kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Neuer Beginn für die Christen in Nordkorea? 17. Oktober 2014

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 15:36


In Nordkorea scheinen sich Änderungen anzukünden. Es gibt mehrere Hinweise darauf, dass Kim Jong-uns absolute Macht zu wanken beginnt… nicht aber die Macht des Regimes.

 

Er hatte sich seit Anfang September nicht mehr gezeigt. Erst diese Woche erschien Kim Jong-un wieder in der Öffentlichkeit. Diese Abwesenheit rief unter den Beobachtern Fragen und Hypothesen hervor: Krankheit? Politische Krise? Gefahr eines Bürgerkrieges? Ganz eindeutig ist, dass die Herrschaft von Kim Jong-un nicht mehr unumstritten ist. Hohe Persönlichkeiten im Rampenlicht zeigen ihrem höchsten Machtinhaber gegenüber heute nicht mehr dieselbe Loyalität. Diese bescheidenen Anzeichen enthüllen gewisse Risse im Regierungsapparat.

Die Tatsache, dass die Macht nicht mehr allein in den Händen von Kim Jong-ils Nachfolger liegt, bedeutet, dass sich die Kluft vergrößern und das System schwächen könnte. «Wir müssen auf alles gefasst sein und uns im Gebet vorbereiten. Jetzt ist es wirklich Zeit zu beten», versichert der Open Doors-Koordinator für Nordkorea. Das nordkoreanische Regime geht seit nunmehr zwölf Jahren am unerbittlichsten gegen die Christen vor. Die Zahl der Gläubigen wird auf 300’000 geschätzt. Sie werden erbarmungslos verfolgt, und 70’000 von ihnen sind in Zwangsarbeitslagern eingesperrt.

Trotz allem lebt die Untergrundkirche weiterhin im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Ein christlicher Leiter in Nordkorea hat uns gesagt: «Dem Herrn nachfolgen ist, wie eine strahlende Perle zu tragen: selbst wenn sie zerbricht, verliert sie ihren Glanz nicht. Es heisst, jederzeit im Glauben zu wandeln, ohne zu zweifeln. Dies ist die Hoffnung und die Zukunft der Kirche. Wir wollen, dass diese Kirche felsenfest bleibt. Der Glaube ohne Kompromisse macht uns stark, selbst unter den schlimmsten Umständen. Ich weiss nicht, wie ich euch für eure Liebe und eure Fürbitte danken kann».

 

 

 

 

 

 

 

Nordkorea Schießt mit Artillerie auf Ballons:

Trugen sie Christliche Botschaften ins Land der Finsternis?

 

 

Ballons mit Flugblättern, die in den Norden trieben, sind der Auslöser:

Die nordkoreanische Armee setzte heute Artillerie ein und nahm eine Region an der Grenze unter Beschuss.

Südkorea feuerte zurück.

 

 

Von wem die Ballons stammen ist nicht bekannt. Doch werden Bibelverse, Artikel des täglichen Bedarfs und neueste Nachrichten von christlichen Organisationen durch Ballons über die Grenze nach Nord-Korea geschickt. So wird versucht, die Menschen in der abgeschotteten Diktatur mit Gottes Wort und seiner Liebe zu erreichen. Nordkorea verfolgt Christen gnadenlos. Schon der Besitz einer Bibel wird mit Arbeitslager bestraft. Mit den Ballons soll Licht in das Leben der Menschen in Nordkorea gebracht werden. Jetzt sind Ballons von Nordkorea aus beschossen worden. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete am heutigen Freitag, dass sich beide Länder einen Schusswechsel geliefert haben. Ein Beamter des südkoreanischen Verteidigungs-ministeriums bestätigte, dass Nordkorea auf Südkorea gefeuert habe und einige Geschosse auf südkoreanisches Gebiet gefallen seien. Südkorea habe das Feuer erwidert, betont aber, mit Maschinen-gewehren zurückgeschossen zu haben. Der Norden wollte offenbar die Region treffen, von der aus die Ballons gestartet worden waren.

 

Die Ballons am Freitag dürften die kommunistische Führung besonders ärgern: Sie bereitete sich auf die Feierlichkeiten zum Jahrestag der Gründung der herrschenden Arbeiterpartei vor. Für Verwirrung sorgt, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un die Teilnahme an der wichtigen Zeremonie abgesagt hat. Zum ersten Mal seit drei Jahren stand der 31-Jährige nicht auf einer Liste von Ehrengästen zum Jahrestag der Gründung der Arbeiterpartei, der am Freitag gefeiert werden sollte. Kim wurde bereits seit über einem Monat nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Zuletzt kam er am 3. September humpelnd zu einem Konzert. Kims Abwesenheit in den vergangenen sechs Wochen verbunden mit Andeutungen nordkoreanischer Medien über eine Krankheit hatten auch im Ausland die Gerüchte in Gang gesetzt. So gab es Vermutungen, es könnte in dem von der Außenwelt abgeschotteten Land nicht rund laufen. Bei einem Überraschungsbesuch zum Abschluss der Asienspiele in Südkorea letzte Woche hatten drei hochrangige nordkoreanische Führer versichert, Kim sei gesund. Aber auch das hatte die Gerüchte nicht zum Verstummen gebracht.

Im September hatte Kim schon bei einer Parlamentssitzung gefehlt – zum ersten Mal in seiner Amtszeit. Und in dieser Woche war er bei einem Treffen zum Gedenken der Wahl seines verstorbenen Vaters zum Vorsitzenden der kommunistischen Einheitspartei auch nicht dabei. In der Berichterstattung der Medien über die Rückkehr der Athleten von den Asienspielen tauchte er ebenfalls nicht auf – obwohl es eine aufwendige Begrüßungszeremonie für sie gab, als sie in die Hauptstadt zurückkehrten.

Die bislang letzten Bilder zeigen einen übergewichtigen Parteiführer, der durch eine Dachziegelfirma hinkt. Der Kommentar des Staatsfernsehens: „Unser Marschall erhellt dem Volk den Weg wie eine Flamme – trotz seines Unwohlseins“.

 

 

 

 

 

Spekulationen von Gicht bis Bluthochdruck

 

Die Diagnose für Kim übernahmen andere: Vielleicht habe Kim Gicht, meldeten Reporter aus Südkorea. Oder Zucker. Oder Bluthochdruck. Ein britischer Bericht wollte wissen, den Diktator, der einst in der Schweiz zur Schule ging, habe seine große Leidenschaft für Käse außer Gefecht gesetzt. Eine Schlagzeile in Seoul brachte eine südkoreanische Essgewohnheit als Grund für Kims Unpässlichkeit ins Spiel: zuviel gebratenes Huhn und Bier. Viele sind von der Vorstellung fasziniert, was wohl geschieht, falls Kim tatsächlich ausfallen sollte.

Nordkorea verfügt über eine riesige Armee und eine Handvoll Atombomben und entwickelt dafür Trägerraketen, die bis in die USA fliegen sollen. Nominell ist das Land eine stalinistische Volksdemokratie, doch wird es seit seiner Gründung 1948 von einer kommunistischen Familiendynastie regiert. Großvater Kim Il-sung herrschte bis 1994, dessen Sohn Kim Jong-il bis zu seinem Tod Ende 2011.

Enkel Kim Jong-un hat noch keine erwachsenen Erben. Sollte er regierungsunfähig werden, entstünde ein Machtvakuum. Und vielleicht ein Umschwung, von dem auch die Christen profitieren könnten.

 

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