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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Chaldäischer Hirte in Münster betreut rund 50 Familien 18. Oktober 2014

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 10:05

Etliche von ihnen sind vor dem Terror der IS-Milizen geflogen

 

Wenn Pfarrer Miled Abboud in der Antoniuskirche seinen Gottesdienst feiert, hat er häufig neue Besucher. 130 Menschen sind manchmal da. „Meine Gemeinde wächst.“ Das ist in Zeiten, in denen häufig über Kirchenaustritte geklagt wird, eigentlich ein positives Zeichen. Doch der Grund, weshalb sich die Reihen in den Gottesdiensten von Miled Abboud füllen, ist die blanke Not.

 

 

 

Abboud ist Pfarrer der chaldäischen, der „arabischen“ katholischen Christen in Münster. Er kümmert sich vorwiegend um Menschen aus dem Irak und aus Syrien. Diejenigen, die erst seit Kurzem in Münster sind, sind vor den Terrormilizen des Islamischen Staates (IS) geflohen. „Bisher ist niemand dabei, der den IS-Kämpfern persönlich gegenüber gestanden hat“, sagt Abboud. Aber zu seiner Gemeinde gehören Familien aus der Umgebung der irakischen Stadt Mossul, die oft zusammen mit Jesiden in Dörfern gelebt hätten. Als die Kunde vom IS-Terror die Runde machte, seien die christlichen Familien geflohen.

 

 

 

Miled Abboud ist der Pfarrer der arabischen Christen in Münster. Er betreut hier etwa 50 Familien – etliche von ihnen sind vor dem Terror der IS-Milizen geflogen.

 

 

Zu mehr als 50 Familien hat der aus dem Libanon stammende Pfarrer ständig Kontakt, trifft jede von ihnen mehrmals pro Monat. Seelsorge, aber auch praktische Lebenshilfe ist gefordert, erklärt Miled Abboud. Er kam vor sieben Jahren nach Münster, lebt seit seiner Ankunft in einem bescheidenen Zimmer im katholischen Studentenwohnheim am Breul – und ist meistens unterwegs bei den Familien der Gemeinde, nicht nur in Münster.

Miled Abboud betreut auch die „arabischen“ Christen in Enschede und Amsterdam, Hamburg und Hannover. Ihre gemeinsame Muttersprache ist wie zu Zeiten von Jesus vor 2000 Jahren das Aramäische. 2007 wurde Miled Abboud von seiner Heimatkirche nach Münster geschickt. Nicht nur, weil er sich um die Betreuung der Christen seiner Kirche kümmern sollte, sondern auch, um zu promovieren. An der katholisch-theologischen Fakultät der Universität hat er inzwischen seinen Doktor gemacht, nun schreibt er an seiner zweiten Dissertation bei dem islamischen Theologen Prof. Mouhanad Khorchide von der Universität Münster. Thema sind die Potenziale des Friedens im Islam und in seiner Kirche.

Der Libanon ist ein Viel-Religionen-Staat, verschiedene christliche Kirchen und muslimische Gruppierungen halten sich zahlenmäßig in etwa die Waage. „Das friedliche Zusammenleben der Religionen ist für uns existenziell“, sagt Abboud. Nach eineinhalb Jahren soll er zurück in seine Heimat. Sein Nachfolger soll schon bald nach Münster kommen. „Ein Jahr habe ich dann Zeit, ihn einzuarbeiten“, sagt Abboud. Die Christen aus Syrien, dem Irak und dem Libanon in Münster werden weiter einen Pfarrer haben.

{Quelle: http://www.wn.de/Muenster/1759440-Pfarrer-Miled-Abboud-betreut-rund-50-Familien-Der-Hirte-arabischer-Christen-in-Muenster}

 

One Response to “Chaldäischer Hirte in Münster betreut rund 50 Familien”

  1. Ertrinken in Schweineblut wäre die größte Schande und gerechtfertigte Strafe für IsRadikalidlamistenmörderschweinepack das vor nichts zurückschreckt und die ganze freie Welt terrorisiert.mfg.A.f.s.E.


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