kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bischof Damian: Ägyptische Christen weiterhin ‚Bürger zweiter Klasse‘ 19. August 2014

Filed under: Koptenverfolgung,Moslembrüder — Knecht Christi @ 22:42

 

 

 

 

Koptischer Bischof berichtete: An Kopten verübte Verbrechen wie Vergewaltigungen, Entführungen oder Brandstiftungen werde nicht oder nur unzureichend geahndet, Kopten werden auch beruflich massiv diskriminiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kairo (kath.net): Deutliche Worte über die Benachteiligung ägyptischer Christen „gegenüber der muslimischen Mehrheitsgesellschaft“ fand der koptische Bischof Anba Damian bei einem Vortrag bei der Giesener Hochschulgruppe der Konrad-Adenauer-Stiftung: Trotz des hohen Anteils der Christen an der Gesamtbevölkerung würden sie „nach wie vor als Bürger zweiter Klasse behandelt“. Das berichtete der „Gießener Anzeiger“. Der in Kairo geborene Damian lebt im Höxter-Brenkhausen (Nordrhein-Westfalen) und ist Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland. Die Kopten erlebten, schilderte der Bischof nach Angabe des „Gießener Anzeigers“, massive Diskriminierungen bei der Vergabe von Studien- und Arbeitsplätzen sowie bei der Stipendienvergabe. An Kopten verübte Verbrechen wie Vergewaltigungen, Entführungen oder Brandstiftungen würden nicht oder nur unzureichend geahndet. Versprochene staatliche Gelder für den Wiederaufbau von Kirchen und diakonischen Einrichtungen, die durch Anschläge zerstört wurden, stünden weiterhin aus. In vielen Regierungsinstitutionen und diplomatischen Vertretungen seien die ägyptischen Christen nicht oder nur unzureichend repräsentiert. In der einjährigen Regierungszeit der inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft hätten sich andererseits aber Kopten und moderate Muslime aneinander angenähert und würden sich nun öfter gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Er hoffe, dass die ägyptischen Imame, die einen großen Einfluss auf die Bevölkerung hätten, „der im Namen des Islams ausgeübten Gewalt und Ungerechtigkeit gegen Andersgläubige absagen und für ein friedliches Miteinander der verschiedenen Bevölkerungsgruppen werben. Gleichzeitig sei es nach Einschätzung des Bischofs dringend nötig, dass deutschen Politik und Medien Missstände klar beim Namen nennen und auf eine Verbesserung der gesellschaftlichen und politischen Lage in Ägypten hinzuwirken würden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Ja, wir können die Worte unseres Bischofs nur bestätigen.

 

Wie wir im 3. Teil unserer Reihe schrieben: Die Kirche des Hl. Georg in Sohaag wurde sowie über 100 Kirchen und koptische Institutionen niedergebrannt oder völlig zerstört – Es geschah zwischen 14. und 16.08.2013 – Nur 10 Kirchen wurden renoviert bzw. wiederaufgebaut – Weitere 10 Kirchen am Ende Juni 2015!

 

 

https://koptisch.wordpress.com/2014/08/13/ein-jahr-nach-kirchenverbrannen-duh-moslembruderschaft-teil-1

 

https://koptisch.wordpress.com/2014/08/14/ein-jahr-nach-kirchenverbrannen-durch-moslembruderschaft-teil-2/

 

https://koptisch.wordpress.com/2014/08/16/ein-jahr-nach-kirchenverbrannen-durch-moslembruderschaft-teil-3/

 

 

 

 

 

 

100 Kirchen zerstört, 20 bis Juni 2015 wieder aufgebaut.

Wir sind zwar dankbar, dass es den Kopten in Ägypten ermöglicht wird, überhaupt einen Teil unserer Kirchen wieder aufbauen zu dürfen, aber der Schock sitzt noch heute in den betreffenden Gemeinden tief.

 

 

 

Die Regierung hat unser Vertrauen, da sie ein Auge auf die Muslimbrüder hat, die unseren Menschen und unseren Gotteshäusern das angetan haben in ihrem Rachewahn gegen uns Christen. Nach wie vor ist es ein Problem, dass diese Ermittlungsverfahren gegen Muslime, die Verbrechen an Christen und Kirchen verübt haben, nur äußerst schleppend verfolgt werden. Es stimmt auch, dass sich das Beziehungklima zwischen Muslimen und Christen in Ägypten außerhalb der Salafisten und Muslimbrüdergruppen verbessert hat.

 

 

Wir hoffen zutiefst, dass sich die Beziehungen von Muslimen zu Kopten und Christen und umgekehrt endlich tiefgründiger und ehrlicher gestalten.

 

 

 

 

 

 

„Niemals Gewalt im Namen Gottes, niemals Mord im Namen Gottes, niemals Unterdrückung im Namen Gottes“

 

 

An diesen Worten muss sich der Weltislam und auch der Islam in Ägypten nunmehr messen lassen. Jetzt muss der Islam Farbe bekennen, wenn die heutigen Islamgrößen dieses Wort überhaupt über die Lippen bringen.

Jetzt müssten alle Journalisten der Welt die nächsten Imame, islamische Rechtsgelehrte und führende Religionsgeistliche öffentlich auf dieses Wort medial festnageln.

 

 

Wir befürchten jedoch, dass folgende Fatwen weiterhin Gültigkeit haben werden. Diese Fatwen zeigen, warum die IS, warum die Muslimbrüder in Ägypten so brutal gegen Ungläubige (dazu zählen auch Muslime, die sie als Ungläubige ansehen) vorgehen konnten und in Irak und Syrien noch immer vorgehen können:

 

Einige Beispiele der islamischen unverhohlenen Kriegshaltung:
http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M523e5ab64c7.0.html

 

 

Ich bitte Allah, den Allmächtigen, Erhabenen darum, die Fahne des Kampfes zu erheben. Allah, ermögliche den Kämpfern in Syrien den Sieg. Allah, zeige uns ihre Werke [d.i. die Rache] gegen Bashar [al-Assad, den syrischen Präsidenten] und die Safawiden [eine verachtende Bezeichnung für Iraner]…“

http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5311e26987f.0.html

 

 

Wer zum Islam konvertiert und sich danach wieder abwendet, muss mit dem Tod rechnen

http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M54011d29fd2.0.html

 

 

Rachefatwa

http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M547aea79ccf.0.html

 

 

Verfluchung von Juden ist rechtens

http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5396dbcf51b.0.html

 

 

 

 

 

 

Deshalb gibt es auf der ganzen Erde keine Religion, die die Hinrichtungsstrafe für den Abfall von der Religion vorschreibt, ausgenommen der Islam. Die Antwort auf die Frage, warum das so ist, lautet: Weil der Islam die abschließende, vollständige und vollkommene Religion ist, die alle anderen vorigen Religionen ausgelöscht hat.

 

 

Die letzte Fatwa bringen wir in Gänze, weil durch sie am besten zum Ausdruck kommt, wie Gewalt innerislamisch legitimiert wird und wir erkennen da den Radikalislam in Bestform:
http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5d4d3c4444a.0.html

 

 

Von dem Rechtsgutachter Abdul-Aziz bin Baz, dem ehemaligen, offiziellen Staatsrechtsgutachter Saudi-Arabiens und einem der einflussreichsten Gelehrten des sunnitischen Islam im 20. Jahrhundert

(Institut für Islamfragen, dh, 15.03.2011)

 

 

Frage: „Was halten Sie von demjenigen, der behauptet, dass der Islam mit dem Schwert verbreitet wurde? Wir wollen solchen Menschen auf eine nachvollziehbare Weise antworten.“

 

Antwort: „Im Großen und Ganzen stimmt diese Behauptung nicht. Denn der Islam wurde durch die Einladung zu Allah verbreitet und mit dem Schwert unterstützt. Der Prophet [Muhammad] hat in Mekka 13 Jahre lang zum Islam eingeladen. Danach hatte er das in al-Medina getan, bevor er [von Allah] zum Kampf beauftragt wurde.

 Die Weggefährten [Muhammads] und die Muslime gingen überall hin und luden zum Islam ein. Wenn einer ihre Einladung zum Islam nicht angenommen hatte, haben sie gegen ihn gekämpft. Denn das Schwert ist eine Lösung. Allah sagte: ‚Und wir schufen das Eisen, worin [Kraft zu] gewaltigem Krieg wie auch zu [vielerlei anderem] Nutzen für die Menschheit liegt‘ (Sure 57,25) Und Allah sagte: ‚Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung [mehr] gibt und die Religion Allah gehört.‘ (Sure 2,192).

 

 

 Wer die Einladung zum Islam nicht angenommen hat, wurde [von Muslimen] bekämpft. Dies geschah für ihn und seine Errettung. Wenn es legitim ist, einen Menschen zu zwingen, seine Verpflichtungen anderen Menschen gegenüber zu erfüllen, selbst wenn dies durch Schläge und Freiheitsstrafe geschieht, ohne dass diese Methoden für ungerecht gehalten werden, wie steht es dann mit den Verpflichtungen der Menschen gegenüber ihrem Gott? Wie ist es dann mit den allerwichtigsten und zwingenden Verpflichtungen, d. h. dem monotheistischen Glauben und dem Verlassen des Polytheismus?

 Es ist ein Teil der Gnade Allahs, dass er den Kampf gegen die Polytheisten und den Krieg gegen sie vorgeschrieben hat, so dass diese lediglich Allah anbeten und alle anderen [Götter] verlassen. Dadurch gelingt es ihnen, zur Freude und Errettung im diesseitigen und jenseitigen Leben hinzugelangen.“

 Quelle: http://www.al-eman.com/fatwa/fatwa-display..htm?parent=button.search&id=990

 

 

 

So wird die Legitimation der Gewaltanwendung mittels eines islamischen Rechtsgutachtens präzisiert und grundiert: Letztlich bedeuten solche Fatwen, dass der Islam von IS durchaus richtig angewandt wird. Einladung zum Islam: ist erfolgt. Falls abgelehnt: Das Schwert. Der Kopf ist ab. Was sagt uns diese Fatwa aber noch? Die Einladung zum Islam geschah für das Seelenheil des Eingeladenen. Nimmt er sie nicht an, darf er bekämpft werden. Kommen Viele dieser Einladung nicht nach, so kann Krieg geführt werden, schließlich hat der Gott des Islams Eisen für Kriege geschaffen.

 

 

Die Legalisierung von Gewalt im Namen des islamischen Gottes wird allen Ernstes mit der Legalität von Gewaltanwendung gegen Menschen von Menschen analog auf den Glauben an Gott angewandt,  begründet. Wenn Menschen mit dem Recht zur Bestrafung zwingen dürfen, darf im Namen Gottes auch gezwungen, also auch getötet, d. heißt, dessen Religion mit dem Schwert verbreitet werden. Ja, was ist das für eine Religionseinstellung? Tritt über oder stirb!? Eine wahre Fundgrube der ungeistigen Nahrung für IS-Kämpfer und andere Islamisten.

 

 

Letztlich kommt im letzten Teil der Fatwa korangemäß zum Ausdruck, dass diese Kämpfer gegen Christen, die ja als Polytheisten angesehen werden, Errettung und Freude im diesseiten und jenseitigem Leben erwarten dürfen. Wenn das kein religiöses Angebot ist.

 

Solche Fatwen tragen dazu bei, dass es solange immer wieder exzessive Gewaltausübung im Namen Allahs

gibt, solange diese Verse der Gewalt aus dem Koran nicht verschwunden sind, und  zwar ein für allemal. Somit bleibt der Islam für Ungläubige und Nichtmuslime oder für moderate Muslime und Muslime der anderen Konfession immer und stets und überall gefährlich.

 

 

Die Gefahr liegt nahe, dass sich die europäische und deutsche Politik jetzt dem IS-Kampf widmet und die Probleme in Ägypten marginalisiert, weil sie eben nicht als so schlimm wird  wie die Problematik in Irak oder Syrien. Diese schleichende Akzeptanz der zunehmenden islamischen Radikalität durch die Weltpolitik ist eine Folge der IS-Gotteskrieger. Irgendwann wird selbst die Al Kaida als gemäßigt angesehen, nur weil die IS-Gotteskrieger den islamischen Sadismus auf die Spitze getrieben haben und die Al Kaida wie Waisenknaben haben aussehen lassen, weil diese ja „nur“ punktuell Terrorakte mit vielen Toten begangen hat und nicht flächendeckend mit der „Tritt zum Islam über oder stirb“-Methodik.

 

 

Beten wir für Ägypten, denn ein Anfang ist gemacht hin zur Besserung. Beten wir für die verfolgten Christen in Irak und Syrien und für alle verfolgten Menschen aufgrund ihres Soseins.

 

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