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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

China und Südkorea: „Ein Christ mehr ist ein guter Bürger mehr“ 10. August 2014

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 19:38

Katholische Priester in Südkorea

In Südkorea gibt es immer mehr Christen

Asiatischer Tiger der Kirchen Christi

 

 

 

In Südkorea sind rund 30 Prozent der Bevölkerung Christen, mehr als die buddhistische Bevölkerung im Land. Die Kirchen haben sich unter anderem durch ihre Kritik an der Militärdiktatur das Vertrauen der Bevölkerung erworben. 

{Weiterlesen: http://www.domradio.de/themen/weltkirche/2014-08-08/suedkorea-gibt-es-immer-mehr-christen

 

 

House-churches-thrive-in-Beijing

 

60 Jahre nach Gründung der protestantischen Kirche in Peking scheint die Regierung die 25–40 Millionen Mitglieder nun auch offiziell anzuerkennen – doch bei genauem Hinsehen zeigt sich ein anderes Bild.

 

 

Peking umarmt Chinas evangelische Christen. 60 Jahre nach Gründung der bis dato nur geduldeten protestantischen Kirche versucht die Kommunistische Partei (KP) sie nun aktiv für sich zu vereinnahmen. Chinas evangelische Christen seien keine „Auslandsreligion“ mehr, sagte der Leiter des staatlichen Religionsamts, Wang Zuoan, in Shanghai beim 60-jährigen Jubiläum der „patriotischen Drei-Selbst-Bewegung“, so nennt sich die Kirche. Bei ihrer Gründung im Jahr 1954 wurde die Gemeinschaft gezwungen, alle Auslandskontakte abzubrechen und der Partei gegenüber Treue und Folgsamkeit zu schwören. Dennoch wurden die evangelischen Christen unter der Herrschaft von Mao Tse-tung immer wieder brutal verfolgt. Chinas Protestanten hätten sich heute von einer Zeit verabschiedet, in der es noch hieß: „Ein Christ mehr ist ein Chinese weniger“, sagte Wang. Heute seien sie in eine neue Ära eingetreten: „Ein Christ mehr ist ein guter Bürger mehr“. Erstmals berichtete auch die „Volkszeitung“ am Mittwoch in sehr großer Form über den rasanten Zuwachs der evangelischen Kirche. Ihr würden heute zwischen 23 und 40 Millionen Mitglieder angehören – also zwischen 1,7 und 2,9% der chinesischen Bevölkerung. Sie verfügten über 56.000 protestantische Kirchen und Treffpunkte. Diese Zahlen seien anerkannt, schrieb das KP-Blatt und würdigte die Shanghaier Jubiläumsfeier der Vertreter der „Patriotischen Kirche“ und des Chinesischen Christenrats. Was jedoch nicht erwähnt wurde – weder auf dem Treffen noch in der Volkszeitung – das ist die Existenz von Zehntausenden Hauskirchen in China, die sich außerhalb der offiziellen Gemeinden selbst organisieren. Peking lässt sie immer noch verfolgen. Zählt man diesen Teil hinzu, gehören heute 60 bis 70 Millionen Menschen in China dem evangelischen Christentum an.

 

 

Kommunistische Partei in Glaubens- und Vertrauenskrise

 

Allein schon durch die Anerkennung der Mitglieder-Rekordzahlen für die staatlich sanktionierte evangelische Kirche, springt die atheistische Partei über ihren Schatten. Bisher hatte sich das Religionsamt geweigert, die vor zwei Jahrzehnten willkürlich festgelegte Anzahl von nur 100 Millionen Gläubigen für alle fünf Religionen der Volksrepublik zu revidieren. Die Fachzeitschrift „China Heute“ vom China-Zentrum Sankt Augustin schätzte Anfang 2014 die aktuellen Zahlen der heutigen Anhänger des Buddhismus und Daoismus in China auf weit über 200 Millionen, für Muslime auf mindestens 23 Millionen und für die in eine kontrollierte staatstreue und eine verfolgte romtreue Untergrundkirche gespaltenen katholischen Christen auf zwölf Millionen. Chinas KP steckt mit ihrer eigenen Ideologie in einer tiefen Glaubens- und Vertrauenskrise. Sie wirbt nun gezielt um die dynamisch ansteigende Zahl der evangelischen Christen. Ihr Angebot zur Partnerschaft kommt mit dem Preis der Unterwerfung. Der Religionsbeamte Wang, der mit anderen Parteivertretern aus der Kommunistischen Einheitsfront an den Shanghaier Feiern teilnahm, nannte Bedingungen für eine bessere Koexistenz von Partei und Kirche. Er verlangte Loyalität zur Parteiführung und zum Sozialismus.

 

 

Christlicher Glaube soll mit Chinas Kultur verschmelzen

 

Protestanten bräuchten ein „theologisches Bekenntnis mit chinesischen Besonderheiten“, sollten ein „verchinesischtes Christentum“ leben. Sie müssten lernen, sowohl der Lehre der „Bibel“ und ihrem „christlichen Glauben“ zu folgen als auch beides der „Lage Chinas anzupassen“ und mit „Chinas Kultur zu verschmelzen“. Sie müssten christliche und „sozialistische Kernwerte“ verbinden können. Mit einem Wort: Sie müssten den Wandel von „Christen in China“ zu „Chinas Christen“ vollziehen und ihre „individuellen kleinen Träume in den großen Traum der Nation einbringen“. Aus solchen Worten spricht die Angst der Pekinger Führer vor dem Einfluss eigenständiger Religionen. Nach den Erfahrungen mit dem Zusammenbruch des ehemaligen Ostblocks bekommen das Chinas katholische Christen immer wieder zu spüren. Eine Aussöhnung mit Papst Franziskus, der kommende Woche Südkorea bereist, aber nicht nach Peking kommen kann, liegt noch in weiter Ferne.

 

 

Abriss von Kirchenhäusern wird weitergeführt

 

 

Ein Tabu auf der Konferenz war auch der seit Anfang des Jahres von den Behörden intensivierte Abriss von evangelischen Kirchenbauten und ihren Kreuzen in der ostchinesischen Küstenregion Wenzhou. Seit Jahrzehnten gilt sie als Mekka der Privatwirtschaft. Von den acht Millionen Einwohnern in der Großraumstadt Wenzhou bekennen sich rund eine Million zum Christentum. Sie haben sich mehr als 2000 Kirchen in vielen Hundert reich gewordenen Vororten und Dörfern erbaut und brachten Wenzhou den Spitznamen „Chinas Jerusalem“ ein. Im Rahmen einer auf drei Jahre angelegten Kampagne zur „Raumordnung“ lassen regionale Funktionäre seit Jahresbeginn alle „illegal erbauten Gebäude“ abreißen. Offiziellen Angaben zufolge befanden sich darunter auch einige angeblich gegen „Bauvorschriften“ verstoßende Gotteshäuser. Nach unterschiedlichen Angaben von lokalen christlichen Initiativen wurden bisher Dutzende bis Hunderte Kirchen oder religiösen Andachten dienende Gebäude mutwillig zerstört und entsprechend viele Kreuze entfernt. Aktivisten fotografierten 64 zerstörte Gebäude und stellten eine Fotodokumentation online. Die Christengemeinden betrachten das Vorgehen der Behörden als initiierten Kulturkampf der KP-Funktionäre gegen ihre Religion. Immer wieder kam es dabei zu Zusammenstößen. {Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article130960983/Ein-Christ-mehr-ist-ein-guter-Buerger-mehr.html}

 

3 Responses to “China und Südkorea: „Ein Christ mehr ist ein guter Bürger mehr“”

  1. Ernst Laub Says:

    Ganz unbegründet ist das chinesische Misstrauen nicht: Die Yankees könnten versuchen, die Christen als ihr Trojanisches Pferd zu benützen. Doch glaube ich, dass sich die chinesischen Christen nicht missbrauchen lassen. Ich hoffe, dass eines Tages auch Kader der Kommunistischen Partei Christen und ihren christlichen Glauben in den Dienst des Volkes stellen werden. Wahrscheinlich sind sich Partei und Regierung bewusst, dass die christliche Minderheit die chinesische Gesellschaft weit mehr bereichert als die muslimischen Völkerschaften……Vielleicht wird eines Tages der christliche Glaube in Europa, Amerika und im Nahen Osten von chinesischen Christen wieder belebt werden. Gottes Wege sind unergründlich.
    PS: Ich glaube, dass es möglich wäre, ein gemeinsames gesellschaftliches Programm – bestehend aus christlichen, buddhistischen und konfutsianischen Elementen – zu erstellen: Es könnte Europa und China einander näherbringen.

  2. Synkretismus kann nicht die Lösung sein: die Lösung ist die Buße und Hinwendung zum Herrn. ER ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Alles andere ist kalter Kaffee.


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