kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Libyen sollte Obama eine Warnung sein 14. September 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 12:55

Die USA werden in den syrischen Bürgerkrieg eingreifen, mit Luftangriffen soll der Islamische Staat „zersetzt und vernichtet“ werden, sagt Obama. Die Ansage gilt nicht nur den Terroristen.

 

 

 

Obama hat scharfe Worte gewählt, um seine neue Strategie gegen den Islamischen Staat (IS) in Syrien und Irak anzukündigen. „Degrade and destroy“, zersetzen und vernichten, wolle er die Terror-Organisation, sagte der US-Präsident. Er erinnerte daran, dass die Islamisten zwei amerikanische Journalisten enthauptet haben, dass sie Frauen vergewaltigen, versklaven und in Zwangsehen pressen. Es ist keine zwei Wochen her, dass er als Oberbefehlshaber der US-Truppen vor der Presse bekannte, er habe noch keine Strategie gegen IS, nun scheint er das Versäumte mit martialischem Wortgerassel nachholen zu wollen. Obama ist unter Zeitdruck. Nicht nur im Nahen Osten droht die Lage außer Kontrolle zu geraten, sondern auch in den USA selbst. Am 4. November stehen die Midterm Elections an, die Wahlen zum Repräsentantenhaus in der Mitte der Amtszeit des Präsidenten. Neu zu besetzen sind auch 33 der 100 Sitze im Senat, wo Obamas Demokraten um ihre Mehrheit bangen müssen. Bisher war eine Pipeline von den Ölfeldern in Kanada und dem Norden der USA der große Aufreger in diesem Wahlkampf. Nun ist wieder Krieg das Thema. Der Krieg, den zu beenden Obama einst angetreten war. Er wollte der Präsident sein, der die Soldaten aus dem Irak nach Hause holt. Auch daran erinnerte er in seiner Rede: 140.000 GIs seien in seiner Amtszeit zurückgekehrt.

 

 

 

 

 

 

 

Bodentruppen müssen zu Hause bleiben

 

Neue Bodentruppen will der Präsident auch nicht entsenden, nur 475 Militärberater und Ausbilder, zusätzlich zu den rund 1200 Soldaten, die noch im Irak verblieben sind. Bagdads Armee und die Kurden sollen die Kämpfer der IS im Irak stoppen. 25 Millionen Dollar Militärhilfe haben die USA ihnen zugesagt – eine neue Aufwertung der kurdischen Peschmerga und möglicherweise auch der kurdischen PKK. Mit Luftschlägen will Obama auch in den verworrenen syrischen Bürgerkrieg eingreifen. Dort sind die gemäßigten Rebellen längst zwischen die Fronten geraten. Im Kampf gegen Diktator Baschar al Assad waren islamistische Gruppen einst ihre Bündnispartner. Auch al-Kaida-nahe Truppen griffen in die Kämpfe ein, weshalb der Westen sich scheute, die syrische Opposition mit Waffen zu unterstützen. Die Islamisten, die sich zum IS formierten, sind den Rebellen inzwischen in den Rücken gefallen, das scheint den USA nun Grund genug, die bisherige Linie zu revidieren. Man habe nun zwei Jahre Erfahrung mit dem komplizierten Beziehungsgeflecht der syrischen Opposition, sagte ein hoher Regierungsbeamter dem Nachrichtenkanal CNN, „wir wissen nun viel besser, mit wem wir es zu tun haben“.

 

 

 

 

 

 

IS denkt schon an den Sturm Jerusalems

 

Obamas Abwarten hatte Hoffnungen genährt, dass er mit mehr Überlegung in den Anti-Terror-Kampf ziehen würde als sein Vorgänger George W. Bush. Tatsächlich reitet er nicht in Cowboy-Manier in die Schlacht, mit wirbelndem Lasso und ballernden Colts. Er spielt eher den anderen Part in diesem Western, lässt seine Drohnen-Krieger anschleichen wie Indianer und mit Feuerpfeilen aus der Luft zuschlagen. Eine neue Strategie ist das nicht. Obama verfolgt sie schon seit Jahren in Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia. Und auch die auf dem Nato-Gipfel Anfang September in Wales eilig verkündete Koalition von zehn westlichen Staaten zeugt nicht von wohlüberlegtem Vorgehen. Beim Partner Türkei wird der US-Präsident noch Überzeugungsarbeit leisten müssen, ebenso bei den arabischen Verbündeten, Saudi Arabien und Katar. Noch in dieser Woche will Außenminister John Kerry mit ihnen in Dschidda konferieren.

 

 

Im aktuellem stern ist nachzulesen, was die Saudis motivieren könnte, sich offen einer Koalition gegen den IS anzuschließen. In der Titelgeschichte über das Kalifat wird geschildert, mit welcher Symbolik und mit welchen Worten IS-Chef Abu Bakr als selbsternannter „Kalif Ibrahim“ die Herrschaft über die Heiligen Stätten des Islam und über die arabische Halbinsel beanspruchte. Libanon und Jordanien wären nur kleine Etappen auf dem Weg dorthin. Und auch als Salah ad Din inszenierte sich Abu Bakr, als jenen ruhmreichen Heerführer, der 1187 Jerusalem von den Kreuzrittern befreite.

 

 

Schnelle Erfolge versprach Obama nicht. Der Kampf gegen das Krebsgeschwür des IS-Terrors werde Jahre dauern, sagte er. Die Nachrichten aus Libyen werden ihm eine Warnung gewesen sein. Dort musste vor zwei Tagen das Parlament auf ein Schiff ausweichen, um ungefährdet tagen zu können. Im Chaos der Hauptstadt war die Sicherheit nicht mehr zu garantieren. Libyen schien einst ein Beispiel zu sein, wie die neue Schutzverpflichtung der UN erfolgreich umgesetzt werden könnte. Als Gaddafis Armee die Aufständischen von Bengasi belagerte und das Eingreifen der Nato ein Blutbad verhinderte. Die Sicherung der Luftherrschaft schien zu genügen, eine Flugverbotszone die Vorherrschaft des Diktators zu brechen. Doch es folgte eine Welle der Gewalt, die schließlich sogar das friedliche Mali erfasste. Und der Bürgerkrieg in Tripolis ist noch in vollem Gang. Das Land versinkt im schlimmsten Machtkampf verfeindeter Milizen seit Gaddafis Sturz.

{Quelle: http://www.stern.de/politik/ausland/luftschlaege-gegen-is-libyen-sollte-obama-eine-warnung-sein-2137356.html}

 

6 Responses to “Libyen sollte Obama eine Warnung sein”

  1. thomas Says:

    Das übliche dumme Geschwätz ,der US Regenten. Erst Monate zuschauen und dann, wird wieder
    ein jahrelanger Krieg angekündigt. Alle wie gehabt,diese Dummheit,wird langsam langweilig.

    • Andreas Says:

      und du, was würdest du tun? mit deinem anti-us-gegeifer ist leider auch niemanden geholfen. wo sind den die deutschen, wenns um hilfseinsätze gegen is/isis geht?? nichts, null – stets auf die amis eindreschen und selbst zu feige, sich irgendwo die finger zu verbrennen. DAS ist der einzige grund, warum ich amerika noch nicht offen verachte. die eu ist noch hundertmal zynischer als es die usa je waren. die stehen wenigstens zu dem was sie sagen o. tun!!

      • thomas Says:

        Die Regenten der EU und USA ,kannst du beide in einen Sack packen und drauschlagen, es würde
        immer den Richtigen treffen. Ich verachte nicht die USA, sondern die regierende Oberschicht.
        Was ich tun würde ? Als Christ bete ich und vertraue Gott ,der die ganze Welt in den Händen hält.
        Als USA Präsident , hätte ich niemals die IS stark werden lassen und ich hätte ihnen auch keine
        Waffen geliefert ,um in Syrien zu kämpfen ,desweiteren wäre bei mit ,dieser Trümmerhaufen noch
        nicht einmal bis zum Irak gekommen ,denn ich hätte die Pick Ups schon in der Halbwüste zerschossen.
        Weiterhin würde ich die Eigentümer der FED verhaften und vor Gericht stellen ,das gleiche gilt für
        teile der Oberschicht ,die nachweislich dem Volk schaden. Auch würde ich sofort das Regime in der
        Ukraine fallen lassen und die meisten meiner über 700 Militärbasen schließen, danach würde ich mich
        mit Putin und der Chinesischen Regierung an einen Tisch setzen,um den Frieden zu erhalten.

    • thomas Says:

      Damit du weisst ,worum es deinen neuen Freunden letztendlich geht Andreas und das die USA zu dem
      stehen was sie versprechen, soll wohl schwarzer Humor sein.

      http://www.gegenfrage.com/obama-assad-stoer-uns-und-du-bist-raus/

  2. MH Says:

    „Als Christ bete ich und vertraue Gott ,der die ganze Welt in den Händen hält.“

    Übersetzung: „Ich mache gar nichts.“


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s