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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Imam-Schule in Wien-Simmaring: Vor Demo Gewalt-Aufrufe im Netz 6. November 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 12:49

Imam-Schule in Wien-Simmaring

 

 

 

 

Die FPÖ rief zu einer Kundgebung am Donnerstag gegen die vom türkischen Religionsamt geplante Imam-Schule in Simmering, hinter der auch die Islamische Föderation steht. Nachdem sich auch Linke sowie Neonazi-Gruppen und Hooligans angekündigt haben, wollte die Polizei, dass die FPÖ von der Kundgebung absieht. Doch FP-Clubobmann Johann Gudenus und seine Kollegen bleiben dabei. Auf Facebook bordert der Hass bereits über.

Für Donnerstag fürchten Muslime und linke Vereine einen Aufmarsch Rechter und eine Eskalation wie in Köln vor einer Woche. Auch die Polizei ist gerüstet und bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Polizei-Sprecher Roman Hahslinger: „Grundsätzlich gehen wir von einem friedlichen Verlauf aus. Wir setzen auf eine Deeskalationstaktik. Dass das Ganze entgleist, kann man aber nie ausschließen“. Einige User „stimmen“ sich auf Facebook schon für die Demo ein. Auf den Facebook-Seiten von Strache und Gudenus wird von User offen zu Gewalt aufgerufen (siehe Fotoshow, Unkenntlichmachung durch Heute.at), Ausländer werden schlimmstens beschimpft und Äußerungen im Nazi-Jargon getätigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morddrohungen weg, Gewaltdrohungen nicht

In der Nacht auf Donnerstag habe es durch einen Facebook-User Morddrohungen gegen Strache gegeben, berichtet FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung sei in Kenntnis gesetzt worden. Kurios dabei: Während die Kommentare des Users gegen Strache teilweise gelöscht wurden, stehen Gewaltaufrufe bei der Demo weiterhin zu lesen. Die FPÖ hat im Vorfeld der Demonstration nochmals intensiv vor radikalem Islamismus, der Scharia und vor dem IS als „faschistischer Organisation“ gewarnt. Strache hielt fest, dass die Kundgebung der FPÖ-Simmering definitiv friedlich gemeint sei. Angesichts angekündigter Gegendemos von linker Seite sah er die Polizei gefordert, dies auch sicherzustellen. Der FP-Chef will auch nichts davon wissen, dass er und seine Partei islamfeindlich agierten. Vielmehr trete man gegen den „radikalen Islamismus“ auf, der „eine wirre, gefährliche, aber auch faschistoide Ideologie“ verbreite.

 

 

 

 

 

Die Organisation „Linkswende“ hatte zu einer Gegendemonstration aufgerufen, zu der sich über 200 Anhänger angekündigt haben:

Solidarität mit der muslimischen Bevölkerung: Gegen den rassistischen Aufmarsch von FPÖ und Neonazis heißt es auf der Facebookseite.

Um 17 Uhr versammelt man sich bei der U3-Station in Simmering.

Tarafa Baghajati von der „Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen“ hatte schon im Vorfeld die Teilnehmer der Kundgebung kritisiert: „Neonazis und Rassisten dürfen nicht das demokratische Demonstrationsrecht missbrauchen, um Aggression und Hass gegen die muslimische Bevölkerungsgruppe zu schüren“.

 

 

 

 

 

 

Auch Hooligans erwartet


Hooligans auch aus Deutschland haben die Botschaft der FPÖ verstanden und angenommen.

 

Der Admin der mittlerweile versenkten HoGeSa Reisegemeinschaft ruft zur Teilnahme an der FPÖ-Demo am 6. November auf. Grazer Hools vom GAK haben über ihren Sprecher schon angekündigt, ziemlich komplett in Wien antreten zu wollen. Am Montag versetzte eine Bombendrohung gegen das Islamische Zentrum Imam Ali in Mariahilf Gläubige in Angst. Seitdem wird die Moschee bewacht. Bereits im August attackierten  Rechtsextreme die Baustelle der Schule und stellten fünf Schweineköpfe  auf. Die Schule ist dem Stadtschulrat ein Dorn im Auge. Als Privatschule kann die Politik das Projekt aber nicht verbieten. Die Islamische Föderation in Wien verteidigt die Pläne für ein türkischsprachiges Gymnasium in Simmering. Es handle sich um keine „Predigerschule“, geplant sei eine Privatschule ohne Öffentlichkeitsrecht.

 

 

 

 

 

Bei einer konfessionellen Privatschule ohne Öffentlichkeitsrecht wären die Bildungsabschlüsse in Österreich nicht anerkannt. Laut Yakup Gecgel von der Islamischen Föderation will man das Öffentlichkeitsrecht vorerst nicht beantragen. Der Abschluss würde aber in der Türkei anerkannt. Beginnen soll die Ausbildung nach Absolvierung der neunjährigen Schulpflicht. Vorgesehen sei zwar ein theologischer Schwerpunkt, nicht aber eine verpflichtende Predigerausbildung, so Gecgel. Diese soll den bis zu 80 Schülern lediglich bei Interesse angeboten werden. Abzuwarten ist nach Angaben des Sprechers der Islamischen Föderation auch, ob sich überhaupt genügend Schüler für das Projekt melden. Die Islamische Föderation stellt mit Fuat Sanac den Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft, und hat enge Kontakte zur umstrittenen Milli-Görüs-Bewegung. Diese stand in Deutschland wegen ihrer fundamentalistischen Ausrichtung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,1092588

 

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