kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Besuch bei den verfolgten Christen in den Lagern von Erbil 18. Dezember 2014

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 10:54


Ich sah in die Augen von Märtyrern„!

 

 Weihnachten naht und Hunderttausende Christen auf der Flucht aus Syrien und dem Irak sehen einer ungewissen Zukunft entgegen. Christen aus Europa besuchten ein Flüchtlingslager in Erbil im kurdischen Nordirak. In ihrem Blog über den Besuch berichtete sie: „Diese Menschen haben nichts mehr und trotzdem zwei große Schätze: die Familie und den Glauben“. Die Besucher wurde überrascht von der großen Gastfreundschaft der christlichen Flüchtlinge, mit der sie aufgenommen wurden. „Diese Gastfreundschaft der Armen war eine beschämende Lektion für mich, die ich noch alles habe“. Die Christen waren in den Irak gereist, um den Flüchtlingen Trost und Hilfe zu bringen. Von den Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) aus ihren Häusern und ihrer Heimat vertrieben, leben heute Hunderttausende Christen im Irak, in Syrien und den angrenzenden Ländern, vor allem in Jordanien, dem Libanon und der Türkei in Flüchtlingslagern. „Wir haben Hilfe gebracht, doch in Wirklichkeit wurden wir viel reicher beschenkt“, so einer der Besucher aus Europa.

 

 

„Sie haben unsere Kirchen zerstört, Abouna“!

 

Er zeigte sich vor allem über die Freude der Kinder berührt, deren Lächeln neben all der Not so rein und unschuldig ist. Der erste Besuch galt einem nicht vollendeten kasernenähnlichen Bau. In dem Stahlbetongerüst ohne Türen und Fenster leben mehr als 400 Familien. Einer der Christen berichtete über diese Begegnung: „Eine alte Frau warf sich mir weinend in die Arme und stellte ihren kleinen Enkel vor: ‚Sein Vater ist vom Islamischen Staat verschleppt worden. Wir wissen nichts mehr von ihm‘. Das Kind schaute mich mit traurig fragendem Blick an und sagte: „Sie haben unsere Kirchen zerstört, Abouna! Wann können wir nach Hause“? Auf einen solchen „Schmerzensschrei“ sei eine Antwort mit Worten nicht möglich, sondern „nur Gebet“.

In einem Raum, „halb so groß wie mein Arbeitszimmer im Pfarrhaus“, leben sieben Personen. „Der Jüngste der Familie, der vierjährige Salah, rannte plötzlich in eine Ecke des Raumes und holte eine Kinderbibel mit vielen Zeichnungen. Die wollte er mir unbedingt zeigen. Sein Gesicht strahlte. Er hatte im Moment der Flucht daran gedacht, sie mitzunehmen, weil sie ihm kostbar ist. Hätte ich in einem solchen Notfall auch so gedacht“?

 

 

 

 

„Ich sah in die Augen von Märtyrern“!

 

Der Christ schreibt auf seinem Blog: „Erstmals in meinem Leben stand ich Menschen gegenüber, die wirklich verfolgt wurden. Ich sah in die Augen von Märtyrern. Keiner von ihnen hat seinen Glauben verleugnet. Wenn sie doch auch uns aus unserer Lauheit retten könnten“. Während des Besuchs „habe ich mich mehrfach geschämt. Ich fühlte mich neben dem großen Elend ein bißchen wie ein Tourist, da ich jederzeit gehen konnte“. Der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. Sako bedankte sich jedoch bei der Delegation, die in der Kathedrale von Erbil an einem Gottesdienst teilnahm: „Ihre Anwesenheit hilft uns Christen hier, die Hoffnung zu behalten. Der Kampf der Christen in Arbil ist heute: Wie unter diesen Bedingungen die Hoffnung bewahren“.

 

 

Jesu Zelt

 

 

„Auch die Heilige Familie lebt in einem Flüchtlingszelt“!

 

Über den Besuch eines anderen Flüchtlingslagers in Erbil, „dessen Flüchtlingszelte sich nicht zählen ließen“, schreiben die Christen: „An diesem Abend herrschte ein große Freude, als Hunderte von kleinen Kerzen für die Heilige Messe erstrahlten. In der Mitte sah ich eine Krippe. Auch die Heilige Familie lebt in einem Flüchtlingszelt, wie vor zweitausend Jahren, als sie sich in Ägypten vor der Verfolgung des Herodes in Sicherheit brachte. Auch heute ist sie hier inmitten der Christen auf der Flucht. Ein starkes Symbol. Kinder bringen ihre Kerzen und stellen sie vor dem Jesuskind, dem König auf“. Der Besuch bei den verfolgten Christen mag wenig erscheinen – ist es aber nicht. Der Bischof von Erbil, Bashar Warda dankte der Delegation im Namen des Lagers: „Ihr zeigt uns, dass wir nicht vergessen sind, sondern Brüder haben, auch in dunkler Nacht.“ Ein Christ fügte hinzu: „Wir alle möchten am liebsten davonlaufen. Aber auch Euer Kommen zu uns hilft uns, auszuharren“.

 

Foto: die Heilige Familie, nachgestellt in einem Flüchtlingszelt in Erbil

{Quelle: http://www.katholisches.info/2014/12/10/ich-sah-in-die-augen-von-maertyrern-besuch-bei-den-verfolgten-christen-in-den-lagern-von-Arbil/}
 

 

4 Responses to “Besuch bei den verfolgten Christen in den Lagern von Erbil”

  1. te'oma Says:

    In Deutschland sieht ,die Verfolgung eben ein wenig anders aus ,sie ist dennoch dauerhaft
    präsent. Wer als Christ immer noch den gottlosen Lügenmedien vertraut, der sollte mal die
    Bibel lesen. Offenbarung 12 ,unter anderem.

    http://twelvetribes.org/de/kontroversen/unsere_stellungnahme

  2. te'oma Says:

    Christentum heißt Verfolgung und selten Friede, Freude Eierkuchen.

    http://www.alexanderseibel.de/hat_uns_die_bibel_ein_genussvolles_leben_verheissen.htm

  3. du brauchst Jesus Says:

    Christian Martyrs
    lannopez

    Römer 8,35 Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
    2. Timotheus 3,12 Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.


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