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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Prominente Christen, die unter Zweifeln litten! 17. Dezember 2014

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 13:41

Von Martin Luther bis Mutter Teresa

Egal, wie stark unser Glaube ist, wir leben als Christen mit Zweifeln. Das erlebten auch so prominente Gläubige wie Martin Luther, Mutter Teresa, Charles Haddon Spurgeon, Johannes Calvin und andere. Denn Zweifel ist kein Zeichen von Kleinglaube, er treibt uns tiefer in die Gemeinschaft mit Gott – und unser Glaube kann dadurch stärker werden.

Prominente Christen werden normalerweise für ihren starken Glauben geachtet. Zweifel passen eher nicht ins Klischee. Allerdings erleben die meisten – wenn nicht alle – Christen Kämpfe, Schwierigkeiten und Zweifel in ihrem Leben mit Gott. Gerade auch die prominenten. Und manche ihrer Aussagen können uns «normalen» Christen helfen, mit unseren Zweifeln zu leben und gleichzeitig zu wissen, «wenn uns unser Herz verdammt, Gott grösser ist als unser Herz». (1. Johannes, Kapitel 3, Vers 20).

 

 

 

C. S. Lewis

 

Er ist einer der meistgeliebten christlichen Autoren und Denker. Lewis ist bekannt für Bestseller wie die «Chroniken von Narnia», «Pardon, ich bin Christ» oder die «Dienstanweisungen für einen Unterteufel». Doch der bekannte Verteidiger des Glaubens bekannte auch: «Ich habe herausgefunden, dass nichts gefährlicher für den eigenen Glauben ist, als die Arbeit eines Apologeten.» Trotz seiner Verdienste für die Christenheit kämpfte er sowohl persönlich als auch intellektuell um seinen Glauben. Er wusste um die Wichtigkeit, dass andere für ihn beteten. Zweifel waren für ihn kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Grund, die Beziehung zu Gott zu vertiefen.

Trotz seiner Zweifel steht C. S. Lewis für seine Schriften über den Glauben, selbst wenn er dafür seine Zweifel beiseite wischen musste: «Glaube, in der Art wie ich das Wort gebrauche, ist die Kunst, an Dingen festzuhalten, die der Verstand bereits akzeptiert hat, auch wenn sich die Gefühle ändern sollten … Deshalb ist Glaube so wichtig: Wer seinen Gefühlen keine Grenzen setzt, kann weder ein echter Christ, noch ein echter Atheist sein.»

 

 

Mutter Teresa

 

Wer von Mutter Teresa hört, denkt meist an den selbstlosen Dienst der «Missionarinnen der Nächstenliebe» in Kalkutta. Doch nach ihrem Tod veröffentlichte Briefe und Tagebucheintragungen zeigen das Bild einer Christin, die zeitlebens mit Zweifeln zu kämpfen hatte.

Sie hatte eine klare Berufung von Gott erfahren, doch dann folgte jahrzehntelanges Schweigen. Darüber schrieb sie: «Die Dunkelheit ist so gross, dass ich wirklich nichts sehe … weder mit Herz noch Verstand … der Platz für Gott in meiner Seele ist leer … Gott ist nicht in mir … der Schmerz meiner Sehnsucht nach ihm ist so gross … ich sehne und sehne mich nach ihm.» Immer wieder bat sie Nahestehende um Gebet: «Betet für mich, dass ich trotz allem weiter lächeln kann.» Doch trotz aller Zweifel und einsamen Lebensabschnitte hielt sie an ihrer Berufung und Hingabe fest. Heute erinnert man sich an sie als «Engel von Kalkutta».

 

 

 

Martin Luther

Wer an Luther denkt, sieht normalerweise den Reformator und Vater der Protestanten vor sich. Doch zu seinem Wesen gehört unabdingbar auch die zutiefst menschliche Seite des Zweifels. Auch wenn die Furcht wegen seiner Schuld ihn zur Idee von Rettung ohne Mithilfe des Menschen führte, begleiteten ihn seine Zweifel über seinen Glauben, sein Denken und seine Beziehung zu Gott das ganze Leben hindurch. Einmal schrieb er: «mehr als eine Woche lang war ich den Toren der Hölle und des Todes nahe. Ich zitterte an allen Gliedern. Christus war mir verloren. Ich war hin- und hergeschüttelt von Verzweiflung und Gotteslästerung.»

Luthers Erbe ist letztlich das eines Reformators mit festem Vertrauen auf Gott. Man sieht seinen Einfluss auf die Kirche. Aber selbst ein Christ seiner Grösse litt unter Zweifeln an seiner Rettung, seiner Berufung und Gottes Gedanken über ihm.

 

 

 

Charles Haddon Spurgeon

 Als einer der grössten Prediger aller Zeiten, war Spurgeon nicht nur ein Meister der Kommunikation von tiefen biblischen Wahrheiten. Gleichzeitig konnte er sich in seine Zuhörer und ihre Kämpfe hineinfühlen. In einer Predigt betonte er: «Ich denke, wenn ein Mensch behauptet, dass er nie zweifelt, ist es an der Zeit, ihn zu bezweifeln. Es ist an der Zeit zu sagen: Arme Seele, ich fürchte, du bist gar nicht auf dem Weg. Denn wenn du es wärest, würdest du so viel in dir entdecken und so viel Herrlichkeit in Christus, die du gar nicht verdient hast, dass du dich schämen und sagen würdest: Das ist zu gut, um wahr zu sein»!

In einer anderen Predigt unterstrich der König der Prediger: «Die Starken sind nicht immer kräftig, die Weisen nicht immer bereit und die Fröhlichen nicht immer glücklich …» Am Ende jedoch betonte er: «Die Lektion der Weisheit ist es, sich nicht durch seelische Probleme bestürzen zu lassen … Wirf dein Vertrauen  nicht weg, welches eine grosse Belohnung hat. Selbst wenn dein Feind seinen Fuss auf deinem Nacken hat, erwarte, dass du aufstehen und ihn überwältigen wirst. Wirf die Last der Gegenwart zusammen mit der Sünde der Vergangenheit und der Furcht vor der Zukunft auf den Herrn, der seine Heiligen nie verlässt».

 

 

 

Johannes Calvin

Für einen weiteren Vater der Reformation, Johannes Calvin, waren Zweifel etwas, was kein Christ fürchten sollte – stattdessen sollten wir sie erwarten und nicht überrascht sein, wenn sie da sind: «Während wir lehren, dass der Glaube sicher und gewiss sein sollte, können wir uns gleichzeitig keine Sicherheit vorstellen, die nicht durchsetzt ist mit Zweifeln, keine Gewissheit, die nicht bedroht wird durch Ängste.» Calvin verstand Zweifel als Teil der Glaubenserfahrungen, weil unsere menschliche Natur Gott und sein Wesen einfach nicht ganz verstehen kann: «Unglaube steckt so tief in unseren Herzen und wir sind so daran gewöhnt, dass wir uns nicht ohne Kampf davon überzeugen lassen, was wir mit dem Mund bekennen: dass Gott treu ist».

 

 

 

Papst Franziskus

Seit seiner Wahl zum Leiter der katholischen Kirche im Frühjahr 2013 hat Franziskus seinen Einfluss innerhalb der Kirche und weit darüber hinaus geltend gemacht. Das «Time Magazine» erklärte ihn zum Menschen des Jahres 2013 und unzweifelhaft ist er der populärste Papst seit langem. Aber auch er spricht offen von seinen Zweifeln. «Wer von uns hätte nicht Unsicherheit, Verlust und Zweifel auf seinem Glaubensweg erfahren? Jeder! Wir alle haben dies erfahren, ich auch. Sie sind Teil unserer Reise im Glauben, Teil unseres Lebens. Zweifel sollten uns nicht überraschen, weil wir menschliche Wesen sind, zerbrechlich und begrenzt. Wir alle sind schwach, wir alle haben Grenzen: Keine Angst! Wir alle haben Zweifel».

{Quelle: Livenet / relevantmagazine.com – von Hauke Burgarth – http://www.jesus.ch/magazin/international/266929-prominente_christen_die_unter_zweifeln_litten.html}

 

9 Responses to “Prominente Christen, die unter Zweifeln litten!”

  1. Augustinus Says:

    Was Mutter Teresa betrifft, so war sie eine eisenharte Strategin, die mit dem Leid der indischen Kranken gewuchert hat. Sie hat den Kranken nie eine Perspektive gegeben. Wenn ihre Mitschwestern kranke einigermassen gesund gepflegt hatte, entließ sie die Patienten und überliess sie ihren eigenen Schicksl.
    Diese Frau war immer Eiskalt und berechnend. Mit ihrer Mitleidstour und den Fotos ihrer „Schützlinge, ergaunerte sie sich Millionen. Ihr waren die Bilder, die in die We ausgesendet wichtigar, als das Los der Betroffenen. Eine Strategineben.
    Dies sage ich als katholischer Christ.

    • te'oma Says:

      Da haben sie mit hoher Wahrscheinlichkeit recht ,was „Mutter“ Teresa betrifft.

      http://www.betanien.de/verlag/material/material.php?id=52

    • te'oma Says:

      Von Luther, wollen wir gar nicht erst reden ,ein gewaltiger Unterschied zu paulus oder Petrus,

      http://hpd.de/node/16032

      • Andrew Says:

        mit dem hab ich schon vor Jahren gebrochen, ein unwirscher, unbeherrschter u. teils hasserfüllter Mensch, da gab es durchaus nettere Reformer (z.B. Zwingli, Melanchthon, Bullinger u.a. Noch schlimmer als Luther erscheint mir allerdings Calvin – aber Experte der Reformationsgeschichte bin ich nicht.) Rechthaberische Streit-u. Sturköpfe waren es allesamt – waren ja schliesslich katholisch erzogen (Scherzlein)…Warum sie es auf Teufel komm raus bis zur Spaltung der Kirche trieben (deren Konsequenzen das einfache Volk vermutlich gar nicht so recht begriff?!), bleibt wohl ihr Geheimnis.
        Die Päpstlichen waren ja in etlichen Kritikpunkten durchaus kompromissbereit – heute wüßte man solche ernsten Zwistigkeiten sicherlich anders zu handhaben, eine weitere radikale Abspaltung innerhalb der Katholizismus lässt sich nur schwer vorstellen, trotz aller kircheninternen Kritik. Eher noch löst sich die evangelische Kirche auf, jedenfalls in Europa?

      • te'oma Says:

        Calvin, heute auch der Stalin ,oder Taliban von Genf genannt ,versuchte gar das Reich Christi,
        gewaltsam in Genf aufzurichten. Peinlich ,peinlich ,aber Luther war eigentlich noch schlimmer.
        Christliche Reformatoren sehen anders aus. Die wären beide, aus einer apostolischen Urchristengemeinnde
        um 40 unserer Zeitrechnung, hochkantig rausgeflogen.

        http://www.heise.de/tp/artikel/30/30658/1.html

  2. Klabautermann Says:

    Martin Luther Kriegsverbrecher Judenhasser usw.

  3. te'oma Says:

    Charles Haddon Spurgeon ist der Einzige, der Aufgezählten, der wirklich biblisch gelebt und
    gepredigt hat.

  4. du brauchst Jesus Says:

    „Martin Luther Kriegsverbrecher Judenhasser usw.“

    Luther und die Juden

    luther juden Luther und die JudenEine nahezu überall nachzulesende, aber kaum nachgeprüfte Behauptung ist eine (dem „späten“) Luther angelastete antijüdische Haltung. Ich empfehle dringend, diese Meinung nicht bedenkenlos zu übernehmen. (Wir machen das zu Recht ja auch nicht bei vielen anderen politisch korrekten „wissenschaftlichen Erkenntnissen“ wie Evolutionshypothesen, Klimakatastrophe, Historisch-kritischer Umgang mit der Bibel u.v.a.).
    Man sollte aufhorchen, dass eine jüdische Wissenschaftlerin, Eva Berndt, Berlin, (vermutlich korrekt) belegt hat, dass der Vorwurf des Antijudaismus gegen Luther auf Fälschung zurückgeht und zu Unrecht besteht.

    „Martin Luthers Handschriften [wurden] bereits zu Luthers Lebzeit verfälscht […] Die von Luther handschriftlich verfasste Supputatio Annorurm Mundi 1541 (1545) Sign. 2 in: Inc 8 o 1214 lässt antijüdische Lutherdrucke, deren historische Quellen dem Codex Vaticanus entnommen sind, eindeutig als Fälschungen nachweisen.“

    „Eva Berndt weist nach, dass dem Reformator seit Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit Fälschungen unterschoben wurden. Seine antisemitischen Schriften, darunter „Von den Juden und ihren Lügen”, zählt sie dazu. Diese Schrift wird übrigens in der Lebensbeschreibung des Juden Josef von Rosheim wortwörtlich zitiert und als von Luther stammend beklagt. Somit ist sie auf 1539 zu datieren, nicht erst auf 1542/43.“

    (Monika Beck M.A., in Israel-Nachrichten 22.1.’93)

    Ich und vermutlich auch Sie, wir haben nicht die Fähigkeiten und Kapazitäten, das zu prüfen. Auf dieser Seite dürften Kenner aber entsprechende Belege finden: http://eva-berndt-berlin.com/Zusammenstellung/III.%20Bibeleditionen/02_E…

    Dass Eva Berndts Forschungsergebnisse nicht einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, erscheint mir wenig verwunderlich. Viel zu viele müssten ja dann zugeben, dass sie einem Irrtum aufgesessen sind, wie ihn Eugen Roth paraphrasiert: „Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt.“

    Fazit: Wir sollten betont vorsichtig mit der Behauptung antisemitischer Äußerungen von Dr. Martin Luther umgehen!
    http://zeltmacher.eu/luther-und-die-juden/#more-2787

    Deutscher Bauernkrieg
    Die Argumentation Luthers in seiner Schrift Von der Freiheit eines Christenmenschen (1520), dass Ein Christenmensch […] ein Herr über alle Dinge und niemandem untertan sei, sowie seine Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche 1522 waren weitere entscheidende Auslöser für das Aufbegehren der dörflichen Bevölkerung: Nun war es auch den einfachen Leuten möglich, die mit dem „Willen Gottes“ gerechtfertigten Ansprüche von Adel und Klerus zu hinterfragen. Für die eigene erbärmliche Lage fanden sie keine biblische Begründung, und somit stellten viele Bauern fest, dass die Einschränkung des Alten Rechts durch die Grundherren dem tatsächlichen Göttlichen Recht widersprach – Gott lasse tatsächlich die Tiere und Pflanzen ohne das Zutun der Menschen und für alle Menschen ausreichend wachsen. Sie erkannten nun, dass sie dieselben Rechte wie Adel und Klerus beanspruchen konnten.

    Martin Luther

    Obwohl die Standpunkte der Reformation eine wesentliche Rechtfertigung für die aufständischen Bauern waren, distanzierte sich Martin Luther deutlich vom Bauernkrieg. Schon 1521 unterschied er genau zwischen weltlichem und geistlichem Bereich, da er mit der Reformation die Veränderung der Kirche und nicht – im Gegensatz zu Savonarola – eine Verchristlichung der Welt erreichen wollte. Von der Obrigkeit wurde er trotzdem zunehmend für die Geschehnisse im Bauernkrieg verantwortlich gemacht, wohl auch deshalb, weil er sich nicht eindeutig von den Forderungen der Bauern distanzierte. Noch 1525 kritisierte Luther in seiner Ermahnung zum Frieden das „hochmütige“ Verhalten der Fürsten. Erst nach der Weinsberger Bluttat schlug er sich eindeutig auf die Seite der Fürsten und verurteilte die Aufständischen scharf:

    „wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern […] man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss.“

    Seine Schrift Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern veröffentlichte Luther allerdings erst zu einem Zeitpunkt, als die Niederlage der Bauern bereits absehbar war.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg

    Ein feste Burg ist unser Gott – Martin Luther


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