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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bringen afrikanische Flüchtlinge die Ebola-Epidemie nach Europa? 19. August 2014

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 21:18

Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist noch immer außer Kontrolle. Langsam wächst auch die Alarmbereitschaft in Europa.

 

 

Einige fürchten, dass die weltweiten Flüchtlingsströme die Gefahr erhöhen, dass sich das Virus auch in Europa ausbreitet. Deutsche Virologen beruhigen. Hunderte Bootsflüchtlinge aus Afrika kommen jeden Tag nach Europa. Nach Angaben der UN-Flüchtlingsorganisation (UNHCR) erreichten seit Beginn des Jahres rund 75.000 Flüchtlinge die Küsten Italiens, Griechenlands, Spaniens und Maltas. Das sind bereits 25% mehr als im gesamten Jahr 2013.

Vor allem an den spanischen Küsten bergen die Seenotrettungsdienste Flüchtlinge aus den von Ebola betroffenen westafrikanischen Ländern. Am Dienstag seien es 700 gewesen, am Tag zuvor 300, die mit wackeligen Booten die Meerenge von Gibraltar überquert hatten, teilte die spanische Küstenwache mit. Es handele sich um die größte Flüchtlingswelle seit vier Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

Helfer verteilen Schutzmasken

Wegen der in mehreren Ländern Westafrikas grassierenden Ebola-Epidemie versorgten Helfer des Roten Kreuzes einige der Neuankömmlinge an Land umgehend mit Handschuhen und Schutzmasken gegen eine mögliche Ebola-Ansteckung und untersuchten sie auf Anzeichen einer Erkrankung. Auch an den Küsten Italiens landen täglich Hunderte bis Tausende Flüchtlinge aus Afrika. Italien hilft ihnen mit dem Flüchtlingsprogramm „Mare Nostrum“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Panikmache in Italien

 

Die meisten der Flüchtlinge kommen aus Gebieten Afrikas, die derzeit nicht von der Ebola-Epidemie betroffen sind, etwa Somalia, Eritrea und Syrien. Nur wenige stammen aus den gefährdeten Gebieten, etwa Sierra Leone. Dennoch warnen rechtskonservative Medien wie die Tageszeitung „Libero“ in Italien bereits vor durch Flüchtlinge eingeschleppten Krankheiten. Die Zeitung titelte am 8. August: „Italiens Grenzen sind offen für Lepra, Tuberkulose und Krätze“ und verweist in einem weiteren Artikel darauf, dass auch Ebola eine reale Gefahr für Italien und für Europa darstelle. Diese Stimmungsmache gegen Einwanderer hat auch der Vizepräsident des Senats aufgegriffen. Maurizio Gasparri von der Rechtspartei Forza Italia forderte die Regierung dazu auf, die italienische Flüchtlingsoperation „Mare Nostrum“ unverzüglich einzustellen. Die italienischen Gesundheitsbehörden schließen dagegen aus, dass die Flüchtlinge das Virus nach Italien bringen könnten. Auch deutsche Wissenschaftler reagieren gelassen. Der Leiter der Virusdiagnostik des Bernhard-Nocht-Instituts (BNI) für Tropenmedizin, Jonas Schmidt-Chanasit, hält es für abwegig, dass afrikanische Flüchtlinge die Krankheit unwissentlich mitbringen. Flüchtlinge könnten sich keine Flüge leisten, zumal ihnen auch das nötige Visum fehle. „Deshalb kommen sie zunächst über den Landweg. Dafür brauchen sie länger als die Ebola-Inkubationszeit von drei Wochen.” Oft sind Flüchtlinge monatelang unterwegs, bis sie Europa erreichen. Eine mögliche Erkrankung würde also bereits unterwegs ausbrechen. Selbst wenn das Virus Europa erreichen sollte, rechnet der Virologe nicht mit einer Epidemie.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wissenschaftler beschwichtigen

 

„Die Wahrscheinlichkeit, dass eine aus den betroffenen Gebieten einreisende Person infiziert ist, ist daher sehr gering“, erklärt auch Stephan Günther, Leiter der Virologie des BNI. Nach Ablauf der Inkubationszeit könne eine Infektion vollständig ausgeschlossen werden. Der belgische Professor Peter Piot, Direktor der Londoner Hochschule für Hygiene und tropische Medizin, hat das Ebola-Virus 1976 mit entdeckt. Er teilt die Meinung seiner Kollegen. Selbst wenn jemand, der das Ebola-Virus in sich trägt, nach Europa, in die USA oder andere Teile Afrikas reise, glaube er nicht, „dass eine große Epidemie ausbricht“.

{Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/reisemedizin/italien-und-spanien-besorgt-bringen-fluechtlinge-die-ebola-epidemie-nach-europa_id_4057671.html}

 

5 Responses to “Bringen afrikanische Flüchtlinge die Ebola-Epidemie nach Europa?”

  1. Andreas Says:

    10 ebola-fälle in der eu u. das mittelmeer macht dicht – da kennen die europäer keinen spass?!
    hier unpassend, aber ein kleiner lichtblick: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/ukraine/3717198/putin-poroschenko-bei-minsk-gipfel-ende-august.story
    (ein schönes beispiel für kurz u. knapp – u.v.a. ohne polemiken u. stimmungsmache auskommend)

    • Andreas Says:

      OHA: man höre u. staune –
      „“ Muslimische Organisationen verurteilten indes das Vorgehen der sunnitischen Terrororganisation IS. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) beschuldigte die Gruppierung, die Religion zu “missbrauchen und gar nichts mit dem wahren Islam” zu tun zu haben. Im Irak würden alle Werte des Islam “zunichte gemacht”, daher müssten insbesondere Muslime im Namen der Religion gegen den “Terror” aufstehen, so die TKG-Generalsekretärin Melissa Günes in einer Aussendung.““

  2. jauhuchanam Says:

    Ebola ist sicher ein willkommener Anlass Millionen Flüchtlinge aussperren zu können.


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