kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten wie orthodoxe Christen übernehmen viele Kirchen in Europa 24. September 2014

Filed under: Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 19:52

Abschied von der Hedwigskirche: Koptisch-Orthodoxe Gemeinde feiert dort künftig ihre Gottesdienste

Ein letztes Mal kamen am vergangenen Sonntag viele Menschen in der St.-Hedwig-Kirche zusammen. Dicht gedrängt feierten die Gläubigen des Pastoralverbunds und diejenigen, die den Gottesdienst als Aussiedler besuchten, in einem Festhochamt den Abschied der Kirche. Denn das Gotteshaus wurde nun offiziell der Koptisch-Orthodoxen Gemeinde übergeben – ein bewegender Moment für alle Teilnehmer. „Wir müssen uns heute mit Schmerzen verabschieden, aber wir geben nicht unsere Weggemeinschaft auf“, sagte Pfarrer Birwer in der Predigt. Er sei trotz allem froh, dass das Gebäude an die „Schwestern und Brüder der Koptischen Kirche“ übergeben werden könne und so weiterhin genutzt werde. Für viele Aussiedler ein großer Verlust: Seit 1963 ist die Hedwigskirche Zufluchtsort für die Bewohner der Landesstelle in Massen. Die seelsorgliche Begleitung vor Ort sollte den Menschen von Beginn an ein erstes Heimatgefühl in der neuen Umgebung vermitteln. Dort durfte „ein Stück Zuhause lebendig bleiben“, formulierte Pfarrer Birwer. So verabschiedete sich die Gemeinde vom Bild der Hl. Hedwig von Schlesien, vom Marienbild und vom Taufstein, an dem viele Russlanddeutsche getauft wurden. Eine Biografie der in Polen und Deutschland verehrten Heiligen überreichte der Pfarrer zudem Abuna Tawadros, einem koptisch-orthodoxen Priester. {Quelle: http://www.lokalkompass.de/unna/vereine/abschied-von-der-hedwigskirche-koptisch-orthodoxe-gemeinde-feiert-dort-kuenftig-ihre-gottesdienste-d474681.html}

 

 

 

 

 

 

Kirche St. Martin in Offenburg steht vor dem Abriss

 

Dass eine Kirche verkauft und abgerissen wird, ist eine Seltenheit.

In Offenburg ereilt dieses Schicksal bald St. Martin, ein katholisches Gotteshaus aus dem Jahr 1980.

Wie kommt es dazu?

Am Verkauf und Abriss von St. Martin ist kaum noch zu rütteln. Aller Voraussicht nach wird der gemeinsame Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Offenburg-Süd-West dies in seiner nächsten Sitzung am 30. September beschließen. Einen Vorschlag in dieser Richtung will der Stiftungsrat des Gremiums bereits unterbreitet haben. Das wurde bei einem Informationsabend am Montag im großen Saal des Kirchengebäudes im Offenburger Süden deutlich. Derweil ist der Unmut unter zahlreichen Gemeindemitgliedern zuletzt eher noch größer geworden. Nach zweistündiger Debatte war klar: Zwischen Pfarrgemeinderat und zahlreichen Gläubigen herrscht eine große Kluft. Eine Kluft, die in den vergangenen Monaten eher noch größer geworden ist. Auf der einen Seite das Gremium, das in den vergangenen Jahren angesichts eines Schwundes um 450 auf aktuell nur noch 800 Pfarreimitglieder, bei gleichzeitig gestiegenen Betriebs- und Unterhaltungskosten, sich intensiv Gedanken um die Zukunft des Gebäudes gemacht hat und zum Schluss gekommen ist, dass die Pfarrgemeinde St. Martin nicht überlebensfähig und der Verkauf des Areals unabdingbar sei. Auf der anderen Seite zumeist ältere Menschen, die seit der Gründung der Kirche emotional stark mit ihr verbunden sind und für deren Erhalt kämpfen. Indes: Nach Angaben des Pfarrgemeinderats besuchten höchstens noch zehn Prozent der zu St. Martin gehörenden Katholiken aus Stegermatt und der Eisernen Hand Gottesdienste dort. Nicht mehr als ein Dutzend Menschen hätten den regelmäßigen Donnerstaggottesdienst besucht. Katholische Gruppen, Ministranten? Fehlanzeige. „Das Pfarrleben ist quasi zum Erliegen gekommen“, sagte am Rande der Sitzung ein Mitglied des Pfarrgemeinderats, das dringend darum bat, namentlich nicht zitiert zu werden.

 

 

Viele Varianten wurden geprüft

Erhard Krumbein, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, beteuerte, dass man es sich seit 2010 nicht leicht gemacht habe, was angesichts des dahinsiechenden Gemeindelebens aus Kirche und Pfarrzentrum werden soll: „Nur aus Jux und Tollerei haben wir uns diese Gedanken mit Sicherheit nicht gemacht.“ Nachdem Verhandlungen mit dem Montessori-Zentrum (reformpädagogische Schule) und dem Unternehmer Peter Osypka, der sich an der Hochschule stark engagiert, gescheitert waren, hätten sich im Laufe der Zeit vier weitere „Alternativen herausgeschält“. Lange, so Krumbein, sei es der „Königsweg“ gewesen, auf dem Areal das in Rammersweier angesiedelte Haus des Lebens neu anzusiedeln. Doch keine der Varianten des Nebeneinanders von Kirche, Saal und Haus des Lebens habe am Standort von St. Martin befriedigen können. Alleine mit dem Erhalt der Kirche und einem An- und Erweiterungsbau wären Kosten von 7,8 Millionen Euro entstanden. Kontakte habe es laut Krumbein auch mit der Caritas gegeben, Mitarbeiter hätten das Gebäude inspiziert, doch „dann hat die Caritas kein weiteres Interesse mehr bekundet“. Blieben noch die Pläne des Studentenwerks Freiburg und eines Investors aus Baden-Baden/Wiesbaden, auf dem Areal Studentenwohnungen einzurichten. Das Studentenwerk wollte bis zu 200 Plätze schaffen, der für die Pfarrgemeinde vorgesehene Raum hätte aber keine 100 Quadratmeter betragen. Krumbein: „Das erzbischöfliche Ordinariat hätte das sofort unterschrieben, wenn wir mit dem Studentenwerk einig geworden wären.“ Doch man sei eben nicht einig geworden. Der Investor hingegen käme laut Krumbein der Pfarrei deutlich mehr entgegen: mehr Fläche für die Gemeinde, weniger Plätze, nämlich nur rund 150, für Studierende. Diese Pläne böten viel Charme.

 

 

„Hatte nicht das Gefühl, dass Offenheit da ist“

 

Nach einer guten Stunde machte sich viel Unmut im Plenum bemerkbar. Es würden offenbar wieder nur die Positionen des Pfarrgemeinderats verfolgt und nicht auf Wünsche der Gläubigen eingegangen, sagte Gertrude Näger erbost – und erntete viel Applaus, wie auch Dekanatsreferentin Ruth Scholz, die auf einen Einwurf Krumbeins hin meinte, der Pfarrgemeinderat sei für Alternativen zum Kirchenabriss nicht gerade dankbar gewesen: „Ich hatte nicht das Gefühl, es sei Offenheit da.“ Aus dem Publikum wurden auch mehrere Stimmen laut, nicht jetzt abzustimmen, sondern die Abstimmung zu verschieben und die Zukunft in die Hände der neuen, großen Offenburger Seelsorgeeinheit zu legen. Viel Beifall erhielt auch Stadtrat Heinz Hättig. Der ist überzeugt, die jährlichen Betriebs- und Personalkosten – 50 .000 Euro – durch die Schaffung von knapp 20 Studentenzimmern, durch Events und die Vermietung der Räume für private Feste zu einem gegenüber heute deutlich reduzierten Preis decken zu können.

{Quelle: http://www.badische-zeitung.de/kirche-st-martin-in-offenburg-steht-vor-dem-abriss–91423658.html}

 

One Response to “Kopten wie orthodoxe Christen übernehmen viele Kirchen in Europa”

  1. schwebchen Says:

    Kirchen werden verkauft und zu Privathäusern, Museen, Kneipen, das Schlimmste ist, wenn sie zu Moscheen werden. Wenn andere christliche Denominationen einziehen, ist es das Beste, was ihnen geschehen kann.


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