kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG: Papst Franziskus in Istanbul 29. November 2014

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 21:56

Friedenzeichen: Vor der Kathedrale des Heiligen Geistes in Istanbul ließ der...

Vor der Kathedrale des Heiligen Geistes in Istanbul ließ der Papst weiße Tauben fliegen.

 

Geste der Verständigung: In der Moschee verneigte sich der Papst gen Mekka....

Schwachsinnige Worte:

Papst verneigt sich in der Blauen Moschee in Istanbul gen Mekka

Geste der Verständigung: In der Moschee verneigte sich der Papst gen Mekka. Schon sein Vorgänger Benedikt XVI. bekundete so an gleicher Stelle seinen Respekt vor dem Islam„.

KoG: „Man sieht, dass seine Heiligkeit sein Herz zu Christus erhebt und für diese Menschen betet, sodass Gott ihnen die Augen aufmacht. Als zivilisierter Christ respektiert er die Gefühle der anderen„!

 

 

 

Franziskus in Istanbul: „Wenn wir uns vom Heiligen Geist leiten lassen, geraten Reichtum, Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit niemals in Konflikt, denn er drängt uns, die Vielfalt in der Gemeinschaft der Kirche zu leben“.

 

Istanbuler Heilig-Geist-Kathedrale (Foto: REUTERS/Tony Gentile )

 

Rom (kath.net): Am heutigen Nachmittag feierte Papst Franziskus die heilige Messe in der katholischen Heilig-Geist-Kirche in Istanbul.

kath.net veröffentlicht die Predigt von Papst Franziskus bei der Eucharistiefeier in der katholischen Heilig-Geist-Kirche in Istanbul in der offiziellen deutschen Übersetzung:

 

 Dem Menschen, der nach Heil dürstet, zeigt Jesus sich als Quelle, aus der man schöpfen kann, als Fels, aus dem der Vater Ströme von lebendigem Wasser fließen lässt für alle, die an ihn glauben (vgl. Joh 7,38). Mit dieser in Jerusalem öffentlich verkündeten Prophetie kündigt Jesus die Gabe des Heiligen Geistes an, die seine Jünger nach seiner Verherrlichung, das heißt nach seinem Tod und seiner Auferstehung empfangen werden. Der Heilige Geist ist die Seele der Kirche. Er schenkt das Leben, erweckt die verschiedenen Charismen, die das Volk Gottes bereichern, und vor allem schafft er die Einheit unter den Gläubigen: Aus vielen bildet er einen einzigen Leib, den Leib Christi. Das ganze Leben und die Sendung der Kirche hängen vom Heiligen Geist ab; er verwirklicht alles.

 

 Selbst das Bekenntnis des Glaubens ist, wie der heilige Paulus uns in der ersten Lesung von heute erinnert, nur möglich, weil es vom Heiligen Geist eingegeben wird: »Keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet« (1 Kor 12,3b). Wenn wir beten, tun wir es, weil der Heilige Geist das Gebet im Herzen auslöst. Wenn wir den Kreis unseres Egoismus durchbrechen, aus uns heraus- und auf die anderen zugehen, um ihnen zu begegnen, ihnen zuzuhören, ihnen zu helfen, ist es der Geist Gottes, der uns dazu gedrängt hat. Wenn wir in uns eine bisher unbekannte Fähigkeit zum Verzeihen entdecken und zur Liebe gegenüber dem, der uns nicht mag, dann ist es der Geist, der uns ergriffen hat. Wenn wir über die Höflichkeitsfloskeln hinausgehen und uns den Mitmenschen mit jener zärtlichen Liebe zuwenden, die das Herz erwärmt, sind wir mit Sicherheit vom Heiligen Geist berührt worden.

 

Papst Franziskus in der Istanbuler Heilig-Geist-Kathedrale (Foto: REUTERS/Tony Gentile )

 

 

 Es ist wahr: Der Heilige Geist erweckt die verschiedenen Charismen in der Kirche; auf den ersten Blick scheint das Unordnung zu schaffen, in Wirklichkeit stellt es aber unter seiner Führung einen gewaltigen Reichtum dar, denn der Heilige Geist ist der Geist der Einheit, die nicht etwa Einheitlichkeit bedeutet. Nur der Heilige Geist kann die Verschiedenheit, die Vielfalt hervorrufen und zugleich die Einheit bewirken. Wenn wir es sind, die die Verschiedenheit erzeugen wollen und uns dabei in unseren Partikularismen und Exklusivismen verschließen, schaffen wir Spaltung; und wenn wir es sind, die nach unseren menschlichen Plänen die Einheit herstellen wollen, führen wir schließlich Uniformität und Vereinheitlichung herbei. Wenn wir uns dagegen vom Heiligen Geist leiten lassen, geraten Reichtum, Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit niemals in Konflikt, denn er drängt uns, die Vielfalt in der Gemeinschaft der Kirche zu leben.

 

 Die Vielzahl der Glieder und der Charismen findet ihr harmonisierendes Prinzip im Geist Christi, den der Vater gesandt hat und den er weiter sendet, um unter den Gläubigen die Einheit zu vollbringen. Der Heilige Geist wirkt die Einheit der Kirche: Einheit im Glauben, Einheit in der Liebe, Einheit im inneren Zusammenhalt. Die Kirche und die Kirchen sind berufen, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen, indem sie eine Haltung der Offenheit, der Gelehrigkeit und des Gehorsams einnehmen. Mir kommt jenes schöne Wort des heiligen Basilius des Großen in den Sinn: „Ipse harmonia est“. Er selbst ist Harmonie.

 

 

 Es handelt sich um eine Perspektive der Hoffnung, die aber zugleich mühevoll ist, insofern in uns ständig die Versuchung vorhanden ist, dem Heiligen Geist Widerstand zu leisten, denn er bringt die Kirche in Verwirrung, rüttelt sie auf, setzt sie in Bewegung und drängt sie, voranzugehen. Und es ist immer einfacher und bequemer, sich in den eigenen statischen und unbeweglichen Positionen auszustrecken. Tatsächlich erweist sich die Kirche in dem Maß treu gegenüber dem Heiligen Geist, in dem sie nicht den Anspruch erhebt, ihn zu regeln und zu zähmen. Und auch die Kirche zeigt sich dem Heiligen Geist gegenüber treu, wenn sie die Versuchung beiseite lässt, auf sich selbst zu blicken. Und wir Christen werden echte missionarische Jünger, die fähig sind, die Gewissen anzusprechen, wenn wir eine Verteidigungshaltung ablegen, um uns vom Geist führen zu lassen. Er ist Frische, Fantasie, Neuheit.

Unsere Verteidigung kann sich zeigen in der übertriebenen Verschanzung hinter unseren Ideen, hinter unseren Kräften – doch auf diese Weise gleiten wir in den Pelagianismus ab –, oder in einer Haltung von Ehrsucht und Eitelkeit.

 

 

Demonstrative Umarmung am Flughafen von Istanbul: Papst Franziskus und...

Demonstrative Umarmung am Flughafen von Istanbul: Papst Franziskus und Patriarch Bartholomäus I., Ehrenoberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche. Beide wollen die Spaltung der katholischen und der orthodoxen Kirche überwinden.

 

 

 

Wir von KoG ergänzten:

Pelagianismus: Im Kern lehrt der Theologe Pelagius also, es sei grundsätzlich möglich, ohne Sünde zu sein (posse sine peccato esse), zugespitzt handelt es sich um eine Lehre der Selbsterlösungsmöglichkeit und -fähigkeit des Menschen. Ende der Ergänzung.

Diese Verteidigungsmechanismen hindern uns daran, die anderen wirklich zu verstehen und uns für einen aufrichtigen Dialog mit ihnen zu öffnen. Doch die Kirche, die aus dem Pfingstereignis hervorgegangen ist, empfängt als Gabe das Feuer des Heiligen Geistes, das nicht so sehr den Geist mit Ideen erfüllt, sondern vielmehr das Herz entflammt; sie ist vom Wind des Geistes erfasst, der nicht eine Macht überträgt, sondern zu einem Dienst der Liebe befähigt – eine Sprache, die jeder zu verstehen vermag.

 

 

 Je mehr wir uns auf unserem Weg des Glaubens und des brüderlichen Lebens demütig vom Geist des Herrn führen lassen, umso mehr werden wir die Verständnislosigkeiten, die Spaltungen und die Streitigkeiten überwinden und ein glaubwürdiges Zeichen von Einheit und Frieden sein, ein glaubwürdiges Zeichen, dass unser Herr auferstanden ist, dass er lebt.

 In dieser frohen Gewissheit schließe ich euch alle, liebe Brüder und Schwestern, in die Arme: den syrisch-katholischen Patriarchen, den Präsidenten der Bischofskonferenz, den Apostolischen Vikar Bischof Pelâtre, die anderen Bischöfe und Exarchen, die Priester und die Diakone, die Personen gottgeweihten Lebens und die gläubigen Laien, die den unterschiedlichen Gemeinschaften und den verschiedenen Riten der katholischen Kirche angehören.

 

 

 Mit brüderlicher Liebe möchte ich den Patriarchen von Konstantinopel, Seine Heiligkeit Batholomäus I., den syrisch-orthodoxen Metropoliten, den armenisch-apostolischen Patriachats-Vikar und die Vertreter der protestantischen Gemeinden begrüßen, die in dieser Feier gemeinsam mit uns gebetet haben. Für diese brüderliche Geste drücke ich ihnen meinen Dank aus. Mein herzliches Gedenken gilt dem armenisch-apostolischen Patriarchen Mesrob II., den ich meines Gebetes versichere.

 Brüder und Schwestern, wenden wir unsere Gedanken der Jungfrau Maria, der heiligen Mutter Gottes zu. Gemeinsam mit ihr, die in Erwartung des Pfingsttages im Abendmahlssaal mit den Aposteln gebetet hat, bitten wir den Herrn, dass er seinen Heiligen Geist in unsere Herzen sende und uns in aller Welt zu Zeugen seines Evangeliums mache. Amen!

 

 

Papst Franziskus wird vom orthodoxen Patriarchen Bartholomäus empfangen

Der demütige und reinherzige Papst

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

Eine besondere Beschreibung über das Wirken des HEILIGEN GEISTES unter Christen ist dem Papst hier gelungen.

 

Wie bei allem religiösem Denken ist unseres GOTTES GEIST da, wo Gläubige versuchen, von GOTT her zu denken und nicht eigensüchtige Menchengedanken GOTT zum Funktionieren und zum Reagieren zu bringen. Das intensive Lauschen auf den Willen GOTTES ist notwendig, wenn die Bibel, wenn JESU Lehre im Verständnis gelingen soll.

Erst das Hintanstellen menschlicher Bedürfnisse im Verhältnis zu GOTT ist die Grundvoraussetzung, zu erspüren, was GOTT von uns will. Und dieses Gelingen dieses Erspürens ist das Wirken des HEILIGEN GEISTES, der nicht den Verstand, sondern das Herz, die Seele des Menschen mit seinem Wind, mit seinem Aha-Erlebnis, mit seiner  Liebe erfüllen und berühren will. Und dazu braucht es nicht einmal große Verstandesleistung, sondern ein gütiges, ein vertrauensvolles und ein liebevolles Herz, welches wir gegenüber GOTT und dem Nächsten pflegen sollten.

 

 

Mehrere Kernaussagen in dieser Predigt scheinen uns so wichtig zu sein, dass wir sie nochmals hervorheben wollen:

„Der Heilige Geist ist die Seele der Kirche.“ Eine Aussage, die uns zu denken geben sollte. Die Lehre JESU ist vom HEILIGEN GEIST im VATER erfüllt. Der HEILIGE GEIST weht in unserer Seele, wenn wir es zulassen.

 

 

Der Kernabschnitt, den wir als besonders bedenkenswert empfinden und die geneigte Leserschaft mit in diese Gedankenwelt mitnehmen wollen ist folgender:

Nur der Heilige Geist kann die Verschiedenheit, die Vielfalt hervorrufen und zugleich die Einheit bewirken. Wenn wir es sind, die die Verschiedenheit erzeugen wollen und uns dabei in unseren Partikularismen und Exklusivismen verschließen, schaffen wir Spaltung; und wenn wir es sind, die nach unseren menschlichen Plänen die Einheit herstellen wollen, führen wir schließlich Uniformität und Vereinheitlichung herbei. Wenn wir uns dagegen vom Heiligen Geist leiten lassen, geraten Reichtum, Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit niemals in Konflikt, denn er drängt uns, die Vielfalt in der Gemeinschaft der Kirche zu leben.

 

 

Wenn wir, die Menschen, es sind, die Verschiedenheit erzeugen wollen, schaffen wir Spaltung und unsere Pläne schaffen zwanghafte Vereinheitlichung. Es scheint uns kaum eine treffendere Beschreibung des Zustandes der vielen Kirchen und christlichen Gemeinschaften zu geben. Nur der HEILIGE GEIST GOTTES kann es schaffen, z. B. mit dem gemeinschaftlich zu schulternden Problematik der Christen- und Menschenverfolgung eine innerliche Einheit in Vielfalt zu schaffen, ohne in Uniformität abdriften zu lassen. Lassen wir uns durch IHN mit SEINEM GEIST beschenken.

Für uns eine Pfingstpredigt der besonderen Art. Hier zeigt der Papst, der als Vertreter des Papsttums des Öfteren in Verdacht gestellt wird, dass er selbst oder die Kirche, die er führt,  anstelle von CHRISTUS die Führung zu übernehmen gedenkt. Hier zeigt er deutlich,  dass er sich wie für jeden Christen üblich,  dem HEILIGEN GEIST, der im VATER und im SOHN wirkt in gehorsamer Form unterwirft.

 

9 Responses to “KoG: Papst Franziskus in Istanbul”

  1. Ben Says:

    Aus der Luft gegriffener Text

    Wo sind Bibelstellen?
    u.a
    Zitat:
    Brüder und Schwestern, wenden wir unsere Gedanken der „Jungfrau Maria?“, der heiligen Mutter Gottes zu. „Gemeinsam mit ihr“???, die in Erwartung des Pfingsttages im Abendmahlssaal mit den Aposteln gebetet hat, bitten wir den Herrn, dass er seinen Heiligen Geist in unsere Herzen sende und uns in aller Welt zu Zeugen seines Evangeliums mache. Amen!

    Zitat:
    “Der Heilige Geist ist die Seele der Kirche.” Eine Aussage, die uns zu denken geben sollte. Die Lehre JESU ist vom HEILIGEN GEIST im VATER erfüllt. Der HEILIGE GEIST weht in unserer Seele, wenn wir es zulassen.

    -“Der Heilige Geist ist die Seele der Kirche.” =?Wo steht sowas in der Bibel?
    – „wenn wir es zulassen“?sind wir stärker als GOTT?

    Was bringt „Dialog suchen“Toleranz und Versöhnung mit einer Antichristlichen Religion=?
    Gott hat immer wieder GEZEIGT was es dem VOLK GOTTES GEBRACHT HAT.

    Siehe Altes Testament.

    • Bazillus Says:

      Hat totale Konfrontation irgend entwas Gutes für die Menschen gebracht? Wie wäre es mit „Suchet den Frieden und jaget ihm nach“, unter anderem auch durch DIalog, wenn die Glaubensstandpunkte nicht verwischen?

      Keine Person wurde in einer mehr als besonderen Weise vom HEILIGEN GEIST erfüllt wie Maria. Eine Botschaft, die der Engel ihr bei der Verkündigung gesagt hat. Er, der Hl. Geist wird über sie kommen. Gerade sie wird mit de Hl. Geist in Verbindung gebracht wie kaum ein anderer Mensch. Die Jünger am Pfingsttag hatten lediglich Flammen wie von Feuer zu bieten. Maria jedoch Jesus selbst. Ja, glauben Sie, werter Ben, dass der HL. GEist diese Frau, die am nächsten bei Jesus war die ganze Zeit über, je verlassen hat? Sie hat das erste öffentliche Auftreten Jesu in der Hochzeit von Kanaa beschleunigt, als Jesus ihr gegenüber schroff ablehnte, ein Wunder zum damaligen Zeitpunkt zu wirken. Maria setzt sich kühl über seine Anweisung hinweg und sagt den Dienern, dass sie das tun sollen, was Jesus sagt. Und er tat es. Sein Aufbegehren zu diesem Zeitlpunkt sich „zu outen“ hat nicht Jesus bestimmt, sondern Maria. Diese Frau zeigt uns somit, dass sie Einfluss auf Jesus hat. Warum, bitte sollte das heute, also im jenseitigem Zustand anders sein? Diese Frau war eine der wenigen am Kreuz Jesu. Jesus schenkte ihr besondere Aufmerksamkeit, als er ihr Johannes, seinen Lieblingsjünger „als Sohn“ anvertraute. Das war eine besondere Ehrerbietung Jesu ihr gegenüber am Kreuz. Ihm war sie nicht gleichgültig, so wie Ihnen, werter Ben. Denn dieses Wort am Kreuz wurde uns überliefert, so wichtig war den den Evangelisten.

      Im Gegrüßet seist Du Maria, der erste Teil auch ein biblischer Text, der da aussagt, dass der Herr, also auch der hl. Geist, mit ihr sei, kommt die besondere Stellung Marias auch in der Bibel zum Ausdruck. Zur Erinnerung für Sie: Gegrüßet seist Du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit Dir (Worte des Engels), Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes (Worte der Elisabeth) Jesu. Und dann dürfen wir doch wohl Bitten an diese Frau richten, die das Wort Gottes gehört und es auch befolgt hat, denn die sind selig, auch ein Wort Jesu. Wer hat das Wort Gottes mehr befolgt als Maria? Kennen Sie jemanden? Ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe, wie Du gesagt. Mutige Entscheidung in einer Welt, die sofort bereit war, diese Frauen und Mädchen zu verurteilen, sollten sie einmal nicht verheiratet, schwanger geworden sein. Die Rolle Josefs wird auch völlig unterschätzt.

      Wenn aber der hl. Geist im Vater und in Jesus war, immerhin sollen wir nach dem letzten Matthäusabschnitt immerhin so getauft werden, so würde uns Epheser 5 22ff helfen, das Verständnis des Satzes, dass der Hl. Geist die Seele der Kirche sein solle, zu verstehen.
      Wir kennen diesen Vers des Briefes des Paulus nur zu verkürzt auf: Die Frau sei dem Manne untertan. Der Rest wird schnell mal eben weggelassen, was aber religiös politkorrekt unzulässig und daher nur zu gern unterschlagen wird. Ihr Mäner, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen, (für mich Wirken des hl. Geistes, gell?). So will er die Kirdhe herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken oder andere Fehler, heilig soll sie sein und makellos. Darum sind die Männer verprlichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, leibt sich selbst…. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche.

      Nun, steht da, ob wir wollen oder nicht. Selbstverständlich besteht die Kirche aus fehlbaren Menschen und Paulus war sich dessen bewusst. Gerade in Petrus, den Jesus hier und da schon einmal Satan nannte, weil er wie auch wir zu sehr als Mensch dachte und nicht von Gott, vom hl. Geist her, den er aber gleichwohl als Leiter über seine Herde eingesetzt hat, wird die Unzulänglichkeit des Menschen, also auch des Christen und natürlich auch der Kirche über die Jahrhunderte deutlich.
      Hier beschreibt Paulus aber nicht den Istzustand, sondern wie Jesus ihn auch lehrte, immer den Idealzustand, der als Zielvorgabe erstrebenswert ist, aber kaum erreicht werden kann.

      Das aber zu erkennen, ist m. E. dem Wirken des hl. Geistes zuzuschreiben. Immer wieder hat es in der Kirche Heilige gegeben, die diesen Idealzustand haben mit der Wirken des Hl. Geistes fast erreicht haben, weil: Voll erreichbar ist für den Menschen dieser Idealzustand zu 99 % nie.

      Zum Abschluss macht sich Maria noch einmal IN DER BIBEL bemerkbar:
      Der Evangelist Lukas berichtet, wie Maria wenige Tage nach der Verheißung der Geburt des Gottessohnes durch den Engel Gabriel ihre Verwandte Elisabeth besucht (Lk 1,39-56). Bei der Begrüßung wird Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und preist Maria und ihr Kind. Darauf stimmt Maria einen Lobgesang an (Lk 1,46-55), der nach dem Anfangswort der lateinischen Fassung „Magnificat“ heißt:

      Meine Seele preist die Größe des Herrn,

      und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

      Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.

      Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

      Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,

      und sein Name ist heilig.

      Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht

      über alle, die ihn fürchten.

      Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:

      Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.

      Er stürzt die Mächtigen vom Thron

      und erhöht die Niedrigen.

      Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben

      und lässt die Reichen leer ausgehen.

      Er nimmt sich seines Knechtes Israel an

      und denkt an sein Erbarmen,

      das er unseren Vätern verheißen hat,

      Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

      Magnificat anima mea Dominum,

      et exsultavit spiritus meus in Deo salvatore meo,

      quia respexit humilitatem ancillae suae.

      Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes,

      quia fecit mihi magna, qui potens est,

      et sanctum nomen eius,

      et misericordia eius in progenies et progenies

      timentibus eum.

      Fecit potentiam in brachio suo,

      dispersit superbos mente cordis sui;

      deposuit potentes de sede

      et exaltavit humiles;

      esurientes implevit bonis

      et divites dimisit inanes.

      Suscepit Israel puerum suum,

      recordatus misericordiae,

      sicut locutus est ad patres nostros,

      Abraham et semini eius in saecula.

      Marie Ellenrieder,
      Maria schreibt das Magnificat

      Das Magnificat ist alttestamentlichen Lobliedern wie dem Gesang der Hanna (1 Sam 2,1-10) nachgebildet und greift sowohl wörtlich als auch indirekt Formulierungen aus den Psalmen und den Prophetenbüchern auf. Es setzt mit dem Lobpreis für Gottes Handeln an Maria ein (V. 46-49) und nimmt dann allgemeiner Gottes Heilshandeln in den Blick (V. 50ff). Am Schluss (V. 54+55) geht es um das Erbarmen Gottes für sein auserwähltes Volk Israel, das der Herr dem Stammvater Abraham und dessen Nachkommen verheißen hat. Das Handeln Gottes an Maria wird dadurch beispielhaft für ganz Israel und damit für die Kirche. Die Rolle Marias als Urbild und Vorbild der Kirche wird also zu Beginn des Lukasevangelium schon anfanghaft sichtbar.

      Das Magnificat preist Gott als treuen, solidarischen und parteilichen Gott, dessen rettendes Eingreifen den Niedrigen und Hungernden gilt. Aus der Erfahrung früherer Heilstaten erwächst die Hoffnung, dass Gott auch künftig befreiend handeln und sich dadurch als der Große und Mächtige erweisen wird. Zugleich ist es eine scharfe Warnung an die Reichen und Hochmütigen, und an diejenigen, die als mächtig gelten und auf den Thronen dieser Welt sitzen.

      Die Begnung zwischen Maria und Elisabeth (Lk 1,39-56) wird am Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli) und am Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (15. August) in der Eucharistiefeier als Evangeliumstext gelesen. Der heilige Benedikt bestimmt das Magnificat in seiner Ordensregel als Teil der Vesper; das römische Brevier ist der Benediktsregel hierin gefolgt. So preist die Kirche täglich im Abendlob zusammen mit der Mutter des Herrn den barmherzigen und befreienden Gott.

      Dr. Norbert Kebekus

      Eine solche Frau sollte die Kirche ignorieren? Sie würde einen Schatz verlieren! Wer Jesus ohne Maria sieht, ist geneigt, an diesem Jesus herumzudoktern, ihn zu verfälschen, ihn nach seinen Vorstellungen zurechtzurücken, um damit Aussagen über ihn zu treffen, um die Wunder Jesu zu leugnen, den verkündeten Jesus eines evangelischen Theologen zu gebären, der mit dem historischen Jesus nichts mehr gemein hat. Maria hilft Jesus aus marianischer, sprich aus dem Geist Gottes, der Maria im Guten „besessen“ machte, zu sehen, der ihr vom Engel verheißen wurde. Sind schon die Begebenheiten, die Maria geschehen sind, Dinge die sie selbst in ein besonderes biblisches Licht rücken, so rückt sie der Lobpreis Gottes der Maria, die dem AT entnommen wurden, im Magnifikat in eine Position, die die Kirche nie übersehen sollte. Keinem Menschen ist Größeres widerfahren als Maria, die für den Vater würdig genug war, seinen Sohn zur Welt zu bringen, darum der Begriff „Mutter Gottes“ oder jungfräuliche Gottesmutter“. Wer als Gott-Vater einem Menschen so vertraut wie Maria, der die Gnade Gottes in ihr zum Wirken gebracht hat, der der Nachwelt die Abtreibung als verabscheuenswertes Verbrechen indiziert hat, (der Hass der Linken richtet sich nicht nur gegen Jesus, sondern auch gegen Maria = Hätte Maria abgetrieben, wäre uns das (also auch die Lehre Jesu) erspart geblieben. Jesus und Maria sind hier auf Erden eine Einheit, letztlich, auch wenn der 12-jährige Jesus im Hause seines Vater sein musste. Jesus ist ohne Maria nicht zu denken und Maria ist ohne Jesus nicht zu denken. Sie wusste wer Jesus war, besser als jede andere Frau, ja, besser als jeder andere Mensch auf Erden. Sie ist mit ihrer ganzen Existenz eine auf Jesus hinweisende Perle, auf die niemand in der Kirche verzichten sollte. Sie ist kein Nebengott, sie ist Dienerin Gottes und so wird sie auch in der Kirche gesehen. Sie wird nicht angebetet, sondern sie wird um Fürbitte bei Ihrem Sohn gebeten, mehr nicht, aber auch nicht weniger.

      Gemeinsam mit dem Heiligen Geist, der Maria erfüllt hat, dürfen wir auf Jesus hoffen!

      Werter Ben, IHnen dürfte bekannt sein, dass jeder Christ und jeder Gläubige die Freiheit hat, sich für Gott oder gegen Gott zu entscheiden, an ihn zu glauben oder nicht an ihn zu glauben. Wir dürfen es zulassen. Das sagt nichts, aber auch garnichts weder über Wahrheit, noch über Stärke Gottes aus. Gott selbst hat uns die Freiheit zur Entscheidung gegeben. Ja, wenn wir es zulassen, dass Jesus in unser Herz kommt. Denn wir haben die Macht, dies nicht zuzulassen. ist zwar unser eigener Schaden, aber die Macht hat Gott uns gegeben. Wir können uns und tun dies auch reichlich für das Böse entscheiden. Das ist offene Ablehnung Gottes. Er wird es immer wieder verzeihen, wenn wir ihn voller Reue darum bitten. Also Wortklauberei hilft hier nicht.

      Der Heilige Geist sollte wehen und nicht nur an Worten festkleben. DAs kennen wir schon vom Koran. Wir sind keine Buchstabenreligion, sondern eine Geistreligion in Jesus und dem Vater. Wir haben eine lebendige Religion, in der Jesus das fleischgewordene Wort Gottes ist, der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Maria hat Jesus hier auf Erden in ihrer Eigenschaft als Magd Gottes mit dazu beigetragen, dass Gott sein Erlösungswerk hier vollenden konnte. Achten wir sie nicht gering. Sie gehört als Fürbittinstanz durchaus in den christlichen Glauben hinein. Jesus bitten wir, Maria bitten wir, für uns zu bitten. Beide Bitten kommen bei Jesus an. Eine bessere Agentin am Thron Gottes kann kein Christ haben.

      Wer Maria abschneidet, legt Jesus bloß. Wer Maria im Glauben in ihrer Position hält, als Magd Gottes, wird nie vom historischen Jesus gedanklich weggehen. ERst wenn Maria gedanklich aus dem Weg geräumt ist, wird Jesus verfälscht werden können. So denke ich, meine Meinung.

      Ich habe festgestellt, dass die Priester, die nichts mit Maria anfangen können, auch die Wundertaten Jesu wegdiskutieren wollen. Wer das Wunderbare der göttlichen Geburt zu Weihnachtn leugnet, leugnet auch jegliche Heilung an Menschen durch Jesus, zumindest steht er in Gefahr, dies zu tun. Wer die göttliche Zeugung in Marai als Wunder leugnet, beginnt alle Wundertaten Jesu zu verdunkeln und zu vertreiben. Dann sind wir bei der Auferstehung, die dann letztlich auch nur noch als Metapher serviert wird. Letztlich bleibt vom Glauben an Jesus in seiner ursprünglichen Form dann nur wenig übrig.

      Ich kann sagen: Mit Maria wäre das nicht passiert. Wer Maria gedanklich abserviert, verliert eine bestimmte Blickrichtung auf Jesus, die jedoch die wertvollste ist, ist es gibt. Jeder sieht dann Jesus so wie er will und stutzt ihn auf seine Bedürfnisse zurück.

  2. Andreas Says:

    i mog ehrm net – dös is a schauspüler!

    • Andreas Says:

      auf dem foto hat er fast einen irren blick- als ob er wie ein kleinkind noch im leben eine taube hätte wegfliegen sehen? was sollen diese ständigen effekthaschereien u. penibel durchgestylten mimischen demutsgesten, sobald der papst irgendwo eine kamera erblickt?
      der mann ist ein ganz raffinierter jesuitisch geschulter psychologe – da ist nichts wirklich spontan, jedes wort, jede rede, jede mimik u. gestik sind in missionarischem eifer auf ihre wirkung hin berechnet.
      stell ich nur mal so fest, ohne wertung. woher ich das wissen will? bin eben auch ein guter psychologe…

  3. Augustinus Says:

    „Für uns eine Pfingstpredigt der besonderen Art. Hier zeigt der Papst, der als Vertreter des Papsttums des Öfteren in Verdacht gestellt wird, dass er selbst oder die Kirche, die er führt, anstelle von CHRISTUS die Führung zu übernehmen gedenkt. Hier zeigt er deutlich, dass er sich wie für jeden Christen üblich, dem HEILIGEN GEIST, der im VATER und im SOHN wirkt in gehorsamer Form unterwirft.“

    Anmerkung dazu: Spätestens seit Johannes XXIII hat sich die Haltung der Päpste dazu geändert. Benedikt XVI hatte bereits den Titel „Stellvertreter Christi“ aus der langen Liste der Titel gestrichen!

  4. Klabautermann Says:

    Christus ist nicht gekommen um zu vereinen!
    Christus ist gekommen zu spalten!
    Wahrheit und Lüge!!!

    • gisfie Says:

      Klabautermann
      Satan verbreitet hier nur Hass, lüge, Kriege, Mord, Totschlag
      Satan verträgt die Wahrheit nicht nur die lüge
      Satan lebt von Hass und lüge
      Satan ist ein wiedersaher Gottes er hasst Gott und alle Menschen die an Gott glauben

  5. Johannes Says:

    Bei seinem Besuch in der Blauen Moschee verharrte Papst Franziskus etwa zwei Minuten wie im Gebet und seine Gebetsrichtung war die nach Mekka. Für Muslime war klar, hier ehrt der Papst Allah und seinen Propheten, auch wenn er es in seinem Herzen vermutlich nicht getan hat.

    Hätte er nicht diesen Besuch in dieser Moschee lieber vermeiden sollen und dazu die Geste eines Gebets? In der Hagia Sophia, die er als Museum besichtigte – obwohl sie die einst schönste und größte Kathedrale der Christenheit und des Abendlandes war – hätte er als „Stellvertreter Christi auf Erden“ ein Zeugnis seines Glaubens abgeben müssen. Er hätte den Muslimen das Evangelium predigen und sie zum Glauben an den einen wahren CHRISTUS und GOTT auffordern müssen. Und er hätte auch von den Mohammedanern fordern können, diese Kathedrale an die Christen zurückzugeben als ein wirkliches Zeichen der Toleranz, von der im Islam immer geredet wird. Das haben allerdings auch seine Vorgänger nicht gewagt. Warum eigentlich nicht?


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