kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Muslimi und Jesiden Schüler am christlichen Altar 20. Dezember 2014

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 19:03

Schüler der Sprachlernklasse des Berufsbildungszentrum mit Lehrerinnen und externen Betreuern zu Gast in der St.-Nicolai-Kirche: Pastor Lutz Korn (rechts) informierte die jesidischen und muslimischen Flüchtlinge über christliche Symbole.

Schüler der BBZ-Sprachlernklasse für Migranten besuchen St.-Nicolai-Kirche

 

Diepholz: Von Eberhard Jansen. Altar, Kreuz, Adventskranz, Taufbecken, Weihnachten: Begriffe, mit denen viele der Schüler wenig anzufangen wussten. Die meisten von ihnen sind Flüchtlinge und haben eine andere Religion als das Christentum. Im Diepholzer Berufsbildungszentrum (BBZ) Dr. Jürgen Ulderup besuchen sie die im September neu gegründete Sprachlernklasse. Gestern waren die jungen Frauen und Männer mit Lehrerinnen und externen Betreuern in der St.-Nicolai-Kirche zu Gast.

Die Schüler der Sprachlernklasse kommen aus Rumänien, Polen, Afghanistan, Syrien, Spanien und Bulgarien und wollen in Deutschland eine neue Heimat finden. Manche sind geflohen, manche kamen aus anderen Gründen nach Deutschland. Am BBZ lernen sie Deutsch. Und das offenbar sehr engagiert und schnell.

 

 

 

Maher zum Beispiel. Der junge Mann war Polizist in Damaskus, erzählt Klassenlehrerin Martina Staubach. Im syrischen Bürgerkrieg wollte er dem Befehl nicht folgen, auf Christen und Angehörige anderer Religionen zu schießen, die bis dahin gute Nachbarn, ja sogar seine Freunde gewesen waren. Maher – selbst Muslim – floh aus Syrien, lebt heute im Sulinger Land. Gemeinsam mit anderen 15- bis 27-jährigen Migranten, die nun im Südkreis Diepholz wohnen, besucht er am BBZ in der Kreisstadt die neue Sprachlernklasse.

Dort sitzen Jesiden, Muslims und katholische Christen nebeneinander. „Die Krisen in der Welt bekommen durch sie ein Gesicht“, beschreibt Klassenlehrerin Staubach die Situation. Die jungen Migranten sollen durch das Erlernen der deutschen Sprache schnell einen Zugang zu beruflicher Bildung bekommen. Viele der Schüler haben eine Ausbildung in ihrem Heimatland absolviert, das sie dann verlassen mussten.

 

 

 

Anlässlich der Weihnachtszeit bekamen sie Informationen über das Christentum und die evangelisch-lutherische Religion. Pastor Lutz Korn empfing die Schüler mit Klassenlehrerin Martina Staubach, Referendarin Alla Hörner sowie Vertretern der Jugendberufshilfe „RazzFazz“ des Diakonischen Werkes und dort tätiger ehrenamtlicher „Job-Mentoren“ in der St.-Nicolai-Kirche.

Korn erklärte den Gästen nicht nur das Gotteshaus („Alle Kirchen sind nach Osten ausgerichtet, weil dort die Sonne aufgeht.“), sondern auch Symbole und geschichtliche Hintergründe. Ob die jungen Zuhörer die geballte Information am Altar sprachlich komplett aufnehmen konnten, ist unklar. Aber auf jeden Fall zeigten sich nahezu alle sehr interessiert, fragten nach und berichteten auch aus der Sicht ihrer jeweiligen Religion – mit gegenseitigem Respekt. Wie Maher, der erst seit September Deutsch lernt und sich schon sehr gut verständigen kann.

 

 

 

„Wir wären einen Schritt weiter, wenn sich alle Religionen gegenseitig achten und respektieren würden“, meinte Pastor Korn, der auch auf Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Religionen hinwies. Angeregt durch die aktuellen politischen Ereignisse und die steigende Zahl von Zuwanderern, vor allem aus Syrien, hatte sich das BBZ Dr. Jürgen Ulderup bereit erklärt, mit der neuen Sprachlernklasse in Diepholz einen Beitrag zur Eingliederung von Emigranten zu leisten. Für das Schuljahr 2015/16 ist geplant, eine weitere Sprachlernklasse am Schulstandort Sulingen einzurichten.

{Quelle: http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/diepholz-ort28581/schueler-bbz-sprachlernklasse-migranten-besuchen-st-nicolai-kirche-4556333.html}

 

2 Responses to “Muslimi und Jesiden Schüler am christlichen Altar”

  1. Elena Says:

    Zitat Pastor Korn:“Wir wären einen Schritt weiter,wenn sich alle Religionen gegenseitig achten und respektieren würden“.Genau da trennt sich die Spreu vom Weizen.Denn dann müßte man leugnen das Jesus Christus Gottes Sohn ist.Und davon abgesehen war unser Herr Jesus kein Religionsstifter,sondern er ließ sich kreuzigen um den Menschen von Sünde und Tod zu erretten.Wird das diesen Leuten auch erzählt ?.Oder lässt man diese lebensrettende Wahrheit aussen vor.Und auch die Berichterstattung in der Presse soll suggerieren das die Mehrheit anderer Religionen angehört was bei Spaniern,Rumänen,Polen und Bulgaren wohl kaum der Fall ist.Will man etwa dadurch vermitteln,seht her der Christliche Glaube spielt überhaupt keine Rolle mehr.

  2. Erich Foltyn Says:

    wenn sich Religionen gegenseitig achten, das ist im Islam nicht in den Statuten, da müssen sie erst einem neuen Propheten kriegen.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s