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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Irakische Christen organisieren Kampf gegen das „Kalifat“ 9. Oktober 2014

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 09:24

Die syrischen Christen des Irak werden von den Islamisten des „Kalifats“ von al-Baghdadi verfolgt, vertrieben, ermordet oder versklavt.

 

Der irakische Staat hört in den vom Islamischen Staat (IS) eroberten Gebieten zu existieren auf und wird durch die Herrschaft des „Kalifats“ ersetzt. Wegen ihrer Schutzlosigkeit beginnen die Christen ihre Verteidigung selbst in die Hand zu nehmen. Der gut organisierte und ausgerüstete Islamische Staat erhält seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien Geld und Waffen von sunnitisch regierten Golfstaaten, einschließlich der Weitergabe von Waffen und Informationen, die Saudi-Arabien und andere Emirate von westlichen Verbündeten wie den USA erhalten. Die finanzielle Ausschöpfung durch den Verkauf von Erdöl aus den IS-kontrollierten Gebieten Syriens und des Iraks wäre ohne Hilfe wohlwollender Hintermänner des Islamischen Staates undenkbar. Die von den USA gebildete Anti-IS-Koalition stellt ein wenig überzeugendes, hybrides Gebilde dar. Die inoffiziellen arabischen Förderer und Waffenlieferanten des Islamischen Staates (IS) am Boden bekämpfen darin offiziell den Islamischen Staat (IS) aus der Luft. Die Bombardierung syrischer Erdölförderanlagen und Raffinerien scheint neben dem eigentlichen Operationsziel der Schwächung und Ausschaltung des IS als weiteres strategisches Ziel die ursprüngliche Absicht einer Schwächung und Ausschaltung der Regierung Assad zu verfolgen.

 

 

 

 

 

Christen bilden Selbstschutzgruppen und nehmen Kampf gegen Islamischen Staat auf

 

 

Angesichts der undurchsichtigen Haltung der mit dem Westen verbündeten arabischen Nachbarstaaten und des Westens selbst, fühlen sich die Christen Syriens und des Iraks im Stich gelassen und das nicht erst seit heute. Sie haben unterdessen eine Reihe von bewaffneten Selbstverteidigungsgruppen gebildet. Es handelt sich um größere und kleinere Bürgerwehren, deren erste Aufgabe Selbstschutz ist. Eine dieser Kampfgruppen ist Dwekh Nawsha im Irak. Der Name bedeutet „Künftiger Märtyrer“. Die Kampfgruppe besteht nur aus Christen. Ihr Feind ist der Islamische Staat (IS).

„Wir können unsere Frauen und Kinder nicht schutzlos diesen Bestien überlassen“, sagen die Männer, die auf Facebook und Twitter ihre eigenen Kommunikationskanäle eingerichtet haben. „Wir haben zu lange gewartet und auf den Staat gehofft. Den Staat gibt es nicht mehr. Wir sind allein. Wir müssen uns bewaffnen. Wir haben unsere Frauen zu beschützen, unsere Kinder, unsere Dörfer, unsere Kirchen. Wenn die Gemeinschaft entscheidet, zu fliehen, müssen wir die Flucht sichern. Der Tod durch die Schwarze Fahne wartet überall“.

 

 

 

 

„Wenn wir den Islamischen Staat nicht besiegen, gibt es keine Zukunft hier für uns“

 

 

Dwekh Nawsha wurde von Christen aus Mosul gebildet. Die Familien befinden sich zum Großteil in Flüchtlingslagern. Die Männer kämpfen weiter südlich gegen den Islamischen Staat (IS). „Wenn wir den Islamischen Staat nicht besiegen, gibt es für uns keine Zukunft hier“. Die Christen Mosuls sind hauptsächlich Assyrer, mit Rom unierte orientalische Katholiken. Eine der ältesten christlichen Gemeinschaften der Welt.

Stolz zeigen die Männer die Assyrische Fahne, die sie zum Symbol ihrer Kampfgruppe gemacht haben. „Sie töten uns, weil wir Christen sind. Sie sollen wissen, daß wir uns vor ihnen nicht fürchten. Jeder soll wissen, wer wir sind.“ Die Fahne ist jüngeren Datums und entstand in den 60er Jahren im Irak, als die Baath-Regierung einen panarabischen Nationalismus zu organisieren versuchte. Heute ist sie für die Christen ein Symbol ihrer Identität, die sie der Schwarzen Fahne des Islamischen Staates entgegenhalten. Daß die Fahne der Christen weiß ist, die der Islamisten schwarz, darauf weisen die Kämpfer von Dwekh Nawsha ausdrücklich hin. Es ist ein „Kampf des Lichts gegen die Finsternis“, sagen sie. Über Facebook und Twitter halten sie Kontakt zu ihren Familien und vor allem zur Diaspora. Die Zahl der syrischen Christen in Europa wird durch eine lange Abwanderungswelle, wie durch die Vertreibungen der letzten zehn Jahre auf 600.000 geschätzt. Im deutschsprachigen Raum sind es ungefähr 140.000, davon mindestens jeweils 10.000 in Österreich und der Schweiz.

 

 

Christliche-Hochzeit-von-Milizionären-gesichert

Eine Hochzeit sichern

 

 

 

 

Kontakte zu Christen im Libanon

 

 

„Wir sind klein an Zahl, aber groß an Glauben“, erklärt Oberstleutnant Odicho. Seinen Rang hatte er in der Irakischen Armee erhalten. Nun habe er sich selbst wieder mobilisiert. „Wir müssen unsere Familien schützen“, sagt auch er. „Ich war Soldat. Wie kann ich zusehen, wenn meine Brüder getötet werden und meine Familie bedroht wird?“ Unter den im irakisch-syrischen Raum operierenden Kampfverbänden, gehört Dwekh Nawsha zu den kleineren. Woher sie die Waffen haben? Aus den Beständen der Irakischen Armee. Wo sich die Armee aufgelöst oder zurückgezogen hat, habe man Waffenkammern übernommen. Es fehle an schweren Waffen. An Bewaffnung sei man dem Islamischen Staat (IS) unterlegen. Inzwischen bestehen aber Kontakte in den Libanon. Die maronitischen Christen, ebenfalls mit Rom uniert, haben leidvolle Erfahrung im bewaffneten Kampf gemacht, als die PLO in den 70er Jahren die Macht im einzigen christlichen Staat des Nahen Ostens übernehmen wollte. Die Folge war ein fünfzehn Jahre dauernder Bürgerkrieg, der das Land an den Rand des Ruins führte.

Die 1977 gegründete christliche Miliz Forces Libanaises (FL), seit 1990 eine politische Partei, hat die Unterstützung von Dwekh Nawsha zugesichert. Die FL gaben bekannt, jede christliche Gruppe zu unterstützen, die den Kampf gegen die Dschihadisten aufnimmt. Im vergangenen Sommer unternahm der Islamische Staat (IS) von Syrien aus einige Operationen im Libanon und eroberte den grenznahen Raum zu den von Israel annektierten Golan-Höhen, aus dem er die UNO-Blauhelme vertrieb.

 

Christliche-Milizionäre-mit-dem-Symbol-des-Islamischen-Staates

 

 

 

„Kurden vertreten nicht Interessen der Christen“

 

Die westliche Diplomatie mit ihrem verworrenen Verbündetenkreis im Nahen Osten setzt unterdessen auf die Kurden. Sie werden als Anti-IS-Front aufgebaut. Die Christen sehen sich ein weiteres Mal von den „christlichen“ Staaten im Stich gelassen. Die Kurden hätten ihre Interessen und das seien nicht jene der Christen, heißt es bei Dwekh Nawsha. Im Westen sage man zwar, die Kurden würden die Christen beschützen, doch das stimme so nicht. Es gebe zwar gelegentliche Zusammenarbeit, aber in Wirklichkeit haben auch die Kurden die Christen der Ninive-Ebene im Stich gelassen und ihrem Schicksal überlassen wie der Westen.

 

 

 

 

 

 

Verhinderte und nicht verhinderte Waffenlieferungen

 

Dwekh Nawsha versucht über den Libanon an Waffen zu kommen. Ein schwieriges Unterfangen. Wenn der Westen Waffenlieferungen unterbinden will, hat er Mittel und Wege. Das mußten bereits die Kroaten während des Kroatien- und Bosnienkrieges 1991-1995 erleben. Die christlichen libanesischen Milizen hatten im Zuge der Abrüstungsbestimmungen ihre schweren Waffen abzuliefern und wollten diese den kroatischen Katholiken zukommen lassen, die mangels Waffen den serbischen Verbänden anfangs ausgeliefert waren. Serbien konnte sich auf Bestände und Strukturen der 1992 aufgelösten Jugoslawischen Volksarmee stützen. Westliche Kriegsschiffe stoppten damals die libanesischen Lieferungen im Mittelmeer, weil man am jugoslawischen Kunststaat festhalten wollte. Umgekehrt verhindert derselbe Westen nicht die Waffenlieferungen an den Islamischen Staat (IS).

 

 

{Quelle: http://www.katholisches.info/2014/10/01/irakische-christen-organisieren-kampf-gegen-das-kalifat/ –  von Giuseppe Nardi – Bild: Facebook/Infovaticana/Infobae}

 

6 Responses to “Irakische Christen organisieren Kampf gegen das „Kalifat“”

  1. thomas Says:

    Die sollen sich mal an Russland und China wenden, zwecks Waffen und Unterstüzung. Das babylonische
    Imperium, der USA und Europas ,ist sowieso dem Untergang geweiht. Spätestens Ende 2015 sind china
    und Russland millitärisch in der Lage, gegen die USA einen Krieg außerhalb ihres eigenen Teritoriums
    zu gewinnen und dann werden sie dem Westen auch agressiver entgegentretten. Das babylonische
    System der FED Eigentümer und ihrer europäischen Zwillingsbrüder ,ist dem Untergang preigegeben,
    genauso wie ihr Vater,der Satan. Die Bibel sagt ja,das ein starker christlich jüdischer Bund, zwischen
    Assyrien, Ägypten und Israel ,in den letzten Tagen entstehen wird.

  2. Wir haben nur eine kleine Kraft, so sprich zum HERRN, aber ER hat die himmlichen Heerscharen, die alles an Kraft übertreffen, was man sich auf Erden vorstellen kann. ER stellt die Engel um Eure Herzen, Häuser, Seelen. ER hilft denen, die ihm treu sind und ihn anrufen in der Not. Seid getrost! Wie können wir Euch materiell helfen? Lasst es uns wissen auf diesem Portal, wir sind in Liebe und Fürsorge und Gebet für Euch da. Haltet ganz fest an Jesus, nicht aus eigener Kraft könnt Ihr siegen („Ohne mich, so spricht der Herr Jesus, könnt Ihr nichts tun!!!“), aber aus der Kraft des Glaubens an den Allmächtigen!! Tod wo ist Dein Stachel – JESUS ist Sieger durch sein teures Blut und sein heiliges Wort und der Herr der Geschichte. Amen.

  3. thomas Says:

    Es isr schon erstaunlich ,wie wenig in Deutschland und Europa, für diese Christen getan wird.
    hier kloppen sich Kurden und Islamisten,aber wo sind die Christen ,die sich für ihre Brüder und
    Schwestern einsetzen.

    Sodomitern ,ist wohl das Christentum ein Dorn im Fleisch.

    http://www.crash-news.com/2014/10/09/wofuer-die-eu-steht-fuer-jede-art-von-perversion-und-pseudo-minderheitenschutz/

  4. Fiedler Gisela Says:

    Gott beschützt euch bei dem Kampf,amen

    • Andreas Says:

      Ganz meiner Meinung – wo sind die Freiwilligen Europas, insbesondere die angeblich 600000-starke Auslandscommuntity?! Wieso geht es dem Westen nur um die Kurden u. Jeziden, während man die christlichen Enklaven im türkisch-irakischen Norden vertreiben u. abschlachten liess? Warum haben die orintalischen Christen Europas u. der USA nicht das gleiche (absolut berechtigte!) TAMTAM gemacht wie jetzt die Kurden?? Wo waren die Solidaritätsproteste der Kirchen u. Gläubigen, wieso wird zum Christengenozid in halb afrika geschwiegen, wo sind die gemeinsamen Aktionen der christlichen Auslandsafrikaner? Ich verstehe diese unglaubliche Passivität u. Gleichgültigkeit nicht – niemand würde uns behindern o. es übelnehmen, wenn wir effektiver Solidarität bekunden würden – aber WIR ALLE, insbesondere die Kirchengemeinden haben tausend Ausreden, es nicht zu tun?! Alle paar Monate mal eine (meist dürftig besuchte) Demo zu veranstalten reicht hier längst nicht aus!!


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