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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Papst spricht 124 koreanische Märtyrer selig 17. August 2014

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 00:15

Zum spirituellen Höhepunkt seines Besuchs in Südkorea hat Papst Franziskus bei einer Freiluftmesse vor Hunderttausenden Menschen 124 Märtyrer seliggesprochen.

 

 

Es handelt sich um Koreaner, die im 18. und 19. Jahrhundert in der Chosun-Dynastie wegen ihres christlichen Glaubens gefoltert und getötet wurden.

 

 

 

 

 

„Das Erbe der Märtyrer kann alle Männer und Frauen guten Willens anregen, in Eintracht für eine gerechtere, freiere und versöhntere Gesellschaft zu arbeiten“, sagte der 77-jährige Papst bei dem Gottesdienst im Zentrum von Seoul. In einer Rede warnte er später vor einem luxuriösen Leben von Priestern und Ordensleuten. Es ist sein erster Besuch in Asien seit Beginn des Pontifikats. Wie schon am Freitag vor einer Mariä-Himmelfahrtmesse in Taejon wurde der Argentinier am dritten Tag seines Besuchs in Südkorea auch diesmal frenetisch begrüßt. In einem offenen „Papamobil“ fuhr er durch ein Spalier jubelnder Menschen bis zu einem extra für die Messfeier aufgebauten Podium mit dem Altar am nördlichen Ende des Kwanghwamun-Platzes. Rund 800 000 Menschen seien gekommen, um die Zeremonie mitzuerleben, hieß es aus Vatikankreisen. Vor 30 Jahren hatte der damalige Papst Johannes Paul II. bei einem Besuch in Südkorea 103 Märtyrer heiliggesprochen. Auf die Seligsprechung kann eine Heiligsprechung folgen. Sie sei den weiten Weg nach Seoul gekommen, um den „Geist der Märtyrer“ zu spüren, sagte eine ältere koreanische Ordensfrau aus der südöstlichen Küstenstadt Pusan. Ihr Land habe derzeit viele Probleme. „Der Zeitpunkt des Besuchs (von Franziskus) ist deshalb genau richtig“. Ihren Namen wolle sie nicht nennen. Wie schon in den Tagen zuvor begrüßte Franziskus entlang des Wegs durch die Menge auch Angehörige von Opfern des schweren Fährunglücks im April vor der Südwestküste Südkoreas. Beim Untergang der Fähre „Sewol“ waren rund 300 Menschen ums Leben gekommen. Die Katastrophe hatte die Südkoreaner tief geschockt. Später besuchte der Papst eine katholische Wohlfahrtseinrichtung im rund 130 Kilometer südlich von Seoul entfernten Ort Umsong, um dort Behinderte und ihre Familien zu treffen. Er segnete dabei zahlreiche Kinder. {Quelle:

http://www.focus.de/politik/ausland/kirche-der-papst-will-124-koreanische-maertyrer-seligsprechen_id_4063973.html}

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kirche in Korea

Überlebt in Basisgemeinden

 

 

Das Jahr 1784 sieht die Gründung einer außergewöhnlichen Kirche: Gelehrte Koreaner stellen fest, dass ihr Neo-Konfuzianismus erstaunliche Ähnlichkeit hat zu dem, was sie aus China über das Christentum erfahren haben. Sie senden einen der ihren nach Bejing, der lässt sich taufen, kehrt zurück mit Bibeln und Katechismen, tauft selber die ersten Christen und so beginnt die Geschichte der Kirche im Land. Schnell übersteigt die Verkündung die eigene soziale Klasse, in einer stark von Hierarchie geprägten Gesellschaft stellt sie ein neues Modell von Zusammenleben vor und gewinnt schnell einige Attraktivität, vor allem im Süden.

Geprägt ist die Geschichte danach von Verfolgungswellen, die Katholiken waren lange Zeit gezwungen, sich in die Berge zurück zu ziehen und so genannte ‚Gyouchon‘, Basisgemeinden zu bilden, die ohne viel Kontakt mit der Außenwelt, ohne Priester und Hilfe jahrzehntelang bestanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kirche heute

 

 

Heute sind etwa 10,4% der Koreaner Katholiken, die Zahl hat sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Das entspricht fünf Millionen von insgesamt 52 Millionen Südkoreanern. Knapp 5.000 Priester gibt es, 11.500 Ordensleute in 2.400 Pfarreien und Missionsstationen. In der Vergangenheit hat die Kirche ein beeindruckendes Netz an Institutionen aufgebaut, neben zehn Hochschulen 214 Kindergärten und 72 Schulen, daneben 39 Krankenhäuser und 1.300 Wohlfahrtsinstitutionen für alte Menschen, Behinderte, Wohnungslose etc. Auch fünf Radio- und Fernsehsender samt 3 Zeitungen unterhält dir Kirche. Dabei entsendet Korea insgesamt 201 Priester und noch einmal 778 Ordensleute als Missionare und Helfer aus dem Land, Zeichen für die weltkirchliche Orientierung des Landes.

{Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/14/kirche_in_korea:_%C3%BCberlebt_in_basisgemeinden/ted-819341}

 

 

 

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