kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Friedensaufruf für eine andere Russland-Politik an Bundesregierung 9. Dezember 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 10:38

Aufruf für eine andere Russland-Politik – Nicht in unserem Namen

 

Gerhard Schröder und Antje Vollmer, Lothar de Maizière und Roman Herzog, Wim Wenders und Jim Rakete: Sie und viele andere Prominente fordern „eine neue Entspannungspolitik in Europa“. Wir dokumentieren den Text des Aufrufes.

 

Niemand will Krieg. Aber Nordamerika, die Europäische Union und Russland treiben unausweichlich auf ihn zu, wenn sie der unheilvollen Spirale aus Drohung und Gegendrohung nicht endlich Einhalt gebieten. Alle Europäer, Russland eingeschlossen,  tragen gemeinsam die Verantwortung für Frieden und Sicherheit. Nur wer dieses Ziel nicht aus den Augen verliert, vermeidet Irrwege. Der Ukraine-Konflikt zeigt: Die Sucht nach Macht und Vorherrschaft ist nicht überwunden. 1990, am Ende des Kalten Krieges, durften wir alle darauf hoffen.

Aber die Erfolge der Entspannungspolitik und der friedlichen Revolutionen haben schläfrig und unvorsichtig gemacht. In Ost und West gleichermaßen. Bei Amerikanern, Europäern und Russen ist der Leitgedanke, Krieg aus ihrem Verhältnis dauerhaft zu verbannen, verloren gegangen. Anders ist die für Russland bedrohlich wirkende Ausdehnung des Westens nach Osten ohne gleichzeitige Vertiefung der Zusammenarbeit mit Moskau, wie auch die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Putin, nicht zu erklären.

 

 

Deutschland trägt besondere Verantwortung

 

In diesem Moment großer Gefahr für den Kontinent trägt Deutschland besondere Verantwortung für die Bewahrung des Friedens. Ohne die Versöhnungsbereitschaft der Menschen Russlands, ohne die Weitsicht von Michael Gorbatschow, ohne die Unterstützung unserer westlichen Verbündeten und ohne das umsichtige Handeln der damaligen Bundesregierung wäre die Spaltung Europas nicht überwunden worden. Die deutsche Einheit friedlich zu ermöglichen, war eine große, von Vernunft geprägte Geste der Siegermächte. Eine Entscheidung von historischer Dimension. Aus der überwundenen Teilung sollte eine tragfähige europäische Friedens- und Sicherheitsordnung von Vancouver bis Wladiwostok erwachsen, wie sie von allen 35 Staats- und Regierungschefs der KSZE-Mitgliedsstaaten im November 1990 in der „Pariser Charta für ein neues Europa“  vereinbart worden war. Auf der Grundlage gemeinsam festgelegter Prinzipien und erster konkreter Maßnahmen sollte ein „Gemeinsames Europäisches Haus“ errichtet werden, in dem alle beteiligten Staaten gleiche Sicherheit erfahren sollten. Dieses Ziel der Nachkriegspolitik ist bis heute nicht eingelöst. Die Menschen in Europa müssen wieder Angst haben.

 {Weiterlesen: http://www.tagesspiegel.de/politik/aufruf-fuer-eine-andere-russland-politik-nicht-in-unserem-namen/11080534.html}

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Wir schließen uns dem Aufruf dieser Menschen vollinhaltlich an mit Ausnahme einer Kleinigkeit. Nach unserer Meinung hat Putin bislang mehr Größe bewiesen als die gesamte westliche Einheitsfront gegen Russland.

 

 

Die NATO spielt eine dubiose Rolle. NATO-Mitglieder wie die Türkei müssten aus der NATO ausgeschlossen werden, da sie in der Kurdenfrage bislang einen brutalen Sonderweg gegangen ist. Die  Kosovozwangszuordnung in Europa lässt den Krim-Vorgang schon fast demokratisch erscheinen. Mag die Türkei möglicherweise in den 70er Jahren einen Grund für die Annektion Nordzyperns gehabt haben. Heute jedenfalls hat sie ihn nicht mehr. Und niemand regt sich darüber auf, dass die Türken in Nordzypern ethnische Säuberung der Vertreibung und Zerstörung christlichen Kulturguts betrieben haben.

 

 

Anstatt auch mit Putin Russland ins europäische Boot zu holen, mit Putin die Aufnahme in der NATO zu verhandeln oder die Auflösung der NATO, die immer mehr zur Privatarmee der USA degradiert wird, mit Putin einen Einheitsblock gegen Terroristen aus Islamland zu schmieden, schließt man Russland auch mit Putin aus. Nur Annäherung kann gemeinsame Ziele wecken. Nur Annäherung kann  geistig künstlich aufgebaute Mauern des kalten Krieges einreißen.

 

 

Insoweit stimmen wir dem Aufruf vorbehaltlos zu und ergänzen, dass dies auch mit Putin möglich wäre. Zumindest wäre es einen Versuch wert. So wie die Mauer fiel, kann auch mit Politikern aus Russland verhandelt werden. Die alte US-Strategie der Aufrechterhaltung des Kalten Krieges um jeden Preis jedenfalls führt zur Eröffnung eines neuen und vermeidbaren Pulverfasses, was wir uns zusammen mit dem Pulverfass im Nahen Osten wirklich wohl kaum noch leisten könnten.

 

 

Die Zusammenarbeit mit Russland könnten neue auch ethisch posivitiv Impulse nach Europa tragen, das sich noch nicht der tödlichen Genderidiotie verschrieben hat wie das alternde Europa.

 

 

Aber um dieses Ziel überhaupt zu erreichen, hat die Kanzlerin oder jeder Kanzler –  denn auch die kommen und gehen Gott sei Dank – nebst Regierungen, die Aufgabe, Deutschland zu veranlassen, aus seiner Rolle des gehorsamen Befehlsempfängers als  51. Staat  der USA selbstbewusst heraus zu führen und die Großmächte an einen Tisch zu bringen auch mit Putin.  Sollte Europa und nicht nur Deutschland, freundschafliche Beziehungen zu den USA aufbauen, sondern den Freundschaftskreis auch mit Russland und gegen faschistische Teile der Ukraine-Regierung erweitern? Wir denken, dass das auch mit einem Präsidenten Putin möglich wäre, der große Teile der eigenen Bevölkerung hinter sich weiß.

 

 

Offenbar kann der Westen mit selbstbewussten Politikern nicht umgehen. Offenbar kann der Westen mit Politikern nicht umgehen, die ein historisches Gedächtnis haben. Zu einer Politik der Annäherung gehört auch, sich an  – wenn auch einseitige schwache Absprachen zu halten. Diese Absprachen, dass sich die NATO nicht immer weiter ostwärts ausbreitet, sind nicht erfüllt worden, so dass  mit zunehmender Größe der NATO Russland Land für Land mehr vor den Kopf gestoßen wurde entgegen anderer Absprachen, deren Existenz allerdings umstritten sind. Auf jeden Fall zerschlug diese Osterweiterung der unnötigen Art viel Porzellan, was Gorbatschow noch aufgebaut hatte.

 

 

Wer so völlig ohne Fingerspitzengefühl vorgeht, setzt Vertrauen aufs Spiel. Bislang ist Russland nicht gegen Westen gezogen, sondern bislang ist immer nur der Westen über die Jahrhunderte als Aggressor gegen Russland aufgetreten. Wo das Urvertrauen in den Westen fehlt – und das Urvertrauen zu den USA  ist weltweit nicht mehr sehr groß – wird dieses durch Misstrauen ersetzt,  also einer politischen Denkweise, die einer versöhnenden Politik nicht zuträglich ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/NATO-Osterweiterung

 

 

Dieser verlinkte Artikel setzt sich mit der Problematik der NATO-Osterweiterung auseinander, der wichtige Details hierüber offenbart. Offenbar war es ein Fehler, diese nicht in Verträgen ausgehandelt zu haben,  als es um die deutsche Einheit ging. Damals existierte allerdings noch der Warschauer Pakt, der sich dann nach und nach auslöste. Die Kritiker Clintons, der die NATO-Osterweiterung betrieb, waren zahlreich. Wer also Politik des Faktenschaffens ohne Einbeziehung Russlands betreibt wie sie mit der NATO-Osterweiterung geschaffen wurden, zeigt damit, dass er absolut keinen Wert auf friedliche geostrategische Politik legt und Russland nach wie vor noch heute als Feind ansieht.

Wie gerade Deutschland, dem Nutznießer der Einheit jetzt Putin gegenübertritt, ist unseres Erachtens nicht hinnehmbar. Deutschland ist für Russland wohl eine einzige Enttäuschung und das können wir sehr gut verstehen. Noch kann es gelingen, zerstörtes Vertrauen, ja,  auch mit Putin wieder herzustellen, wenn die Bundesregierung nicht mehr als Hofkettenhund der USA auftritt, sondern im Gegensatz zur USA als verlässlicher Partner beider Großmächte.

Dazu bedarf und bedurfte es dieses Aufrufs.  Bevor wir jetzt als „Putinversteher“ gebrandmarkt werden, sollten wir  die mehr als dubiose Rolle der Medien ansprechen, die selbst in diesem Aufruf kritsiert wird, wenn auch nur schwächlich. Immerhin heißt es dort: Dazu kann eine verantwortungsvolle, auf soliden Recherchen basierende Berichterstattung eine Menge beitragen. Offensichtlich sind auch die Unterzeichner der Meinung, dass die Presse ihrer Pflicht zur Objektivität nicht ausreichend nachkommt.

 

 

 

 

 

Wir dürfen daran erinnern, dass der Aufruf Herrn Gorbatschow als „Ohne die Versöhnungsbereitschaft der Menschen Russlands, ohne die Weitsicht von Michael Gorbatschow“ weitsichtig bezeichnet hat.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article134062462/Gorbatschow-ergreift-Partei-fuer-Putin.html

 

 

Genau dieser weitsichtige Gorbatschow unterstützt genau diesen Putin. Das sollte jedem zu denken geben, insbesondere der Bundesregierung. Die Eigenschaft der Weitsichtigkeit geht dem Westen wohl völlig ab. Die Politik des Westens wird zunehmend von schädlicher Kurzsichtigkeit und momentanen Interessenlagen bestimmt. Mit Weitsichtigkeit hat die Politik weder der NATO noch der USA und schon garnicht der Regierung Deutschlands zu tun, denn dann würde sie sich Russlang gegenüber anders und konstruktiver verhalten.

 

 

Auch hier gilt: Suchet den Frieden und jaget ihm nach, wie überall und zu allen Zeiten. Die Bibel hat es ausgedrückt und die Menschen halten sich nicht mehr daran. Wir in Europa sind nur noch leichtsinnig, Spaß- Fun- und genderverseucht und gehen offenbar nach 70-jähriger Friedensphase tanzend in den Tod. Zum Totentanz  wurde im Nahen Osten nicht zuletzt durch die USA und den Westen, natürlich auch durch Saudi Arabien und Co. aufgespielt, zu einem Tanz, der immer weniger unter Kontrolle zu halten ist. Heute schauen wir uns  abartig lachende,  abgeschnittene Köpfe in der Hand haltende irre islamische IS-Kämpfer an,  die u. a. auch Folge  dieser  westlichen Politik sind.

 

 

Anstatt aus diesen Fehlern zu lernen, spielt schon wieder der Westen die Auftrittsgeige zur Erweckung der Toten, die den Kalten Krieg geführt haben, und scheut sich wohl nicht mehr, diesen Krieg in einen heißen zu verwandeln. Wie töricht muss Politik noch werden, um sie als abschreckend empfinden zu können.

 

 

Eine Spaß- und Fun-Gesellschaft scheint dazu entweder nicht mehr in der Lage  oder nicht mehr willens zu sein, weil sie die eigene innere moralische Kraft des Christlichen und des Transzendenten bereitwilligst zerstört hat und nun die letzten Töne des Untergangs wie ein DJ auflegt und zum besinnungslosen Abrocken bis in den Krieg hinein auffordert. Diese Aufforderung zu dieser Art Tanz sollten wir aufs Intensivste ausschlagen.

 

 

Wie geschrieben:

Suchet den Frieden und jaget ihm nach„.

Eine wertvollere Aufforderung kann es heute  und für alle Zeiten nicht geben.

 

4 Responses to “Friedensaufruf für eine andere Russland-Politik an Bundesregierung”

  1. te'oma Says:

    Der Grund ist, die Dummen vererben ihre Macht !

    http://pflasterritzenflora.ppsk.de/grenzbereiche/intelligenz/

  2. Erich Foltyn Says:

    das Gefühl hat man, daß die Westmächte auf einen Krieg zusteuern und so ist auch die Rhetorik jener, die das kritisieren. Aber man darf nicht vergessen, daß solche Attacken und Sanktionen im Weltmaßstab kleine Fische sind und damit ist noch lange kein Krieg und wenn es weiter eskalieren sollte, können sie dem noch immer Einhalt gebieten und ich glaube nicht, daß die Amerikaner wirklich einen Krieg gegen Russland wollen, auch wenn sie damit drohen und wenn sie sich sehr überlegen fühlen. Aber der unfreundliche Umgang mit Russland ist nach meinem Geschmack völlig unnötig und kontra-produktiv. Vor allem bemängle ich, daß der wirkliche Feind das islamische Lager ist und diesen ungeheuren Unfug importiert man in den gesamten Westen, natürlich weil man sich ja so überlegen fühlt, aber das ist wirklich eine krasse Selbstüberschätzung und ich bin nicht der Lastenträger von Europa und viele andere auch nicht, sie sollen endlich mit dem Unfug aufhören. Und Friede ist für mich nicht nur ein Waffenstillstand, sondern eine ungeheure Kreativität und die vermisse ich beim Westen, der ist schlapp, je mehr Menschen, desto schlapper. Dieser Westen ist anscheinend mit seiner Verdauung beschäftigt von den Gütern und Werten, die ihm schon alle zu viel geworden sind und er leidet nur noch an Verdauungsstörungen und produziert die dazu gehörigen Abgase.

  3. te'oma Says:

    Hier wird wieder klar wieweit sich diese Politiker von den Menschen entfernt haben und alle die gegen
    ihre Politik , des verschenkens von Sozialhilfe an Wirtschaftsflüchtlinge sind,werden zu Rechtsradikalen
    erklärt und in die Minderheiten Ecke gestellt, dank der Systempresse. Die meisten meisten Menschen
    wollen keine Schmarotzer mehr in ihrem Land haben.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/andere-politiker-verurteilen-proteste-lucke-findet-pegida-demos-gut-und-mahnt-zu-toleranz_id_4333926.html

  4. Klabautermann Says:

    Eine Volksbewegung muß entstehen wie bei DDR Ende, dann werden wir die Deutschlandplaciate los samt AMIMIST!!!


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