kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

5 Pastoren in Eritrea freigelassen – Sklavenbefreiung im Sudan 23. August 2014

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 17:39

Christen im Sudan

Hunger im Südsudan: Kaum mehr Lebensmittel im Land

Sie waren kurz vor ihrer Nomination verhaftet worden.

Fünf angehende Pastoren sind vor kurzem freigelassen worden.

Eine Erleichterung in der zunehmenden Verfolgung.

Die fünf angehenden Pastoren, die im April in Eritrea verhaftet worden waren, sind wieder frei. Petros Yosief, Bemnet Tesfay, Aklilu Tesfay, Ermias Hadgu und Aron Mehretu waren seit dem 20. April 2014 grundlos im Gefängnis (unser Gebetsmail vom 9. Mai). Die fünf Männer hatten ihre Ausbildung zum Pastor nahezu abgeschlossen. Kurz nach der Ankündigung ihrer Nomination wurden sie festgenommen und inhaftiert. Bis Mitte Juli waren sie in Einzelhaft, danach wurden sie bis zu ihrer Freilassung in derselben Zelle festgehalten. Sie durften sich nie vor Gericht verteidigen. Es wird vermutet, dass der Grund ihrer Verhaftung darin liegt, dass sie laut Regierung «der Pfingstbewegung angegliedert sind», obwohl sie offiziell der Lutheranischen Kirche angehören. Die Lutheranische Kirche zählt zu den vier Religionsgemeinschaften, die offiziell von der eritreischen Regierung anerkannt sind, wie die Katholische und die Orthodoxe Kirche, und der Islam. Der Druck auf all jene, die sich außerhalb der erlaubten Kirchen versammeln, nimmt im ganzen Land zu. Immer mehr Christen werden ohne Motiv verhaftet und eingesperrt, und die Behörden planen, noch weitere Maßnahmen gegen sie zu ergreifen. So hat die Regierung angekündigt, dass in den neuen Ausweispapieren zukünftig auch die Religion der eritreischen Bürger vermerkt sein werde. Wer seine Papiere verlängern will, muss also den Beweis erbringen, dass er einer der offiziellen Kirchen angehört. Dieser  Vermerk kann Diskriminierungen und Ausgrenzungen zur Folge haben, wie dies in Ägypten der Fall ist. Dort ist die Religion schon seit geraumer Zeit in der Identitätskarte verzeichnet.

 

 

 

 

Agol Chan Gop wurde befreit!

 

Als Kind wurde Agol

von arabischen Milizen

verschleppt, vergewaltigt und versklavt.

CSI konnte sie befreien und für ein Leben in Freiheit ausrüsten.

 

Agol kommt aus Nyinbuli im Südsudan. Sie hatte eine Schwester und zwei Brüder, mit denen sie gerne spielte. Agol weiss nicht, was aus ihnen geworden ist, denn als sie noch ein junges Mädchen war, wurde sie mit zwölf anderen Mädchen von arabischen Dschandschawid-Milizen entführt und in den Norden gebracht. «Auf der Reise wurde ich vergewaltigt», erzählt sie. «Als wir im Norden ankamen, wurde ich von den anderen getrennt und nach Kareau in Darfur gebracht». Ein gewisser Ibrahim wurde Agols Besitzer. Er zwang sie, seine Frau zu werden. Wenn sie sich ihm verweigerte, misshandelte er sie. «Einmal stach er mit einem Messer auf mich ein», sagt Agol. Sie wurde beschnitten, wurde gezwungen, sich zum Islam zu bekennen und den muslimischen Namen Saydia anzunehmen. Agol musste sich um den großen Haushalt kümmern, die Wäsche waschen und den Hof säubern. Ibrahim hatte noch zwei andere Frauen, die Agol mit Stöcken schlugen. Zu essen bekam sie nur wenig, manchmal auch gar nichts. Agol bekam zwei Kinder, Mohammed und Musa. «Sie wurden mir weggenommen, als sie jeweils etwa ein Jahr alt waren», sagt Agol. «Ich weiss nicht, wo sie sind – wenn sie überhaupt noch leben.» Einmal wagte sie, Ibrahim nach ihren Kindern zu fragen. Er antwortete ihr barsch: «Denkst du wirklich, dass du in deinem Leben genügend Sicherheit hast, um Kinder zu haben»?

 

 

 

 

 

Sklavenhalter muss Agol ziehen lassen
 

 

Ihre Sehnsucht nach der Heimat verliess sie nie: «Ich wollte immer in den Süden zurückkehren», sagt Agol, «aber es gab einfach keine Chance.» Bis eines Tages ein Mann, ein Araber, zu Ibrahim kam. «Er fragte, wer ich sei und woher ich komme, und verlangte von Ibra­him, mich gehen zu lassen. Aber Ibrahim weigerte sich.» Der Mann war ein CSI-Sklavenrückführer. Am nächsten Tag kam er in Begleitung von bewaffneten Männern des Dorfvorstehers wieder und Ibrahim musste Agol gehen lassen. Heute ist Agol frei. Sie wurde gemeinsam mit einer Gruppe anderer befreiter Sklaven zurück über die Grenze geschmuggelt. «Ich bin überaus glücklich, dass ich aus Ibrahims Klauen befreit wurde. Jetzt gehe ich und versuche, meine Eltern zu finden.» Ausgerüstet mit einem CSI-Startsack, Hirse und einer Ziege zieht sie los.

 {Quelle: http://www.csi-schweiz.ch/befreit.php – von Luise Fast}

 

 

 

William sah 21 Landsleute sterben

 

Er hat Grausames gesehen und Grausames erlebt. William ist einer von inzwischen über 100 000 ehemals versklavten Südsudanesen, die CSI in den letzten 19 Jahren befreien konnte. Zurück in der Freiheit erzählt er uns von seinem Leben als Sklave.

1989 putschte sich der Islamist Omar al-Baschir im Sudan an die Macht. Er machte den seit 1983 andauernden Bürgerkrieg zu einem Dschihad (Islamischer Heiliger Krieg), worauf die Zahl der Todesopfer auf zwei Millionen anschwoll. Unzählige wurden in die Sklaverei geführt und noch immer werden im arabischen Sudan Zehntausende festgehalten. 1995 begann CSI mit dem Rückkauf der geraubten Frauen, Männer und Kinder. Bis heute hat CSI im Sudan mehr als 100 000 Versklavte befreit. Viele wurden in der Gefangenschaft zwangsislamisiert. Stellvertretend für sie hier der Bericht von William Deng Akol Acien.
 

 

 

14 Dorfbewohner getötet
 

«Ich bin 42 Jahre alt und spreche fast nur Arabisch. In der Sklaverei im Sudan wurde ich Abdullah (arabisch: «Sklave Allahs») genannt. Jetzt bin ich diesen Namen los, für immer. Vor meiner Entführung im Jahr 1993 lebte ich im Dorf Kajik. Wie mein Vater Simon war ich Christ, getauft auf den Namen William. In meiner Jugend half ich meinem Vater auf seiner Farm, mit 20 begann ich, mit Zucker zu handeln. An den Überfall erinnere ich mich genau: Eine grosse Zahl von Arabern fiel in Kajik ein, viele sassen auf Pferden und hatten Maschinengewehre. Ich sah mit eigenen Augen, wie sie 14 Dorfbewohner töteten, darunter vier Mädchen, die sich gegen ihre Vergewaltigung wehrten. Andere kamen bei Fluchtversuchen um. Wir wurden an ein Seil gefesselt und gezwungen, barfuss in den Norden zu marschieren, fast drei Wochen lang.

Mit Hunger und Durst gefügig gemacht

In der Stadt Meiram wählte mich der Araber Isaac Adam Helu zusammen mit anderen aus und nahm uns mit in sein Dorf Makharengka. Ich musste sein Vieh hüten. Khadija, eine von Adams Frauen, war freundlich zu uns. Wenn ihr Mann nicht daheim war, teilte sie ihr Essen mit mir und den sechs anderen Sklaven im Haus. Adam jedoch war grausam. Als einmal zehn seiner Kühe verloren gingen, schnitt er mir einen Teil meines rechten Ohrs ab, fesselte mich und ließ mich so drei Tage lang ohne Nahrung am Boden liegen. Am vierten Tag gab es mit Schmutz vermischten Hirsebrei. Ich habe bis heute große Schmerzen im Rücken. Ich wurde ständig geschlagen. Vor einer Flucht hatte ich jedoch Angst: Fluchtversuche wurden mit dem Tod bestraft. Ich musste bei sieben Sklaven zuschauen, wie ihnen die Kehle durchgeschnitten wurde. Adam drohte, dass ein Fluchtversuch das Ende auch meines Lebens wäre. Die Kirche, sagte Adam zu mir, sei etwas für schmutzige Kuffar (Ungläubige). Ich musste Allahu Akbar (Allah ist gross) sagen und mir vor dem Beten Gesicht, Hände und Füsse waschen. Erst wollte ich das nicht, aber nach zwei Tagen Hunger und Durst gab ich den Widerstand auf. In der Regenzeit musste ich auch in die Koranschule gehen, wo mir der Lehrer Aneel Badawi die arabische Schrift beibrachte».

 

 

Wir fragten William, ob er ein Muslim geworden sei.

«Nein», sagte er ohne Zögern. «Vom Islam hab ich genug.

Ich danke Gott dafür, dass er Euch geschickt hat, um zu helfen. Möge er Euch die Kraft schenken, auch diejenigen nach Hause zu holen, die immer noch versklavt sind».

{Quelle: http://www.csi-schweiz.ch/william.php?nvd=562 –  Gunnar Wiebalck} 

 

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