kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

das Bedenken, dass wir sterben müssen! 22. November 2014

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 23:22

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden„.

(Psalm 90:12)

 

 

Wir wissen alle, dass wir sterben müssen, und das nicht erst seit heute. Auch die Menschen, die vor Jahrtausenden lebten, wussten das. Im heutigen Vers geht es aber nicht um das Wissen, sondern um das  Bedenken, dass wir sterben müssen, und da besteht ein Unterschied. Der Psalm 90, in dem der heutige Vers steht, hat in der Lutherübersetzung die Überschrift „Zuflucht in unserer Vergänglichkeit“. Damit wird angedeutet, dass unsere Vergänglichkeit letztlich etwas Unerfreuliches und Notvolles ist. Der Psalmist macht deutlich, dass wir wie Gras sind, das am Morgen blüht und sprosst und am Abend welkt und verdorrt. Und dass unser Leben siebzig Jahre und wenn’s hochkommt achtzig Jahre währt und das, was uns wichtig und wertvoll scheint, vergebliche Mühe war, weil auch das vergänglich ist und keinen ewigen Bestand hat.

 

 

 

Die ganz entscheidende und wichtige Aussage ist die, dass unsere Vergänglichkeit und der Umstand, dass alles vergänglich ist, eine Folge des schrecklichen Zornes Gottes ist. Interessanterweise ist der Tod keine biologische Notwendigkeit. Eigentlich müssten wir gar nicht sterben. Tod und Vergänglichkeit sind eine Folge der Trennung von Gott, als der Quelle des Lebens. Und diese Trennung hat etwas mit der verbotenen Frucht vom Baum der Erkenntnis zu tun, wo der Mensch gegen Gott rebellierte und wie Gott sein wollte. Seitdem steht der Mensch unter dem Zorn Gottes und muss sterben. Man hat herausgefunden, dass die Zahl der Zellteilungen individuell festgelegt sind. Die Körperzellen werden ständig erneuert, so dass der Mensch alle sieben Jahre „runderneuert“ ist.

 

 

Die sichtbare Alterung wird dadurch bewirkt,dass sich die Zellteilung verlangsamt und schließlich ganz aufhört, womit dann der Tod eintritt. Die Körperzellen „wissen“ immer, wie oft sie sich schon geteilt haben und dieses „Wissen“ lässt sich mit noch so ausgetüftelten Tricks nicht löschen. Alle Versuche dem Tod zu entgehen, sind deshalb zwecklos.

Aber wie werden wir nun klug?

 

 

Das geschieht auf zweierlei Weise. Zum einen darin, dass wir unser Herz nicht an vergängliche Dinge hängen und unser Wertesystem entsprechend ordnen und zum anderen, dass wir unsere Verlorenheit, als Sünder, die unter dem Zorn Gottes stehen, erkennen und den Rettungsanker ergreifen, den uns Gott in Jesus Christus anbietet. Das ist die eigentliche Klugheit, zu der wir kommen sollen, wenn wir unser Sterben bedenken. Denn danach wäre es zu spät und wir hätten uns als dumm erwiesen.

 

JÖRGEN BAUER

 

2 Responses to “das Bedenken, dass wir sterben müssen!”

  1. te'oma Says:

    Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!
    2 Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
    3 Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
    4 Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.
    5 Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?
    6 Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
    7 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.1
    8 Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
    9 Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
    10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.
    11 Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!
    12 Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
    13 Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird.
    14 Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

  2. Eberhard Says:

    „Sünder, die unter dem Zorn Gottes stehen.“ Was ist denn das für eine seltsame, pessimistische Aussage? Bist Du im Alten Testament stehen geblieben? Jesus Christus ist für uns gestorben, er hat alle unsere Sünden auf sich genommen. Daher gibt es keine Sünden mehr, für die Gott uns bestrafen würde.

    Sterben müssen wir trotzdem.


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