kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Obamas lethargisches Verhalten gegenüber IS-Terroristen 27. August 2014

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:38

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Die erste Zelle syrischer Rebellen, von der CIA in Jordanien ausgebildet und bewaffnet, begibt sich auf ihren Weg nach Syrien,“ sagte US- Präsident Hussein O. Senatoren, noch im September 2013.

 

 

 

 

Bei einem Treffen im Weißen Haus, versicherte der Präsident Senator John McCain, dass nach Monaten der Schulungen von Rebellen, die USA ihre Verpflichtung zur offenen Unterstützung der Rebellen (ISIS) in Syrien ausweiten. Obama sagte damals, „…dass eine 50-Mann-Zelle von US-Spezialeinheiten in Jordanien ausgebildet wurde und ihren Weg über die Grenze nach Syrien machte.“ Die Terror Einheit schien die erste Gruppe von Terroristen zu sein, die von der CIA, mit Wissen und auf Veranlassung der Obama-Administration in einem jordanischen Lager, jenseits der Grenze Syriens, ausgebildet und bewaffnet wurde, und in den syrischen Bürgerkrieg geschickt wurde. Heute kämpfen sie nicht nur in Syrien sondern auch in Irak im Islamischen Staat. Die Jerusalem Post berichtete noch im Mai 2014, dass Experten der Auffassung seien: Ausländische Milizen bilden globale Jihad-Netzwerke, wenn sie zurück nach Hause kommen; denn in Syrien, treten vor allem ausländische arabische Kämpfer den Al-Qaida verbundenen Dschihad-Gruppen und ihren jihadistischen Rivalen bei„.

 

 

 

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Islamic State (ISIS) jihadists begin infiltration of Jordan

 

 

Die rund 5.000 ausländischen arabischen Aufständischen, die in syrischen Rebelleneinheiten kämpfen, sind kollektiv “eine tickende Zeitbombe für ihre Herkunftsländer”, ergab die damalige Studie, die von israelischen Sicherheitsexperten veröffentlicht wurde.

 

 

Heute muss diese Politik in Frage gestellt werden, doch Obama ist noch immer nicht bereit diesen Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Die USA, als wankende Weltmacht, führen heute nicht mehr das große geopolitische Spiel im Nahen Osten an, das sich ihre Think Tanks in ihren pervertierten Hirnen ausgedacht haben, das Spiel ist ihnen aus der Hand genommen worden und entglitten, und von neuen und alten Global Playern und von ihnen selbst hoch gerüsteten Terrorbanden übernommen worden. Einen Tag bevor der islamische Staat ein Video der brutalen Hinrichtung des amerikanischen Journalisten James Foley veröffentlichte, erklärte Präsident Barack Obama bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, dass der Sieg des islamischen Staates nicht in seiner Verantwortung liegt. “Wir sind nicht das irakische Militär, wir sind noch nicht einmal die irakische Luftwaffe”, sagte Obama und fügte hinzu: “Ich bin der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte, und Irak muss letztendlich für die eigene Sicherheit sorgen„.

 

 

 

 

 

Diese Haltung Obamas – die Weigerung die Führung und Verantwortung für US-amerikanisches Handeln zu übernehmen – ist genau der Grund, weshalb der islamische Staat heute in der Lage ist, mit rund 15.000 Kämpfern, Frauen und Kinder lebendig zu begraben, zu vergewaltigen, zu vertreiben, zu ermorden und gegen zwei souveräne Staaten relativ erfolgreich Krieg zu führen und dabei die Kontrolle über eine Schneise im Nahen Osten von der Größe Belgiens übernommen haben. Diese Haltung und die vorangegangenen Waffenlieferungen, logistische Hilfen und Ausbildung der Terrorbanden in Syrien, die der US-Kongress für die ISIS gegen den syrischen Präsidenten Bashar Al Assad genehmigt hat, sind es vor allem, die die Durchführung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit des islamischen Staates, die wir heute erleben, von Kreuzigungen bis hin zur Enthauptung eines US-Bürgers ermöglicht haben. Das ist das Ergebnis, wenn Waffen an fanatische, politisch und religiös motivierte Gruppierungen, die keine souveränen Staaten darstellen, geliefert werden, um geopolitische Interessen mit subversiven Mitteln durchzusetzen. Dasselbe macht nun die EU, allen voran die Bundesrepublik Deutschland durch Waffenlieferungen an die irakischen Kurden, die keinen souveränen Staat darstellen, keiner internationalen Gerichtsbarkeit und Regeln gemäß den Genfer Konventionen unterliegen, sondern ebenso eine fanatische Gruppe, mit eigenen geopolitischen Interessen darstellen.

 

 

 

Warum liefern sie die Waffen nicht der irakischen Zentralregierung?

Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Oder ist es ein kühles Kalkül, mit dem Endziel des Zerfalls des Iraks?

 

Auch Iran liefert nun Waffen an die Kurden, wohl ebenso mit dem Ziel des Zerfalls des Irak, der es Iran so viel einfacher machen wird, seine politische Macht noch umfassender im schiitischen Süden des Irak auszuüben.

 

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Ein geopolitisches Spiel der Groß- und Mittelmächte, zur Durchsetzung ihrer Interessen, auf Kosten der Menschen und des geographischen Territoriums in der Region. Der kurdische KRG Präsident Masoud Barzani wurde für ein Unabhängigkeitsreferendum Kurdistan ernannt, sehr zur Begeisterung der weitgehend für pro-Unabhängigkeit stehenden Bevölkerung. Die KRG verfolgt immer noch eine zweigleisige Politik: Verhandlungen, um Teil des Irak zu günstigeren Bedingungen zu bleiben, während gleichzeitig die Möglichkeit der Sezession entwickelt wird. Dies kann sich nun ändern, denn die Sezession wird umso wahrscheinlicher, je mehr Waffen in den Händen der Peschmerga liegen, mit einem am Ende drei-geteilten Irak und einem neuen Staat Kurdistan, wenn die Kurden den Islamischen Staat besiegen könnten. Auch nach dieser schrecklichen Tat, setzte Obama jedenfalls seinen pazifistischen Ghandi-Kurs fort, die Bedrohung des islamischen Staates und die Verantwortlichkeit  der Vereinigten Staaten dafür herunterzuspielen, anstatt die Terroristen zu stoppen. Bei einer zweiten Pressekonferenz nach der Hinrichtung Foleys, wies Obama die Idee zurück, dass die Vereinigten Staaten sich mit dem islamischen Staat im Krieg befinden “Sie mögen aus Gründen der Zweckmäßigkeit aussprechen, dass sie sich mit den Vereinigten Staaten oder dem Westen im Krieg befinden, aber Tatsache ist, dass sie ihre Nachbarn terrorisieren”, sagte Obama.

 

 

 

Eingebetteter Bild-Link

Human Rights Office in Iraq reveals that ISIS have been burying hundreds of children and young people alive in Mosul.

 

 

Der Islamische Staat hat nicht den Anspruch zu erheben, auszusprechen, im Krieg mit den Vereinigten Staaten zu sein. Sie sind längst im Krieg mit den Vereinigten Staaten. Selbst Obamas eigener stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater, Ben Rhodes, gab zu, dass die Hinrichtung Foleys “einen terroristischen Angriff gegen unser Land darstellt.” Und für den islamischen Staat, war das nur der Anfang. Es wird nicht bei der Ermordung eines US-Bürgers in den Wüsten des Nahen Ostens bleiben. Der islamische Staat will viele Tausende in den Vereinigten Staaten von Amerika töten. Noch beunruhigender ist Obamas Einschätzung, wie der islamische Staat seinen Untergang erleben wird. “Leute wie diese scheitern letztlich”, erklärte Obama passiv und irreal, “denn die Zukunft wird von denen, die aufbauen, gestaltet und nicht denjenigen, die zerstören”, fuhr er fort. Der islamische Staat aber, wird nicht irgendwie magisch, ganz von selbst unter dem Gewicht seiner bankrotten, kranken Ideologie zusammenbrechen. Menschen wie diese scheitern nicht, Menschen wie diese sind Sieger, solange man sie schalten und walten lässt. Sie müssen gestoppt werden. Nazi-Deutschland ist damals nicht gescheitert. Es wurde besiegt. Und auch der islamische Staat muss besiegt werden – und das ist etwas, das nicht ohne kräftige US-Führung passieren wird.

 

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General Martin Dempsey, der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, schien das zu verstehen. “Das ist eine Organisation, die ein apokalyptisches Ende der Tage als strategische Vision hat, die schließlich besiegt werden muss”, sagte Dempsey  vergangene Woche. “Können sie, ohne den Teil der Organisation, der sich in Syrien befindet, besiegt werden? Die Antwort ist nein”, fuhr er fort. Offenbar war das für die Obama-Administration im Weißen Haus ein zu “weites Hinauslehnen aus dem Fenster”, wenn sie ihre aggressive gegen Bashar Al Assad gerichtete Politik der Liqudierung Syriens durch den IS korrigieren müssten, indem sie diejenigen zusammenbomben, denen sie noch vor kurzem Waffen geliefert haben. Am Sonntag korrigierte sich Dempsey plötzlich und unerwartet selbst, man hatte ihn wohl zurückgepfiffen, als er bei CBS News sagte er glaube immer noch, dass die Gruppe von Aufständischen nur eine regionale Bedrohung sei und keine Anschläge gegen die USA oder Europa planen„. Aber Dempsey war nicht allein in seiner ursprünglichen, offenen Einschätzung der Gefahr durch den islamischen Staat. Auch Verteidigungsminister Chuck Hagel ging so weit, dass der islamische Staat als “eine unmittelbare Bedrohung für die USA zu sehen ist.” Nun, wenn der islamische Staat eine unmittelbare Gefahr ist und besiegt werden muss, wie verhält es sich dann mit einem Angriff auf die Steuerung, Kontrolle und Kommunikation des IS in Syrien?

 

 

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Warum gehen die Vereinigten Staaten über die derzeitigen Nadelstich-Angriffe in Irak nicht hinaus, um den islamischen Staat durch die Umsetzung einer umfassenden militärischen Strategie, zu besiegen?

 

 

 

Es scheint, dass das Hindernis zum vernünftigen und konsequenten politischen Handeln, Obama selbst ist. Statt einem führenden Obama, sehen wir heute einen Obama in politischer Deckung, in Syrien, in der Ukraine und Irak. Regierungsvertreter sagen, dass, wenn er irgendwann beschließt, eine breitere militärische Kampagne gegen den islamischen Staat zu starten, braucht er erst die Zustimmung des Kongresses. Falsch und obendrein unwahr! Er braucht keine neue Genehmigung des Kongresses. Der islamische Staat ist ein al-Qaida-Ableger und hierfür gibt es bereits eine Kongress-Autorisierung. Die Vereinigten Staaten sind im Kampf mit dem islamischen Staat bereits seit Jahren engagiert, nicht in Syrien, aber in Afghanistan und Pakistan, dem sog. AFPAK und im Jahr 2007 auch schon im Irak. Obama hat alle gesetzliche Autorität, die er braucht, um zu kämpfen um eine Niederlage des islamischen Staates herbeizuführen. Er braucht sie einfach nur zu nutzen. Aber wir wissen, Obama meint es erst ernst, wenn er den lokalen souveränen Staaten und legalen Armeen hilft, Mosul selbst von den Terroristen des IS zurückzuerobern und den islamischen Staat aus seinen Oasen in Irak und in Syrien verjagen hilft, denn es hätte niemals erlaubt werden dürfen, dass der IS den ersten Platz in einer Schneise im Nahen Osten, der Größe Belgiens einnimmt.

 

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Er brach das Fasten ohne schariatische Rechtfertigung„!

 

 

 

Obamas Handlungen in Komplizenschaft mit Katar, Saudi Arabien und der Türkei, der Unterstützung des IS in Syrien, mit der diese Tragödie ihren Anfang und ihren Lauf nahm, als Antwort auf die schiitische Hegemonie von Kabul über Basra bis Beirut, war eine falsche Antwort, die das Gegenteil von dem bewirken wird, was die USA erreichen wollte.

 

Diese falsche Antwort, wird nicht nur zum Zerfall des Irak führen, sondern letztlich die schiitische Hegemonie Irans, des Libanon, des Südirak und Syrien weiter ausbauen und stärken, dafür nimmt Teheran sogar billigend die Gefahr eines Kurdenstaates im Nordirak in Kauf, denn Teheran, kann sich auch weiterhin der schiitischen Dominanz im Nahen Osten sicher sein.

 

ein Kommentar von Ardašir Pârse – http://parseundparse.wordpress.com/2014/08/27/usa-obamas-lethargisches-verhalten-gegenuber-dem-islamischen-staat-is/

 

3 Responses to “Obamas lethargisches Verhalten gegenüber IS-Terroristen”

  1. schwebchen Says:

    Ach ja, lasst uns doch alle Protestbriefe an das Friedensnobelpreiskomitee schreiben, die den Herrn Obama zu Beginn seiner Präsidentschaft, nachdem er noch nichts bewirkt hatte, mit dem einstmals hoch angesehenen Preis auszeichneten. Die sollen das Geld lieber für Menschen spenden, die unter den Folgen ihrer „Friedensboten“ leiden, als weiterhin solche Preisverleihungen durchzuführen. Man denke an andere Fehlentscheidungen dieser unsäglichen Nobelpreisverwalter: Friedensnobelpreis für Arafat und die EU z.B.

  2. Bernhardine Says:

    TRAUE NIEMALS EINEM MOSLEM

    Irak:

    +++Islamische Terrororganisation ISIS köpft jetzt auch systematisch Kinder+++

    Erzbischof von Mossul: Keine islamische Autorität hat diese Verbrechen klar verurteilt. Muslime haben Häuser von Christen geplündert. Dramatische Hilferufe aus dem Irak…

    Nona sei vom Verhalten vieler Muslime dort enttäuscht, weil diese christliche Nachbarn, mit denen sie über Jahre freundlich Haus an Haus gelebt haben, enttäuscht. In der Nacht haben Unbekannte ein “N” an die Haustür gepinselt. Noch bevor die Bewohner am Morgen flüchten konnten, kamen Nachbarn und haben die Wohnungen ausgeräumt.

    Der Erzbischof zeigte sich über das Verhalten erschüttert.

    In Mossul, berichtet er gegenüber der “Deutschen Welle”, hatte ein Frauenkloster über 30 Jahre einen muslimischen Wachmann. “Sie feierten mit ihm Hochzeit, er wohnte in einem Haus auf dem Grundstück des Klosters. Und noch bevor die Ordensfrauen die Flucht antreten konnten, fing der Wachmann an, das Kloster auszuräubern und lud den Anhänger seines Traktors mit Diebesgut voll.” “Wir haben unser gesamtes Vertrauen in die Region verloren.”…

    Sean Malone, der Leiter von Crisis Relief International (CRI), der sich vor Ort im Irak befindet, berichtet von weiteren Verbrechen der islamistischen Terrororganisation ISIS.

    “”Wir haben die Stadt Queragosh (Qaraqosh) verloren.Sie fiel an ISIS und sie köpfen Kinder systematisch.

    Das ist die Stadt, in die wir auch die Nahrung geschmuggelt haben. ISIS hat die Peshmerga (Kurdische Streitkräfte) zurückgeschlagen und befindet sich nun innerhalb 10 Minuten Reichweite zu der Stelle, wo unser Team arbeitet. Tausende flohen letzte Nacht in die Stadt Erbil. Die UN hat ihren Stab von Erbil evakuiert. Unser Team ist unverändert dort und wird bleiben.” Die christliche Organisation CRI bittet um dringenden Gebetsschutz:

    “Bitte betet treu(unablässig) für die Befreiung der Menschen des Nordirak von dem schrecklichen/Schrecken verbreitenden Vorrücken von ISIS und seinen ::: Zielen der Massenkonversion (Massenbekehrung) oder Tod für alle Christen in dieser Region.”

    http://www.kath.net/news/47322

    Emil Shimoun(Anm.: wie Shimon, Simeon, Simon!) Nona (* 1. November 1967 in Alqosh, Irak) ist Erzbischof der chaldäisch-katholischen Erzeparchie Mosul/Mossul im Irak.

    Die chaldäisch-katholische Kirche (…) ist eine mit Rom unierte Ostkirche mit ostsyrischem Ritus. Sie bildet den katholischen Zweig der „Kirche des Ostens“, das heißt des altkirchlichen Katholikats von Seleukia-Ktesiphon.
    (Mehr siehe Wikipedia)

  3. Ibrahim Says:

    SCHAUT SELBER WO SIND DIE MOSLEMS DIE GEGEN DIE IS SIND?

    WIR HÖREN UND SEHEN NICHTS! DARUM SIND ALLE MOSLEMS DIE NICHT

    OFFEN GEGEN DIE IS SIND FÜR SIE! MÖRDER HELFER UND DULDER!

    Home > Caritas und Solidarität > Artikel von 2014-08-26 18:35:44

    D/Irak: Eindringlicher Hilferuf

    Der chaldäisch-katholische Erzbischof von Mossul, Emil Schamoun Nona, hat eindringlich um Hilfe für die geflüchteten Christen und Jesiden im Nordirak gebeten. Die Situation der Schutzsuchenden sei katastrophal, sagte Nona am Dienstag in Berlin. Tief enttäuscht äußerte er sich über die Muslime. Bislang habe keiner ihrer Führer das äußerst brutale Vorgehen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) öffentlich verurteilt. „Entweder sie haben Angst oder sie akzeptieren das Vorgehen“, sagte Nona.

    Enttäuschung über muslimische Mitbürger

    Der Erzbischof hält sich für einige Tage auf Einladung des Caritasverbandes der Diözese Essen in Deutschland auf. In seiner Erzdiözese in der Millionen-Metropole Mossul seien nur noch eine Handvoll Christen übrig geblieben, sagte Nona, der selbst vor dem Terror des IS flüchten musste. Über eine mögliche Rückkehr der Christen im Falle einer Befreiung der Region vom IS äußerte er sich skeptisch. Mehr als hunderttausend Christen hätten in wenigen Stunden ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen, nur mit dem, was sie am Leib trugen. Dabei seien viele von ihren direkten muslimischen Nachbarn tiefer verletzt worden als von der IS-Miliz, „weil sie die ersten waren, die uns ausgeraubt haben“.

    Auch der 46-jährige Erzbischof zeigte sich persönlich tief enttäuscht darüber, dass selbst enge „moderate“ muslimische Freunde wie Ärzte und Rechtsanwälte jeden Kontakt zu ihm abgebrochen hätten. Viele Christen sähen nach dem Erlebten für sich keine Zukunft mehr in ihrer Heimat. Wenn sich die Lage nicht ändere, stehe die 2.000-jährige Präsenz der Christen in dieser Region vor ihrem Ende.

    Mobiler „Bischofssitz“ im Auto

    Nona steht der Erzdiözese seit 2009 vor. Sein Vorgänger wurde 2008 entführt und ermordet. Sein Bischofssitz sei nun das Auto, mit dem er die Flüchtlingscamps besuche. Er könne von den Christen nicht verlangen, dass sie ohne Würde und Perspektive dort blieben. Von den mehr als 100.000 Flüchtlingen seien viele im christlichen Stadtteil von Erbil untergekommen. Derzeit fehle es dort an allem. Am wichtigsten sei die Versorgung mit Nahrung, Wasser und Unterkünften. Die Menschen kampierten auf der Straße oder in Schulgebäuden. In wenigen Tagen beginne aber die Schule, dann müssten sie die Gebäude wieder verlassen. Die Menschen seien tief deprimiert und benötigten neben der materiellen Hilfe auch psychische und spirituelle Betreuung.

    Wer unterstützt die IS-Milizen?

    Nach Auskunft des Erzbischofs wird der IS vom Ausland finanziell und wirtschaftlich unterstützt. Er verlangte eine internationale Isolierung. Nach seinen Angaben hat der IS sein Hauptquartier am Sitz der Erzdiözese Mossul aufgeschlagen. Die Terrororganisation nutze kirchliche Einrichtungen, um sich vor Bombenangriffen zu schützen. Eine Kirche werde auch als Gefängnis missbraucht. Nach seiner Erfahrung sind die IS-Kämpfer aus dem europäischen und arabischen Ausland am brutalsten. Sie bildeten mobile Sondereinheiten.

    (kna 26.08.2014 pr)

    Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/27/d_irak:_eindringlicher_hilferuf__/ted-821830
    des Internetauftritts von Radio Vatikan

    Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/27/d_irak:_eindringlicher_hilferuf__/ted-821830
    des Internetauftritts von Radio Vatikan


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