kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Advent = Ankunft – Warten auf den Herrn 24. Dezember 2014

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 10:26

 

Advent“ – mit dem aus dem Lateinischen kommenden Wort weiß wohl auch heute noch fast jeder etwas anzufangen. „Adventus“ heißt „Ankunft“ und meint die Zeit vor Weihnachten, vor der Ankunft, vor der Geburt Jesu Christi und damit der Menschwerdung Gottes.

 

 

 

 

 

Erste Traditionen einer mehrwöchigen Vorbereitungszeit auf Weihnachten gab es schon im 4. Jahrhundert. Im Laufe der Geschichte umfasste der Advent unterschiedlich lange Zeiträume. Erst in Folge des Konzils von Trient (1545-1563) wurden die vier Wochen festgelegt. Wer heute „mehr Advent“ haben will, muss nach Mailand fahren – dort gibt es traditionell eine sechswöchige Adventszeit.

Ursprünglich war der Advent eine Fastenzeit, die nach St. Martin am 11. November begann. Von dieser Tradition ist – schaut man auf die Weihnachtsmärkte mit ihren zahllosen Ess- und Trinkständen – kaum etwas übrig geblieben. Allerdings ist der Advent auch heute noch für viele Menschen eine Zeit der Besinnung. Besondere Adventsgottesdienste begleiten die Menschen durch diese Zeit. Und der Advent ist voller Bräuche und Traditionen: am bekanntesten sind Adventskranz und Adventskalender.

{Quelle: http://www.wn.de/Muensterland/Weihnachten-im-Muensterland/Das-Weihnachts-ABC/1821896-Dr.-Stephan-Kronenburg-Bistums-Pressesprecher-Advent-Warten-auf-den-Herrn}

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wann kommt der Herr?

 

Das ist der Schlüssel zur Beantwortung unserer Frage:

Der Herr kommt dann, wenn die Ernte der Erde reif ist. Wir müssen die Schlussfolgerung daraus ziehen: Wenn der Herr noch nicht gekommen ist, dann mangelt es noch an der Reife.

 

 

Da gibt es zwei Dinge, die mir wichtig sind und die ich in den Vordergrund rücken möchte.
Erster Punkt: Reife ist dann erreicht, wenn viel Vertrauen in den Herrn vorhanden ist unter den Gotteskindern. Das hört sich eigentlich einfach an: Vertrauen in den Herrn. Aber das Vertrauen in den Herrn zeigt sich gerade dann, wenn es nicht einfach ist: Wenn Schwierigkeiten kommen, wenn Nöte auftreten, wenn Leid da ist, und schon hört man da und dort von Verlust des Vertrauens; man fragt etwa:

Warum hat der liebe Gott das zugelassen?

Warum muss denn dies und jenes auch noch sein?

Wir sind alle nicht frei von diesen Gedanken. Aber Vertrauen in den Herrn bedeutet, dass man ihm grenzenlos vertraut, dass man auch unter schwierigen Verhältnissen alles in seine Hand legt. Darin können wir noch reifen.

 

 

Das Zweite, worin wir reifen können, ist die Liebe untereinander. Ich erinnere an jenes Wort des Apostels Paulus: »Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.« Darin können wir noch wachsen. Liebe untereinander führt hin zur Reife. Liebe untereinander fängt mit ganz einfachen Dingen an: dass wir Verständnis haben füreinander und dass wir offen miteinander umgehen; dass wir nicht mit Vorurteilen belastet sind, sondern wirklich jeden annehmen, mit jedem auch Kontakt suchen, niemanden ausgrenzen, nicht voller Misstrauen den anderen ansehen, sondern eine herzliche, offene, schöne Gemeinschaft pflegen.

 

 

Offenheit in dem Sinn, dass wir einander annehmen, dass wir miteinander in herzlicher Weise vorurteilsfrei umgehen. Diese Offenheit führt hin zur Liebe und die wiederum schenkt Reife. Lasst uns wachsen in der Liebe, lasst uns wachsen darin, Vertrauen zu haben in den Herrn. Wenn man sagen kann: Was auch kommen mag – der Herr ist da, ich lasse mich in seine Hand fallen, ist das ein Zeichen von Reife! Vertrauen in den Herrn und Liebe untereinander! Das sind die Dinge, die zur Reife und Vollendung führen.

 

 

 

 

In Jakobus 5 ist von Geduld die Rede: «Habt nun Geduld Brüder … bis zur Ankunft des Herrn»! Niemanden, auch nicht den Aposteln, den ersten Christen oder den Kirchenvätern hat der Herr jemals verraten, wann der Tag Jesu Christi kommen wird. Was hat der Herr Jesus stattdessen gesagt? «Von jenem Tag aber und jener Stunde Weiß niemand» (Mt. 24,36). Eins ist klar: Der Herr wird wiederkommen. Die Frage nach dem Ob stellt sich gar nicht, darüber müssen wir nicht diskutieren. Die Bibel ist voll von diesen Verheißungen, und die Stelle aus Jakobus 5 ist ja nur eine von sehr vielen, die die Tatsache des Kommens des Herrn Jesus Christus erwähnt. In allen Briefen des Neuen Testaments ist die Wiederkunft des Herrn ein Thema. Es handelt sich also nicht um ein Randthema oder um ein unbedeutendes Ereignis.

 

Ganz im Gegenteil: Es ist ein zentrales Thema und wir tun gut daran, es zu erwähnen und auch weiterhin darauf aufmerksam zu machen. Die Apostel haben offensichtlich jederzeit das Kommen unseres Herrn erwartet, auch wenn sie mit keinem Wort behauptet haben, dass die Ankunft des Herrn zwingend zu ihren Lebzeiten erfolgen würde. Das unterscheidet die Apostel von manch einem Endzeitfanatiker, der meint, die Wiederkunft des Herrn auf ein bestimmtes Datum festsetzen zu können.

 

 

Und vor allem: Seien Sie nicht enttäuscht, werden Sie nicht irre am Herrn, wenn sich Seine Wiederkehr noch weiter hinauszögert und wir auch am Anfang des nächsten Jahres immer noch auf Erden sind. Freuen Sie sich vielmehr über jeden Tag, den der Herr Ihnen zur Verfügung stellt, an dem wir Ihn loben, preisen und verherrlichen dürfen. Wichtig ist, dass wir wachsam und bereit sind, dass wir uns nicht sorgen, sondern freuen, dass wir nicht irre werden, sondern vertrauen. Und lassen Sie uns bei alledem nicht den Blick verlieren für die Menschen um uns herum, denn das ist Teil unseres Auftrages.

Der Herr segne Sie!

 

 

Herr, komme bald, Herr, komme bald,
hör deines Volkes Rufen!
Wir flehn vereint vor deines Altars Stufen.
Sieh du uns an, die Seele ist bereit.
Herr, komme bald, verkürze diese Zeit!

 

Herr, komme bald, Herr, komme bald,
komm, stille unser Sehnen!
Führ du dein Volk aus diesem Tal der Tränen,
nimm uns zu dir in deine Herrlichkeit!
Herr, komme bald, verkürze diese Zeit!

 

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