kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ladendiebstähle nur die Spitze des Eisberges 10. August 2014

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 10:51

Du sollst nicht stehlen

(2. Mose – Exodus 20:15)

 

In einem Fernsehmagazin wurde darüber berichtet: Täglich werden in den Geschäften Waren im Wert von sage und schreibe 6 Millionen Euro gestohlen, wobei die Diebe immer raffinierter vorgehen, weshalb die vielen Sicherheitseinrichtungen nicht viel nützen. Diebesbanden kommen zum Teil aus den östlichen Ländern und treten zumeist zu dritt auf, wobei zwei das Personal beschäftigen und ablenken und der Dritte derweil stiehlt. Gezeigt wurde eine Tasche, die innen mit Folie ausgekleidet ist, wodurch kein Signal ausgelöst wird, wenn eine Ware geklaut wird, die mit einer elektronischen Diebstahlsicherung ausgestattet ist. Aber auch Deutsche klauen, was das Zeug hält, wobei das Diebesgut über ebay angeboten und verkauft wird. Ein Viertel der Diebereien geht aufs Konto des Personals, das ebenso lange Finger hat. Die Polizei ist hier weitgehend machtlos und kann nur die Spitze des Eisbergs aufdecken. Zudem sind die meisten Geschäfte und Firmen überhaupt nicht an polizeilicher Hilfe interessiert. Sie regeln die Dinge lieber intern – und die Verluste werden auf die Preise aufgeschlagen – weshalb letztlich die ehrlichen Kunden für die Diebereien aufkommen. Die Ladendiebstähle dürften aber nur die Spitze des Eisberges sein, denn es ist davon auszugehen, dass auch in anderen Bereichen getrickst und betrogen wird, dass sich die Balken biegen. Und die Täter werden dabei überhaupt kein schlechtes Gewissen haben, sondern sich eher noch klug und clever vorkommen, denn immerhin wird ja niemand unmittelbar geschädigt. Es gibt ja Versicherungen, die dafür zahlen bzw. die ehrlichen Kunden durch Preisaufschläge, und man nimmt sich ja nur das, was man selbst bereits anderweitig durch Versicherungsprämien und Preisaufschläge bezahlt hat.

 

 

 

Für mich sind Diebereien etwas Widerliches, und manchmal habe ich schon gedacht, „was für ein guter Brauch, Dieben die Pfoten abzuschlagen“. Aber das wäre natürlich keine Lösung. Ich gebe zu, dass ich, als ich noch kein Christ war, manchmal auch in die Versuchung gekommen bin, etwas mitgehen zu lassen oder zu organisieren, wie es verharmlosend heißt. Aber als Christ gilt für mich, sich nichts unrechtmäßig anzueignen und sei es nur ein Kuli oder ein Radiergummi oder die Unwissenheit oder Unerfahrenheit eines anderen gewinnbringend auszunutzen. Unehrlichkeit und Gaunereien aller Art sind Folgen der Gottesferne und von daher nichts Neues. Gott, der die Wahrheit ist, hasst solches Tun. Davon  lesen wir bereits in der Bibel, angefangen im Alten Testament, wo solches Tun beklagt wird und zum Gericht Gottes führt. Christen sollen sich auch hier erkennbar von der Welt unterscheiden, in dem sie selbst keine krummen Touren machen, solchen nicht das Wort reden und widerstehen, wenn von ihnen erwartet wird, sich an krummen Geschäften zu beteiligen. Denn es sind ja nicht nur die Kunden, die klauen.

JÖRGEN BAUER

 

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