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Ägyptens Präsident und Papst sprechen über Dialog der Religionen 25. November 2014

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 08:41

Papst Franziskus sieht die neue ägyptische Verfassung als Chance für ein friedliches Zusammenleben zwischen den gesellschaftlichen Gruppen und Religionsgemeinschaften im Land.

 

Sie garantiere die Menschenrechte und die Religionsfreiheit, hieß es am Montag in einer Mitteilung des Vatikan über ein Treffen von Papst Franziskus mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah Al-Sisi. Franziskus habe dem ägyptischen Volk bei seinem politischen Wandel die Nähe und Solidarität der Kirche zugesichert. Al-Sisis Reise nach Italien ist sein erster Europa-Besuch als Staatsoberhaupt.

 

 

Daneben sprachen der Papst und der Präsident im Vatikan über Ägyptens Rolle für eine friedliche Lösung der Konflikte im Nahen Osten und in Nordafrika. Um die Gewalt zu beenden, gebe es keine Alternative zum Weg des Dialogs und der Verhandlungen. Nach der Audienz sprachen beide Seiten von einer „herzlichen Unterredung“.

Der 60-jährige Al-Sisi, früher Oberbefehlshaber der ägyptischen Armee, war maßgeblich am Militärputsch gegen die Regierung der Muslimbrüder im Sommer 2013 beteiligt. Seit Juni 2014 ist er Präsident des Landes. Während seines zweitägigen Staatsbesuches in Italien trifft Al-Sisi auch mit Präsident Giorgio Napolitano und Ministerpräsident Matteo Renzi zusammen.

{Quelle: http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/66260.html}

 

Pope Francis shakes hand with Egyptian President Abdel-Fattah el-Sissi during a meeting at the Vatican, Monday, Nov. 24, 2014.

Egyptian leader meets pope, Italian premier

http://www.miamiherald.com/news/nation-world/article4105624.html

 

 

 

 

Ägyptens Präsident zu erstem Besuch in Europa

Ägyptens Staatschef Abdel Fattah Al-Sisi startet seine erste Europa-Reise nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi. Im Laufe des Tages wird der frühere Armeechef zunächst von Papst Franziskus im Vatikan empfangen.

 

 

Italian Premier Matteo Renzi, right, and Egyptian President Abdel Fattah el-Sissi, attend a press conference at Villa Madama in Rome, Monday, Nov. 24, 2014. El-Sissi was meeting with Italian Premier Matteo Renzi and then Tuesday with Italian and Egyptian entrepreneurs before heading to Paris. His visit was expected to focus on investment, fighting terrorism and the flow of migrants from conflicts in the Middle East and Africa toward Europe.

 

 

Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi startet heute seine erste Europa-Reise nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi. Im Laufe des Tages wird der frühere Armeechef zunächst von Papst Franziskus im Vatikan empfangen, anschließend ist ein Treffen mit Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi vorgesehen. Auf der Agenda seines viertägigen Trips steht auch eine Begegnung mit Frankreichs Staatschef François Hollande. Al-Sisi führte das Militär, als dieses am 3. Juli 2013 nach wochenlangen Massenprotesten putschte. Der neue Machthaber geriet wegen des harten Vorgehens gegen Mursis Anhänger, bei dem mehr als 1400 Menschen getötet wurden, international scharf in die Kritik. Seit er die Präsidentschaftswahl Ende Mai mit überragender Mehrheit gewann, hat al-Sisi international an Anerkennung gewonnen.
{Quelle: http://www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/Italien-Vatikan-Aegypten-Frankreich-Papst-Praesident-Regierung-Aegyptens-Praesident-zu-erstem-Besuch-in-Europa;art154776,2988334}

 

2 Responses to “Ägyptens Präsident und Papst sprechen über Dialog der Religionen”

  1. saphiri Says:

    „Der neue Machthaber geriet wegen des harten Vorgehens gegen Mursis Anhänger, bei dem mehr als 1400 Menschen getötet wurden, international scharf in die Kritik. “

    Daran sieht man die Doppelzüngigkeit des Westens in Vorreiterrolle der USA.

    Selbst ist der Westen nun doch auch nicht zimperlich mit der ISIS, welche im Zuge das arabischen Frühlings aus der Unterdrückung freigelassen wurden. Und eben dieselben haben versucht sich in Ägypten während des arabischen Frühlings die Oberhoheit zu verschaffen, um einen Gottesstaat Ägypten zu errichten.

    Die Türkei wäre dann als der Retter gekommen, unter der Regie des Westens, um dem neunen „Neo-Osmanischen Reich“ unter Einfluss/Kontrolle der NATO vorzustehen. Es hätte weit mehr Tote gegeben, wenn Al Sisi nicht gehandelt hätte und die Bürger wären aus so einer islamischen Diktatur unter osmanischer Vorherrschaft oder aus einem IS-Kalifat nicht mehr (lebend) raus gekommen.

  2. saphiri Says:

    „wird der frühere Armeechef zunächst von Papst Franziskus im Vatikan empfangen.“

    Sehr begrüßenswert, wenn diplomatische Beziehungen zwischen Ägypten und dem Vatikan aufgebaut werden. Ein interreligiöser Akt, für zukünftig wachsende richtige Toleranz.

    Dass sich Frau Merkel, aus der ehemaligen DDR, gegen den Besuch von Al Sisi sperrt und mit Putschisten und Svoboda-Akteuren in der Ukraine dagegen keine Vorbehalte hatte, ist nicht nach zu vollziehen. Hierbei wird Null-Toleranz gegen Separatisten demonstriert, also anti-interpolitischer Dialog. Die Gründe dafür wird sie wohl aus USA empfangen.

    Eben halt wie einst, (westliches) Block-Denken und nicht wie Papst Franziskus, Glaubensbevormundung-Überwindend.


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