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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Österreich erlaubt Samenspende für Lesben und Eizellenspende 14. November 2014

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 20:31

Die Minister Brandstetter und Oberhauser haben sich auf eine Reform geeinigt.

 

Die bisher komplett verbotene Präimplantationsdiagnostik soll künftig in zwei Fällen zugelassen werden.

 

SPÖ und ÖVP haben sich auf liberalere Regeln für die Fortpflanzungsmedizin geeinigt. Künftig soll die Samenspende an lesbische Paare sowie an Dritte bei einer In-Vitro-Fertilisation, die Eizellenspende, und in Ausnahmefällen die Präimplantationsdiagnostik erlaubt werden. Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) haben am Donnerstag einen entsprechenden Entwurf in Begutachtung geschickt. Unmittelbarer Anstoß für die Reform war ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes (VfGH), mit dem das Verbot der künstlichen Fortpflanzung mittels Samenspende für lesbische Lebensgemeinschaften aufgehoben wurden – und zwar per 31. Dezember 2014. Brandstetter und Oberhauser nahmen das zum Anlass, um auch weitere Empfehlungen der Bioethikkommission umzusetzen.

 

Die medizinisch unterstützte Fortpflanzung wird zwar weiterhin nur bei medizinischer Notwendigkeit oder der Gefahr der Übertragung einer schweren Krankheit möglich sein. Und mit einem dezidierten Vermittlungs- und Kommerzialisierungsverbot soll kommerzielle Leihmutterschaft verhindert werden. Aber eine Reihe bisheriger Verbote im Fortpflanzungsmedizingesetz sollen fallen:

Samenspende: Weibliche homosexuelle Paare sollen sich, wie vom VfGH geboten, künftig mittels Samenspende fortpflanzen können. Auch für heterosexuelle Paare soll bei der In-Vitro-Fertilisation (IVF) eine Samenspende Dritter – also nicht nur des Ehemannes oder Lebenspartners – zulässig sein. Das war bisher nur bei „Insemination“ (Befruchtung einer im Körper der Frau befindlichen Eizelle) erlaubt. Aber künftig dürfen nur mehr so viele Eizellen befruchtet und eingesetzt werden (grundsätzlich eine), wie nach dem Stand der Wissenschaft nötig ist, um eine Schwangerschaft zu erreichen. Dadurch sollen riskante Mehrlingsschwangerschaften vermieden werden.

 

 

 

 

Eizellenspende: Bisher war die Eizellenspende in Österreich verboten. Die Regierung will das ändern, allerdings mit Altersgrenzen: Die Spenderin darf nicht älter als 30, die Empfängerin nicht älter als 45 Jahre sein. Vermittlung und Kommerzialisierung der Eizellenspende werden verboten.

Präimplantationsdiagnostik: Die PID bleibt zwar grundsätzlich weiter verboten – aber es soll Ausnahmen in engen Grenzen geben. In zwei Fällen soll ein in künstlicher Befruchtung erzeugter Embryo vor der Einpflanzung in die Mutter untersucht werden dürfen: Nach drei erfolglosen IVF-Versuchen oder drei Fehlgeburten soll auf Lebensfähigkeit untersucht werden dürfen. Und PID soll auch zur Verhinderung schwerer, nicht behandelbarer Krankheiten erlaubt werden – wenn nachgewiesen das Risiko besteht, dass das Kind schwerste Hirnschäden oder dauerhaft schwerste Schmerzen hätte oder nur mit intensiver medizinischer Unterstützung überleben würde.

 

 

 

 

 

„Jahrzehntelange frauenpolitische Forderungen umgesetzt“

 

Gesundheitsminister Oberhauser zeigte sich erfreut, dass mit diesem Entwurf „jahrzehntelange frauenpolitische Forderungen“ endlich umgesetzt würden – indem die Diskriminierung lesbischer Paare gestrichen und die Eizellenspende für nicht fortpflanzungsfähige Frauen erlaubt wird. Mit der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik unter strengen Voraussetzungen schließe Österreich an internationale Standards an – und es werde verhindert, dass Frauen ins Ausland fahren müssen, um medizinisch unterstützte Fortpflanzung nach dem aktuellsten Stand der Medizin zu erhalten.

„Gerade wenn es um den sehr persönlichen Bereich der Familienplanung geht, sollen Betroffene die vorhandenen Möglichkeiten so weit wie möglich ausschöpfen können“, sagte Justizminister Brandstetter. Die Fortpflanzungsmedizin sei aber „selbstverständlich ein ethisch und gesellschaftspolitisch schwieriges Thema, gerade deshalb brauchen diese Neuerungen klare Rahmenbedingungen und sehr genaue Vorgaben“. Intensive Debatten – auch in den Reihen der ÖVP – sind allerdings zu erwarten. Schon die im Bundeskanzleramt eingerichtete Bioethikkommission war sich 2012 nicht hundertprozentig einig. Ein Teil der 25 Mitglieder votierte damals gegen die Mehrheits-Empfehlungen pro Eizellenspende, Samenspende für lesbische Paare oder PID unter Auflagen.

{Quelle: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4594098/Regierung-erlaubt-Samenspende-fur-Lesben-und-Eizellenspende}

 

 

 

 

 

 

 

Kinder sind kein Konsumgut

und Frauen keine „Eizellenlager“!
 

 

Jugend für das Leben kritisiert die geplante Novellierung des österreichischen Fortpflanzungsmedizingesetzes

 

 

 Linz/Wien (OTS, 14.11.2014): Gestern haben Gesundheitsministerin Oberhauser (SPÖ) und Justizminister Brandstetter (ÖVP) einen Gesetzesentwurf für das neue Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) präsentiert, der eine krasse Liberalisierung des bisherigen Gesetzes darstellt: Künstliche Befruchtung soll in Zukunft auch lesbischen Frauen ermöglicht werden, Samenspenden können von Dritten stammen, zudem wird erstmals die Eizellspende erlaubt sowie die Präimplantationsdiagnostik unter bestimmten Voraussetzungen. Jugend für das Leben ortet darin einen weiteren ethischen Dammbruch mit massiven negativen Folgen für Frauen, Kinder sowie letztlich die gesamte Gesellschaft und fordert ein Überdenken seitens der politisch Verantwortlichen.

 

 

 

Gesetzesnovelle ignoriert Kindeswohl völlig

 

 Carina Eder, Pressesprecherin der Jugend für das Leben, zeigt sich entsetzt über die Sichtweise mancher Politikerinnen, die die Neuregelung als Durchbruch nach jahrelangen frauenpolitischen Forderungen feiern: „Der Gesetzesentwurf soll ein Ende der Diskriminierung von lesbischen Paaren und von unfreiwillig kinderlosen Frauen erwirken, ignoriert dabei jedoch fundamentale Rechte einer wichtigen gesellschaftlichen Gruppe, die unserer Kinder“!

Aus dem verständlichen Wunsch nach einem Kind lasse sich kein Recht auf ein Kind ableiten, so Eder weiter. „Kinder dürfen nicht zum Konsumgut degradiert werden, das der Selbstverwirklichung von Erwachsenen dient. Das Kind hat das Recht, nicht das perfekte Produkt eines künstlichen Prozesses zu sein, und vor allem hat es das Recht auf einen Vater und eine Mutter, so wie die Natur es vorgibt.“ Ihnen diese Rechte von vornherein zu verwehren sei unmenschlich und egoistisch, so Eder.

 Problematisch sei auch die Selektion von ungeborenen Kindern: Gerade die Präimplantationsdiagnostik (PID), also die Untersuchung von Embryonen auf Krankheiten vor ihrer Einpflanzung in den Körper der Frau im Zuge der In-Vitro-Fertilisierung, birgt die Gefahr der Diskriminierung von behinderten Kindern und zeigt deutlich, dass diese Menschen im frühesten Entwicklungsstadium nur als Produkt gesehen werden, mit dem nach Belieben umgegangen werden kann. Eder fordert die Politiker auf, die langfristigen Folgen dieser Gesetzesnovelle zu bedenken und die fundamentalen Rechte von Kindern zu schützen.

 

 

 

Die Würde der Frau steht auf dem Spiel

 

 Doch nicht nur die ungeborenen Kinder werden durch die Gesetzesnovelle ihrer Würde beraubt, sondern auch die Frauen. Der Körper von Frauen wird, insbesondere durch die Legalisierung von Eizellspenden, instrumentalisiert, betont Eder. „Funktionalität ist das Einzige, das zählt. Den politisch Verantwortlichen ist es scheinbar egal, dass die hormonelle Überstimulation die physische und psychische Gesundheit der Frau belastet und Frauen dadurch auf ein Teilchenlager reduziert werden.“ Auch Daniel Palmanshofer, Vorsitzender der Jugend für das Leben, zeigt sich besorgt um die Gesundheit der Frauen: „Die heutige Medizin ist grundsätzlich sehr vorsichtig mit der Verabreichung von Hormonen, da die Auswirkungen so weitreichend sind, dass sie nachhaltige Schäden im Körper des Menschen bewirken können. Warum werden im Namen der künstlichen Reproduktion fast alle Regeln der Medizin über Bord geworfen, ohne auf die körperliche und seelische Gesundheit der Frauen zu achten?“

 

 

Klare (Heraus)Forderungen an die Politik

 

 Die geplante Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes widerspricht dem Recht des Menschen auf persönliche und individuelle Entfaltung, betont Carina Eder. Jugend für das Leben fordert daher eine Gesetzgebung und in diesem Sinne eine alternative Gesetzesnovelle des FMedG, in der die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens gewahrt wird, wie in Artikel 2 der österreichischen Verfassung festgelegt wird. Auch soll mit der Gesundheit von Frauen verantwortungsvoll umgegangen wird. Denn die unveräußerliche Menschenwürde verlangt eine tiefgreifendere Auseinandersetzung mit der ungewollten Kinderlosigkeit, als sie „einfach“ durch reproduktive Maßnahmen lösen zu wollen.

 

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