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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Solidaritätsmarsch in Wien für irakische Christen 11. August 2014

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 13:55

Solidaritätsmarsch 10.08.2014 in Wien

 

Wien/Bagdad (APA): „Im Orient fordern laute Stimmen zum Jihad auf. Doch das ist nicht die Stimme Gottes“. Bei einem Solidaritätsmarsch der orientalischen Christen am Sonntagabend in Wien kritisierte der syrisch-orthodoxe Chorbischof Emmanuel Aydin aber auch die Untätigkeit ausländischer Akteure im Nordirak, wo radikale Islamisten Christen und andere Minderheiten töten und verfolgen. Rund tausend Menschen nahmen am Sonntagabend an dem Protest in der Innenstadt teil, darunter auch alevitische und kurdische Gruppen. „Mord, Erpressung, Vertreibung“ markieren nach der Einnahme der altchristlichen Gebiete das Geschehen, so Bischof Aydin. Zur IS („Islamischer Staat“) sagte er: „Diese Sunniten sind islamische Terroristen.“ Ihr Ziel sei die Wiedererrichtung des einstigen Osmanischen Reiches im Zeichen eines Islam nach ihrer Vorstellung. „Auch Spanien und Österreich stehen auf der Karte dieses Kalifats“, warnte der Geistliche. Dennoch: „Die Politiker des Westens schweigen. Wieso werden die Christen im Orient den Islamisten ausgeliefert?“ Aydin fuhr fort: „Welche Rolle spielen die Türkei, die EU, die USA?“ – um selbst zu antworten: „eine unrühmliche„. Zu dem Protestmarsch hatte die Union Orientalischer Christen aufgerufen, ein Bündnis von 13 orientalischen Gemeinschaften in Österreich, unter ihnen Assyrer, Chaldäer, Armenier, Kopten, Maroniten und Melkiten. An der Spitze des Zuges marschierten kleine Kinder, die Kreuze und Plakate mit der Aufschrift „ISIS stoppen, Christen retten“ trugen, sowie christliche Würdenträger. Viele Teilnehmer hielten Schilder mit dem Buchstaben N („nun“ auf Arabisch) in Erinnerung an den Überfall der IS-Kämpfer, die Christenhäuser mit „N“ (für „Nazarener“, d.h. Christen in Anlehnung an Jesus von Nazareth) gekennzeichnet hatten.

 

 

 

Solidaritätsmarsch 10.08.2014 in Wien 3

 

 

 

 

Auf Transparenten hieß es „Ich bin Nazarener“, „Wir sind Christen“, „Stoppt den Genozid“ und „Die verwundete Menschheit schreit“. Auch der beiden in Syrien im Vorjahr verschleppten Aleppiner Bischöfe wurde gedacht. Aktionen des Westens wurden eingefordert: „Schau nicht weg, Europa“. Mit Sprechchören – „Stoppt die ISIS, stoppt den Genozid“! und „Wir sind Christen“ – sowie Gesängen in Arabisch und Aramäisch, der Sprache Christi – zogen die Menschen von der Staatsoper über Seilergasse und Graben zum Stephansplatz, wo vor dem Churhaus die Schlusskundgebung stattfand. Bemerkenswert war auch die Beteiligung des Alevitisch-Islamischen Vereins Alevi und der Türkischen Kulturgemeinde. Deren Vorsitzender, der Verleger Birol Kilic, sprach von hundert Teilnehmern aus den Reihen der Kulturgemeinde. Von kurdischer Seite waren Sympathisanten der Parteien PYD (Syrien) und der PKK (Türkei) dabei. Das Mitmarschieren von Erich Waldmann (im Habitus eines Imam), der für die Schiiten im Schurarat der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGIÖ) sitzt, führte zu heftigen Kontroversen am Rande der Veranstaltung. Eingeweihte bezeichneten den Konvertiten Waldmann als „Vorzeige-Schiit“.

 

 

Solidaritätsmarsch 10.08.2014 in Wien 2

 

 

 

 

Weihbischof Franz Scharl rief als Vertreter der katholischen Kirche und der Erzdiözese zur Solidarität „mit den Brüdern und Schwestern im Orient“ auf. Die Verantwortungsträger, namentlich die Organe der Vereinten Nationen, forderte Scharl zum Handeln für die verfolgten religiösen Minderheiten auf. Applaus erntete der geistliche Vertreter der Griechisch-Orthodoxen für seine Worte „Allah ist groß – aber nur für die Guten, nicht für Mörder“. Die Patriarchen der orthodoxen und der katholisch-orientalischen Kirchen hatten jüngst bei einem Treffen im Libanon das Schweigen der Führer in der arabischen Welt zu den Massakern im Irak hart kritisiert. Der islam-kritische Ökonom Christian Zeitz betonte in einem kurzen Statement am Schluss der Veranstaltung, man müsse sich im klaren sein, dass die IS-Extremisten „sich an wichtigen Suren des Koran orientieren“, also im Sinne des Koran zu handeln glauben, wo Nicht-Muslime als Ungläubige gelten. Imame in aller Welt müssten sich von diesen Koran-Suren distanzieren. Im Übrigen sollten wir uns hierzulande Sorgen machen, „dass der Jihad („Heiliger Krieg“) nicht in unseren Ländern ankommt“. {Quelle: http://www.tt.com/home/8768873-91/irak-k%C3%A4mpfe—kirchen-protest-in-wien-das-ist-nicht-stimme-gottes.csp}

 

 

Solidaritätsmarsch 10.08.2014 in Wien 4

 

 

 

FP-Dobrilovic:

Marsch für Solidarität mit Christen im Irak

muss Regierungen endlich wachrütteln!

 

 

Die Europäische Union muss Massaker an Christen und weiteren Glaubensgemeinschaften stoppen!

 

 

Wien (OTS/fpd): Verschleppung, Vergewaltigung, Vernichtung – täglich ereilen uns neue, schockierende Meldungen über die Gräueltaten der radikal-muslimischen IS-Terroristen im Norden des Iraks. Zehntausende Christen befinden sich auf der Flucht vor den barbarischen „Gotteskriegern“. „Da findet vor unseren Augen ein regelrechter Genozid statt. Aber weder die österreichische Bundesregierung noch die EU konnten sich bislang zu einer entschiedenen Verurteilung durchringen. Den Verfolgten muss raschest geholfen werden!“, fordert Konstantin Dobrilovic, Präsident der Christlich-Freiheitlichen Plattform (CFP). Inmitten dieser offen zur Schau gestellten Gleichgültigkeit sticht der Solidaritätsmarsch für die gepeinigten Christen Sonntagabend in Wien besonders positiv hervor. Dobrilovic: „Etwa 1.000 Menschen, darunter höchste kirchliche Würdenträger, haben diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeprangert“. Der freiheitliche Politiker hofft, dass eindrucksvolle Zeichen wie dieses von den Staatsführungen entsprechend verstanden werden: „Es muss sie endlich wachrütteln! Vor diesem Terror darf man nicht die Augen verschließen“! Was Dobrilovic in diesem Zusammenhang sehr negativ aufgefallen ist: „Da kommen engagierte Christen zusammen, um sich für ihre Glaubensbrüder einzusetzen, und kaum ein Medium erwähnt das. Je mehr über den islamistischen Terror und die Zeichen der Zivilgesellschaft dagegen berichtet wird, umso eher werden die Bürger sensibilisiert und umso weniger können die zuständigen Politiker ihre Untätigkeit rechtfertigen“.

 

6 Responses to “Solidaritätsmarsch in Wien für irakische Christen”

  1. thomas Says:

    Deutsch Moralisten und Heuchler ,wollen wieder garnichts tun .Die deutsche Regierung schließt
    Waffenlieferung ,an die Kurden aus,stattdessen wollen sie humanitäre Hilfe leisten. An geköpfte
    Jesiten und abgeschlachtete Christen brauch man keine humanitäre Hilfe mehr zu leisten ,dummes
    feiges Pack ! Aber nach“ Sau die Arabien“ Waffen liefern und in Afghanistan Krieg spielen ,dagegen
    haben die Halbaffen nichts.

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/kampf-gegen-is-extremisten-usa-bewaffnen-kurden-deutschland-weigert-sich/10315928.html

    • Andreas Says:

      ps: das vollständige protikoll – wie es aussieht, steckt nicht das offizielle ukrain. militär, sondern die „privatarmee“ des innenministeriums + ausländische „experten“ hinter dem gezielten abschuss der boeing. warum gerade dieser??
      http://www.epochtimes.de/MH17-Absturz—spanischer-Fluglotse-Ukrainisches-Militaer-schoss-Boeing-MH17-ab-a1173106b.html

      • Andreas Says:

        – und das war vor dem abschuss des passagierjets zu lesen:
        (Kurier von anfang juni)
        >> Während im Osten der Ukraine die Kämpfe zwischen Separatisten und Soldaten toben, hat das ukrainische Parlament in der Hauptstadt einen unerwarteten Führungswechsel beschlossen. Neuer Vorsitzender des Verteidigungsministeriums und somit auch Chef über das Militär wird Waleri Geletej.

        «Unsere Armee braucht entschlossene Kräfte», sagte Präsident Petro Poroschenko. Er hatte die neue Führung vorgeschlagen, weil das Militär nach drei Monaten des Kampfes gegen Aufständische keinen entscheidenden Durchbruch erzielt hat.
        Militärchef von Sieg überzeugt
        «Ich werde alles auch für eine ukrainische Krim tun und bin überzeugt, dass wir siegen werden», sagte der neue Verteidigungsminister Geletej. Der 46 Jahre alte Generaloberst war bisher Poroschenkos Sicherheitschef. Er ersetzt Amtsinhaber Michail Kowal, der als Vizechef in den Nationalen Sicherheitsrat wechselt.
        Vor dem Parlament demonstrierten erneut freiwillige Kampfverbände für die Einführung des Kriegsrechts in der krisengeschüttelten Ostukraine.<<

      • Andreas Says:

        so sieht der typ aus, der das ganze vermutlich direkt zu verantworten hat:
        http://www.dw.de/auch-nach-der-absturzkatastrophe-heftige-k%C3%A4mpfe-um-luhansk/a-17795300

  2. Ibrahim Says:

    Wir sollten uns stärker mit den Orientalischen Christen solidarisieren!

    Wir sollten auch die Kurden stärker unterstützen! Noch ist nichts zuspät!

    Handeln wir! Doch weitersagen! Beten! Demos!

    Alles Hilft! Macht mit alle!

    • Mia Says:

      Ich bin dabei. Mein Gebet und Fasten verspreche ich. Ansonsten hab ich momentan das Gefühl, von ignoranten Egoisten umgeben zu sein. Die Menschen sind einfach nur noch egoistisch, kalt und schlecht. Der Genderscheiß und die Homorechte und ein schöner Urlaub, sind natürlich viel wichtiger als ein paar tausend Leichen weit weg. Und da die Medien nur spärlich berichten, wissen viele nichts von den wahren Ausmaßen.
      Mein Gott, wenn die Terroristen da drüben Juchtenkäfer massakrieren würden… nicht auszudenken…
      Gibts dort im Irak nicht zufällig irgend einen seltenen ein-drei-vier-sechsbeiner? Pflanzen? Sch… Menschen sind eben keine Juchtenkäfer…
      Vielleicht würde es ein wenig helfen, ein paar der Viecher da drüben auszusetzen?
      Sorry, das konnte ich mir nicht verkneifen. Aber Jesus selbst hat das auch erlebt. Sogar von den leuten, denen er geholfen hat, waren welche dabei, die laut schrieen „ans Kreuz mit ihm.“ Nur ein einziger seiner Jünger stand unterm Kreuz. Wo waren die andern? Aber dafür
      gaben sie später mutig Zeugnis und trugen die Konsequenzen. Möge Gott den Menschen beistehen und sie stärken und ihnen helfen und zeigen, dass sie nicht alleine sind.


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