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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Berater will McDonald´s-Filiale in Kirche eröffnen 3. Dezember 2014

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 09:21

Im Namen des Heiligen Burgers

 

Die Kirche verliert auch in den Vereinigten Staaten Gottesdienstbesucher.

Ein Berater glaubt zu wissen, wie sich die Entwicklung aufhalten lässt:

Er will Fastfood-Filialen in Kirchen eröffnen.

 

 

 

Schon klar, mit Oblaten und Rotwein allein macht man aus Gottesdienstmuffeln keine überzeugten Kirchgänger. Aber was ist mit Burger und Pommes? Lassen sich mit dem Versprechen auf gebratenes Rinderhack im Brötchen die Bänke schlecht besuchter Gotteshäuser füllen? Ein amerikanischer Unternehmensberater ist davon überzeugt und möchte es beweisen. Paul Di Lucca von Lux Dei Design, einer Agentur, die Kirchen berät, will gemeinsam mit einigen Unterstützern eine Million Dollar sammeln und eine McDonald’s-Filiale in einer Kirche eröffnen. Und das sei kein Scherz, versicherte Di Lucca gegenüber NBC.

Das große gelbe M auf der Fassade einer Kirche ist kein völlig unbekannter Anblick. In manchen Städten haben sich Fastfood-Ketten längst in Gotteshäuser eingemietet, allerdings in solche, die von der Kirche zuvor aufgegeben wurden. Schon damit ist für viele Gläubige die Grenze des guten Geschmacks überschritten. Paul Di Lucca aber will Burger in einer Kirche verkaufen, in der das Wort Gottes noch verkündet wird. „Wir hauchen Kirchen als Zentren für Konversation und kulturelles Engagement neues Leben ein“, versprechen die Initiatoren von „The McMass Project“ auf der Crowdfunding-Seite Indiegogo, wo sie um finanzielle Unterstützung werben.

 

 

 

 

Di Lucca setzt auf Synergieffekte

 

Zusammengefasst setzen Paul Di Lucca und seine Mitstreiter auf, um im Beratersprech zu bleiben: Synergieeffekte. Der Kirche läuft mehr und mehr das Publikum davon, und mit dem Publikum schwindet auch die Finanzkraft; dafür hat die Kirche traumhafte Immobilien in bester Innenstadtlage. McDonald’s hingegen hat Publikum und Geld zuhauf, würde sich aber über mehr traumhafte Immobilien freuen. Ganz klar, schließen die Berater: Eine Fusion wäre eine klassische Win-Win-Situation. Sie schreiben: „Indem wir eine Kirche und ein McDonald’s vereinen, schaffen wir eine sich selbst erhaltende, von der Gemeinschaft getragene, volksnahe Kirche“.

 

Was haben sich kluge Leute in vielen Ländern ihren Kopf darüber zerbrochen, wie die Kirche auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren muss, über Individualisierung und nachlassende Bindekraft gesellschaftlicher Großorganisationen debattiert. Doch auf der Internetseite von „The McMass Project“ sehen die Welt und ihre Probleme auf einmal so einfach aus: ein nettes Erklär-Video, Infografiken, die vermutlich der neuesten in Beraterseminaren gelehrten Mode entsprechen, ein Hashtag, der die Idee zum Virus machen soll (#Feast4Jesus), und Incentives für die Geldgeber (Sticker, T-Shirts, Kappen). Und dann die Losung, vorgetragen mit einem Selbstbewusstsein, das so wohl auch nur in Beraterseminaren zu erlernen ist: „Wir können all diese Probleme lösen“.

 

 

Sogar auf etwaige Vorbehalte von Gläubigen, Di Luccas Idee zur Rettung der Religion könnte mit der Religion selbst schlecht zu vereinbaren sein, geht das Vermarktungskonzept ein. Im Video heiß es: „Trappisten haben Bier verkauft, um ihr Kloster zu finanzieren.“ Dennoch machten die Berater von „The McMass Project“ den Fehler, den schon mancher Berater vor ihnen gemacht haben soll: Beim Malen bunter Flipcharts vergaßen sie, den Geist der zu beratenden Institution zu ergründen. Denn wie reagierte Jesus, als er all die Händler und Geldwechsler im Vorhof des Jerusalemer Tempels sah?  Richtig: Er wurde grantig. Wohl auch, weil das die Mehrheit der Christenheit weiß, hat „The McMass Project“ in zweieinhalb Wochen erst 242 Dollar gesammelt.

{Quelle: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/berater-will-mcdonald-s-filiale-in-kirche-eroeffnen-13298149.html}

 

6 Responses to “Berater will McDonald´s-Filiale in Kirche eröffnen”

  1. wolfsattacke Says:

    Fastfood schädigt die Gesundheit und damit das Leben, folglich ist es mit einer Kirche unvereinbar, denn Kirche ist für das Leben und nicht dagegen. Das zeigt wieder einmal, welcher Ungeist hinter den Fastfood-Ketten steht.
    Das beste wäre, wenn Burger King und Mc Donald dicht gemacht werden würde.

  2. rhendark0007 Says:

    Wenn es nicht so traurig wäre. Könnte man ja lachen.
    Aber warum soll Fastfood zur zur Kirche kommen. Verlegen wir die Gottesdienste gleich in die Burger Stuben.
    Nein, im ernst. Wenn die Kirchen sich nicht auf dass besinnen, was die Lehre Jesus war und sich nicht wieder auf die christlichen Werte besinnen, wird es in der Welt immer weniger Kirchen, aber immer mehr Moscheen geben.
    Ich kann nicht von Sünde Predigen und bin selber der größte Sünder. Ich kann nicht den Teufel verdammen und ihn dann umarmen und Küssen.
    Wie schon in einem Anderen Beitrag geschrieben, es fängt bei uns in den Wohnstuben an und endet in den Schulen.
    Wo sind die Pfarrer, die Sonntags noch Gläubige zu Hause besuchten?
    Wo sind die Zeichen der Christen im Erziehungsbereich der Kinder.
    Unsere Kinder, die Ja die Zukunft sein sollen, werden 24 Stunden pro Tag mit Gewalt und Perversionen konfrontiert. Wie sollen aus solchen Kindern gläubige und friedfertige Menschen Werden?
    Ich habe heute auf einer Nachrichtenseite gelesen, dass immer mehr junge deutsche Jurastudenten
    Studentinnen sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe aussprechen. An der steigenden Kriminalität scheint es nicht zu liegen.
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article134733974/Ein-Drittel-der-jungen-Juristen-fuer-die-Todesstrafe.html
    Ich denke das Schiff Erde ist sehr weit vom Kurs abgekommen. Irgendwann läuft es auf ein Riff und kentert.

    • Andrew Says:

      sollte Russlands Wirtschaft kollabieren, könnte dies tatsächlich Realität werden:
      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/markus-gaertner/doppel-crash-usa-und-russland-im-abwaertsstrudel.html
      Eins ist ja wohl klar: der Westen bringt ja nicht nur an Putin u. ein paar dutzend Oligarchen in Absturznähe – das komplette russische Volk ist in Geiselhaft dieses
      blinden Sanktionsterrors Washington/Brüssels geraten. Sollte es zu (vermutlich gewaltsamen!) Aufständen gegen Putin kommen, um einer existenzbedrohlichen Abwärtsspirale des Landes noch zu entkommen, dürfte das zu exzesshaften Übergriffen seitens des Militärs u. sonstiger Sicherheitsorgane kommen – mit Auswirkungen, die den Krieg um die Ostukraine weit in den Schatten stellen könnten. Zwar gilt Putin als besonnen u. würde auch in angespannter Lage wohl kaum auf sein Volk schiessen lassen, aber die Situation dürfte sich rasch als unkontrollierbar erweisen, große Teile des Militärs/Sicherheitsapparates könnten sich gezwungen sehen, auf eigene Faust zu handeln o. zu reagieren, sollten hunderttausende Demonstranten u. westlich instruierte Profi-Umstürzler einen Machtwechsel erzwingen wollen.
      Es ist anzunehmen, das die USA/EU dieses Szenario zwar durchaus vor den Augen haben, falls sich Putin weiterhin nicht beugen sollte, sich aber einbilden, einen möglichen wirtschaftlichen Zusammenbruch Russlands quasi im kontrollierten Sinkflug in westliche Arme lenken zu können, also mit westlicher Kooperation auffangen zu können u. sich als die Retter in der Not zu präsentieren. Es wäre durchaus ein schrittweiser Übernahmeprozess ähnlich wie in der Ukraine denkbar, auf Grund des zunehmenden Druckes auf die Regierung Moskaus vom russischen Volk letztlich selbst eingeleitet.
      Das Hochrisiko eines gewaltsamen Militärputsches sollte den Westen allerdings davon abhalten, solche pervertierten Strategie-Planspiele real umzusetzen: denn dann knallts garantiert – wie unser apokalyptischer Warner @T.om?x stets befürchtet…

      wegen dessen Syrienpolitik u. Hilfestellung der russophilen Seperatisten

  3. w.a. Says:

    Besser noch, als wie in Deutschland Beate Uhse ihre Kette in einer evangelischen Kirche startete.


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