kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Sisi sagt ägyptischen Schwulen den Kampf an 30. September 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 17:38

Aus Angst vor den Muslimbrüdern haben viele ägyptische Schwule den Militärputsch gegen Mohammed Mursi unterstützt. Doch seit Abdulfattah Al-Sisi an der Macht ist, hat sich ihre Lage dramatisch verschlechtert.

 

 

»Homophobie ist nicht revolutionär« stand im Frühjahr 2013 für einige Monate über einem Graffiti zweier sich küssender Männer an den Mauern der Amerikanischen Universität in Kairo. Die Uni grenzt an den Tahrir-Platz und an die Mohammad-Mahmoud-Straße, wo ägyptische Bürger 2011 und 2013 ihre Präsidenten zu Fall brachten und dazwischen regelmäßig gegen Militärherrschaft, Islamismus und Polizeigewalt demonstrierten. Seit Sicherheitskräfte im November 2011 bei Protesten in der Mohammad-Mahmoud-Straße über 40 Menschen töteten, ist die Straße ein Symbol des Widerstands. Aus ihren Mauern wurde eine Galerie, die den Opfern und Gegnern der herrschenden Eliten in unzähligen Graffitis ein Denkmal setzt. So auch – wenngleich eher kurz – der Schwulenszene in Ägypten

 

 

 

Homosexualität ist weder ein neues noch ein seltenes Phänomen in Ägypten. Abbildungen und Beschreibungen homoerotischer Handlungen finden sich bereits auf Tonscherben und in Papyrusfragmenten aus dem Alten Ägypten. Auch moderne ägyptische Autoren wie der Nobelpreisträger Naguib Mahfouz oder Bestsellerautor Alaa Al-Aswani haben Homosexualität in ihren Werken als Bestandteil der Gesellschaft porträtiert. In Siwa, einer Oase nahe der libyschen Grenze, gab es eine alte Tradition männlicher Homosexualität und sogar eine Art Homo-Ehe, die erst 1928 von König Fuad verboten wurde.

 

 

Diverse touristische Hot-Spots wie Luxor sind dafür bekannt, dass sich junge Männer für westliche Frauen mittleren Alters, aber auch für schwule Männer aus aller Welt prostituieren. Von den Bewohnern wird diese Praxis weitgehend geduldet und solange es nicht zu offensichtlich wurde, hielten sich auch die Behörden bislang weitgehend zurück. Wie viele andere Großstädte hat auch Kairo eine florierende Schwulenszene. Man trifft sich auf privaten Partys und in bestimmten Clubs und Bars – trotz der Razzien, mit denen regelmäßig zu rechnen ist. Einer der berüchtigtsten Angriffe auf die Community ereignete sich 2001 als in dem »Queen Boat«-Nachtclub 52 Männer festgenommen wurden. Nach ihrer Inhaftierung wurden sie gefoltert, misshandelt und wegen »sexueller Ausschweifungen« angeklagt, denn Homosexualität ist nicht explizit illegal. In einem medial ausgeschlachteten Prozess, in dessen Zuge ägyptische Zeitungen Bilder, Namen und sogar Adressen der Angeklagten veröffentlichten, wurden schließlich 21 Männer zu Gefängnisstrafen verurteilt.

 

 

 

Graffiti in der Kairoer Mohammad-Mahmoud-Straße, das nach kurzer Zeit wieder übermalt wurde.

 

 

 

Überwachung von Online-Communities und Dating-Apps

nimmt Homosexuelle ins Visier

 

 

Mit dem »Queen Boat«-Vorfall endete eine Zeit, in der die Schwulenszene weitgehend in Ruhe gelassen wurde. Als Hossam Baghat von der »Ägyptischen Organisation für Menschenrechte« die Verfolgung von Homosexuellen kritisierte, wurde er gefeuert und sein Arbeitgeber distanzierte sich öffentlich. »Ich persönlich mag Homosexualität nicht und will sie nicht verteidigen«, sagte der Generalsekretär der Organisation damals in einem Interview. In einem Artikel erklärte Baghat die plötzliche Verfolgung als Versuch, von den wirtschaftlichen Problemen Ägyptens und der Unfähigkeit der Regierung, diese in den Griff zu bekommen, abzulenken. Außerdem warf er dem Regime vor, sich als Hüter islamischer Tugenden profilieren zu wollen, um der damals immer beliebter werdenden Muslimbruderschaft den Wind aus den Segeln zu nehmen. Diese Geschichte scheint sich nun zu wiederholen. Vor allem durch die Überwachung von Online-Communities und Dating-Apps verfolgen die Behörden Homosexuelle derzeit weitreichender und brutaler als je zuvor. Präsident Sisi versucht, sich der Gesellschaft als noch islamistischer als die Islamisten zu präsentieren, um die Muslimbrüder weiter zu marginalisieren. Die Verfolgung von Homosexuellen und anderen Minderheiten wie Atheisten hilft außerdem dabei, von der bislang wenig erfolgreichen Bilanz der neuen Machthaber abzulenken.

 

 

 

 

Homophobie in Ägypten

ist keineswegs auf den Islam beschränkt

 

Es ist eine vielversprechende Strategie, denn Homophobie ist tief in der Gesellschaft verwurzelt. Laut einer Pew-Umfrage aus dem vergangenen Jahr vertreten 95% der Ägypter die Auffassung, dass ihre Gesellschaft Homosexualität nicht akzeptieren sollte. Wer sich dennoch outet oder geoutet wird, riskiert von Familie und Freunden verstoßen zu werden. Viele sonst eher liberal gesinnte Ägypter kritisieren zwar die Brutalität der Verfolgung, nicht aber die Verfolgung an sich. Religion spielt dabei eine wichtige Rolle. Allerdings ist Homophobie keineswegs auf den Islam beschränkt. Der verstorbene koptische Papst Shenouda III nannte Homosexualität »eine Anomalie« und »gegen die Natur«. Christliche Autoritäten in Ägypten sind deutlich konservativer als in Europa und sehen in der zunehmenden Akzeptanz von Homosexualität, aber auch in dem modernisierten Familien- und Frauenbild, in der westlichen Gesellschaft einen dramatischen Verfall christlicher Werte. Auch die Geschichte des eingangs erwähnten Graffitis spiegelt die Situation der ägyptischen Schwulenszene wieder. Bevor es das wohl erste und einzige Graffiti gegen Homophobie wurde, war es selbst homophob. In seiner ursprünglichen Form stellte es zwei sich küssende Polizisten dar und der Slogan lautete »Polizisten sind schwul.« Einige weniger engstirnige Graffiti-Künstler änderten den Slogan zu »Homophobie ist nicht revolutionär« .Doch diese Version wurde nach einigen Wochen übermalt. {Quelle: http://www.zenithonline.de/deutsch/gesellschaft/a/artikel/sisi-sagt-schwulen-den-kampf-an-004231/}

 

14 Responses to “Sisi sagt ägyptischen Schwulen den Kampf an”

  1. thomas Says:

    Das wir den westlichen Sodomitern ,aber gar nicht gefallen. Ob jetzt Sanktionen gegen Ägypten kommen ?
    Die Grünen werden bald loskreischen.

  2. schwebchen Says:

    Ich finde, dass da schon ein Unterschied ist, ob jemand sagt, dass nach seiner Religion praktizierte Homosexualität verkehrt ist, oder ob er die Bestrafung einvernehmlicher homosexueller Akte Erwachsener fordert. Und auch da sehe ich einen Unterschied zwischen Gefängnis- und Todesstrafe.

    • Andreas Says:

      ich finds voll daneben, überhaupt homosexuelle zu diskriminieren o. gar rechtlich zu verfolgen. ob einem das als gläubiger nun gefällt o. nicht – wir leben in einer vorläufigen, d.h. von menschen gestalteten welt, die kein (menschlich!!) erzwungener Gottesstaat sein kann o. sein sollte. toleranz bedeutet nunmal die akzeptanz des anderen, andersartigen o. anders denkenden, solange keine gefährdung/bedrohung von den jeweiligen personen/gruppen ausgeht. ansonsten könnte man diesen ur-begriff moderner staatsverfassungen gleich streichen, wenn uns absolute konformität u. gruppenzwang wie in autoritären regimen erstrebenswert erscheint. der moralische verschleiss bestimmter bevölkerungskreise ist der preis, den eine offene gesellschaft für die freiheit zu zahlen bereit ist, um nicht in die fänge repressiver systeme u. ideologien zu geraten: auch die christliche kultur europas verdunkelte sich auf jahrhunderte, als die bibel zum gestrengen gesetzgeber in allen (zwischen-) menschlichen belangen wurde. auch wir hatten unsere „taliban-u. „scharia“-zeiten – die aufklärung (mit all ihren unangenehmen begleitfolgen) befreite uns jedoch von einer zu engstirnigen u. engherzigen fehlsicht der wahren botschaft Jesu, auch wenn dies über den umweg des rationell-wissenschaftlichen zeitalters geschah. so gesehen haben wir heute wohl die befreiteste, klarste, umfänglichste u. liebvollste beziehung zur Bibel, zum Christentum, dem Heiligen Geist, zu Jesus u. Gott.
      die vielen irrwege, abwege u. umwege unserer pluralistisch-individualistischen gesellschaft und eine entwicklung hin zu höheren erkenntnis- u. seinsformen können ja immer nur personell, also von einzelnen erkannt u. in bewegung gesetzt werden.
      somit kann es keine einförmige, in sich stimmige (christliche) gesamtgesellschaft geben, da die persönliche gewissensfreiheit grundbedingung auch des frei erwählten/praktizierten glaubens ist. diese freiheit zeichnet ja gerade das christentum vor allen anderen religionen ganz besonders aus, ist vielleicht dessen überzeugendstes argument, die größe u. wahrheit der göttlichen allumfassenden liebe am reinsten zu repräsentieren. je mehr das unkraut in nachbars garten in die höhe schiesst, desto eifriger müssen wir unseren eigenen garten schützen u. pflegen – aber die sonne scheint nunmal über sünder wie fromme gleichermassen…

  3. Augustinus Says:

    Danke Andreas,
    Du spricht mir aus der Seele. Denkt bitte immer daran, was diverse muslimische Länder mit Schwulen machen. Man hängt sie öffentlich an Baukränen auf. Ihre Peiniger vergehen sich zuvor aber gerne noch an ihnen!!!!!!!!!!!
    Liebe Christen der orientalischen Kirchen. Wenn Gott nicht gewollt hätte. daß es Homosexelle gibt, so gäbe es sie nicht. Haben wir nicht schon genug Hass gegen alles Mögliche auf Erden????
    Homosexuelle sind im übrigen, wie jeder andere, als gleich Wervoll und mit Liebe zu betrachten. Dieses, liebe Leser, unterscheidet uns im wesentlichen vom Steinnzeit-Islam, und wir sollten verdammt noch mal Stolz auf unsere Kultur der Nächstenliebe sein; etwas, was im Islam ein Fremdwort ist!!!
    Niemand sucht sich seine sexuelle Orientierung aus. Niemand! Und niemand hat das Recht, die Unterdrückungsorgien, wie sie im Islam stattfinden, nachzuahmen. Es wäre verlogen und kriminel !!!!!

    Vielen Dank liebe Leser und Gottes Segen

  4. Augustinus Says:

    Nachtrag.: Natürlich sind Homosexuelle Menschen Sünder, so wie jeder andere auch ein Sünder ist.
    Jesus sagt; „WER UNTER EUCH OHNE SÜNDE IST, DER WERFE DEN ERSTEN STEIN.“

    Eines Tages wird ein Junge größer werden. Eines Tages wird dieser Junge etwas erfahren, das so ein Gefühl hervorruft, als werfe man die Erde aus ihrer Bahn.Eines Tages wird dieser Junge an einen Punkt kommen, an dem er eine Teilung spürt, die nichts mit Mathematik zu tun hat.
    Eines Tages wird dieser Junge merken, daß sich in seinem Herzen und Rachen und Mund etwas regt. Eines Tages wird dieser Junge in seinem Geist und seinem Körper und seiner Seele etwas entdecken, daß ihn hungrig macht.
    Eines Tages wird dieser Junge etwas tun, das Männer, die die Uniformen von Priestern und Rabbis tragen, Männer, die in gewissen steinernen Gebäuden leben, dazu veranlssen wird, nach seinem Tod zu schreien. Eines Tages werden Politiker Gestze gegen diesen Jungen erlassen. Eines Tages werden Familien ihren Kindern falsche Informationen geben, und jedes Kind wird diese Information von Generation zu Generation weitergeben, und diese Informationen sind darauf angelegt, das Dasein für diesen Jungen unerträglich zu machen. Eines Tages wird dieser Junge all diese Umtriebe in seiner Umgebung erfahren, und diese Umtriebe und Informationen werden ihn zwingen, Selbstmord zu begehen oder sich Gefahren auszusetzen, in der Hoffnung, ermordet zu werden, oder sich dem Schweigen und der Unsichtbarkeit zu unterwerfen. Eines Tages wird dieser Junge reden. Wenn er anfängt zu reden, werden Männer, die vor diesem Junge Angst bekommen, versuchen, ihn zum Schweigen zu bringen, durch Erwürgen, Fäuste, Gefängnis, Ersticken, Vergewaltigung, Einschüchterung, Drogen, Fesseln, Gewehre, Gestze, Bedrohungen, Schlägertrupps, Flaschen, Messer, Religion, Enthauptung und Feueropfer. Ärzte werden erklären, dieser Junge sei heilbar, als wäre sein Gehirn ein Virus. Dieser Junge wird seine verfassungsmässigen Rechte, die ihn gegen Eingriffe der Regierung in seine Privatsphäre schützen, verlieren. Dieser Junge wird sich mit Elektroschocks, Drogen und Verhaltenstherapien in Laboratorien konfrontiert sehen, und Psychologen und Forscher werden sich um ihn kümmern. Er wird sein Heim, seine Bürgerrecht, seine Arbeit und alle denkbaren Freiheiten verlieren. Alles dies wird in einem oder zwei Jahren beginnen, wenn er entdeckt, daß er das Verlangen hat, seinen nackten Körper auf den nackten Körper eines anderen Jungen zu lege

  5. Klabautermann Says:

    Der Homosexuelle spricht ich bin schwul und das ist gut so!
    Der Pädo spricht icht bin pädo und das ist gut so
    Der Sodomist spricht ich bin s und das ist gut so usw
    Gott verurteilt die Sünde und nicht den Sünder
    Wer dise Veranlagungen bei sich entdeckt und Christ ist sollte sich dringend an Christus wenden.
    Denn Gott will befreite Menschen und nicht Gebundene!!

    • Augustinus Says:

      Sie haben scheinbar nichts kapiert „Klabautermann“. Der homosexuelle Mann ist genauso befreit wie der heterosexuelle. Mit welcher Arroganz wollen Sie Menschen beurteilen. Pädophilie und Sodomie verurteile ich genauso. Sie aber separieren die Menschen voneinander. Sie schüren mit solchen Aussagen den Hass unter Menschen, obwohl Sie genau wissen, daß jeder ISIS Terrorist Sie enthaupten oder kreuzigen würde, wenn er die Möglichkeit dazu hätte.
      Im übrigen gibt es kaum noch Strafrechtlich relevante Sex-Praktiken, die ie Sodomie als solche legitimieren würde (Im Zuge der Enttabuisierung der Sexualität sind die ursprünglichen weiteren Bedeutungen des Wortes bis auf den sexuellen Kontakt zu Tieren allmählich verloren gegangen. Als wissenschaftlicher Begriff für sexuelle Handlungen mit bzw. sexuelle Attraktion zu Tieren hat sich mittlerweile die Bezeichnung Zoophilie durchgesetzt.)
      Das zu Ihrer Weiterbildung. Lernen Sie zunächst was es bedeutet ein Christ zu sein, dann können wir uns möglicherweise auf einer sachlicheren Ebene weiter unterhalten.
      Guten Tag!

    • Augustinus Says:

      Nachtrag an Klabautermann.:

      Ja, das kenne ich aus früheren Tagen. Das vermischen von Homosexualität=Pädophilie= Zoophilie, usw…….. So macht man sich das einfach. Dabei vergewaltigen so viele Ehemänner ihre Töchter oder ihre Söhne, und gehen Sonntags brav in die Kirche, scheinheilig wie es dann nun mal ist. Diese heterosexuellen Menschen sind ja soooo befreit. Ich könnte kotzen!!!!!

      • Klabautermann Says:

        Darum geht es nicht wir sind alle Sünder vor Gott und in unserer Sündhaftigkeit vor ihm verloren. Wir brauchen alle Befreiung ganz besonders von der Sünde, die versklaven will.
        Gott gibt die Richtung vor ,die vor ihm wohlgefällig ist und nicht wir.
        Was vor ihm Sünde ist bestimmt ER ganz allein und in seinem Wort können wir uns alle wie im Spiegel erkennen ganz besonders unsere dunklen Seiten,denn sie werden in seinem Licht hell.
        Der Christ ist nicht besser wie jeder andere , er ist nur besser dran, weil er sich im Lichte Gottes erkennen kann und die Möglichkeit der Korrektur und Vergebung und Neuanfang durch Christus finden Kann!
        Gott sei Dank!!!

  6. Klabautermann Says:

    Bei den Grünen soll Homosexualität Inzist und fast schon wäre Pädo. normal sein.
    Bei Gott ist es eine schwere Sünde!!!

  7. ich Says:

    Bin gegen Homosexuellen Verfolgung, aber auch dagegen so zu tun als sei >Homosexualität was normales.

    • Augustinus Says:

      Sehen Sie, Knecht Christi, der Kommentator „ich“ darf also ungesühnt diesen Satz schreiben.“

      Bin gegen Homosexuellen Verfolgung, aber auch dagegen so zu tun als sei >Homosexualität was normales.“

      Das ist offener Rassismus. Aber bitte, Sie haben ja die Fäden in der Hand. Die Macht1

  8. Klabautermann Says:

    Wehe denen die Gutes für Böses halten und Böses für Gutes!! .


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