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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

2014 war Katastrophenjahr für Kinder – Gewalt und Kriege 18. Dezember 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 10:34

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Mehr als 15 Millionen Kinder leiden in den größten aktuellen Krisenherden in Irak, Syrien, Gaza, Ukraine, Süd-Sudan und Zentralafrikanische Republik unter extremer Gewalt, Zerstörung und Vertreibung.

 

„2014 war ein katastrophales Jahr für Millionen von Kindern“, sagte UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake in New York. „Kinder wurden getötet, während sie im Klassenzimmer lernten oder in ihren Betten schliefen. Kinder wurden zu Waisen gemacht, gekidnappt, gefoltert, als Kindersoldaten missbraucht, vergewaltigt oder als Sklaven verkauft. Noch nie in der jüngeren Vergangenheit waren so viele Kinder solch unaussprechlicher Brutalität ausgesetzt“.

 

 

Foto: Schulmassaker in Pakistan </p>
<p>Das sind die Kindermörder<br />
Sie schossen den wehrlosen Schülern in den Kopf </p>
<p>Die Terroristen kannten keinerlei Erbarmen. Am Tag nach dem Schulmassaker im pakistanischen Peschawar veröffentlichten die pakistanischen Taliban Fotos der grausamen Extremisten, die bei dem schaurigen Überfall mindestens 141 Menschen, darunter 132 Schulkinder, töteten. Die Täter gingen laut Augenzeugen von Klassenraum zu Klassenraum und erschossen Kind für Kind, insgesamt 141 Menschen. „Die meisten Schüler starben durch Kopfschüsse“, berichtete Pakistans Informationsminister Mushtaq Ahmed Ghani. Die Kugeln wurden aus nächster Nähe abgefeuert.</p>
<p>In Pakistan selbst herrscht blankes Entsetzen. Premierminister Nawaz Sharif sprach von einer „von Wilden entfesselten nationalen Tragödie“. Die englischsprachige Zeitung „The Nation” titelte: „Teufel töten unsere kleinen Engel.” Der „Express“ sprach von Pakistans „dunkelster Stunde“.</p>
<p>Pakistan hat nach dem Schulmassaker nun die Todesstrafe wieder zugelassen. Bislang war sie ausgesetzt gewesen. Ein Regierungsausschuss habe ein Ende des Moratoriums vorgeschlagen, und Premierminister Nawaz Sharif habe dem zugestimmt, sagte Sharifs Sprecher am Mittwoch.</p>
<p>„Rückkehr zur Einheit“ notwendig </p>
<p>“Der einzige Weg, und die einzige Reaktion nach dem verheerenden Massaker in Peshawar ist die Rückkehr zur Einheit des Landes und zu einer Menschlichkeit und einem Zusammenleben, das ein Land zusammenschmiedet. Wir müssen der Gewalt und dem Terrorismus eine Botschaft der Einheit gegenüberstellen, die nicht nur von der Regierung, sondern von jedem pakistanischen Bürger ausgeht”, so der Geschäftsführer der christlichen Justitia-et-Pax-Kommission, Cecil Shane Chaudhry, in einem Kommentar zum Anschlag.</p>
<p>Während die Regierung eine dreitägige Staatstrauer anordnete, finden in vielen christlichen Gemeinden Gebete für die Opfer statt.<br />
“Das Massaker trifft das ganze Land mitten ins Herz und konfrontiert nicht nur die Regierung sondern jeden Bürger mit zahlreichen Fragen. Wohin geht unser Land? Welches Land entsteht hier gerade? Kirchliche Einrichtungen und viele Bürgerinitiativen, setzen sich für Frieden, Toleranz, Harmonie und humanitäre Hilfe ein. Doch heute müssen wir vor allem zu den Wurzeln des zivilen, sozialen und religiösen Zusammenlebens in Pakistan zurückkehren”, so Chaudry, “Hinterfragt werden müssen auch die Aktivitäten all derjenigen, die zu islamistischem Extremismus aufrufen”.</p>
<p>“Wir verurteilen diese grausame Tat mit Nachdruck”, so der christliche Anwalt und Menschenrechtskämpfer, Musjtaq Gill Sardar, „Als pakistanische Christen fühlen wir uns mit allen unseren muslimischen Mitbürgern verbunden, die vom Schmerz gezeichnet sind und wir schließen uns mit unseren Gebeten ihren Gebeten an. Gleichsam bitten wir die pakistanische Regierung um ernsthafte Maßnahmen zur Bekämpfung des religiösen Terrorismus und Extremismus in Pakistan. Wir müssen gegen all jene vorgehen, die offensichtlich religiösen Hass, Extremismus und Terrorismus im Namen der Religion verbreiten”. </p>
<p> Zivilgesellschaft: “Taliban gehören nicht zu Pakistan ” </p>
<p>Das Massaker von Peshawar ist ein Einschnitt in der Geschichte Pakistans und es muss unmissverständlich festgestellt werden, dass “die Taliban nicht zu Pakistan gehören”, so die “Human Rights Commission of Pakistan” (HRCP). Die Tragödie von Peshawar ist “eine landesweite Tragödie, die allen die Augen öffnen sollte”, heißt es in einer Verlautbarung der Menschenrechtsorganisation, die sich dabei auf die Bereitschaft des pakistanischen Präsidenten Nawaz Sharif zum Dialog mit den Taliban bezieht. </p>
<p>“Diese immense Tragödie ist die schlimmste in unserer Geschichte”, vor allem weil Kinder das Ziel des Anschlags waren, so HRCP weiter. “Nichts kann ein so brutales Attentat gegen Kinder rechtfertigen”, heißt es in der Verlautbarung. Die Tragödie „stellt ein weiteres Mal unter Beweis, dass es in Pakistan keinen Frieden geben wird, solange der Irrsinn der Taliban und all seine Ausdrucksformen nicht besiegt sein wird”.</p>
<p>Die Nichtregierungsorganisation fordert von der Regierung “die Fortsetzung der Bekämpfung der Taliban auf allen Ebenen”. “Der Kampf gegen die Taliban”, so die Menschenrechtskommission abschließend, “ist ein Kampf für das Leben der Kinder in Pakistan und eine Garantie für ihre sichere Zukunft”. </p>
<p>Afghanische Taliban ächten Massaker </p>
<p>Von dem Anschlag distanzieren sich nun sogar die Taliban in Afghanistan. Die absichtliche Tötung unschuldiger Kinder und Frauen verstoße gegen die Grundlagen des Islam, erklärte der afghanische Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid. Der "Amoklauf" sei "unislamisch", hieß es. Das „Islamische Emirat Afghanistan” sprach den Betroffenen sein Beileid aus und „trauert mit den Familien der getöteten Kinder”, hieß es in einer Erklärung.</p>
<p>Die afghanischen sind mit den pakistanischen Taliban locker verbündet, beide bekennen sich zum Taliban-Anführer Mullah Omar. Die afghanischen Taliban distanzieren sich oft von Anschlägen, bei denen viele Zivilisten getötet werden, greifen selbst aber auch Zivilisten an.</p>
<p>In der vergangenen Woche war bei dem Selbstmordanschlag auf eine Theateraufführung in einem französischen Kulturzentrum in Kabul ein Deutscher getötet worden.</p>
<p>Foto: Dieses von den pakistanischen Taliban am Mittwoch veröffentliche Foto zeigt nach deren Angaben die Kindermörder von Peschawar</p>
<p>Quelle: fides/ spiegel.online/bild.de

Das sind die Kindermörder: Sie schossen über 140 wehrlosen Schülern in den Kopf

 

 

UNICEF schätzt, dass weltweit 230 Millionen Kinder in Ländern und Regionen mit bewaffneten Konflikten leben. 2014 wurden Hunderte Schüler aus den Klassenzimmern oder auf dem Schulweg entführt. Zehntausende Kinder wurden zwangsrekrutiert oder von bewaffneten Gruppen als Helfer missbraucht. Die Zahl der Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser hat an vielen Orten deutlich zugenommen. Mehr als 7,3 Millionen Kinder aus Syrien sind vom Bürgerkrieg in ihrem Heimatland betroffen, unter ihnen 1,7 Millionen Flüchtlingskinder. Die Vereinten Nationen haben allein in den ersten neun Monaten des Jahres 35 Angriffe auf Schulen in Syrien bestätigt, bei denen 105 Kinder getötet und fast 300 weitere verletzt wurden.

 

 

 

Safe Haven für irakische Christen

 

 

In Irak wurden Schätzungen zufolge mindestens 700 Kinder dieses Jahr verletzt, getötet oder sogar hingerichtet. Hunderttausende Vertriebene sind im nahenden Winter schutzlos Regen, Kälte und Schnee ausgesetzt. Während des 50 Tage dauernden Gaza-Kriegs wurden 538 Kinder getötet und mehr als 3.370 verletzt. 54.000 Kinder wurden durch die Zerstörung ihrer Häuser obdachlos. In der Zentralafrikanischen Republik sind 2,3 Millionen Kinder von dem Konflikt betroffen. Mindestens 430 Mädchen und Jungen wurden getötet oder verstümmelt – drei Mal so viele wie 2013. Bis zu 10.000 Kinder wurden mutmaßlich im vergangenen Jahr als Kindersoldaten rekrutiert. In Südsudan wurden 2014 mehr als 600 Kinder getötet und 200 weitere verletzt. Rund 12.000 Kindersoldaten müssen in den Reihen von bewaffneten Gruppen kämpfen. 750.000 Kinder in Südsudan wurden aus ihren Häusern vertrieben, 320.000 leben als Flüchtlinge. Als Folge des Konflikts sind 235.000 Kinder lebensbedrohlich mangelernährt.

 

 

 

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Die große Zahl der gegenwärtigen Krisen und Konflikte hat dazu geführt, dass manche kaum noch wahrgenommen werden. Doch auch in Dauerkrisenländern wie Afghanistan, Jemen, Demokratische Republik Kongo, Nigeria, Pakistan, Somalia und Sudan waren Kinder Gewalt und Brutalität ausgesetzt. Dazu kamen neue Gefahren wie der Ebola-Ausbruch in Westafrika.

 

12 Juni 1970

 

 

 

Hilfe in Krisensituationen

 

Trotz der enormen Herausforderungen sei es UNICEF und seinen Partnern gelungen, lebensrettende Hilfe für Kinder an einigen der gefährlichsten Orte der Welt zu leisten. Einige Beispiele: UNICEF hat rund 68 Millionen Impfdosen gegen Kinderlähmung in den Nahen Osten geliefert, um den Polio-Ausbruch in Syrien und Irak einzudämmen. In Südsudan hat UNICEF mehr als 70.000 Kinder gegen schwere Mangelernährung behandelt. In den von Ebola am schlimmsten betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea unterstützt UNICEF den Kampf gegen das Virus durch Hilfsgüter wie Schutzanzüge, durch die Ausbildung von Helfern und Informationskampagnen sowie durch Hilfen für Ebola-Waisen. In der Zentralafrikanischen Republik läuft gerade eine Kampagne, um 662.000 Kinder wieder zurück in die Schule zu bringen, sobald die Sicherheitslage es zulässt.

 

 

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„Es ist eine traurige Ironie, dass in diesem Jahr, in dem wir den 25. Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention und so viele Fortschritte für Kinder weltweit feiern, gleichzeitig die Rechte von Millionen von anderen Kindern auf so brutale Weise verletzt werden“, sagte UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake. „Gewalt und Trauma fügen nicht nur dem einzelnen Kind großen Schaden zu – sie unterhöhlen die Gesellschaften als Ganzes. Die Weltgemeinschaft kann und muss mehr tun, damit 2015 für jedes Kind auf der Welt ein besseres Jahr wird. Denn jedes Kind, das stark, sicher, gesund und gebildet aufwächst, kann später zu seiner eigenen und der Zukunft seiner Familie, seiner Gemeinschaft, seines Landes und in der Tat zu unser aller gemeinsamen Zukunft beitragen„.

{Quelle: http://www.rtf1.de/news.php?id=4552}

 

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