kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kinder des Lichts oder der Finsternis – die grauen Christen 17. November 2014

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 23:37

Franziskus in Santa Marta: Die vier Worte der Kinder der Finsternis, die vom Teufel stammen, und die Worte der Heiligen. Die grauen Christen: Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien.

 

Rom (kath.net/as): Die Menschen – man erkenne sie in ihren Worten. Der heilige Paulus fordere alle Christen auf, als „Kinder des Lichts“ zu leben und nicht als Kinder der Finsternis. In seinen Betrachtungen bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Montag der 30. Woche im Jahreskreis beschäftigte sich Papst Franziskus mit der „Katechese“, wie sie der Völkerapostel in der ersten Lesung aus dem Brief an die Epheser vorlegt (Eph 4,32 – 5, 8). Der Papst erklärte, dass es vier Worte gebe, die verstehen ließen, ob wir „Kinder der Finsternis“ seien: „Ist es ein heuchlerisches Wort? Ein wenig hier, ein wenig dort, um es allen recht zu machen? Ist es ein leeres, substanzloses Wort ‚voller Leere’? Ist es ein vulgäres, albernes, das heißt weltliches Wort? Ein schmutziges, obszönes Wort? Diese vier Worte geziemen sich nicht für die Kinder des Lichts, sie kommen nicht vom Heiligen Geist, sie sind keine dem Evangelium entsprechenden Worte… diese Art zu reden, immer über schmutzige Dinge oder über Dinge der Weltlichkeit oder der Leere oder heuchlerisch zu reden“.

 

 

 

 

„Was sind dagegen die Worte der Heiligen, der Kinder des Lichts?“, fragte sich der Papst: „Paulus sagt es: ‚Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder’ (Eph 5,1), geht in der Liebe, geht in der Güte, geht in der Sanftmut. Wer so geht… ‚Seid barmherzig’, sagt Paulus, ‚vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat’ (Eph 4,32). Werdet also zu Nachahmern Gottes und geht in der Liebe, das heißt: geht in der Barmherzigkeit, in der Vergebung, in der Liebe. Und das ist das Wort eines Kindes des Lichts“. „Es gibt leuchtende Christen, die voller Licht sind“, so Franziskus, „die versuchen, dem Herrn mit diesem Licht zu dienen“. Gleichzeitig gebe es „finstere Christen“, die ein Leben der Sünde führten – ein Leben fern vom Herrn – und die jene vier Worte benutzten, die vom Teufel stammten.

 

 

Doch es gebe auch eine dritte Gruppe von Christen, die weder leuchtend noch finster seien: „Das sind die grauen Christen. Und diese grauen Christen stehen einmal auf dieser Seite, das andere Mal auf jener. Von diesen sagen die Leute: ‚Ja, wie nun, steht der jetzt auf der Seite Gottes oder auf der des Teufels?’ Ja? Immer im Grauen. Das sind die Lauen. Sie sind weder hell noch finster. Und solche liebt Gott nicht. In der Offenbarung des Johannes sagt der Herr zu diesen grauen Christen: ‚Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber lau bist – zum Grauen gehörst –, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien’ (Offb 3,15-16). Der Herr ist stark mit den grauen Christen. ‚Ja, aber ich bin doch Christ, ohne zu übertreiben!’, sagen sie, und tun sehr schlecht daran, denn ihr christliches Zeugnis ist ein Zeugnis, das am Ende Verwirrung stiftet, das ein negatives Zeugnis stiftet“.

 

 

 

 

„Lassen wir uns nicht von den leeren Worten täuschen!“, so die abschließende Mahnung des Papstes: „Viele solcher Worte hören wir, einige sind schön und wohl formuliert, doch leer, ohne Inhalt. Benehmen wir uns dagegen wie Kinder des Lichts. Heute wird es uns gut tun, über unsere Sprache nachzudenken und uns zu fragen: ‚Bin ich ein Christ des Lichts? Bin ich ein Christ der Finsternis? Bin ich ein grauer Christ?’ Und so können wir einen Schritt vorwärts tun, um dem Herrn zu begegnen“.

Von Armin Schwibach – http://www.kath.net/news/48068

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

Wow, hier legt der Papst die Finger in die Wunden, die echtes Christsein ausmachen. Richtet der Papst? Nein! Er zeigt nur in Form einer Gewissenserforschung die Wege auf, die sich jeder Christ ins Bewusstsein rufen sollte, um sich entscheiden zu können, ein Christ im jesuanischen Sinne zu sein. Und er zeigt wie Jesus den Weg für Christen auf, die sich für die weltliche Variante entschieden haben: Die Verlorenheit und den Untergang. Starke Worte. Aber auch  Worte im jesuanischen Sinne.

 

 

JESUS selbst spricht recht häufig von der Hölle, von dem Ort, wo Heulen und Zähneknirschen ist, die der Papst Untergang und der Verlorenheit nennt. Somit ist er ganz bei JESUS.

 

 

Was ist die Mittelmäßigkeit, die Lauheit, die die Christen ins Verderben stoßen kann? Messbesuch aus Tradition ohne echte Liebe zu DEM zu empfinden, der uns erlöst hat. Nächstenliebe aus dem Ich heraus, nicht aus dem liebenden und dienenden Geist JESU heraus. Spenden, die  an die große Glocke gehängt werden. Prahlerei, Stolz und Hochmut darüber, wie gut und christlich man doch denkt und handelt. Das Denken der Machbarkeit aus eigener Kraft  und nicht als Diener JESU.

 

 

Taufscheinchristen gibt es zuhauf. Aber können wir über sie urteilen? Nein, dürfen wir nicht. Nur Gott steht es zu, endgültig zu richten, wobei jeder Mensch sich selbst richtet durch seine Taten und durch sein Denken.

 

 

In einer materialistischen Welt zählen Reichtum, Image und gefühlte Sicherheit mehr als die Armut des Hl. Franziskus von Assisi. Christen sind hier aufgefordert, ihr Bewusstsein zu schärfen. Wichtig ist das Denken, das Fühlen über das eigene Christsein. Leben wir hier für JESUS und seine Lehre und fühlen uns auch innerlich-liebend ihm zugehörig von der Ewigkeit her gedacht oder führen wir  christlich zu nennende gute Taten aus, um uns selbst damit in den Vordergrund zu spielen? Das kann in der Liturgie der Messe sein, aber auch draußen in der Welt. Das kann nur jeder für sich entscheiden. GOTT sieht immer in das Herz.

 

 

 

Wir denken, dass diese Predigt des Papstes so angelegt ist.

In der Realität des Praktischen ist diese Unterscheidung nicht immer so einfach durchzuführen. Wer Familie hat, möchte, dass es dieser auch materiell gut geht, dass sie finanziell abgesichert ist hier auf Erden und dass es die Kinder besser haben sollen, als man selbst.

Ist das sündhaft?

Können Reiche das Himmelreich nicht betreten?

Kann ein Christ JESUS dienen, obwohl ein Christ reich ist?

 

 

 

Wir glauben, dass wir als Christen und als wohlhabende christliche Familien unser Verhältnis zum Reichtum zum Geld immer überdenken müssen. Da sind wir nie angekommen, sondern immer auf dem Weg und wir sind immer in Gefahr, dass das Materielle im Vordergrund des Lebens steht, weil wir selbst auch aus dem Materiellen bestehen, aber eben nicht nur. Wir bestehen aus Körper, Seele und Geist. Das Körperliche ist jedoch sichtbar und verlangt täglich sein Recht.

 

 

 

Wird das Geld zum alleinigen Denk- und Lebensinhalt?

Wird das Anhäufen von Geld zum alleinigen Lebenszweck?

Oder kann ein reicher Christ im Stillen Gutes tun, ohne es an die große Glocke zu hängen?

Kann er sein Geld, auch wenn er Vieles für sich behält, im Sinne JESU ausgeben?

 

 

 

Ein uneingeschränktes „Ja“! Er kann seine Familie in gut situierten Verhältnissen aufwachsen lassen, muss aber immer darauf achten, dass der GEIST JESU in der Familie nie verloren geht. Es können nicht alle so leben wie Mutter Theresa oder der hl. Franziskus von Assisi. Auch Reiche können dienen, wenn sie sich als Diener JESU ansehen und ihr Geld in der Liebe Christ fließen lassen. Reiche können sehr wohl mit ihrem Reichtum, von dem sie aus Liebe zu JESUS und dem Nächsten teilen sollten, viel bewirken.

 

 

Darum hat JESUS auch im Evangelium das kryptische Wort in Bezug auf Reiche gesagt, als ER gefragt wurde, ob dann kein Reicher mehr in das Himmelreich eingehen würde: „Bei Gott ist kein Ding unmöglich“. JESUS hat  die Armen, die Ausgestoßenen, die Verachteten an sein Herz gedrückt, und zwar völlig zu recht.

 

 

 

Wir dürfen erinnern an das Gleichnis des Prassers und des Lazarus.

Der Prasser geriet nur deshalb in die Hölle, weil er nichts und nicht einmal die Brotkrumen, die vom Tisch des Überflusses fielen den Hunden überlassen hatte und nicht den Bettlern und speziell Lazarus, stellvertretend für alle Armen, die direkt vor seiner Haustür dahinvegetierten,  hat zukommen lassen. Da stehen sich 2 Extreme gegenüber.

 

 

Vielfach kommt es also auf die Denkweise an, die zum Handeln führen muss. Der gute Christ muss immer JESUS im Blick haben und aus seiner Lehre und Liebe aus versuchen, sich aus einem starken Ich bewusst zurückzunehmen,  zu denken und zu handeln in dieser Welt. Ja, Selbstliebe schafft Bewusstsein der Stärke, aus der dann der Sinn des jesuanischen Dienens erst recht zum Tragen kommt. Nur, wer sich selbst annimmt, kann selbstbewusst Anderen die Liebe JESU schenken. Wenn er das auch nur ansatzweise schafft, gehört er zum Salz der Erde. Nicht immer und überall werden wir es schaffen, dafür ist die Versuchung immer und stetig  vorhanden. Wir haben einen GOTT geschenkt bekommen, der uns dann SEINE Vergebung und Barmherzigkeit, weil wir seine Kinder sind, schenkt. 

 

 

Das ernsthafte Bemühen, im Sinne JESU zu denken und zu  handeln, macht jeden trotz aller Fehler und Schwächen zum Freund JESU. ER weiß, wie schwer es uns fällt, ihm dauerhaft zu dienen, weil wir so sehr im Materiellen verhaftet sind. Aber der Geist kann stärker sein. Er kann die Herrschaft über den Körper gewinnen, wenn wir es nur intensiv genug wollen.

 

 

Beten wir um dieses Bewusstsein der Unterscheidung und darum, dass wir die Liebe JESU zu uns nie verlassen werden, komme, was da wolle.

 

3 Responses to “Kinder des Lichts oder der Finsternis – die grauen Christen”

  1. thomas Says:

    Daniel – Kapitel 12
    1 In dieser Zeit wird der große Engelsfürst Michael auftreten, der dein Volk beschützt. Denn es wird eine Zeit der Bedrängnis sein, wie es sie seit Menschengedenken noch nie gegeben hat. Doch dein Volk wird gerettet werden, und zwar jeder, der im Buch Gottes aufgenommen ist. (Daniel 10.13) (Matthäus 24.21) (2. Mose 32.32) (Philipper 4.3) 2 Und viele von denen, die in der Erde ruhen, werden erwachen: die einen zum ewigen Leben und die anderen zur Schande, zur ewigen Abscheu. (Johannes 5.29) 3 Doch die Verständigen werden leuchten wie der strahlende Himmel; und die, die vielen anderen zur Gerechtigkeit verholfen haben, werden glänzen wie die Sterne, immer und ewig. (Matthäus 13.43) (1. Korinther 15.41-42) 4 Aber du, Daniel, bewahre die Worte zuverlässig auf und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden darin forschen und das Verständnis wird zunehmen.“ (Daniel 12.9) (Offenbarung 10.4) 5 Als ich, Daniel, mich nun umschaute, sah ich zwei andere Engel dastehen, einer auf dieser und der andere auf jener Seite des Stromes. 6 Einer von ihnen fragte den in Leinen gekleideten Mann, der über dem Wasser des Stromes stand: „Wie lange dauert es noch, bis diese erstaunlichen Vorgänge ein Ende haben?“ (Daniel 10.5) 7 Der Mann über dem Wasser erhob beide Hände zum Himmel und schwor bei Gott, der ewig lebt: „Es dauert eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Und wenn die Kraft des heiligen Volkes zerschlagen ist, wird sich das alles vollenden.“ (Offenbarung 10.5-6) (Daniel 7.25) 8 Ich hörte es, verstand es aber nicht. Deshalb fragte ich: „Mein Herr, wie wird das alles ausgehen?“ 9 Doch er sagte: „Geh jetzt, Daniel! Denn die Worte sollen bis zum Ende aufbewahrt und versiegelt bleiben. 10 Viele Menschen werden geprüft, gereinigt und geläutert werden. Die Gottlosen werden weiter gottlos handeln, aber von ihnen wird es niemand verstehen. Doch die Verständigen werden es begreifen. 11 Wenn das tägliche Opfer abgeschafft und das entsetzliche Scheusal aufgestellt wird – von dem Zeitpunkt an sind es 1290 Tage. (Daniel 11.31) (Matthäus 24.15) 12 Glücklich, wer es aushält und 1335 Tage erreicht! 13 Aber du, geh deinen Weg bis zum Ende! Du wirst dich zur Ruhe legen und am Ende der Zeit auferstehen, um dein Erbe in Empfang zu nehmen.“


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