kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wenn Islamkritik zum Tod führt – Am Beispiel von Theo Van Gogh 3. November 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 20:37

Das Begräbnis von Theo van Gogh auf dem Amsterdamer Friedhof «De Nieuwe Ooster» wurde auf Grossbildschirmen übertragen.

Das Begräbnis von Theo van Gogh auf dem Amsterdamer Friedhof «De Nieuwe Ooster» wurde auf Grossbildschirmen übertragen.

 

 

 

 

Am helllichten Tag und auf offener Strasse wird am 2. November 2004 der niederländische Filmemacher Theo van Gogh ermordet.

Der politisch motivierte Mord weckt im Land viele Selbstzweifel.

 

 

Der Mörder von Theo van Gogh will, dass seine Tat gesehen wird. Es ist kurz vor neun an diesem Dienstagmorgen, als er zuschlägt. Der niederländische Filmemacher van Gogh befindet sich auf dem Weg zur Arbeit, als er ihn im Amsterdamer Ortsteil Oost stoppt. Er beginnt auf van Gogh zu schiessen. Van Gogh flüchtet, der Täter folgt ihm, zückt ein Messer und ein zweites und sticht den 47-Jährigen nieder. Van Gogh erliegt am Tatort seinen Verletzungen. Am Messer, das in van Goghs Rücken steckt, hinterlässt der Täter ein Bekennerschreiben. Dort ruft er unter anderem zum Jihad gegen Islamkritiker wie van Gogh auf.

 

 

 

 

 

Ein streitbarer Charakter

Der Täter, ein 26-jähriger Mann mit marokkanischen Wurzeln, kann noch gleichentags gefasst werden. Doch die Niederlande werden die Folgen des Mordes noch lange spüren. Der Mord an van Gogh war schon der zweite politisch motivierte Mord innert zwei Jahren. Im Mai 2002 war der rechtspopulistische Politiker Pim Fortuyn von einem radikalen Umweltschützer erschossen worden. Der Mord an van Gogh schreckt das Land mit seiner ausgesprochen liberalen Tradition auf. Van Gogh war eine umstrittene Person, jemand, der kein Blatt vor den Mund nahm und zudem den Islam offen kritisierte.

 

 

 

Theo Van Gogh

 

 

 

Ein Land im Schockzustand

Er war schon oft mit dem Tod bedroht worden. So auch nach der Veröffentlichung seines Kurzfilms «Submission», der kurz vor seinem Tod im niederländischen Fernsehen läuft. Darin stellen van Gogh und die Parlamentsabgeordnete Hirsi Ali die religiös begründete Unterdrückung der Frau im Islam an den Pranger. Van Goghs Filme und manche seiner Äusserungen gehen auch in den Niederlanden manchen zu weit. Dass die Drohungen am 2. November 2004 nun Wirklichkeit geworden sind, sehen viele, und allen voran die Politiker, allerdings als direkten Angriff auf die Meinungsfreiheit an.

Kurz nach dem Mord an van Gogh kommt es vereinzelt zu Brandanschlägen auf Moscheen und islamische Schulen, grössere Unruhen bleiben aber aus. Doch van Goghs Tod wird dennoch ein Verstärker für die Integrationsdebatte, welche die Niederlande in jenen Jahren stark beschäftigt. Wie tolerant kann und will die niederländische Gesellschaft sein?

 

 

Die Stunde von Geert Wilders

Biografien wie jene von van Goghs Mörder gibt es im Land unzählige. Mohammed B. ist Sohn marokkanischer Eltern, wird in den Niederlanden sozialisiert und schliesslich eingebürgert. Doch hat er offenbar auch sein radikales Gedankengut in seiner neuen Heimat gefunden – in einer Moschee im Amsterdamer Westen. Es ist nicht zuletzt der Rechtspopulist Geert Wilders, der von der Verunsicherung zu profitieren weiss. Im gleichen Jahr verlässt der Islamkritiker die Liberalen und gründet seine eigene Partei. Zwei Jahre später wird er mit der Partei für die Freiheit ins Parlament einziehen.

 

 

 

 

Bessere Durchmischung

Van Goghs Mörder wird 2005 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Viertel im Amsterdamer Westen, in dem er gross geworden war und das nun als Sinnbild misslungener Integration herhalten muss, gerät in den Folgejahren in den Fokus der Lokalpolitiker. Um die Durchmischung der Bevölkerung zu verbessern, werden Milliarden investiert. Heute ist das Viertel kaum wiederzuerkennen. Der Effekt der Massnahmen bleibt allerdings umstritten.

{Quelle: http://www.nzz.ch/international/das-historische-bild/wenn-islamkritik-zum-tod-fuehrt-1.18416930}

 

 

 

Der Schrei von Jeroen Henneman - Mahnmal für Theo van Gogh und die Meinungsfreiheit – Bild: BetacommandBot (CC BY 2.5), Portrait: Thomas Kist (CC BY-SA 3.0).

 

Als berechtigte Islamkritik tödlich ausging

 

 

Zum zehnten Jahrestag des Mordes am niederländischen Filmemacher Theo van Gogh durch den „radikalen“ Moslem Mohammed Bouyeri

{Weiterlesen: http://www.citizentimes.eu/2014/11/02/als-berechtigte-islamkritik-toedlich-ausging/}

Citizen Times

 

3 Responses to “Wenn Islamkritik zum Tod führt – Am Beispiel von Theo Van Gogh”

  1. speertraeger Says:

    Hat dies auf speertraeger rebloggt und kommentierte:
    Das sind keine Menschen,Seelenlose Teufel…

  2. speertraeger Says:

    Das habe ich schon seit Jahren vermutet.
    Wenn überhaupt, egal wer auch immer darüber redet,
    ist man eh nur ein Spinner,der vor lauter Wald keine Bäume mehr sieht.

    Ich sage auch auf meine Seiten: Medien und Politiker wollen kein wissendes Volk. Uns in Dummheit halten.“
    Wer das nicht merkt,bei dem ist der Geist im Tiefschlaf.
    Und wenn das jüngste Gericht über sie herein bricht. Rufen sie noch : Wie?
    Wieso hat uns keiner gewarnt.
    Themen wie Armut,Hartz IV. Darauf haben sich fast alle eingeschossen. (ist auch ein Brandherd.)

    Aber keiner will wirklich Wissen vom Krieg und Abschlachten der Hoch – drohenden Gefahr.
    Und Politiker sind alle Lügner.
    Diese Themen werden aber nur diskutiert,nicht wirklich zum eigenen Thema gemacht.
    Die wenigen die darüber reden, nerven ja nur.
    Und das ist gewollt.
    Wir die aber andere wachrütteln. Warnen, werden gehasst und nieder gemacht.


Schreibe eine Antwort zu speertraeger Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s