar. Das ist eine Schwäche der kath. Kirche. Das öffentliche Auftreten als Zivilperson mit einem kaum erkennbaren Kreuzchen am Revers und bei vielen Priester nicht einmal mehr das, war damals nach dem 2. Vaticanum schon zeichenhaft. Das Bekenntnis zur Kirche und damit zu Christus war in Feigheit umgeschlagen. Man konnte sich legal verstecken vor Christus und dem Bekenntnis, was er forderte.

 

 

Nun tritt dieser Priester in voller Priesterkleidung bei Dugida auf und kritisiert und polarisiert und ihm wird sofort Predigtverbot erteilt, weil er seine Meinung gesagt hat. Gilt die Meinungsfreiheit für Priester nicht? Nun sehen wir zwar die Schwierigkeiten, die diese Rede mit sich bringt und möglicherweise den Dialogprozess mit Vertretern des Islam empfindlich stören kann. Aber ein so schnelles und lautes Predigtverbot zeugt nicht gerade von christlichem Umgang mit diesm Priester.

Ist Herr Spätling zum Gespräch gebeten worden oder wurde ihm dieses Predigtverbot vom Bischof öffentlichkeitswirksam  erteilt, um die politkorrekten politischen Bande der Kirche mit der Groko-Regierung und den Rot-grünen Landesregierung nicht zu gefährden?

 

 

 

 

Während die kath. Kirche durch die Verdunkelung am Kölner Dom während der PEGIDA ein äußeres politisches Zeichen gesetzt hat im Chor mit den politkorrekten Feinden der Meinungsfreiheit und der Beleidiger von Menschen, die auch Kinder Gottes sind, auch wenn sie keine katholischen oder christlichen Werte mehr leben, wird diesem Priester, sei er auch noch so ungelenk, sofort der Mund verboten.

 

 

Das eine politische Zeichen ist politkorrekt,  das andere, die Rede des Pfarrers auf Dugida, wird kirchenrechtlich sanktioniert, und zwar sofort. Wenn die Kirche meint, sich in dieser Frage aus der Politik heraushalten zu müssen, sollte sie das in Gänze tun.

Wäre es nicht ein besseres Zeichen gewesen, den Priester Spätling auf andere Weise zum Gespräch zu bitten und z. B. öffentlich zu erklären, dass dieser Priester nicht die Position der kath. Kirche in Deutschland vertritt. Aber ein Predigtverbot hat die Zensur zum Vater und dagegen sprechen wir uns aus.

 

 

Es wäre wünschenswert, dass unsere Bischöfe sich mit den Predigten anderer Priester beschäftigen würde, die teilweise sogar Glaubenswahrheiten leugnen, wie z. B. die Realpräsenz Christe im heiligen Messopfer. Da sind sie sehr milde und nachsichtig.

 

Es wäre sehr gut, wenn die Kirche in Deutschland das Christentum genauso vehement verteidigen würde, wie den Islam, der nicht nur das Judentum, sondern auch das Christentum zum Feindbild erklärt hat, wie die Behandlung von Christen und Christengemeinschaften in islamischen Ländern beweisen.

 

 

Dann hätte diese Aktion des Bischofs keinen so üblen Beigeschmack. Wer sich für eine Religion, die noch heute Christengemeinden und Christen in ihrem Machtbereich so diskriminiert, so einsetzt, scheint über keine hohe religiöse Eigenidentitätsstruktur mehr zu verfügen.

 

Natürlich ist Christi Gebot der Dialog, nicht das Schwert. Aber das sollte bitteschön heute nicht den Christen gesagt werden, sondern den Vertretern des Islam, die bei jeder Gelegenheit jeglichen Islamterror vom Islam trennen wollen. Der Islam ist nicht der Islam. 

 

 

Das, liebe Kirchenvertreter, bekommen die Menschen mit. Die Lüge, die offensichtliche Lüge, die die muslimischen Vertreter lauthals zum Besten geben, wenn sie mantramäßig erklären, dass der Terrorislam nichts mit dem Islam zu tun habe. Und genau das ist eine wahre Lüge dieser Vertreter. Das kauft ihnen niemand mehr ab.

 

 

Das muss im Dialog angesprochen werden: Die Förderung der Selbstkritik und der Hinterfragung der Ursache des islamischen Terrors.

 

Es ist einfach, einem Priester Predigtverbot, sogar innerhalb der kath. Kirche, zu erteilen, aber selbst keinen Finger zu rühren, den Islam auf die Wunden seiner eigenen Haltung zur Gewalt aufmerksam zu machen und auch die Unterschiede zum Dialogthema zu machen, das Gottesbild einschließlich des Propheten zu kritisieren. Alles unter dem Mantel der Liebe zudecken ist der falsche Weg und letztlich auch ein heuchlerischer Weg.

 

 

Papst Benedikt ist mit seiner Regensburger Rede den richtigen Weg gegangen. Der vorauseilende Gehorsam gegenüber dem Islam ist offensichtlich der falsche Weg für die Verkündigung CHRISTI, der allein der WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN ist. Wir glauben, dass Kaplan Spätling, der sich nicht der politisch-korrekten Linie der kath. Kirche anschließen wollte, dies in ungelenker Weise zum Ausdruck bringen wollte. In diese Rede hätte Herr Spätling diesen Satz des Weges, der Wahrheit und des Lebens einbauen sollen. Das ist sein Versäumnis. Und auch die Muslime als Menschen hätte er in seiner Rede explizit außen vor lassen sollen. Wir dürfen Muslime, die auch Kinder Gottes sind, nicht auf eine Stufe mit Osmanischen Herrschern der Lepantokriegstreiber stellen. 

 

 

Dieser Weg des Predigtverbotes mag in den Ohren der Linken, Grünen und der Groko gute Musik sein, der innerkirchlichen Sache aber ist ein moralischer und auch ein religiöser Schaden zugefügt worden und stößt auch bei vielen Katholiken auf Unverständnis.

 

12 Responses to “Predigterlaubnis für Priester nach Dügida-Auftritt enzogen”

    • Andrew Says:

      >> Gerade wurde „Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres gewählt. Es gibt Demonstrationen, auf denen Menschen Ihren Unmut gegenüber der Medienlandschaft äußern. Wie konnte es zu so einer Diskrepanz zwischen den Medien und den Lesern kommen? Dazu noch einmal Eckart Spoo: „Das Grundrecht der Pressefreiheit ist ja nicht
      ein Privileg der Journalisten, Verleger und Intendanten, sondern jedermanns Grundrecht, genauso wie auch das Demonstrationsrecht. Es ist eine große Anmaßung, wenn Medienvertreter so tun, als sei das ihr eigenes Recht, das sie gnädig wahrnehmen. Das ist also ein berechtigter Unmut der Bevölkerung, wobei ich das jetzt nicht unbedingt über die Pegida-Bewegung insgesamt sagen möchte. Aber wenn es berechtigte, konkrete Kritik an Medien gibt, dann ist es höchste Zeit, dass sich die Medien damit befassen.<<
      aus: http://de.sputniknews.com/meinungen/20150121/300707446.html

  1. te'oma Says:

    Die Kirche unterstützt wieder die Machthaber ,auch wenn diese falsch handeln. So war es unter Kaiser
    Wilhelm und unter Adolf Hitler. Milliarden Euro von Kirchensteuerzahlungen ,betäuben offensichtlich
    die Wahrheit.

    Zeit der Weltkriege

    Im aufkommenden Nationalismus des 19. Jahrhunderts verstanden sich die Großkirchen meist als Nationalkirchen, die besonders im Kriegsfall das eigene Vaterland unterstützen müssten. Führende Theologen sahen Krieg im Anschluss an Hegel und Schleiermacher als Schöpfungsordnung, also natürliches und unabänderliches Gesetz der Geschichte. Die deutschen evangelischen Kirchen befürworteten die Kriegserklärung des Kaiserreichs und Besetzung Belgiens, mit der der Erste Weltkrieg begann. Theologen wie Adolf von Harnack, Wilhelm Herrmann, Adolf Schlatter und Reinhold Seeberg unterschrieben das am 4. Oktober 1914 veröffentlichte Manifest der 93. Karl Barth erlebte dies als ethisches Versagen seiner Lehrer, das ihn veranlasste, mit deren Theologie zu brechen.[23] Nur wenige Christen verweigerten den Kriegsdienst. Sie gehörten fast alle zu den Friedenskirchen oder Sondergruppen, wurden oft zu langjährigen Zuchthausstrafen verurteilt und blieben ohne großkirchliche Unterstützung.

    Am 8. September 1914 sprach sich Papst Benedikt XV. in seinem Apostolischen Schreiben Ubi primum gegen den Krieg aus. Am 1. August 1917 rief er die Kriegsteilnehmer in der Friedensnote Dès le début zur Beendigung des Krieges, sofortigen Aufnahme von Friedensverhandlungen und allgemeinen Abrüstung auf. Die Deutsche Bischofskonferenz unterstützte wie andere nationale Bischofskonferenzen jedoch weiterhin die Kriegsanstrengungen der eigenen Regierung. Auf den Papstaufruf bezog sich der am 28. August 1917 gegründete Friedensbund katholischer Geistlicher, aus dem 1919 der auch für Laien offene Friedensbund Deutscher Katholiken (FDK) entstand. Er wuchs bis 1932 mit 48.000 Mitgliedern zur zweitgrößten pazifistischen Organisation der Weimarer Republik. Erst dann gestattete die deutsche Bischofskonferenz Erzbischof Michael von Faulhaber, das Protektorat für den FDK zu übernehmen.

    1920 übernahm Papst Benedikt XV. in der Enzyklika Pacem, Dei munus pulcherrimum alle Forderungen der Pazifisten seit den Haager Friedenskonferenzen vor 1914: darunter ein internationales unabhängiges Schiedsgericht zur zwischenstaatlichen Konfliktlösung und einen Völkerbund als Vorbereitung dafür, „die enorme Last der Ausgaben für Militär, welche die Staaten nicht länger tragen können, abzuschaffen oder zu verringern, um diese verhängnisvollen Kriege zu verhindern oder zumindest die Gefährdung durch sie weitestgehend zu verhindern“ (§17).

    Auch der am 1. August 1914 gegründete Weltbund für Freundschaftsarbeit der Kirchen und die 1919 gegründete Bewegung für praktisches Christentum (später: Life and Work) befürworteten Völkerverständigung und allgemeine Abrüstung. Bei ihrer ersten internationalen Konferenz in Stockholm 1925 unter dem biblischen Leitwort von Eph 2,14 EU (Christus ist unser Friede) erklärte diese Ökumenische Bewegung:

    „Der Krieg, als Mittel zur Lösung internationaler Streitigkeiten durch physische, mit Heimtücke und Lüge sich verbindende Gewalt, ist unvereinbar mit der Gesinnung und dem Verhalten Christi und darum auch mit der Gesinnung und dem Verhalten der Kirche Christi.“

    Die deutschen Delegierten widersprachen dem, da sie Krieg als Naturgesetz und das Eintreten dagegen als vermessenen Eingriff in „Gottes Walten“ ansahen. Diese Kriegstheologie vertraten unter anderen Emanuel Hirsch und Paul Althaus.

    1933 verbot das nationalsozialistische Regime die pazifistischen Organisationen, inhaftierte viele ihrer führenden Vertreter und ließ einige von ihnen in KZ-Haft ermorden. Die Kirchen widersprachen dem nicht. Die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht 1935 brach den Friedensvertrag von Versailles von 1919 endgültig. Die Bekennende Kirche und die Deutschen Christen begrüßten diese Einführung in einer gemeinsamen Presseerklärung:[24]

    „Die allgemeine Wehrpflicht ist den Protestanten die gewaltige Volksschule, ein Erziehungsmittel, das wie kaum ein anderes unserem Volke die großen sittlichen, seelischen und körperlichen Werte mitzuteilen imstande ist, deren ein Volk im Kampf um sein Dasein bedarf, die Deutschland groß gemacht haben und es schwere Schicksalsschläge überwinden ließen … Darum heute und immer: Gott mit uns!“

    Auch die deutschen katholischen Bischöfe rechtfertigten die Wehrpflicht 1936 wie 1914 einhellig als notwendige Vorbereitung eines angeblichen Verteidigungskrieges:[25]

    „Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat den Anmarsch des Bolschewismus von weitem gesichtet und sein Sinnen und Sorgen darauf gerichtet, diese ungeheure Gefahr von unserm deutschen Volk und dem gesamten Abendland abzuwehren. Die deutschen Bischöfe halten es für ihre Pflicht, das Oberhaupt des Deutschen Reiches in diesem Abwehrkampf mit allen Mitteln zu unterstützen, die ihnen aus dem Heiligtum zur Verfügung stehen.“

    Nach Hitlers Überfall auf Polen hieß es in einem weiteren „Hirtenwort“ vom 17. September 1939:[26]

    „In dieser entscheidungsvollen Stunde ermuntern und ermahnen wir unsere katholischen Soldaten, im Gehorsam gegen den Führer, opferwillig, unter Hingabe ihrer ganzen Persönlichkeit ihre Pflicht zu tun. Das gläubige Volk rufen wir auf zu heißem Gebet, dass Gottes Vorsehung den ausgebrochenen Krieg zu einem für Vaterland und Volk segensreichen Erfolg und Frieden führen möge.“

    Im Ersten Weltkrieg hatten die Kirchen ab 1917 auf staatlichen Befehl etwa 65.000 Kirchenglocken als Waffenmaterial zur Verfügung gestellt.[27] Anfang April 1940 forderte ein Erlass Hermann Görings die Abgabe fast aller deutschen Kirchenglocken an die Rüstungsindustrie „zur Sicherung der Metallreserve für eine Kriegsführung auf lange Sicht“. Im Ergebnis wurden 47.000 von 63.000 Glocken (fast 77%) eingeschmolzen und meist zu Granaten verarbeitet.[28] Der „geistliche Vertrauensrat“ der DEK unter dem Vorsitz von August Marahrens empfahl am 12. April 1940 allen Landeskirchen, Görings Befehl als „freudiges Opfer für Führer und Vaterland“ in Form einer „Glockenopferfeier“ umzusetzen. Zugleich beschloss er eine Gratulation, Kanzelabkündigung und landesweites Glockengeläut zum „Führergeburtstag“. Die zu dieser Sitzung eingereichte briefliche Bitte des am 16. März 1940 vom Reichskriegsgericht zum Tod verurteilten Kriegsdienstverweigerers Hermann Stöhr, sein Gnadengesuch an Hitler zu unterstützen, wurde nicht behandelt; Stöhr wurde am 21. Juni 1940 enthauptet. In der Woche seiner Beerdigung hängten die Kirchen der DEK Hakenkreuzflaggen auf, läuteten auf Anweisung Hitlers die Glocken sieben Tage lang und hielten Dankgottesdienste für den Sieg über Frankreich im Westfeldzug.[29]

    Mich schaudert, wenn ich an die vielen Menschen denke, die von den Kanzeln zur Hölle geschickt wurden. Die, die mit Lügen gefüllt wurden (von den Seminaren bis zur Kanzel), lehren diese Lügen jetzt. (Matthäus 15:14 – ‚Lasst sie! Sie sind blinde Leiter der Blinden. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen‘). Noch schlimmer, die, die die Wahrheit kennen, geben sie nicht weiter, weil sie keinen konfrontieren wollen (oder ihren Job verlieren). Sünde wird nicht mehr Sünde genannt. Sie wird sogar nicht mehr angesprochen. Wenn Ungläubige nicht wissen, dass ‚alle gesündigt haben und die Herrlichkeit Gottes nicht erlangen‘ (Römer 3,23) und dass ‚der Lohn der Sünde der Tod ist, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn‘ (Römer 6,23), woher sollen sie wissen, dass sie Errettung brauchen ? Woher sollen sie wissen, dass Errettung nur durch Jesus Christus, den Sohn Gottes kommen kann (Johannes 14:6: ‚Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich‘, Apostelgeschichte 4:12: ‚Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen‘)

    http://www.marketing-und-vertrieb-international.com/jesus/seichte-lehre-falsche-propheten-juckende-ohren.htm

    Und selbst zur Zeit Israels im alten Testament ,oder nach der Aufteilung in zwei Reiche war es nicht anders.

    Micha

    Beim Propheten Micha heißt es in Mi 4,1–4 EU:

    „In den letzten Tagen aber wird der Berg, auf dem Gottes Haus steht, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen: ‚Kommt, lasst uns hinauf zum Berge des Herrn gehen und zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln!‘
    Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Ländern. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken.
    Denn der Mund des Herrn Zebaot hat es geredet.“

    In scharfem Kontrast dazu kündigt Mi 3,1–12 EU zuvor an:

    „Haben sie etwas zu beißen, dann rufen sie: Friede! Wer ihnen aber nichts in den Mund steckt, dem sagen sie den Heiligen Krieg an. Darum kommt die Nacht über euch, in der ihr keine Visionen mehr habt … Ihr erbaut Zion mit Blut und Jerusalem mit lauter Unrecht. Die Häupter dieser Stadt sprechen Recht und nehmen dafür Geschenke an, ihre Priester lehren gegen Bezahlung. Ihre Propheten wahrsagen für Geld und doch berufen sie sich auf den Herrn und sagen: ‚Ist nicht Gott in unserer Mitte? Niemals kann Unheil über uns kommen!‘
    Deshalb wird euretwegen der Zion als Feld umgepflügt, Jerusalem wird zum Trümmerhaufen, der Tempelberg zur bewaldeten Höhe.“

    Dieses Gerichtswort kennzeichnet die Zerstörung des Jerusalemer Tempels also als unausweichliche Folge der Ausbeutung der Armen durch korrupte, vom Opferkult abhängige Heilspropheten und Priester. Damit entzog es allen damaligen Autoritäten und dem ganzen Jerusalemer Tempelkult jede Rechtfertigung. Jeremia erinnerte seine Gegner, die Tempelpriester, noch 150 Jahre später an diese Gerichtsprophetie und rettete so sein Leben (Jer 26,17ff). 586 v. Chr. trat die angekündigte Tempelzerstörung ein.

    Die Verheißung des Völkerfriedens setzt demnach das unwiderrufliche Ende des bisherigen Tempelkults und des israelitischen Königtums voraus. Michas Kritik an der falschen Heilsgewissheit gilt nach Mi 1,2 EU auch allen übrigen Völkern, die am Beispiel der Geschichte Israels Gottes Rechtswillen erkennen und für sich gelten lassen sollen: Weder politische Diplomatie noch militärische Rüstung könnten Frieden gewährleisten. Ebendiese Anpassung an die Politik der Großmächte in Israels Umgebung sei tödlicher Ungehorsam gegen Gottes Rechtswillen gewesen. So widerspricht V.4 dem Fazit zur Epoche Salomos, des Tempelbauers, in 1 Kön 5,5 EU, und dem Angebot eines Fremdherrschers, den Israeliten ein Auskommen im Falle ihrer Unterwerfung zu gewähren, in 2 Kön 18,31 EU.[1]

    Stattdessen werde JHWH, der „Gott Jakobs“, eines Tages selbst seinen Platz einnehmen und sichtbar über die ganze Welt herrschen. Die Erhöhung des Tempelberges Zion zum Weltmittelpunkt ist das Gegenbild zur Selbsterhöhung der Völker beim Turmbau zu Babel (Gen 11), die dort Sprachverwirrung, Zerstreuung und Fremdheit verursachte. Alle Völker würden diesen Gott ohne weltliche Zwischeninstanzen anerkennen und sich gegenseitig einladen, sein Gebot (Weisung, Schiedsspruch) in ihren Konflikten einzuholen. Darauf würden sie weltweit alle Waffen ab- und umrüsten, Berufsheere und Kriegsdienste abschaffen und so allen Menschen ein Auskommen und furchtloses Zusammenleben ermöglichen. Die Verheißung fordert also keine bestimmte Politik, verspricht aber konkrete Befreiung von Hunger, Heimatlosigkeit und Angst durch freiwilligen und rückhaltlosen Verzicht auf Waffen und Militär, dauerhaftes Verlernen von Kriegshandlungen, radikale Neuorientierung auf das zum Miteinanderleben Notwendige.[2]

    WAS schrieb schon der Sohn König Davids , Salomon ,vor fast 3000 Jahren.

    12 Ich, Kohelet, war in Jerusalem König über Israel.6
    13 Ich hatte mir vorgenommen, das Wissen daraufhin zu untersuchen und zu erforschen, ob nicht alles, was unter dem Himmel getan wurde, ein schlechtes Geschäft war, für das die einzelnen Menschen durch Gottes Auftrag sich abgemüht haben.
    14 Ich beobachtete alle Taten, die unter der Sonne getan wurden. Das Ergebnis: Das ist alles Windhauch und Luftgespinst.7
    15 Was krumm ist, kann man nicht gerade biegen; was nicht da ist, kann man nicht zählen.
    16 Ich überlegte mir Folgendes: Ich habe mein Wissen immerzu vergrößert, sodass ich jetzt darin jeden übertreffe, der vor mir über Jerusalem geherrscht hat. Oft konnte ich Wissen und Können beobachten.
    17 So habe ich mir vorgenommen zu erkennen, was Wissen wirklich ist, und zu erkennnen, was Verblendung und Unwissen wirklich sind. Ich erkannte, dass auch dies ein Luftgespinst ist.
    18 Denn: Viel Wissen, viel Ärger, wer das Können mehrt, der mehrt die Sorge

    Maranatha ( der Herr kommt und ich glaube bald)

    Thomas

    • Tommy Rasmussen Says:

      „Die Erhöhung des Tempelberges Zion zum Weltmittelpunkt ist das Gegenbild zur Selbsterhöhung der Völker beim Turmbau zu Babel“
      .
      Nein! Die Erhöhung des Tempelberges Zion zum Weltmittelpunkt ist genau das gleiche wie damals zur Selbsterhöhung der Völker beim Turmbau zu Babel! Jesus hat sehr häufig oder überwiegend in Bildern und entsprechenden Gleichnissen gesprochen. Deshalb diese Erklärung:
      .
      Johannes Evangelium, Kap. 18 Vers 36 -37: “… Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt … Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme”

    • Andrew Says:

      super Beitrag – speziell zum Thema Ukraine/Russland sollte man lautstarke Empörung seitens der (deutschen!) Kirchenvertreter erwarten, von einem offenen Appell an die Regierung hab ich bisher allerdings nichts mitbekommen (oder hab ich das verpasst?).
      PS: schon vor 500 Jahren wurden die sog. Täufer (Wiedertäufer/Baptisten), eine frühprotestantische Abspaltung v.a. wegen ihres konsequenten Pazifismus auf rd. 300 Jahre übelst verfolgt u. z.T. ermordet, und das von evangelischer Seite!
      Was ISIS machen, war bis zum frühen Humanismus/Aufklärung immer wieder einmal auch in Europa gang u. gäbe…

    • te'oma Says:

      Behalt mal deine falschen Propheten für dich ,weder deine Bibelverdrehungen , noch die des
      Vaters aller falschen Propheten, nämlich Satan ,ändert etwas an deren tatsächlichen Erfüllung.

  2. te'oma Says:

    Müssen wir uns damit abfinden, das wir von Schwachköpfen regiert werden ?

    http://derprophet.info/inhalt/das-bild-unglaeubigen-htm/

  3. Ibrahim Says:

    CDU Artikel „DER ISLAM GEHÖRT ZU DEUTSCHLAND“

    Quelle: cdu.de

    Merkel: „Eine Islamisierung sehe ich nicht“
    Beitrag
    Merkel: „Eine Islamisierung
    sehe ich nicht“

    Angela Merkel bei ihrer Regierungserklärung im Deutschen Bundestag
    Foto: Tobias Koch
    Angela Merkel: Salafismus und Islamismus gehörten nicht zu Deutschland – dem begegne der Rechtsstaat mit den Mitteln des Strafrechts.
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    16.01.2015 | Beitrag
    „Der Islam gehört zu Deutschland.“ Diesen Satz – 2010 vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung ausgesprochen – hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Reaktion auf die Anschläge in Paris in den vergangenen Tagen immer wieder gesagt. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erklärt sie am Freitag, was dieser Satz für sie bedeutet: „Dass sehr viele Muslime hier in Deutschland leben, insgesamt rund vier Millionen Menschen, die entweder die deutsche Staatsangehörigkeit oder jedenfalls dauerhaft hier ihren Lebensmittelpunkt haben und in ihrer übergroßen Mehrheit rechtschaffene, verfassungstreue Bürger sind.“

    „Wir erwarten, dass sie die deutsche Sprache sprechen“

    Sie seien ein Teil von Deutschland, und der Glaube, der ihnen wichtig ist, sei es inzwischen auch, führt Merkel aus. Diese Menschen brächten sich mit ihrer Kraft hier ein. Die Bundeskanzlerin macht deutlich: „Wir erwarten, dass sie die deutsche Sprache sprechen, wir erwarten, dass sie sich zu unserer Rechtsordnung bekennen, und sie dürfen von uns erwarten, dass wir sie dann auch als zu uns gehörig annehmen.“ Religionsfreiheit und Toleranz meinten nicht, dass im Zweifelsfall die Scharia über dem Grundgesetz stehe. Freiheit und Toleranz bedeuteten nicht wegsehen oder das Messen mit zweierlei Maß.

    Die Bundeskanzlerin bekennt ganz klar: „Natürlich stehen wir auf dem Fundament der christlich-jüdischen Traditionen aus den vergangenen Jahrhunderten.“ Unsere Gesellschaft sei durch eine gemeinsame Geschichte in Europa gegangen, daraus haben sich Aufklärung, die heutige Werteordnung und das Verhältnis von Staat und Glauben ergeben. Aber: „Wenn wir heute darüber sprechen, dass inzwischen auch der Islam zu Deutschland gehört, dann sprechen wir über die Realität unserer heutigen Gesellschaft.“

    Mehrheit der Muslime vor Generalverdacht schützen

    Wie bereits in ihrer Regierungserklärung am Donnerstag legt Merkel auch Im Gespräch mit der FAZ dar: „Meine Aufgabe ist es, die übergroße Mehrheit der Muslime in Deutschland vor einem Generalverdacht zu schützen und Gewalt im Namen des Islams zu bekämpfen.“ Gleichzeitig halte die CDU-Vorsitzende es für wichtig und dringlich zu klären, wie „Mörder, die sich für ihre Taten auf den Islam berufen, nichts mit dem Islam zu tun haben sollen“. Diese Klärung fordert sie in aller Deutlichkeit von der Geistlichkeit des Islams.

    Der Trauermarsch am Sonntag in Paris und auch die Mahnwache der muslimischen Verbände am Brandenburger Tor in Berlin haben „ein starkes Signal der Solidarität und Entschlossenheit“ gesendet, freut sich die Bundeskanzlerin. Sie gibt zu: „Wir halten so oft Reden darüber, aber in diesen Tagen spürt man: Die Freiheit, das ist für die allermeisten Menschen ein Lebensbedürfnis.“

    „Muslime und der Islam sind Teil unseres Landes“

    Der Furcht vor Islamisierung erteilt Merkel eine klare Absage: „Die Muslime und ihre Religion, der Islam, sind Teil unseres Landes. Eine Islamisierung sehe ich nicht.“ Vielmehr sehe sie eher für Christen die Notwendigkeit, noch mehr und selbstbewusst über ihre christlichen Werte zu sprechen und ihre eigenen Kenntnisse ihrer Religion zu vertiefen. Das sei aber keine klassische Aufgabe für die Politik, hier seien die Kirchen und die Gläubigen selbst gefordert.

    Merkel hebt allerdings klar hervor: Salafismus und Islamismus gehörten nicht zu Deutschland – dem begegne der Rechtsstaat mit den Mitteln des Strafrechts. Sogenannte Ehrenmorde oder mit der Scharia eine Paralleljustiz zu schaffen, würden nicht geduldet.

    Das vollständige Interview, in dem Angela Merkel auch über die Sanktionen für Russland und das Verhältnis Großbritanniens zur EU spricht, lesen Sie in der Freitagsausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

  4. Ibrahim Says:

    CDU MERKEL DER ISLAM GEHÖRT ZU DEUTSCHLAND!

  5. Ibrahim Says:

    DER ÄGYPTER HAMED ABDEL-SAMAD gehört zu Deutschland!

    Merkel eher nicht! Wir lernen von Hamed Abdel Samad!


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