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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Zwei schwule Pastoren aus Berlin kämpfen um ihre Liebe 12. August 2014

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:37

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Endzeitzeichen: Die beiden Pastoren Jörg Zabka und Alexander Brodt-Zabka leben als schwules Paar zusammen.

Geht das?

In Lichterfelde, ja.

Doch bis dahin war es ein langer, steiniger Weg.

 

Licht fällt in die geräumige Altbauwohnung in Lichterfelde. Die Wände sind mit Bücherregalen tapeziert. Kirchenlexika, typisch Pfarrhaus. Und doch ist hier vieles anders. Jörg Zabka und Alexander Brodt-Zabka sind beide Pfarrer. Und sie sind ein schwules Paar. Vor neun Jahren haben sie sich kennengelernt, vor acht Jahren geheiratet.

 

 

 

 

 

Zabka hielt die Kirche immer für einen Ort der Freiheit

 

Vor Jahren hat die evangelische Landeskirche beschlossen, dass schwule und lesbische Pfarrerpaare unter einem Dach zusammenleben dürfen, das Kirchenparlament der Evangelischen Kirche in Deutschland folgte diesem Beschluss. Es war ein langer Weg bis dorthin. Wie lang und hart, das haben Jörg und sein Mann Alexander erlebt. Outing nach dem Abi. Der eine in Pankow, der andere in Hanau bei Frankfurt am Main. Da war jedem der beiden schon klar, dass er Pfarrer werden wollte. War auch klar, dass das nicht ganz einfach werden würde? Über das Thema Homosexualität wurde in Kirchenkreisen, wenn überhaupt, in informellen Zirkeln gesprochen. Vor der Wende riet der Pankower Gemeindepfarrer Jörg Zabka ab. „Wirst nie genommen.“ Aber der Glaube war Zabka da schon viel zu wichtig, als dass ihn die Warnung abgehalten hätte. DDR, Armee – er war immer der mit der Bibel im Schrank. „Die Kirche hielt ich immer für einen Ort der Freiheit“, sagt Jörg Zabka. Durch diese Freiheit habe er gelernt, als schwuler Christ offen zu leben. Und nun sollte er feststellen, dass ihn ausgerechnet diese Kirche nicht akzeptiert? Die Espressomaschine schnurrt, Alexander deckt gerade den Kaffeetisch auf dem winzigen Balkon in Lichterfelde. Sein Coming-out im konservativen hessischen Dorf war nicht einfach. Auch für ihn war es der Glaube, der Kraft gab. „Gegen alles, was so an Turbulenzen des Lebens über mir zusammenschlug“. Das Glück schien perfekt, als er im Internet-Chat Jörg kennenlernte und sich verliebte. Der hatte nach dem Theologiestudium seine erste Pfarrstelle in der Martin-Luther-Gemeinde Lichterfelde. Der Plan: zusammenziehen, zusammenleben.

 

 

Ein Pfarrer und ein weiterer Mann sitzen in einer Kirche

In der evangelischen Kirche können immer mehr schwule Pfarrer und lesbische Pfarrerinnen mit ihrem Partner im Pfarrhaus zusammenleben. Ermöglicht wurde das durch eine Änderung des Pfarrdienstgesetzes.‎

http://www.dw.de/homosexuelle-im-pfarrhaus/a-15910324

 

 

 

Der zuständige Personaldezernent stellte Zabkas Eignung als Pfarrer infrage

 

 

Der zuständige Personaldezernent der Landeskirche Berlin-Brandenburg macht Jörg Zabka nicht unbedingt Mut. Mit Kindern oder der Ehefrau ins Pfarrhaus ziehen sei in Ordnung, mit einem Mann nicht. Andererseits: „Er würde nicht von sich aus nachforschen, mit wem ich hier wohne“, sagt Jörg Zabka. „Wenn jedoch aktenkundig werde, dass das ein Mann ist, gebe es ein Disziplinarverfahren.“ Jörg Zabka Eignung als Pfarrer stellte er auch gleich infrage. Als solcher müsse er im Pfarrhaus wohnen und das könne er mit einem homosexuellen Partner nun mal nicht. Die beiden ließen sich nicht beirren, gingen durch die Instanzen – und hatten Erfolg. 2010 stand die „Lex Zabka“. Seitdem dürfen homosexuelle Pfarrer in Berlin und Brandenburg gemeinsam im Pfarrhaus wohnen. In anderen Landeskirchen ist das bis heute umstritten. Jörg und Alexander wollten dennoch nicht im Pfarrhaus leben, auch wenn das jetzt erlaubt wäre. Sie sind auf die Seite gegenüber gezogen. Ihrer Beziehung haben die Schwierigkeiten nicht geschadet. „Wir ergänzen uns gut“, sagen sie, seien immer noch neugierig aufeinander. Es macht ihnen Freude, über ihre Beziehung zu sprechen. Am wichtigsten ist es ihnen immer noch, selbstverständlich leben zu können. Dazu gehört auch, dass Alexander Brodt-Zabka, der eine halbe Stelle als Pfarrer für Gemeinschaftsaufgaben im Kirchenkreis Stadtmitte hat, seinen Mann regelmäßig zum Gottesdienst begleitet.

 

 

 

 

 

Die Gemeinde hat den Mann ihres Pfarrers herzlich aufgenommen

 

 

Dass in der Kirche immer noch konservative, vor allem evangelikale Kreise gegen Homosexualität wettern, ärgert die beiden Pfarrer dennoch. Da würden immer wieder Stellen aus dem Alten Testament herangezogen, in denen es unter anderem heißt: „Es ist dem Herrn ein Gräuel, dass ein Mann bei einem Manne liegt.“ An dieser Stelle, korrigieren die beiden, gehe es nicht um Sünde, es sei von Tempelprostitution die Rede. „Wenn man die Bibel wortwörtlich nimmt, bewegt man sich schnell auf dünnem Eis“, sagt Alexander Brodt-Zabka und empfiehlt: die Botschaft als Ganzes in den Blick nehmen. In der Martin-Luther-Gemeinde ist Alexander als Mann des Gemeindepfarrers herzlich aufgenommen worden. Manche Gemeindemitglieder seien allenfalls unsicher, wie sie ihn bezeichnen sollten. Manche sagen zu Jörg Zabka dann einfach: „Grüßen Sie Ihren Alexander von mir.“ Das macht den beiden nichts , wichtig sei doch, dass der Gruß von Herzen komme. Auch bei ihnen hat es schließlich eine Weile gedauert, bis sie ganz selbstverständlich sagen konnten: Mein Mann„. {Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/homosexualitaet-in-der-evangelischen-kirche-zwei-schwule-pfarrer-aus-berlin-und-der-kampf-um-ihre-liebe/10314624.html}

 

10 Responses to “Zwei schwule Pastoren aus Berlin kämpfen um ihre Liebe”

  1. schwebchen Says:

    Wenn homosexuelle Menschen ihre Sexualität leben wollen, bitte, aber Pfarrer kann man damit nicht sein und was soll die Institution der Ehe mit dieser sexuellen Orientierung zu tun haben? – In der evangelischen Kirche ist heute viel möglich, aber Gott haben sie die Tür vor der Nase zugeknallt, denn bei ihnen heißt es: eine Tür ist genug – und das ist eine Klotür: https://www.youtube.com/watch?v=9X0PbuyWX6o

    • thomas Says:

      Gott kann man keine Tür vor der Nase zuknallen ,entweder man richtet sein Leben ,nach seinen
      Geboten aus ,oder Derjenige (Engel oder Mensch),der dies nicht macht, landet nach seinem Leben, an dem Ort der Verdammnis. Ich glaube selbst viele Christen,haben heute ein völlig falsches Gottesbild.

  2. Bernhardine Says:

    ES IST EKLIG – SIE SOLLEN DAMIT NICHT IN DIE ÖFFENTLICHKEIT!!!

    Pfarrer geht gar nicht!

  3. wolfsattacke Says:

    …kämpfen für ihre liebe??? Was soll das für Liebe sein? Verirrte Neigungen haben nichts mit Liebe, sondern maximal mit Triebbefriedigung zu tun. Als Pastor sind solche Leute absolut nicht tragbar. Die evangelische Kirche macht sich zum Narren, wenn sie solche Auswüchse duldet. Man kann sich für diese EKD nur schämen.

  4. Andreas Says:

    ob Jesus da noch bei der heiligen eucharistie (abendmahl) im kreise der gläubigen erscheinen mag – in „realpräsenz“, wie es auch für die lutheraner glaubensdogma ist??
    das ur-evangelische hatte sich einstmal durch eine besonders bibeltreue, hypermoralische lebenspraxis ausgezeichnet, tiefe volksfrömmigkeit u. stetes bibelstudium überzeugten viele millionen (ex-)katholiken, sogar priester u. manche juden. aber die überbetonung moraltheologischer aspekte (puritaner, pietisten, quäker, täufer, amishe…), asexualität, steife sitten, gängelung, überwachung des privatlebens, kühl-distanzierter intellektualismus u. amtsformalismus bildeten geradezu den optimalen nährboden für jede art von aufklärung, befreiung des individums, obrigkeitskritik u. schliesslich emanzipation von aller bevormundung bis hin zur sexuelle „befreiung“, genderismus, feminismus u. homo-liberalität. sogesehen eine logische entwicklung, das pendel ist nun ins andere extrem umgeschlagen, mit wehmütiger besinnung einer verlorengegangenen „golden mitte“. darum warne ich immer vor allzu moralischer sittenstrenge und moralinsaurer lebensethik- nach zeiten der unterdrückung der triebhaften, animalischen u. auch aggressiven seite des menschen explodieren die aufgestauten energien nur noch unkontrollierter und suchen sich ihre ableitungskanäle wenn nötig auch auf rabiateste weise. GEFÜHL u. MORAL alleine ersetzen noch lange nicht religion im eigentlichen sinne – der Glaube basiert im wesentlichen im (biblischen) wissen um Gott, seinen plänen und anweisungen für uns und besonders in unserer lebendigen beziehung zu Gott. radikale morallosigkeit u. sittenverfall können nur dort entstehen, wo zuvor eine regide engführung dieser aspekte zur zwangsnorm, zur ersatzreligion wurde. das war im protestantentum weit mehr als bei den katholiken über jahrhunderte der fall. auch heute noch ist der norddeutsche typus „von natur aus“ zurückhaltender, rationeller, scheuer u. z.t. „verklemmter“ als seine südlichen (kath.) nachbarn. wo er seine ex-protestantische „natur“ überwindet, nervt er durch seinen überexpressiven, gekünstelten charakter, der stets über sich selbst hinaus will, alle grenzen einreisst und die provokation um ihrer selbst willen betreibt….
    – so wirds auch mal dem islam ergehen, der ebenfalls eine religion der negation, verdrängung u. gekünstelten hypermoralischen frömmigkeit ist. hinter dieser zwangsmaske aber lauert das unbefreite menschentier…

  5. Gott liebt den Sünder, aber nicht die Sünde, das ist Grundkurs, aber sie wollen es nicht wissen, das ist der Punkt. Im übrigen: was für ein Vorbild wollen diese Leute sein? Trifft „man“ dann den Pastor mit rosa Bäffchen uaf dem CSD? Oder zum Grabbeln in der Dunkelkammer (darkroom)? Oder in der Sauna? Und danach segnet er die Kinder und predigt vom reinen Leben in Jesus? Geht ÜBERHAUPT nicht.

  6. Garfield Says:

    Na ja, Jesus liebte alle seine Kinder…Aber einige seiner Kinder verraten ihn heute! Die Schwulen, tja…Sie sind nur ein Teil der gesamten Misere, es ist ein ganzes Kolumendarat, welches die alte Welt in eine neue umwandeln will! Nicht weil die alte Welt schlechter war, sondern weil diese, sich neue Existenzen erhoffen, in ihrer neuen herbei gepinnten, um bessere Chancen zu haben, aber sie werden scheitern und mit ihnen such wir! Das ist die Evolution, aber nur die eines Krebsgeschwürs! Es wird alles nicht besser, es wird alles viel schlimmer…..Aber das muss es wohl sein, es ist eine Entwicklung…

  7. Mia Says:

    Traurig… einfach nur erschütternd und traurig…
    wollen wir hoffen dass die beiden Irregeleiteten erkennen was sie sich und anderen da antun und wie falsch es ist. Wie wahr wird da der Spruch: „Wenn Blinde von einem Blinden geführt werden, … werden sie am Ende beide in die Grube fallen“
    Wie muss Jesus gerade der Fall seiner für Glaubensämter erwählte Personen schmerzen. Diese werden von Satan viel mehr angefeindet als andere Menschen, damit die Gläubigen schlechte Vorbilder haben. Da hilft nur eins. Das Gebet der Gläubigen. Zum Schutz für die Hirten. Ja, ich bin überzeugt, dass das Volk der Gläubigen mitverantwortlich ist wenn ihre Hirten sich verirren. Betet, betet für eure Priester, Bischöfe, Pastoren und was es da so gibt. Auch wir werden noch einmal für alle zur Verantwortung gezogen werden, die durch unser Gebet hätten gerettet werden können. Es sind doch nur wenige Minuten am Tag.

  8. ich Says:

    Gott hilf,der evangelischen Kirche. Unser Glaube ist zwar der der Sünder, aber eben der sich bekehrenden. Und nicht des frei vor sich hin sündigens oder sünde für nicht Sünde deklarierens.


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