kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Man wird nervös 10. November 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 14:59

Wie die Kölner Demo eingeschlagen ist, was »Qualitätsmedien« derzeit alles erleiden, und warum »Flüchtlinge« Recht auf Komfort haben.

 

 

 

Merken Sie’s auch? Eine merkwürdige Nervosität breitet sich aus im Land. Die Engelsgeduld, mit welcher die braven Deutschen bislang alles haben passieren lassen, ob sie es mochten oder nicht, zeigt Risse. Auf dem Thron der Tonangeber, die den Deutschen bislang unangefochten eintrichtern konnten, was sie zu glauben und zu denken hatten, ist es unangenehm zugig geworden. Die helle Aufregung über die Kölner Hooligan-Demo gegen Salafisten ist ja kaum mit der Zahl von 5000 Teilnehmern oder den verletzten Polizisten zu erklären. Du liebe Zeit! Da hatten wir schon ganz andere Kaliber von Straßenschlachten, ohne dass ein Hahn danach krähte. Nein, bei den sogenannten „Eliten“ aus Politik, staatlich subventioniertem Kulturbetrieb und „Qualitätsmedien“ keimt der trübe Verdacht, dass hinter „Köln“ mehr hervor lugen könnte als der Ausraster von „Fußballfans und Neonazis“, die sich da mal eben Luft gemacht haben. Nämlich eine allgemeine, ansteigende Unzufriedenheit. Politiker sind den Dauerzorn ja schon gewöhnt. Jetzt kommen aber auch die Medien dran. Die steckten alle unter einer Decke, schrieben und redeten daher auch alle mehr oder weniger das Gleiche, so verbreiten es „Wutbürger“ und „Verschwörungstheoretiker“ im Internet. „Qualitätsjournalisten“ entgegnen, das sei alles Humbug. Gefährlicher Humbug, weil er das Vertrauen untergrabe.

 

 

 

Das wollen wir ihnen natürlich glauben, allerdings sollten sie uns dabei auch behilflich sein, was sie leider nicht immer sind. Als die „Tagesschau“ unter Feuer kam wegen ihrer einseitigen, verzerrenden Sicht auf die Ukraine-Krise, hat sich deren Chefredakteur Kai Gniffke peinlich verhas­pelt.  Wir erinnern uns: Die Sendung hatte behauptet, in der Ostukraine würden „OSZE-Beobachter“ von „prorussischen Separatisten“ festgehalten, was ein Skandal gewesen wäre. Allerdings handelte es sich bei den Leuten gar nicht um OSZE-Beobachter, sondern um eine undurchsichtige Gruppe westlicher Militärs, denen die Ostukrainer wohl mit einer gewissen Berechtigung skeptisch gegenüberstanden. Bis auf die PAZ und einige wenige andere Medien wollte den Deutschen diese Faktum aber kaum jemand verraten, auch die „Tagesschau“ nicht. Die Behauptung, Putins Spießgesellen hielten unschuldige Vertreter der „europäischen Staatengemeinschaft“ fest, passte einfach besser ins gewünschte Gesamtbild. Gniffke rechtfertigte die „Tagesschau“-Enten später damit, dass „OSZE-Beobachter“ doch im Einklang mit der Wortwahl „von Nachrichtenagenturen und Qualitätszeitungen“ gestanden habe. Die „FAZ“ nannte das jetzt „eine der traurigst möglichen Rechtfertigungen“. Gniffke hat zugegeben, dass man einfach woanders abgeschrieben hatte. Ärger in Sachen Glaubwürdigkeit hat indes auch die „FAZ“ nicht wenig, seitdem das Buch „Gekaufte Journalisten“ des ehemaligen langjährigen „FAZ“-Redakteurs Udo Ulfkotte am Markt ist: Korrupte Kollegen, verfilzt mit mächtigen Zirkeln, die vor allem aus den USA gesteuert würden, so sein deftiger Vorwurf, nicht allein, aber ganz besonders gegen die „FAZ“.

 

 

 

Günther Nonnenmacher, Mitherausgeber der Zeitung, hat dafür nun eine elegante Gegenoffensive ersonnen. Schon während seiner Zeit bei der „Frankfurter“ sei Ulfkotte immer merkwürdiger geworden, so Nonnenmacher laut „Mediummagazin“: „Wir haben Ulfkottes seltsame Entwicklung auf seine existenzielle Erkrankung zurückgeführt – und deshalb auch Rücksicht genommen. Menschliche Rücksichtnahme war immer ein Prinzip dieses Hauses“. Ein Hammer, nicht wahr? Da erklärt er den Kritiker öffentlich regelrecht zum Geistesgestörten und versichert ihn zugleich seiner „menschlichen   Rücksichtnahme“. Die Bandagen werden härter, offenbar fühlen sich gewisse Kreise in die Enge getrieben und schlagen um sich.  Auch andernorts wird nicht mehr gefackelt. Nach der Köln-Demo scheinen Politik und „Qualitätsmedien“ nur noch darüber nachzusinnen, wie man das Demonstrationsrecht dergestalt zusammenstaucht, dass unliebsame Demos unmöglich werden, ohne mit den neuen Regelungen auch linke Aufmärsche zu behindern. Gar nicht so einfach. Dabei drängt die Zeit. Mit jedem Tag wächst die ungezügelte Zuwanderung, und mit ihr die Zahl der unlustigen Deutschen. Die beeindruckende Welle an „Willkommenskultur“-Aktionen und „Gegen Rechts“-Attacken verliert an Wirkung, wozu auch solche Meldungen beitragen dürften: Im Ruhrgebiet haben 17 „Flüchtlinge“ ihre Unterbringung in einer Turnhalle abgelehnt wegen des mangelnden Komforts. Die Menschen aus dem Irak, Pakistan, Somalia, Syrien und Sri Lanka seien „sichtlich schockiert“ gewesen angesichts der „kargen Ausstattung“. Aha.

 

 

Was wohl ein Deutscher dabei denkt, der nach seiner Flucht 1945 in weit kärgeren Unterkünften leben musste, oft über Jahre. Oder ein Polizist, für den derlei Unterbringung bei Castor-Transporten fern der Heimat ebenso normal ist wie für einen Soldaten im Katastropheneinsatz? Macht nichts, der Reiseveranstalter, Verzeihung, die zuständige Stadtverwaltung hat versprochen, die Unterkünfte nach den Wünschen ihrer Gäste weitaus wohnlicher zu gestalten. In der Zwischenzeit ziehen die „Flüchtlinge“ erst einmal zu Freunden und Verwandten, wie gemeldet wird. Wie bitte? Was wird gemeldet? Die haben also Freunde und Verwandte in der Gegend, bei denen sie auch wohnen könnten, verlangen aber ultimativ, auf Kosten der deutschen Steuerzahler behaglich  untergebracht zu werden? Ja, Sie haben richtig gelesen. Erzählen Sie’s aber nicht weiter, sonst könnte (nein: müsste!) man Sie beschuldigen, „Stimmung gegen Flüchtlinge“ gemacht zu haben, Sie verkappter Nazi-Hooligan! Damit würden Sie ja auch unserem Land schaden. Schließlich haben wir alle etwas von der Bereicherung durch die neuen Nachbarn. Bei (de facto) nur noch fünf Millionen Arbeitslosen benötigen wir jeden einzelnen von denen.

 

 

 

Das finden Sie unlogisch?

 

Diejenigen von den Neulingen, die nicht in die Sozialsysteme einwanderten, würden die Dauerkrise auf dem Arbeitsmarkt doch nur noch mehr verschärfen, beim Löhnedrücken helfen und die Arbeitslosigkeit hochtreiben?

 

Mag ja sein, aber darum geht es doch gar nicht. In manchen „Flüchtlings“-Unterkünften kommt ein Sozialarbeiter auf fünf „Flüchtlinge“, dazu Wachpersonal, Psychologen, Reinigungskräfte und so weiter. Eine ganze Industrie hat sich um das Geschäftsmodell „Flüchtlingsbetreuung“ gebildet. Eine sagenhafte Erfolgsgeschichte. Wie viele Arbeitsplätze da wohl entstanden sind? In einer Industrie, die, nebenbei bemerkt, von Leuten wie Ihnen und mir bezahlt werden muss. Aber darüber reden Sie bitte auch nicht zu laut, schließlich geht es hier um „unsere Pflicht zur Solidarität“. Mit den „Qualitätsmedien“ ist dieser florierende Industriezweig bestens vernetzt. Da lesen und hören Sie deshalb auch immer das Gleiche, wenn es unter „Flüchtlingen“ mal wieder zu einer Messerstecherei gekommen ist oder sich die Umgebung eines Asylantenheims unversehens in einen Brennpunkt der Kriminalität verwandelt, wo man vorher tagsüber nicht einmal die Haustür abschloss.

 

Nämlich, was lesen Sie dann? Genau: Experten erkennen in der unerwarteten Zuspitzung einen Beleg dafür, dass es einen „erschreckenden Mangel an Betreuungsangeboten“ gegeben habe. Die betroffene Kommune fordert Land und Bund auf, die dringend benötigten Mittel für die dringend benötigten, zusätzlichen „Betreuungsangebote“ endlich bereitzustellen. Klingelt’s? Ja, bei uns im Kopf und bei denen in der Kasse. Man würde gern wissen, was der ganze Kram zusammen kostet. Aber diese spannende Zahl werden wir in dem Land, in dem sonst wirklich alles gezählt wird, wohl nie erfahren.

{Quelle: http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/man-wird-nervoes.htmlDer Wochenrückblick mit Hans Heckel}

 

 

One Response to “Man wird nervös”

  1. storchenei Says:

    Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht.


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