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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

IS Schläferzelle in Schweden – Allahgefällige Sadisten 19. November 2014

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 14:45

 

EuropeNews: Ein Überläufer des Islamischen Staats hat den Verdacht bestätigt, dass Schläferzellen in Schweden nur darauf warten von der Leine gelassen zu werden um Terror in der Bevölkerung zu verbreiten. Der Überläufer war in Raqqa, Syrien, gewesen, wo er vertrauliche Informationen über viele europäische IS Schläferzellen einschließlich der Schwedischen, erhalten haben soll. Der Kolumnist Zulmay Afzeli hatte schon Anfang des Jahres die Alarmglocke in der schwedischen konservativen Zeitung Svenska Dagbladet schrillen lassen. Die Hälfte der Muslime seiner Moschee in Stockholm seien nach Syrien abgereist um für den IS zu kämpfen.

 

Sweden Report berichtet, dass die meisten von ihnen, wenn sie wieder zurückkommen, das Einmaleins des Terrorismus von der Pike auf gelernt haben, um die schwachen „Ungläubigen“ im Westen in die Knie zu zwingen. Diese Nachricht sowie die unglaublich laschen Durchleuchtungen der neuen Migranten legen den Verdacht nahe dass die Anzahl der Schäfer Zellen drastisch ansteigen wird mit der Zeit. Diese Neuigkeit fand ihren Weg in die Öffentlichkeit in der norwegischen, nicht aber in der schwedischen Presse. Alle großen Zeitungen in Schweden haben andere Schlagzeilen des Tages gewählt.

 

 

 

 

IS-Kämpfer nahe der türkisch-syrischen Grenze. Viele der Jihadisten träumen von einem «Märtyrertod».

 

 

Allahgefällige Sadisten

 

Das jüngste Hinrichtungsvideo des Islamischen Staats zeigt eine Grausamkeit, die vielen unfassbar erscheint. Dabei mangelt es nicht an Erklärungen für die Gewalt der Jihadisten.

 

Wenn ein Vater seinem Sohn den Tod wünscht, müssen seine Wut und sein Schmerz grenzenlos sein. Ahmed Muthana, der Vater des 20-Jährigen Medizinstudenten Nasser Muthana aus Cardiff in Wales, hat über die Exekution seines Jungen nachgedacht. Wenn sich der ungeheure Verdacht bestätige und sein Sohn an der letzten Massenenthauptung des Islamischen Staates» (IS) beteiligt war, so Muthana gegenüber britischen Journalisten, dann erachte er Nasser für nicht mehr lebenswürdig.

 

 

 

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Gefühllose Killer

 

Im jüngsten Propagandavideo des IS, das am Wochenende veröffentlicht wurde, könnte der junge Muthana zu sehen sein – als einer von 18 uniformierten Männern, die, obszön durchgestylt und in Zeitlupe gedreht, jeweils einem syrischen Soldaten mit einem langen Messer den Kopf abschneiden. Am Ende wird auch der abgetrennte Kopf der amerikanischen Geisel Peter Kassig gezeigt. «Wenn mein Sohn mit gemordet hat, wie wird er jetzt noch vor Gott treten können», fragt Ahmed Muthana fassungslos. Auch im Falle des französischen IS-Mitglieds Maxime Hauchard, der ebenfalls in dem Film zu erkennen ist, scheinen die Menschen aus seinem Umfeld ratlos. Hauchard komme aus relativ behüteten Verhältnissen, heisst es in Presseberichten. Nachbarn in seinem Dorf beschrieben den 22-Jährigen als stets freundlich und umgänglich, bevor er sich radikalisierte. Man kennt solche Aussagen von Leuten, die einen Gewaltverbrecher aus einem früheren Leben kennen und, oft von Selbstvorwürfen geplagt, um Erklärungen ringen. Angesichts der jetzt noch einmal gesteigerten Grausamkeit – bisher wurde in den Videos des IS das eigentliche Enthaupten mit dem Messer nicht gezeigt – stellt sich die Frage nach den Motiven der jungen Männer und ihrer Verwandlung in gefühllose Killer immer wieder neu. Was muss passieren, damit empathiebegabte Personen bereit sind, kollektiven Sadismus zu praktizieren?

 

 

 

Fehlende emotionale Bindung

 

Die deutsche Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor hat sich in einem Buch, das im Februar erscheinen wird, mit den Biografien junger deutscher Muslime beschäftigt, die zum Jihadismus konvertierten. Für sie ist klar, dass sozial prekäre Verhältnisse und Bildungsdefizite zwar mitursächlich sein können, allein aber nicht erklären, warum sich Jugendliche radikalisieren. Auch Gymnasiasten und Kinder der Mittelschicht gerieten in die Fänge der Extremisten. Eine psychologische Disposition aber hat Kaddor bei allen Nachwuchs-Jihadisten beobachten können: Bindungslosigkeit. «Mit der fehlenden emotionalen Bindung zum Elternhaus, zum Vater oder auch zur Heimat, die einen vielleicht für nicht dazugehörig erklärt, beginnt sie, die Suche nach Orientierung», sagt Kaddor. Dann kämen radikale Menschenfänger ins Spiel, die in einer Sprache, die die Jugendlichen verstünden, Antworten und Zugehörigkeitsgefühl vermitteln. Je weiter die Indoktrinierung fortschreite und je mehr sich die Betroffenen als Auserwählte fühlten, desto weiter rückten sie auch von ihren Familien und ihrer bisherigen Welt ab. Hier spiele das ausgeprägte Freund-Feind-Schema der Jihadisten eine Rolle, das eine zunehmende Abkehr von der feindlichen, «ungläubigen» Aussenwelt nach sich zieht und schliesslich auch Gewalt gegen die Anderen legitimiere.

 

 

 

Rache für Demütigungen

 

Dass eben diese Gewalt masslos werden kann, dafür hat der irische Psychologieprofessor Ian Robertson eine bemerkenswerte Erklärung. Er verweist auf das Hochgefühl, das Menschen in Gruppen empfinden können. Zwei Hormone – Oxytocin, das zwischenmenschliches Vertrauen stärkt, und Testosteron, das aggressives Verhalten steigern kann – spielten dabei eine Rolle. Im Zusammenspiel beider Botenstoffe erlebten die Beteiligten eine Euphorie, die noch stärker als Kokain oder Alkohol wirke. Man könne die biochemische Reaktion dieser «natürlichen Droge» sehr gut bei den breit lächelnden und Fäuste schwingenden Kämpfern des IS beobachten, wie sie auf ihren Jeeps durch die eroberten Städten paradierten, schreibt Robertson in einem Beitrag für den britischen Telegraph. Gerade für jene Personen, die zuvor gedemütigt wurden oder Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen waren – wie dies für viele sunnitische Iraker zutrifft – biete der IS neue Geborgenheit, aber auch ein fürchterliches Instrument der Rache. Im Zeichen des gemeinsamen Kampfes werde das eigene Gewissen der Gruppe geopfert, das Individuum gehe restlos in der Gemeinschaft auf, der Oxytocinpegel im Blut steige.

 

In solchen Situationen, so Robertson, seien die Menschen zu extremen Verhaltensweisen imstande: zum Opfern der eigenen Person, zur Dämonisierung und zur völligen Entmenschlichung all jener, die ausserhalb der Gruppe stünden. Religiös gerechtfertigt wird die Gewalt im Fall der IS-Kämpfer nun mit dem Anspruch, den «wahren Glauben» zu vertreten. Dies sei die Stärke der Radikalen, sagt die französische Religions- forscherin Dounia Bouzar, andere glauben zu machen, sie allein seien die «wahren Muslime», die die Gesetze rigoroser befolgten als alle anderen. Einer inner-muslimischen Diskussion verweigern sich die Extremisten, statt dessen wenden sie die «Takfir»-Doktrin an, wonach jeder Abweichler zum Ungläubigen erklärt wird. In diesem Bewusstsein – über alle Widerstände erhaben gottgefällig zu handeln – verhielten sich die Jihadisten gegebenenfalls auch selbstzerstörerisch, schreibt Robertson, «wie so oft im Nahen Osten».

 

 

 

Die Brutalität eines Kartells

 

Nun mag es verlockend sein, die Greueltaten des Islamischen Staates als einzigartig darzustellen. Der deutsche Journalist und Mitherausgeber des Magazins Zenith, Daniel Gerlach, aber warnt davor, und richtet den Blick nach Lateinamerika; dort, wo im Auftrag mächtiger Drogenkartelle nicht nur Schutzgelder erpresst und Geiseln entführt, sondern Menschen bestialisch getötet und enthauptet werden. Wo der «Narco-Terrorismus» einen Schattenstaat errichtet habe, mit eigenen Panzern und eigenen Schiedsgerichten, werde die Bevölkerung terrorisiert, würden aber auch Stellen geschaffen und eine Art öffentlicher Ordnung hergestellt. Erstaunliche Parallelen sind das zur Situation in Syrien und im Irak. Der Vergleich zeigt eine andere Perspektive auf den Islamischen Staat, dem nicht nur muslimische Kritiker weltweit die Religiosität abgesprochen haben. Als verbrecherische Terrororganisation, die Geiseln nicht bloss entführt, um sie nach einer Weile propagandistisch abzuschlachten, sondern dies auch aus wirtschaftlichem Kalkül tut – um Lösegelder zu erpressen – wird der IS jedoch viel seltener in den Medien beschrieben.

Die Brutalität der IS-Jihadisten steht weder geografisch noch historisch alleine da. Wer den Islamischen Staat als einzigartig darstellt, vergisst, dass ideologisch verblendeter Massenmord ein immer wiederkehrendes Phänomen in der Geschichte ist.

{Quelle: http://www.nzz.ch/international/naher-osten-und-nordafrika/gottgefaellige-sadisten-1.18427581}

 

2 Responses to “IS Schläferzelle in Schweden – Allahgefällige Sadisten”

  1. thomas Says:

    Rache für Demütigungen

    „Dass eben diese Gewalt masslos werden kann, dafür hat der irische Psychologieprofessor Ian Robertson eine bemerkenswerte Erklärung. Er verweist auf das Hochgefühl, das Menschen in Gruppen empfinden können. Zwei Hormone – Oxytocin, das zwischenmenschliches Vertrauen stärkt, und Testosteron, das aggressives Verhalten steigern kann – spielten dabei eine Rolle. Im Zusammenspiel beider Botenstoffe erlebten die Beteiligten eine Euphorie, die noch stärker als Kokain oder Alkohol wirke. Man könne die biochemische Reaktion dieser «natürlichen Droge» sehr gut bei den breit lächelnden und Fäuste schwingenden Kämpfern des IS beobachten, wie sie auf ihren Jeeps durch die eroberten Städten paradierten, schreibt Robertson in einem Beitrag für den britischen Telegraph. Gerade für jene Personen, die zuvor gedemütigt wurden oder Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen waren – wie dies für viele sunnitische Iraker zutrifft – biete der IS neue Geborgen “

    Das gequarke des Psychoschwätzers,hat uns gerade noch gefehlt ,jetzt ist die Chemie Schuld und
    warum machen 99,9999 % der Gleichaltrigen nichts dergleichen ? Wollen wir diese dämonisierten
    Irren jetzt chemisch entschuldigen ?

    http://pflasterritzenflora.ppsk.de/lexikon/krankheiten/zum-begriff-der-psychischen-krankheiten/

    • Andreas Says:

      Richtig – dieses nach Erklärungen suchende Psychosozial-Gelaber ist echt das Allerletzte!! Die morden, weil sich ihnen einfach die Gelegenheit dazu bietet u. sie auch noch Heldenstatus geniessen können – Morden im Blutrausch ist so geil wie Sex für die, jeder abgesäbelte Kopf eine Trophäe in der Heimat, fürs Familien-Album sozusagen.


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