kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wo bleiben die Proteste gegen den Islamischen Staat? 23. August 2014

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 15:14

Nicht wegschauen

Die Terrormilizen im Nordirak wollen das Volk der Jesiden auslöschen. Die Runde in der Talkshow „Beckmann“ sollte klären, wer diese islamistischen Fanatiker sind. Man blieb schnell stecken.

Die Aufnahmen von Flüchtlingen, die aus Hubschraubern heraus mit Wasser versorgt werden, gingen in den letzten Tagen um die Welt. Es handelt sich um Jesiden, die vor den Terroristen des Islamischen Staates (IS) in die Berge flüchteten. Mit einer Grausamkeit ungekannten Ausmaßes gehen die Gotteskrieger dabei vor und dokumentieren ihre Verbrechen auf Videos. Reinhold Beckmann wollte in seiner Sendung mit seinen Gästen über „IS-Terror: Wer sind die islamistischen Fanatiker?“ diskutieren. Der Runde war anzumerken, wie schwer das Thema zu fassen ist. Zu unwirklich ist die Brutalität, mit der IS vorgeht, zu offensichtlich scheinen friedliche Lösungsmodelle zum Scheitern verurteilt. Songül Tolan, Sprecherin der Jesiden in Deutschland, ließ deswegen keinen Zweifel daran aufkommen, dass IS nur eine Sprache versteht, „die der militärischen Gewalt“. Die anderen Teilnehmer der Runde stimmten zu, woraufhin sich der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, in einer überflüssigen Auflistung potenzieller Waffensysteme verlor, die den Verfolgten geliefert werden könnten. Dabei erläuterte er unter anderem die Unterschiede zwischen den Panzerfäusten Milan und 3, was vermutlich nur für Panzerfaust-Experten von Interesse war.

 

 

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Nur Andeutungen über Geldgeber

 

 

Danach ging die Sendung an keiner weiteren Stelle mehr so sehr ins Detail. Die Frage, wer eigentlich die Unterstützer von IS sind, erschöpfte sich in Andeutungen. Katar hat damit wohl etwas zu tun, hieß es vage. Der frühere Leiter des ARD-Studios in Kairo, Jörg Armbruster, befürchtete ohnehin, dass die Terroristen sich mittlerweile selbst finanzieren können und dabei auf Lösegelder durch Geiselnahmen, auf Ölgeschäfte und Steuererhebung zurückgreifen. Außerdem auf religiöse Stiftungen, auf die leider auch nicht genauer eingegangen wurde. Immer wieder forderte Songül Tolan dazu auf, sofort zu helfen, und versuchte, das Ausmaß der Gefahr klarzumachen. Hunderttausende Jesiden sind auf der Flucht vor einem Feind, der glaubt, einen göttlichen Befehl auszuführen, wenn er dieses Volk auslöscht. „Sie haben die Vorstellung, dass wir Ungläubige sind. Wir stehen für sie noch unter den Christen“. Sie forderte sowohl humanitäre Hilfe als auch militärische und erklärte, dass Luftschläge alleine nicht reichen werden. Michel Reimon, EU-Abgeordneter für die österreichischen Grünen, hatte gerade die Flüchtlinge in den Bergen besucht und stimmte Tolan zu. „Es ist ein Horror, den man sich nicht vorstellen kann“. Wie militärische Unterstützung aussehen soll, wurde zu einem Streitthema der Sendung. Kujat kritisierte die Langsamkeit, mit der die Bundesregierung diese Frage beantwortet, während der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Philipp Mißfelder, für Verständnis warb. Schließlich müsse sichergestellt werden, dass auch die richtigen Produkte geliefert werden.

 

 

 

Wo bleiben Massenproteste in Kairo?

 

 

Doch selbst wenn die Kurden mit modernem Gerät ausgerüstet sind, wird das nicht reichen, um IS zu besiegen, waren sich die Gäste von Beckmann einig. Auch Bodentruppen müssten folgen. Dass die USA Soldaten schicken, hält Armbruster dabei für ausgeschlossen. Da das Aufstellen einer Blauhelm-Truppe zu lange brauchen würde, sieht er nur die Nato als mögliche Militärmacht. „Ich weiß nicht, wer es sonst kann.“ Über deutsche Soldaten, eine EU-Armee oder einen arabischen Friedenseinsatz wurde gar nicht erst gesprochen. So wie generell die Rolle der arabischen Staaten wenig thematisiert wurde, die diesem Genozid tatenlos zusehen. Harald Kujat wunderte sich, warum die religiösen Führer und die Staatsoberhäupter schweigen, obwohl die IS-Verbrechen im Namen des Islam begangen werden. Womit er das zweite Thema anschnitt, das überraschend wenig Platz in der Sendung fand: das Verhältnis der islamischen Welt zum islamistischen Terrorismus. Stört es die islamische Welt nicht, wenn IS die Hinrichtung von Unschuldigen mit dem Koran begründet? „Warum gibt es keine Massenproteste in Kairo gegen IS?“, wollte Kujat wissen. Wenn 99,9 Prozent der islamischen Community mit der IS-Ideologie nichts anfangen kann, wie Beckmanns Runde zu wissen glaubte, warum wehrt sich diese gewaltige Mehrheit nicht entschieden dagegen, dass 0,1 Prozent den Islam so in Verruf bringt? Spätestens an dieser Stelle hätte es der Sendung gutgetan, wenn auch ein Vertreter des Islam mit am Tisch gesessen hätte.

 

 

 

Heimkehrende Krieger in Deutschland

 

Während Tolan jede Gelegenheit nutzte, um auf die verzweifelte Lage der Jesiden hinzuweisen, verschoben die anderen Teilnehmer den Fokus immer wieder auf die geopolitischen Konsequenzen der IS-Herrschaft. Nur kurz wurde dabei die Gefahr für Deutschland angeschnitten, die durch heimkehrende Gotteskrieger besteht. Armbruster hält sie für beträchtlich und erinnerte daran, dass die zumeist jungen Krieger sich von dem einfachen Wertesystem des IS angezogen fühlen. Mißfelders Einwurf, dass bei aller Kritik an der NSA die Arbeit der Geheimdienste im Kampf gegen die islamistische Gefahr unersetzlich ist, hätte danach sicherlich eine interessante Diskussion eröffnen können, wenn jemand darauf eingegangen wäre. Die Sendung litt darunter, dass sie im Titel etwas ankündigte, was sie zu keinem Zeitpunkt einhielt. Es sollte um IS gehen und die Frage, wer eigentlich diese islamistischen Fanatiker sind. Wer sie sind, war danach jedoch nicht viel klarer als davor. Wichtig war die Sendung trotzdem. Vor allem deswegen, weil sie dem deutschen Publikum noch einmal aufzeigte, dass die Jesiden das Opfer eines versuchten Völkermordes sind, bei dem noch offen ist, ob er vor den Augen der Weltöffentlichkeit gelingen wird. Oder wie es in einem Dialog zwischen Tolan und Kujat hieß: Meine Brüder und Schwestern sterben im Irak. Und wir diskutieren„.

{Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/article131475304/Wo-bleiben-die-Proteste-gegen-den-Islamischen-Staat.html}

 

5 Responses to “Wo bleiben die Proteste gegen den Islamischen Staat?”

  1. berwuz Says:

    schon der Ausdruck „Gotteskrieger“ ist ein Verbrechen, das sind Mörder, wie sie die Welt noch kaum gesehen hat. Dieses Verbrechervolk gehört nur noch ausgerottet, sie haben nicht mehr das Recht zu leben.

  2. thomas Says:

    Die Mainstreampresse,ist damit beschäftigt ,alle Gegner der Herrschenden zu zertrümmern
    und den dritten Weltkrieg vorzubereiten. Jetzt sind sogar nicht Systemrelevante Sänger dran.

    http://www.contra-magazin.com/2014/08/neurechts-spon-hetzt-gegen-xavier-naidoo/

  3. Ibrahim Says:

    DIE LÜGEN DES STAATES KATAR! DER GRÖSSTE FÖRDERER DES TERRORS WIE DIE MOSLEMBRÜDER ODER DES ISLAMISCHEN
    STAATES IM IRAK UND SYRIEN! MÖRDERBANDEN! GELDGEBER SIND SAUD-ARABIEN, KATAR, KUWAIT WENN AUCH NUR STIFTUNGEN UND EINZELPERSONEN! MÖRDER!

    Debatte über Geldgeber der Terrormiliz

    Katar bestreitet Unterstützung für IS

    Stand: 24.08.2014 13:09 Uhr

    Katars Außenminister, Scheich Chalid al Attija, hat den Vorwurf zurückgewiesen, das Golfemirat finanziere die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Sein Land unterstütze „in keiner Weise“ extremistische Gruppen und werde dies auch nicht tun, betonte al Attija in London. Wer dies behaupte, sei „schlecht informiert“. Katar sei von den Ansichten, gewaltsamen Methoden und Zielen der Extremisten abgestoßen.

    Katar sei „angewidert“ von den Ansichten und „gewalttätigen Methoden“ der IS, sagte Außenminister al Attija.
    Al Attija verurteilte den „barbarischen Mord“ der Terrorgruppe an dem US-Journalisten James Foley. Um die Gewalt im Irak und in Syrien zu beenden, sei entschlossenes gemeinsames Handeln notwendig, erklärte der Außenminister. Den extremistischen Gruppen in der Region müsse der Geldhahn abgedreht werden.

    Äußerung von Minister Müller sorgte für Wirbel
    Katar reagiert damit auch auf Äußerungen von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller über die Finanzierung der IS-Miliz. Müller hatte vor einigen Tagen in einem ZDF-Interview das Golfemirat Katar in Zusammenhang mit der Finanzierung der Extremisten gebracht. Dabei ließ der Minister den wörtlichen Einschub „Stichwort Katar“ fallen.

    Katar reagierte empört auf diese Vorwürfe. Die Bundesregierung sah sich daraufhin zu einer Klarstellung gezwungen und sprach von einem Missverständnis. Sie hat nach Angaben des Außenministeriums keine Erkenntnisse über eine Unterstützung der Miliz durch das Emirat. Eine Sprecherin Müllers betonte, der Minister habe sich nur auf entsprechende Presseberichte bezogen.

    Sunnitische Stiftungen finanzieren IS
    Westliche Experten kritisieren seit Jahren, Katar unterstütze radikale sunnitische Islamisten-Gruppen. Die Golfmonarchie ist an zahlreichen westlichen Konzernen beteiligt.

    Staatsreligion in Katar ist der sunnitische Islam. In den sunnitischen Ländern gibt es etliche religiöse Stiftungen, über die Geld direkt an die IS-Extremisten fließt. Unterstützung kommt auch von reichen Golf-Arabern – vor allem aus Saudi-Arabien, in geringerem Umfang auch aus Katar und Kuwait.

    Quelle: http://www.tagesschau.de

  4. storchenei Says:

    Es gibt keine gemäßigten Moslems! Alle haben sie denselben Koran (von einem Schlächter und Kameltreiber geschrieben). Die westliche dekadente Welt fällt auf soviel Hirnirrsinn herein und die Lesben und Schwulen werden die ersten sein, die über die Klinge springen.Gute Nacht und ich hoffe, dass alle Befürworter einer solchen Religion unter der Scharia leben müssen.


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