kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

1000 Peitschenhiebe für islamkritischen Blogger 9. Januar 2015

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:15

Raif Badawi

 

In Saudi-Arabien soll ein Blogger nach Angaben von Menschenrechtlern am Freitag mit 1000 Peitschenhieben für die Gründung eines islamkritischen Online-Debattenmagazins bestraft werden. Der Aktivist ist seit Mitte 2012 in Haft, seine Webseite „Freie saudische Liberale“ wurde geschlossen.

Der Blogger Raif Badawi solle vor einer Moschee in der westsaudischen Hafenstadt Dschidda öffentlich ausgepeitscht werden, berichtete die Organisation Amnesty International am Donnerstag. Badawi war im Mai zu der harten Strafe sowie zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von einer Million Rial (rund 191 000 Euro) verurteilt worden.

 

 

 

Webseite „Freie saudische Liberale“

 

Der Aktivist ist seit Mitte 2012 in Haft, seine Webseite „Freie saudische Liberale“ wurde geschlossen. In dem Forum soll er den Islam beleidigt haben. Badawi habe „sich nichts anderes zuschulden kommen lassen als es gewagt zu haben, ein öffentliches Forum für Debatten zu schaffen“, heißt es von Amnesty International. Dafür bestraft zu werden, sei „erschreckend“.

{Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/saudi-arabien-1000-peitschenhiebe-fuer-islamkritischen-blogger_id_4392581.html}

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Die Zusammenhänge dieser im Grunde so unterschiedlichen Fälle sind frappierend. Der Mord in Paris, der sich offensichtlich zunächst gegen die Redaktion der religionskritischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo hat und dieser Fall in Saudi Arabien.

 

Wenn ein Blogger seit Mitte 2012 für 10 Jahre inhaftiert ist wegen eines Debattenforums, welches er betrieb und jetzt mit 1000 Peitschenhieben öffentlich gedemütigt werden soll und die Täter in Paris beachtet, der muss zu dem Schluss kommen, dass diese Täter offensichtlich im Auftrag Saudi Arabiens gehandelt haben. Die Terrorverbrechensorganisation Boko Haram könnte genauso der Auftraggeber dieser Mörder sein wie die Regierung oder die Justiz in Saudi Arabien.

 

 

 

Wir können aber auch sagen, dass Allah und sein Prophet die Auftraggeber dieser Schreckenstaten gewesen sind.

 

 

Wo, bitte sehr, ist denn hier der große Unterschied erkennbar?

Beides sind Angriffe auf die Rede- und Meinungsfreiheit. Beides sind eklatante Verletzung elementarer Menschenrechte. Beides, der Tod der Menschen in Paris, der Tod der Menschen im Jemen, der am selben Tag gewaltsam herbeigeführt und die Toten, die Boko Haram auf ihr nicht vorhandenes Gewissen geladen haben, haben eine Urquelle: Den Koran, die Hadithen und die Vita des Propheten.

 

Die selbsternannten Herren über Leben und Tod waren an verschiedenen Orten als Auftragskiller für Allah und Mohammed unterwegs. Die Regierung und die Justiz in Saudi Arabien sind da um keinen Deut besser.

 

 

 

Die Redakteure von Charlie Hebdo wären in Saudi Arabien mit der Todesstrafe belegt worden. Sie hätten in diesem Land von Rechts wegen ihr Leben verloren, ebenso im Iran, in Pakistan oder in anderen Scharialändern, die wegen Mohammedbeleidigungen den Tod durch die Justiz verhängt hätten.

 

Was also ist der Unterschied zwischen den Pariser Terroristen und den Regierungs- und Justizstellen in Saudi Arabien?

Es gibt keinen. Der einzige Unterschied ist der, dass der Tod der Redakteure in Saudi Arbien unrechtsstaatlich über mehrere Instanzen geführt worden wäre. Das Ergebnis wäre jedoch dasselbe, nämlich der Tod gewesen.

 

 

 

 

Während Charlie Hebdo tatsächliche satirische Mohammedbeleidigungen veröffentlich hat und in Europa auch das verbriefte Recht dazu hatte, hat dieser Blogger es lediglich gewagt, ein islamkritisches (falls das überhaupt stimmt und selbst wenn es stimmen sollte, ist eine solche Strafe mehr als ungerecht) Debattenforum der Meinungsfreiheit zu eröffnen, die ihm 10 Jahre Haft, 1000 Peitschenhiebe und Geldstrafe eingebracht hat.

 

Es ist mehr als dekadent ungerecht und für die Eliten mehr als bezeichnend, die Terroristen für das islamische  Dilemma allein verantwortlich zu machen, aber die Scharia, die Quelle des islamischen „Rechts“ und somit der Justiz in Arabien den Persilschein zu verpassen. Darüber regt sich kein Mensch auf.

 

 

Es ist einfach haarsträubend, dass die sachliche Islamkritik, deren Argumentationen  ja jeden Tag in Saudi Arabien und anderen islamischen Ländern praktisch bestätigt wird, hier in Europa einfach nicht geführt wird. Das jedoch ist das Versagen der europäischen Eliten und der Mehrheit der friedlichen Muslime, die sich hinter dem europäischen Freiheits- und Religionsgesetzen verstecken können, aber keinen Finger rühren, die Radikalen in den eigenen Reihen und in den Ländern des eigenen Machtbereichs  zu ächten und auszuschließen.

 

Die Al Azhar Uni hat genau dieses Ausschlussverbot  in den letzten Tagen noch islamrechtskonform bestätigt.

 

 

Damit haben die 20 Gelehrten bestätigt, dass gläubige Muslime, selbst wenn sie Massenmorde begehen, nicht aus der Umma ausgeschlossen werden können, was nichts anderes bedeutet, dass keine Untat der Welt, sofern sie von Muslimen begangen werden, zu Ausschluss aus der dieser islamischen Religionsgemeinschaft führen kann, welches wiederum bedeutet, dass selbst der übelste Massenmörder soweit er aus den Kreisen der gläubigen Muslime stammt noch immer besser ist als der beste Nichtmuslim.

 

 

 

Dieses religiöse Elitedenken muss erst gedacht werden können, um die unverschämte und beleidigende Konsequenz dieser Bewertung erfassen zu können.

Diese Attentäter von Paris, Boko Haram und die Mörder aus Jemen sind besser als der menschenfreundlichste und gottergebenste Kopte oder Christ.

 

 

 

 

HERR, DREIEINIGER GOTT, bewahre uns vor dem elitären Stolz

und der rigorosen Arroganz der Täter des Ungeistes und der Sünde,

die in Religionen und Ideologien

geboren werden, die auf Erden

noch heute so viel menschliches Leid und Unheil anrichten.

HERR, bewahre uns vor Krieg, vor Kulturkampf und Streit.

HERR, hilf allen Opfern von Gewalt und Verfolgung

durchunseren BRUDER und FREUND, JESUS CHRISTUS, unseren HERRN Amen.

 

3 Responses to “1000 Peitschenhiebe für islamkritischen Blogger”

  1. HX7 Says:

    Saudiarabien lobte Merkel für ihre Kritik an der islamkritischen Pegida-Bewegung. Warum trägt sie keine Burka? Immerhin kämpft sie ja für den Islam.
    Möge der Herr den Islamkritikern Mut geben und möge es zunehmend zur Islamkritik kommen. Wobei Kritik ja lediglich die Beschreibung der Wahrheit ist.

  2. Ibrahim Says:

    Guter Mann der ägyptisch-stämmige Deutsche Abdel Samad! Ein Ex-Moslem der

    sich sehr gu min dem Islam auskennt!

    Wir sollten Ihn unterstützen!

  3. Ibrahim Says:

    Alles hat mit dem Islam zutun!

    Abdel-Samad unser Freund!


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