kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gottesdienst in einem Stripclub? 22. Dezember 2014

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 10:00

 Ja und noch einmal Ja!

 

In Rosenheim will eine freikirchliche Gemeinde verhindern, dass über dem Gottesdienstraum ein Bordell eingerichtet wird.

In Guelph in Kanada hält eine Gemeinde ihre Gottesdienste in einem Stripclub ab.

So unterschiedlich wie die Orte, an denen Gott gepriesen wird, können die Meinungen darüber sein, was Kirche darf und was nicht.

 

 

 

Wir haben Christine Schollmeier, langjährige Majorin der Heilsarmee auf St. Pauli in Hamburg, nach ihrer Meinung gefragt: Von den Frommen wurde Jesus vorgeworfen, dass er sich als „Fresser und Säufer“ mit „Gesindel“ abgab. Er schaut bestimmt mit Freude auf die wachsende Gemeinde in Kanada, die an einem – zugegeben – ungewöhnlichen Ort Gottesdienst hält. Laut Zeitungsberichten sind anstößige Bilder zugedeckt; die Gemeinde macht keinen Hehl aus ihrer Ablehnung sexueller Ausbeutung. Aber die Pole-Tänzerinnen bekommen von den Gemeindemitgliedern nicht Schelte ausgeteilt, sondern Blumen.

Und sollte sich ein Kunde von Samstagabend in den Gottesdienst am Sonntagnachmittag verirren, wird er schon hören, dass Pornographie in allen Schattierungen vor Gott nicht recht ist – aber auch, wie man schlechte Gewohnheiten besiegen kann! Nicht die Gesunden, sondern die Kranken brauchen den Arzt, hat Jesus selbst gesagt; er hat nicht gekniffen, wenn es darum ging, da zu sein, wo es laut, dreckig oder nicht „fromm“ war. Wir, als seine Nachfolger, sollen es ihm gleich tun und dahin gehen, wo die „Kranken“ sind. Die Innenstädte haben wir vielfach den Moscheen, den Hindutempeln und Esoterikläden überlassen, uns in grüne Vororte und schöne Dörfer zurückgezogen. Aber Gott ist überall da, wo eine Handvoll Menschen sich in seinem Namen sammelt, sei es bei einer Bibelstunde bei Starbucks, im Gottesdienst im Knast oder bei einer Gebetsrunde in einer Kneipe. Alle drei Varianten habe ich erlebt.

Warum also nicht ein Gottesdienst im Stripclub?

 

 

 

 

 

 

 

 

Gottesdienste auf der Reeperbahn

 

Vor 150 Jahren, als William Booth die Heilsarmee gründete, hatte man kein Geld, um gleich Immobilien zu kaufen. Man mietete sich in alle möglichen und ein paar unmögliche Orte ein, schleppte Gesangbücher, Instrumente und Fahne jeden Sonntag in die Music Hall, die Tanzhalle oder das Theater. Manch einer, der sich nicht in die heiligen Hallen der großen Kirchen getraut hätte, besuchte aber schon einen Gottesdienst dort, wo er sich auskannte. Er begann, andere Texte zu singen. Er nahm den Tee, und nicht den Schnaps. Er änderte seine Gesinnung und wurde Christ. In der Kneipe. Ich wünsche der Gemeinde in Guelph von Herzen, dass sie genau das immer wieder erlebt: Menschen, die im Stripclub ihr Innerstes vor Gott offenlegen und Christen werden!

Diese Zeilen schreibe ich in meinem Büro; der Blick geht zu der Rückseite des benachbarten „Laufhauses“, des größten Bordells in Hamburg. Jahrzehntelang haben wir – habe ich – Gottesdienst auf der Reeperbahn vor diesem Haus gehalten. Jetzt gehen junge Frauen aus verschiedenen Gemeinden jede Woche mit der Heilsarmeeoffizierin in die Bordelle, um christliche Schriften und kleine Geschenke zu verteilen. Manchmal ergibt sich ein seelsorgerliches Gespräch, oft ist der Dienst mehr ein Brückenbauen von Frau zu Frau, damit Vertrauen, gegenseitiger Respekt entstehen kann. Ich hätte mir gewünscht, die Gemeinde in Rosenheim hätte die Möglichkeit erkannt, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die sonst einen Bogen um die Kirche machen.

{Quelle: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/gottesdienst-in-einem-stripclub-ja-und-noch-einmal-ja-90285/}

 

5 Responses to “Gottesdienst in einem Stripclub?”

  1. Kreationist74 Says:

    Jesus liebt den Sünder, egal was er macht. Da ist es egal, ob er Zuhälter, Trinker, Drogenhändler oder IS-Terrorist ist. Denn Gott ist Liebe, bedingungslose Liebe. Aber es ist eine, die die Sünde hasst.
    +

    • te'oma Says:

      Wo in der Bibel steht das bitteschön ? Gott hat in der Bibel nie alle Menschen geliebt ,er ist nur
      barmherzig, dem Bösen gegenüber.

      Liebt Gott jeden Menschen?

      Rev. Martyn McGeown

      In den Ballymena Times(15. Februar 2006) wiederholte Pastor Derek Dunn den Mythos, dass Gott jeden Menschen liebt. Gott liebt die Welt, doch in der Schrift bedeutet dies nur äußerst selten die gesamte menschliche Rasse (Joh. 7,4; 12,19; Apg. 17,6; 1Kor. 11,32). Im Alten Testament liebte Gott nur die israelitische Nation (5.Mose 7,7). Doch nicht einmal dann jeden einzelnen Israeliten, weil „nicht alle, die von Israel abstammen, […] Israel [sind]“ (Röm. 9,6). Im Neuen Testament liebt Gott Sünder aus jeder Nation, daher die Bezeichnung „Welt“. Was oft geleugnet wird ist, dass Gott einige Sünder hasst; sowohl sie als auch ihre Sünden. Zum Beispiel hasste Gott Esau (Röm. 9,13) und er „haßt alle Übeltäter“ (Ps. 5,6).

      Christus kam, um nur diejenigen zu retten, die Gott liebt; nicht Judas, Herodes, Pilatus oder all die, „ deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens von Grundlegung der Welt an“ (Offb. 17,8). Vielmehr kam Christus, um all die zu retten, die der Vater ihm gegeben hat (Joh. 6,37-39; 17,2). Christus „[liebte] die Seinen […], die in der Welt waren“ (Joh. 13,1), nicht jeden, der in der Welt war. In Christus werden erwählte Sünder geliebt (Eph. 1,4-6), doch außerhalb von Christus werden Sünder von Gott gehasst, denn Gott ist kein Gott „dem Gesetzlosigkeit gefällt“ (Ps. 5,5), sondern ein Gott, der „Gerechtigkeit liebt“ (Ps. 11,7). Christus ist aus Liebe für seine geliebten Schafe gestorben, weder starb noch betete er für die Ziegenböcke (Joh. 10,26-27).

      Gottes Liebe ist wirksam. Die Objekte seiner Liebe werden tatsächlich gerettet. Gottes Liebe sucht nach denjenigen, die er liebt und löst bei den Empfängern dieser Liebe Gegenliebe aus (1Joh. 4,19). Da Gott nicht verpflichtet ist, irgendjemanden zu lieben, sondern frei wählt wen er lieben möchte, kann der Mensch sich nicht beklagen (Röm. 9,13-20). Zu lehren, dass Gott jeden liebt (sogar diejenigen, die in der Hölle enden werden), bedeutet das Kind Gottes des Trostes zu berauben und „ die Hände des Gottlosen [zu stärken], damit er sich ja nicht von seinem bösen Weg bekehrt und am Leben bleibt“ (Hes. 13,22).

      Manch einer mag sich fragen: „Wenn Gott nicht jeden Menschen liebt, warum verwendet die Bibel dann universelle Ausdrucksweisen wie z.B., dass der Herr „ nicht will, daß jemand verlorengehe“ (2Pt. 3,9) oder „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden“ (Röm. 10,13)? Solche Einwände missachten den Kontext und offenbaren Unwissenheit bezüglich der Verwendung von Sprache. Wir gebrauchen oft universelle Ausdrücke. Wenn der Lehrer fragt „Hat jeder einen Stift?“, meint er damit nur seine Klasse. Wenn ein Vater sagt „Alle ins Auto“, bezieht er sich dabei nur auf seine Familie. Betrachte einmal folgende Bibelstellen: Matthäus 10,22 („und ihr werdet von jedermann gehaßt sein“), Joh. 3,26 („und jedermann kommt zu ihm“), Apg. 19,19 („trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen“) und Römer 16,19 („euer Gehorsam ist überall bekannt geworden“). In diesen Schriftstellen kann mit „jedermann“ und „überall“ nicht die gesamte menschliche Rasse gemeint sein. Ein ähnlicher Fall ist das Wort jeder, das „all diejenigen, die…“ bedeutet. Es bedeutet nicht jeder einzelne. „Jeder, der an ihn glaubt“ (Joh. 3,16) bedeutet all diejenigen, die glauben oder „alle Gläubigen“.

      2Petrus 3,9 wurde als Antwort auf Spötter geschrieben und um Trost bezüglich der vermeintlichen Verzögerung von Christi Wiederkunft zu geben. Der Herr ist noch nicht zurückgekommen, weil Gott langmütig gegen „uns“ ist. Gott ist nicht langmütig jedem gegenüber. Gott möchte nicht, dass sein Volk („uns“) verloren geht und da die Langmut des Herrn Errettung ist (2Petrus 3,15), werden all diejenigen, denen Gott gegenüber langmütig ist, auch gerettet werden.

      Gleichermaßen bedeutet die Stelle „ Jeder [all diejenigen, die], der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden“ (Röm. 10,13) nicht, dass jeder den Namen des Herrn anrufen kann oder dies auch beabsichtigt. Das Wort Gottes lehrt, dass Sünder Gott hassen (Röm. 8,7) und seinen Namen nicht anrufen werden. Jesaja beklagt „da war niemand, der deinen [d.h. Gottes] Namen anrief“ (Jes. 64,6) und Paulus schreibt „es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt“ (Röm. 3,11). Dass manche den Namen Gottes anrufen, ist das Werk von Gottes Geist, der einigen aus Gnade Glauben und Buße schenkt (Apg. 11,18; Eph. 2,8; Phil. 1,29) und andere wiederum verblendet und verstockt (Jos. 11,20; Mt. 11,25; Joh. 12,40; Röm. 9,18).

      http://www.bibelwissen.bibelthemen.eu/wiki/index.php/Vorherbestimmung_und_eigener_Wille

      http://www.betanien.de/verlag/material/material.php?id=126

    • ich Says:

      Gott liebt jeden Menschen so dass dieser sich bekehren und so eine seele retten.
      aber Er der die Liebe ist wird selber alle die dieses ablehnen für immer dem gerechten Urteil preisgeben.

      • te'oma Says:

        In der Bibel steht nichts dergleichen ,weder im alten Testament ,noch im neuen Testament,
        Jesus hat nichts Dergleichen gesagt. Er hat immer nur von Auserwählten und Berufenen
        und seinen Schafen gesprochen ,die der Vater vor Angeginn der Welt auserwählt hat,wären
        anderen die Wahrheit verborgen bleibt.

  2. te'oma Says:

    Wir haben Christine Schollmeier, langjährige Majorin der Heilsarmee auf St. Pauli in Hamburg, nach ihrer Meinung gefragt: Von den Frommen wurde Jesus vorgeworfen, dass er sich als „Fresser und Säufer“ mit „Gesindel“ abgab.

    Mit dieser Begründung ,lässt sich viel anstellen ,wird sie aber durch die „Heilige Schrift“ gedeckt ,oder
    ist sie nicht eher ein Nährboden ,für jede Menge Irrlehren?

    1) Jesus wurde von den Theologen verworfen (Saduzäer,Phariesäer) aber auch nicht von allen, niemals
    aber von allen Frommen ,hier wird dem Christen sugeriert, das jeder der nicht durch die Bordellviertel
    streicht ,ein phariesäerhafter Scheinfrommer ist.

    2) Weder Jesus noch seine Apostel ,haben jemals die Lustmeile von Jerusalem aufgesucht , um Nutten
    und Zuhälter zu verwöhnen. Es soll zwar das Evangelium jedem verkündet werden ,dazu braucht man
    aber nicht dort hin zu ziehen. Ansonsten soll man jeden Umgang meiden ,welcher sich nicht an die Moral
    und Ethik der Bibel anpasst. Wem das Evangelium verkündigt wird ,derjenige hat dann die Möglichkeit
    umzukehren, ansonsten geht der Christ weiter. Es gibt keine einzige Bibelstelle,die belegt ,das Jesus
    und seine Apostel den Kontakt zu dem Gesindel,von Jerusalem gesucht hat. Für die Pharisäer war
    schon jeder Mensch ein Sünder , der an großen Festmählern teilnimmt und mehr sagt die genannte
    Bibelstelle auch nicht aus.

    3) Auch die 150 Jahre alte Meinung von Herrn William Booth und der Heilsarrmee, tut hier nichts zur
    Sache ,sondern ganz alleine das Jesus und Apostelwort,in der Heiligen Schrift, ist maßgeblich.

    4) In einem Gottesdienst soll Gott verherrlicht werden, somit sind wohl nicht alle Orte hierfür geeignet.


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