kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mindestens 60 Christen in Iran wegen ihres Glaubens inhaftiert 5. September 2014

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 10:21

Pastor Amin Khaki

Sie sind der Propaganda gegen das Regime, der Konspiration oder geplanter Verbrechen beschuldigt – die Christen werden streng überwacht.

 

Eine Verschwörung, «um die islamische Gesellschaft vom Weg der Wahrheit abzubringen». So bezeichnete ein iranischer Richter die Hausgemeinde von Maryam Nagash Zargaran, einer Christin aus Teheran. Den angeklagten Christen wird häufig vorgeworfen, das Regime stürzen zu wollen oder Spione zu sein. Den Richtern ist es sogar erlaubt, sich auf das islamische Recht zu berufen, um Christen zu verurteilen; für Abtrünnige sieht die Scharia die Todesstrafe vor. Das Regime betreibt ein gut ausgebautes Spionagesystem, um die Christen ausfindig zu machen. Tagtäglich werden christliche Webseiten gehackt, ihre E-Mails werden überwacht. Wird ein Christ verhaftet, so werden alle ermittelten Personen verhört. Aber das Regime stützt sich auch auf Denunzierung: im Iran können die Spitzel überall sein, selbst in der eigenen Familie. Oft erfolgen die Festnahmen in den Hausgemeinden. Der Geheimdienst macht eine Razzia und beschlagnahmt Bücher, Handys und Computer. Dann wird jeder Christ stundenlang und manchmal auch unter Gewaltanwendung verhört. Wie Christen berichtet haben, wurden sie mit verbundenen Augen an einen unbekannten Ort verschleppt. Dort hatten sie kein Anrecht auf einen Anwalt, und ihre Familien blieben ohne Nachricht von ihnen. Im Iran geht die Verfolgung vor allem von den radikalen Islamisten aus, wobei diese Mitglieder der Regierung sein oder religiösen, fanatischen oder paramilitärischen Gruppen angehören können. Doch immer mehr iranische Muslime sind enttäuscht von der Staatsreligion, dem schiitischen Islam. So suchen sie Gott im christlichen Glauben oder in anderen Religionen.

 

 

 

 

 

Schreiben Sie inhaftierten Christen im Iran

 

Derzeit befinden sich mindestens 60 Christen im Iran in Haft, weil sie Jesus nachfolgen, berichtet die Organisation Middle East Concern (MEC).

Open Doors hat eine Schreibkampagne für sechs von ihnen gestartet.

 

 

BETEILIGEN SIE SICH AN DIESER AKTION!

Von den derzeit mehr als 60 inhaftierten Christen im Iran können wir sechs Gefangenen Briefe und Karten der Ermutigung schreiben:

Farshid Fathi Malayeri, Alireza Seyyedian, Maryam Nagash Zargaran (weiblich), Behnam Irani, Amin Khaki und Saeed Abedini.

Bitte ermutigen Sie auch Ihre Familie, Freunde und Kirchengemeinde diesen gefangenen Glaubensgeschwistern zu schreiben. Und beten Sie für sie!

 

pdf zum Herunterladen mit den Gebetskarten der sechs christlichen Gefangenen im Iran, denen man schreiben kann

Herunterladen 

pdf zum Herunterladen mit den Gebetskarten der anderen christlichen Gefangenen im Iran

Herunterladen 

 


Schreiben Sie eine kurze ermutigende Botschaft auf Englisch. Wählen Sie eine bunte Postkarte aus Ihrer Region (bitte keine Tiermotive, und nichts mit einem Bezug zu den USA, England oder Israel). Schicken Sie die Karte in einem Umschlag an die Adresse von Open Doors. Wir werden sie weiterleiten. Diese Schreibaktion läuft bis Ende November 2014.

Schreibanleitung:
Stecken Sie die Postkarte in einen Briefumschlag und senden Sie diesen an unsere Adresse.

Schreiben Sie die Adresse von Open Doors nicht auf die Karten.
Legen Sie kein Geld bei.
Geben Sie Ihre Adresse nicht bekannt, nur Ihren Namen und Ihr Land.
Erwähnen Sie Open Doors nie.
Vermeiden Sie Anspielungen auf den Islam oder Israel.

Wir werden die Post weiterleiten

Herzlichen Dank!

 

 

 

 

Robert Duncan von MEC zeigt in einem Gespräch Hintergründe zur Inhaftierung von Christen im Iran auf.

 

Warum werden im Iran Christen verhaftet? Wie kann Religion als etwas Kriminelles angesehen werden?
Im Allgemeinen reflektiert die Anschuldigung die Behauptung, die Bekehrung zum Christentum stelle eine Bedrohung der nationalen Sicherheit dar. Im Fall von Maryam Nagash Zargaran beispielsweise verkündete der Richter in seinem Urteil, dass ihre Aktivitäten in ihrer Hauskirche als eine Unterstützung der Verschwörung von England und Israel anzusehen seien, die islamische Gesellschaft vom ‚Weg der Wahrheit‘ abzubringen. Davon ist jede Form der Abtrünnigkeit vom islamischen Glauben betroffen. Auch Bahais und Atheisten leiden unter intensiver Verfolgung. Wir schätzen, dass es heute im Iran zwischen 200’000 und 750’000 Christen gibt, die zum Teil einen traditionellen, zum Teil einen muslimischen Hintergrund haben. Was unterscheidet die 60, die verhaftet worden sind, von den anderen? Die Leiter von Hauskirchen sind meist die Ersten, die verhaftet und bestraft werden, auch wenn bei Razzien zunächst oft alle Teilnehmer zur Befragung in Haft genommen werden. Christen aus traditionellen Kirchen geraten in Verdacht, wenn sie zu Christen mit muslimischem Hintergrund Kontakt haben, beispielsweise weil sie die Gottesdienste in Farsi abhalten und damit die muslimische Gemeinschaft ansprechen.

 

Wie gehen solche Verhaftungen vor sich?
In der Regel wird eine Zusammenkunft in einer Hauskirche von Geheimdienstmitarbeitern gesprengt. Sie konfiszieren Bücher, Handys, Computer und andere Datenquellen und unterziehen die Menschen direkt am Verhaftungsort oder später in einem offiziellen Gebäude langwierigen Verhören – bei denen manchmal Gewalt angewandt wird. Die Vernehmungsbeamten versuchen, die Identität der Kirchenführer und aller anderen herauszufinden, die in der jeweiligen Bewegung eine Rolle spielen. Besuchern von Hauskirchen wird nicht selten ein vorformuliertes Schreiben vorgelegt, mit dem sie durch ihre Unterschrift erklären sollen, dass sie sich zukünftig aller christlichen Aktivitäten enthalten. Zum Verhör werden Christen oft an unbekannte Orte verschleppt. Rechtsbeistand gibt es meist nicht. Ihre Familien werden in der Regel nicht über deren Verbleib informiert.

 

Sind die Gerichtsverfahren gegen Christen fair?
Anwaltlicher Beistand für Christen ist nicht die Regel, da diese Anwälte zuweilen bedroht und wie jüngst wieder geschehen, manchmal selbst verhaftet werden. Christen werden teilweise gegen Kaution vorerst aus der Haft entlassen und erhalten von Seiten der Behörden die ‚Empfehlung‘, das Land zu verlassen. Faire Gerichtsprozesse vor den sogenannten Revolutionsgerichten sind nicht zu erwarten.

Warum sind die iranischen Gefängnisse so berüchtigt?
Die Gefängnisse sind meist überfüllt und physische wie psychische Gewalt jeder Art, bis hin zur Folter, sind an der Tagesordnung. Unzureichende oder keine medizinische Versorgung wie jüngst bei Pastor Saeed Abedini tragen zur systematischen Schwächung der Inhaftierten bei. Misshandlung von Gefangenen ist in Irans Gefängnissen nichts Ungewöhnliches. Die Berichte darüber sollen die Christen ausserhalb der Gefängnisse einschüchtern, damit sie ihren Glauben aufgeben.

 

Welche Wirkung hat die Inhaftierung auf die Menschen rund um die Gefangenen?
Einige haben den Mut und die Kraft, ihren Mitgefangenen von Jesus zu erzählen, was manche Herzen öffnet. Gleichzeitig werden jedoch Gemeinden ihrer Hirten beraubt. Es breitet sich Unsicherheit in der Gemeinde aus, wenn der Pastor verhaftet wird. Der Vater und Ehemann fehlt. Die Familie gerät oft in Not, die Kinder in Angst. Nach der Entlassung aus der Haft geht die Überwachung weiter, oft verbunden mit der Androhung einer neuen Inhaftnahme im Falle christlicher Aktivitäten.

 

Was passiert nach der Freilassung mit den Gefangenen? Können Sie wieder ein normales Leben führen?
Die meisten können das scheinbar nicht. Sie werden streng überwacht und bringen andere in Gefahr, wenn sie Kontakt mit ihnen aufnehmen. Vielen wurde die Abhaltung von Gottesdiensten verboten und sie haben Angst, erneut verhaftet zu werden. Viele beschliessen, Gott in der iranischen Diaspora zu dienen und verlassen den Iran.

 

Wir werden 6 Gefangenen schreiben. Warum können wir nicht allen Gefangenen schreiben?
Manche Fälle sind sehr heikel und Briefe aus dem Ausland könnten den Gefangenen in Gefahr bringen und zu Anklagen führen, er arbeite mit ausländischen Geheimdiensten zusammen.

 

Gibt es irgendetwas in dieser Situation, dass Ihnen Hoffnung gibt?
Gott! Die Prüfung des Glaubens bringt verschiedene Früchte zum künftigen Segen der Kirche hervor. Menschen, die bereit sind, um ihres Glaubens an Jesus Christus willen zu leiden, legen ein starkes Zeugnis ab. Das beeinflusst die Kirche weltweit und gibt anderen die Gelegenheit zu beten und ihrer Besorgnis auf praktische Art und Weise Ausdruck zu verleihen.

https://www.portesouvertes.ch/de/ihre-hilfe/schreiben/schreibaktion-gefangene-iran/

 

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