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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG: Offene Demo für IS in Istanbul 25. September 2014

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 10:44

 

Tweet-zu-Protesten-auf-dem-Taksim-Platz

In Istanbul demonstriert man offen für den IS

Nachdem der türkische Präsident eine militärische Unterstützung der Anti-IS-Allianz in Betracht gezogen hat, marschierten Anhänger des Islamischen Staats mitten in Istanbul auf.

 

 

Istanbuls beliebte Einkaufsstraße Istiklal Caddesi war letztes Jahr internationaler Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen der türkischen Polizei und jungen Aktivisten der Gezi-Park-Protestwelle. Die Proteste richteten sich gegen den autoritären Führungsstil des damaligen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan und seiner islamisch-konservativen AKP-Regierung. Heute ist Erdogan Staatspräsident und muss sich in diesen Tagen weniger um innenpolitische Konflikte, sondern viel mehr um die auch für ihn immer größer werdende Gefahr des Terrors des Islamischen Staats (IS) in Syrien und dem Irak Sorgen machen.

Am Dienstag äußerte sich Erdogan in New York positiv über die Luftangriffe der US-amerikanischen Streitkräfte gegen den IS. Er sagte der Allianz die Unterstützung der Türkei zu – und schloss militärische Operationen dabei nicht aus. „Welche Aufgaben uns im Kampf gegen den Terrorismus auch bevorstehen: Wir werden unseren Beitrag dazu leisten. Die Unterstützung kann militärisch, logistisch oder politisch sein.“

 

 

Ein Krankenhaus für die IS-Kämpfer

 

Vor dem renommierten Galatasaray-Gymnasium auf der Istiklal sah man gestern Abend aber ein gänzlich anderes Stimmungsbild. Mit schwarzen Tauhid-Flaggen und „Allahu ekber“-Rufen demonstrierten dort rund 40 Mitglieder islamischer Vereine gegen die US-Luftangriffe auf die syrischen IS-Stützpunkte. Der Vorsitzende der islamischen Hilfsorganisation Imkan-Der, Murat Sözer, sprach im Namen der Protestgruppe von einer „Satanisierung des IS“. „Erst haben die westlichen Imperialisten eine Organisation mit dem Namen IS satanisiert und über die Medien Propaganda betrieben, danach haben sie unter diesem Vorwand Gebiete in Syrien und im Irak bombardiert“, sagte Sözer. „In diesen Regionen leben vor allem Zivilisten, und es existieren dort Quartiere von Gegnern des Assad-Regimes, das bisher 300.000 Zivilisten ermordet hat“. Auf der Internetseite der Organisation heißt es, Imkan-Der leiste humanitäre Hilfe für Kriegsopfer aus muslimischen Ländern. Erst vor einigen Tagen veröffentlichte der türkische Journalist Dogu Eroglu in der regierungskritischen Zeitung „Birgün“ einen Bericht über ein 75-Betten-Krankenhaus in der türkischen Stadt Antep, in dem Kämpfer der Islamischen Front behandelt werden. Das Krankenhaus wird von Imkan-Der geleitet und erhält nach Angaben des Leiters auch von der AKP-Gemeinde in Antep Unterstützung. „Die Regierung, die das Krankenhaus in Taksim geschlossen hatte, damit die von der Polizei geschlagenen Aktivisten nicht behandelt werden, hat in Antep ein Dschihad-Krankenhaus für die IS-Militanten eröffnet“, twittert der türkische User Sizofriend.

 

 

Polizei gehe nicht hart genug gegen Protestierende vor

 

Oppositionelle Bürger sind der Meinung, dass die AKP sich nicht klar genug gegen die Terroreinheit IS positioniert. Auch, dass die türkische Polizei nicht wie sonst üblich mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die protestierende Gruppe vorgegangen ist, macht einige Twitter-User wütend. Regierungskritiker halten auch den Anhängern der Regierungspartei vor, sich mit ihrer Kritik in den sozialen Medien gegen den IS zurückzuhalten. „Die AKP-Trolle sagen, es sei nicht der IS, es sei die al-Nusra“ und „Ahh, das sind die Guten natürlich, sie reißen nur Herzen raus und essen sie“, twitterte der türkische Journalist Can Atakli. Der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu geht von einer veränderten Bedrohung und Gefahr aus dem Irak und Syrien aus. Er will darum die bereits existierenden Beschlussvorlagen zum Einsatz der Streitkräfte des Landes überarbeiten und Anfang Oktober erneut im Parlament diskutieren. Momentan gibt es zwei vom Parlament gebilligte Beschlüsse für den Einsatz des türkischen Militärs: einen über den Einsatz gegen die PKK im Nordirak und einen für den Fall eines syrischen Angriffs gegen die Türkei. „Ich hoffe, dass es nicht notwendig sein wird für die Türkei, diese Beschlüsse auszuführen. Aber wenn es notwendig sein wird, wird die Türkei nicht zögern“, so Davutoglu.

 

 

Keine Angriffe von türkischem Boden oder Luftraum aus

 

Militärische Unterstützung hat die Türkei bisher nicht geleistet. Die Regierung des Landes hat sich bisher gesträubt, der Anti-IS-Koalition beizutreten. Ein Grund dafür war die Geiselnahme 46 türkischer Staatsbürger durch den IS, die am vergangenen Wochenende vom türkischen Geheimdienst mit einem „diplomatischen Handel“ befreit worden waren. Am Mittwoch hatte die oppositionelle Syrische Beobachtergruppe für Menschenrechte behauptet, dass die US-geführten Luftangriffe der Anti-IS-Koalition auf die syrischen Stützpunkte der IS in Kobane von militärischen Stützpunkten in der Türkei aus geflogen worden wären. Die türkische Regierung dementierte das. Weder von militärischen Stützpunkten in der Türkei noch vom türkischen Luftraum aus hätte es Angriffe gegeben. Das vermeldete die englischsprachige Ausgabe der türkischen „Hürriyet“ , die sich auf Äußerungen aus dem Büro des türkischen Ministerpräsidenten bezieht.

 

Opposition sagte AKP-Regierung Unterstützung zu

 

 

Die erste Reaktion aus Regierungskreisen nach den US-Luftangriffen kam von Vizepremierminister Yalcin Akdogan, der gegenüber der „Hürriyet Daily News“ sagte: „Die von den USA geführte Koalition soll offen ihr Szenario über die Zukunft von Syrien und das Assad-Regime aufzeigen. Wir werden unsere Position erst dann festlegen, wenn wir diese Szenarien von ihnen hören“. Auch die CHP, die größte Oppositionspartei der Türkei, hat der AKP-Regierung ihre „volle politische Unterstützung“ im Kampf gegen den IS zugesagt. Der Vizevorsitzende und Sprecher der CHP, Haluk Koc, forderte in diesem Zuge aber auch eine klare Positionierung der AKP gegenüber dem IS. „Solange die AKP darauf verzichtet, den IS als Terrororganisation zu bezeichnen, wird die Türkei als ein Land, das selbst unter Terrorangriffen leidet, mit Argwohn betrachtet“. Es bleibt die Frage, ob die AKP mit ihrer Anti-IS-Position auf eine breite Zustimmung ihrer Wählerschaft hoffen darf. Vor allem aber wird sich zeigen, ob die Unterstützer der Gezi-Park-Proteste und Regierungskritiker beim Kampf gegen die Terrormiliz IS hinter der AKP-Regierung stehen werden.

{Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article132589994/In-Istanbul-demonstriert-man-offen-fuer-den-IS.html}

 

 

 

 

 

 

Eingebetteter Bild-Link

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Die Position der AKP unter Erdogan dürfte klar sein: Wer Muslimbrüder aus Ägypten unterstützt, ist mit Sicherheit nicht abgeneigt, anderen islamischen Hardlinern die Sympathie zu versagen. Wir denken, dass die Vergangenheit die Wurzeln der bisherige Taktik der Regierung der Türkei  gegenüber der IS eine große Rolle spielt. Die Türkei ist das Land der Logistik für die islamische Terrorfront gegen Assad.

http://www.kath.net/news/47663

 

 

Nun, die Türkei nimmt sich das Recht heraus wie die USA auch gegen Terrornester im Ausland mit Luftanschlägen zu reagieren. Der IS geht genauso radikal gegen Christen und Jesiden vor wie das Osmanische Reich Anfang des 20. Jahrhunderts gegen die Armenier. Aber da ziert sich die Türkei, militärisch einzugreifen, den der IS hat die Türkei noch nicht angegriffen.

 

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article13553429/Tuerkei-fliegt-Luftangriffe-auf-PKK-im-Nordirak.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/nordirak-tuerkei-fliegt-luftangriffe-gegen-pkk-a-580678.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/nordirak-tuerkei-fliegt-luftangriff-gegen-pkk-a-528705.html

Selbstverständlich waren die Luftangriffe Militärschläge als Vergeltung für kurdische Anschläge gegen die Türkei. Aus diesem Grunde hat die Türkei auch Vorbehalte, die Kurden im Nordirak zu unterstützen, die über die PKK die Türkei angegriffen hatten. Der Aufruf Erdogans an die Türken, mehr Kinder zu bekommen, ist der demographischen Notlage geschuldet, dass die kurdische Bevölkerung innerhalb der Türkei eine immer größere Präsenz im Lande zeigt.

 

 

http://www.welt.de/politik/deutschland/article110793334/Die-Kurden-und-das-Geburtenproblem-in-der-Tuerkei.html

https://koptisch.wordpress.com/2013/08/09/kog-erdogan-fordert-drei-kinder-pro-turkin/

 

 

Den IS öffentlich zu unterstützen wird der Türkei nicht vorgeworfen werden können. Schließlich nimmt sie überproportional Flüchtlinge aus Syrien auf.  Aber die IS bekämpft Kurden und damit die Erzfeinde der Türkei, nämlich die PKK. Somit wird sich die Türkei abwartend verhalten. Sie wird sich erst militärisch einmischen, wenn IS-Kämpfer die Türkei unmittelbar angreifen. Aber warum sollen diese wiederum das tun, haben sie doch bislang vom Stillhalten der Türkei in der Grenzregion bestens profitiert. 

Die Demo von etwa 40 Demonstranten für den IS ist nun nicht die Welt. Die Türkei ist ein zunehmend islamisches Land. Da dürfen wir uns freuen, dass es nicht mehr waren. Die Demonstranten des Gezi-Parks waren ein paar Menschen mehr, die gegen die eigene Regierung protestiert haben und gegen die Erdogan durch die Polizei hart durchgegriffen haben.

Das jetzige relativ harmlose Verhalten der Regierung gegen diese 40 Personen ist aus vorgenannten Gründen konsequent.

 

 

 „Der Vorsitzende der islamischen Hilfsorganisation Imkan-Der, Murat Sözer, sprach im Namen der Protestgruppe von einer „Satanisierung des IS“.“Erst haben die westlichen Imperialisten eine Organisation mit dem Namen IS satanisiert und über die Medien Propaganda betrieben, danach haben sie unter diesem Vorwand Gebiete in Syrien und im Irak bombardiert“, sagte Sözer.

 

 

Recht hat der Mann aus islamischer Sicht. Selbstverständlich sind streng konservative Islamvereinsvertreter der Meinung, dass IS rechtmäßig handelt. Schließlich betreiben sie doch das gleiche Spiel des Mordens und der Vertreibung von Christen und anderen Andersgläubigen wie das Vorbild eines vollkommenen Muslims, nämlich  Mohammed selbst, der Saudi Arabien juden- und christenfrei gekämpft hat. Der Westen satanisiert den IS wirklich, obwohl er  im Grunde doch genauso wie Gott Allah es will, handelt. Allah hat nicht Liebe zu Christen und Juden und Ungläubige gepredigt, sondern über ihren irdischen gewaltsamen Tod mit allahischer Hand durch Muslime ausgeführt mit anschließender Höllenquälerei nicht nur sehr laut nachgedacht, sondern auch als göttliche Maxime im Umgang mit Ungläubigen bestimmt. Hart sein zu Ungläubigen, barmherzig zu den Gläubigen ist das Motto Allahs. Und genau das wird durch die IS mohammedanisch-vorbildlich vorgelebt. Mit anderen Worten bekämpft der Westen das Gottesbild des Islam, also Allah selbst.

 

 

Der Westen bombt diese IS jetzt weg oder hat vor, dies zu tun, vergisst jedoch dabei, dass diese Kämpfer nicht für Satan in den Krieg ziehen, sondern für Allah und das kommt bei Muslimen nicht gut an, den IS zu – wie Herr Sözer so wunderbar formuliert hat – „satanisieren. Das trifft den empfindsman Nerv besonders religiös denkender Muslime. IS = Mohammeds Erben = Allahs Knechte = Islam. Der Westen nimmt auf diese Empfindlichkeiten keine Rücksicht und wird von der muslimischen Seite selbst als der große Satan angesehen. Für streng religiöse Muslime sieht der Satan anders aus. Der Satan steht für sie mit den Ungläubigen und den Nichtmuslimen im Bunde, sogar mit Christen und Juden. Das zu begreifen, scheint der Westen noch nicht geschafft zu haben.

 

 

Für Islamanhänger ist Assad derjenige, der als Ungläubiger und als Nichtmuslim (Alawiten sind keine richtigen Muslime, weil sie keine Sunniten sind), der an den Pranger gestellt gehört als Verbündeter Satans, nicht der IS, der korankonform handelt. Und aus diesem Grunde ist Erdogan auch so zögerlich, würde er mit eindeutigen Statements gegen den IS  seine Reislamisierung der Türkei gefährden.

Wir bringen an dieser Stelle unser Motto in Erinnerung, welches für Muslime wohl kaum aussprechbar ist:

Niemals Gewalt im Namen Gottes! Niemals Tötung/Mord im Namen Gottes! Niemals Unterdrückung im Namen Gottes!

 

 

 

Der Inhalt dieses Spruchs ist der absolute Gradmesser, der Nerv,  für alle sich religiös wähnenden Menschen. Wer diesen Satz als religiöser Mensch nicht frei und ungehindert, nicht vorbehaltlos und kraftvoll öffentlich sagen kann, steht nicht im Dienste des einzig wahren Gottes. Das steht fest.

 

Beten wir darum, dass alle Menschen, die sich religiös sehen, diesen Satz frank und frei aus voller Seele nach innen und nach außen öffentlich aussprechen können. Muslimen wird es schwer fallen, denn der Koran kennt einen anderen Gott.

 

 

Für dieses Betanliegen sehen wir den HEILIGEN GEIST in  Einheit mit JESUS und dem VATER  göttlichen Ansprechpartner an. Flehen wir ihn an, unter den Menschen diesen Geist, dass von Gott nur vollkommen Gutes ausgehen kann und alles andere eine blasphemische Beleidigung des Namens GOTTES darstellt, zur vollen Erkenntnis zu bringen.

GOTT ist durch JESUS und in JESUS die vollkommene LIEBE, niemals Rechtfertigungsgrund für Gewalt in jeglicher Form.

 

One Response to “KoG: Offene Demo für IS in Istanbul”

  1. Andreas Says:

    gut möglich, dass die bisherige unterstützung der dschihadisten zum bumerang für erdogan wird –
    in der tat dürfte sich der massen-exodus der syrisch-irakischen kurden zum spaltpilz in der türkei auswachsen. ob isis-kalifat oder groß-kurdistan – für das erdogan-regime wirds nun verdammt eng…


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