kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mission unter falscher Flagge – „Radikale“ Christen in Deutschland?!? 7. August 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 10:32

Während die traditionellen Kirchen Mitglieder verlieren, sind die sogenannten Evangelikalen im Aufwind.

 

Dahinter verbirgt sich ein breites Spektrum verschiedenster Glaubensgemeinschaften wie Pfingstgemeinden, Freikirchen, Gemeinschaften der charismatischen Bewegung oder Gemeinden evangelischer Landeskirchen. Gemeinsam ist ihnen ihr Glaube an die Irrtumslosigkeit der Bibel und an Jesus Christus als den einzigen Retter. Wer Jesus ablehnt, sei verdammt, wie es in einer Erklärung der Evangelischen Allianz heißt. Sie ist die Dachorganisation der sogenannten Evangelikalen, etwa 1,3 Millionen Gläubige versammeln sich nach eigenen Angaben unter ihrem Dach. Innerhalb der Allianz gibt es verschiedene Strömungen und unterschiedlich radikale Ansichten zu Themen wie Homosexualität oder Abtreibung. An ihren Rändern kämpft die Allianz mit zum Teil fundamentalistischen Gruppierungen. Die stünden aber nicht für die Mitte der Bewegung, wie Jürgen Werth, Mitglied des Hauptvorstandes der evangelischen Allianz, betont. Etwa 20.000 Besucher kamen an Fronleichnam im Juni zum Christus Tag in Stuttgart, einer Großveranstaltung der Evangelischen Allianz. Hier demonstrierten Evangelikale und die Evangelische Kirche Deutschlands Harmonie, auch Margot Käßmann war dabei, überbrachte ein Grußwort: „Aber in der Evangelischen Kirche gibt es Diskussionen über das Eheverständnis beispielsweise, über das Kirchenverständnis, wie gehen wir mit der Bibel um“, sagte sie. Doch solch kritische Worte zum Umgang mit der Bibel hörten hier nicht alle gern. Einige der sogenannten entschiedenen Christen scheuen eine offene Diskussion und grenzen sich lieber von Liberalen ab – aus Sorge um ihre konservativen Grundsätze.

 

 

Fragwürdige Mitglieder und radikale Ansichten

 

Sex vor der Ehe, Homosexualität und Abtreibungdas sind umstrittene Themen in der evangelikalen Bewegung. Unterschiede gibt es auch in der Ausübung des Glaubens. Sogenannte charismatische Gemeinden messen dem Heiligen Geist eine besondere Bedeutung bei, glauben, dass dieser die Menschen zum Beispiel in Gottesdiensten direkt berühre. Diese Berührungen äußern sich mitunter in Form von Zuckungen, Lachsalven oder Schreien. Eine charismatische Gemeinde ist die TOS Gemeinde Tübingen. Wer hier Mitglied sein will, soll vorher eine sogenannte Lebensbeichte ablegen. Anhand einer mehrseitigen Liste kann man potenzielle Sünden identifizieren. Dazu zählen Geisteskrankheiten, die Tatsache, dass man seine Eltern als Kind nackt gesehen hat oder auch Homosexualität und homosexuelle Gedanken. Jobst Bittner, Gemeindeleiter der TOS wiegelt ab, es gehe weniger um die einzelnen Dinge bei der Lebensbeichte, sondern darum, „dass ich mich von Gott abwende“. Die Lebensbeichte solle eher „wie ein Spiegel“ sein, durch den man sich Gott wieder zuwenden könne, so Bittner. Die TOS Gemeinde Tübingen veranstaltet immer wieder sogenannte Heilungsgottesdienste oder Heilungskonferenzen. Bei einer dieser Veranstaltungen Anfang des Jahres war auch der Arzt Dr. Arne Elsen aus Hamburg – eigentlich Diabetologe – anwesend, der auf die Frage eines homosexuellen „Panorama“-Reporters, ob er ihn von seiner Homosexualität heilen könne, antworte: „Logisch“. Die Bibel lehnt Homosexualität als Lebensstil ab,“ sagt Jobst Bittner, Gemeindeleiter der TOS. Schwule in radikalen christlichen Gemeinschaften leiden oft unter dem engen Weltbild und versuchen zuweilen ihre sexuelle Orientierung zu unterdrücken oder diese mithilfe fragwürdiger christlicher Seminare zu verändern.

 

 

Umstrittenes Vorstandsmitglied

 

Extrem in ihren Äußerungen ist auch Gabriele Wentland. Die Leiterin der Freien Gemeinde Neugraben, einer freikirchlichen Pfingstgemeinde, sagt in einer Predigt: „… und bei Homosexualität und lesbisch sagt der Herr, es sei ihm widerlich, so steht es in meiner Übersetzung“. Wentland verbreitet nicht nur ihre extremen Ansichten, sondern leitet auch den umstrittenen Verein „Mission Freedom“, der sich für vorgeblich für Zwangsprostituierte einsetzt – mit fragwürdigen Mitteln. Ein angeblicher Fall, der in der Öffentlichkeit verbreitet wurde, sei nach Angaben des Landeskriminalamts Hamburgs zum Teil erfunden. Wentland selbst hielt lange an der Geschichte fest, obwohl sie vom LKA über die eindeutigen Ermittlungsergebnisse vom LKA informiert worden war. „Da steht Aussage gegen Aussage“, sagte Wentland gegenüber dem NDR und verbreitete die DVD noch monatelang nach dem Hinweis des LKA weiter. Auch im Hamburger Senat war Mission Freedom bereits Thema nach einer kleinen Anfrage der Politikerin Kersten Arthus (DIE LINKE). Der Senat äußerte „fachliche Bedenken“ und bemängelte, dass Mission Freedom nicht in das bereits bestehende und bewährte Netz von Einrichtungen für Opfer von Menschenhandel eingebunden sei. All diese Vorwürfe sind bei der Evangelischen Allianz anscheinend unbekannt, „ich höre das heute zum ersten Mal“, sagt Jürgen Werth, Mitglied im Vorstand der Evangelischen Allianz. Im April wurde Gabriele Wentland trotz der Kritik an ihr und ihrem Verein in den Vorstand der Evangelischen Allianz berufen.

 

 

Auf Missionskurs

 

Evangelikale leben ihren Glauben entschieden und wollen allen davon erzählen – und möglichst alle Ungläubigen missionieren. Denn nach dem Glauben vieler Evangelikaler ist nur wer sich klar zu Jesus bekenne, am Tag der Jüngsten Gerichts gerettet. In der Bibel stehe klar: Jesus ist die einzige Rettung. Etwas gemäßigter formuliert es Hartmut Steeb, Generalsekretär der Evangelischen Allianz: „Christen sollten sich nicht verstecken und in der Gesellschaft wieder stärker präsent sein“. Wie diese Präsenz erzeugt wird, hängt ganz von der Gemeinde ab. Manche sind vorgeblich christliche Hilfsorganisation – entpuppen sich aber als getarnter Missionierungs-Verein. Andere veranstalten Massenevents wie die „Holy Spirit Night“ des Gospel Forum Stuttgart. Wieder andere engagieren sich etwa als proisraelisch und Unterstützer der Juden, wie die TOS Gemeinde Tübingen. Ihr Leiter Jobst Bittner hat vor sieben Jahren den „Marsch des Lebens“ ins Leben gerufen. An den ehemaligen Orten der Nazi-Verbrechen wie zum Beispiel Konzentrationslagern sollen sich Menschen versammeln und Märsche veranstalten. Während dieser Märsche geben die Teilnehmer Zeugnisse ab und bitten vor Gott um Vergebung für die Nazi-Verbrechen ihrer Vorfahren. Die Theorie dahinter: Diese Vergangenheit zeige sich bis in die heutige Generation zum Beispiel in Form von Krankheiten. Wenn jemand heute an einer Essstörung leide, könne ein Grund also auch die sogenannte Erbschuld der Vorfahren sein, zum Beispiel, dass der Großvater einen Antrag auf Mitgliedschaft in der NSDAP gestellt hat. Gemeindeleiter Jobst Bittner spricht von „Traumata“ und dem „Schatten des Holocaust“ unter dem noch große Teile der deutschen Bevölkerung lebten. In seinen Seminaren und Veranstaltungen fordert er dazu auf, diese Sünden „ans Kreuz“ zu bringen. Gott könne vergeben und damit auch von den Krankheiten befreien. „durch Gebet gibt es eben auch die Möglichkeit der Heilung und Befreiung“, sagt er gegenüber dem NDR.

 

 

Der „Marsch des Lebens“ wird inzwischen weltweit von verschiedenen Gruppen durchgeführt, mit ihm schafft es Gemeindeleiter Jobst Bittner immer wieder an die Öffentlichkeit. Auch andere radikale Leiter besetzen unverdächtige Themen oder postulieren ihr vermeintlich soziales Engagement. Doch Aussteiger dieser Gemeinden berichten immer wieder von geistlichem Missbrauch, autoritären Strukturen und Manipulation. Wo verläuft die Trennlinie zwischen Mission und Manipulation?

{Quelle: http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/ndr/04082014-story-im-ersten-mission-unter-falscher-flagge-100.html}

 

7 Responses to “Mission unter falscher Flagge – „Radikale“ Christen in Deutschland?!?”

  1. wolfsattacke Says:

    Homosexualität ist eine abnorme Fehlsteuerung des Körpers und sollte auch nicht von irgendeiner Kirche heterosexuellen Zusammenlebens gleichgestellt sein. Die derzeitige Gesellschaftliche Entwicklung bezüglich der Gleichstellung homosexueller Lebensweise mit normal gearteten Menschen ist gefährlich, jugendgefährdend und daher durch Gesetz, wie den gestrichenen Paragraphen 175 einzudämmen. Es sind insbesondere links/grüne gesellschaftsschädigende Bestrebungen, die Homosexualität den korrekten heterosexuellen Lebensgemeinschaften gleichzustellen und somit die Ehe in Ihrer Wichtigkeit und Bedeutung für Kinder auszuschalten.

    Wenn die großen Landeskirchen zu naiv, unterwürfig und links/grün unterwandert sind, um die Gefahr dieses unseligen Zeittrends für unsere Gesellschaft zu erkennen, müssen sich halt andere Religionsgemeinschaften diesem Thema annehmen.
    Falsche „Toleranz“ ist ein Werk Satans auf dem Weg zur Errichtung seiner Herrschaft auf dieser Welt!

  2. Lieber Verfasser, der Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung und der am besten tägliche Blick in die Bibel ganz gewaltig die Orientierung. Dazu schenkt der Heilige Geist den der Unterscheidung,mein Rat: bitte um ihm und mach vor dem nächsten Artikel dieser Art reichlich Gebrauch davon. Lieben Gruß – Du schaffst das!

  3. schwebchen Says:

    Eine Sendung voller Lügen von christenhassenden Journalistinnen – schade, dass Kopten hierzu keinen eigenen Kommentar eingestellt hat.

  4. DIE LEICHEN IM KELLER!
    Ein Kommentar von Erwin Hilbert.

    Wenn der Druck der Medien und des LKA nicht gewesen wäre, würde Frau Wendtland diese umstrittene DVD immer noch nutzen um „Kohlen“ für ihre Arbeit zu sammeln….Alles eine Vorführe! Die in dem TV-Bericht zu Recht gescholtene Frau Wentlandt hat es schon immer gut hinbekommen die Menschen rethorisch und emotional für ihre Ziele und Interessen zu vereinnahmen. Ich kenne Sie lange genug, Sie selber allerdings lässt sich NICHTS sagen. Daran erkennt man im übrigen falsche Geister und Fanatiker! Sicher wird der gute ARD und NDR Bericht über das „fromme Theater“ der Frau Gaby Wentland, ihrer und anderer Sekten, den vielen Betroffenen die Augen öffnen können. Gefühlsdusselei mit Gottesanspruch. Doch die Freie Gemeinde Neugraben nimmt den Menschen die Freiheit.

    Meine Frau und ich gehörten 25 Jahre dieser fundamentalistischen Sekte an, (habe zuletzt in der Seelsorge leitend gearbeitet) Diese Gemeinde bringt die Menschen mit ihrer Haustheologie unter ihre geistige Gewalt. Der Heilige Geist wird dort missbraucht und völlig falsch dargestellt. Ich bin froh, aus dieser Sekte nach vielen Jahren geistiger und psychischer Gefangenschaft, das durch ein falsches Gottes und Weltbild zustande kommt heil herrausgekommen zu sein. Meine jahrelange Zusammenarbeit mit Udo Lindenberg, seinem Klarblick und die Literatur von Hermann Hesse hatten einen nicht ungewichtigen Anteil. Der Besuch und das Studium ausgewogener theologischer Vorlesungen an der Uni HH taten das Übrige. Ich kann nur vor dieser Sekte, speziell vor Gaby Wentlandts „Hobbytheologie“ und ähnlichen Gruppen warnen. Sie meint es sicher gut aber macht es aus einem fanatischen Ansatz herraus, den sie versehentlich als Heiligen Geist deutet.

    Mich errinnert das alles zunehmend an einen gefährlichen religiösen Wahn grenzend, der in den Pfingstkreisen oft unerkannt zuhause ist und leider noch gepflegt wird. Der Betroffene ist egozentrisch auf seinen Wahninhalt fixiert, d. h. sein gesamtes Denken und Handeln speist sich daraus. Gefangen in seinem „Wahn-System“, ist er immun gegenüber kritischer Argumentation. So habe ich es 25 Jahre in HH-Neugraben erlebt. Und daran hat sich leider nichts geändert.

    Menschen die Aussteigehilfen oder Gespräche in Anspruch nehmen möchten, können sich gern bei mir melden. Erwin Hilbert: 015123051358 http://www.daserste.de/…/die-story-im-ersten-mission…
    Vorwürfe: Der nette Onkel Werner – taz.de
    http://www.taz.de

  5. Berwuz Says:

    Der religiöse Wahn, mag sein, jedoch ist auch zu bemerken, daß die Journaillie auf seiten der regierenden steht und die Lügt, wenn es die Zeit erlaubt, sonst sind sie weg vom Fenster. STASI- Gauck und im Merkel geben den kommunistischen Ton an und nur das ist richtig. Kriegstreiber STASI- Gauck und auch Merkel bekommen ihre Reden großteils von den Amis geschrieben. Darum sollte es auch nicht verwundern, wenn STASI- Gauck zum Kriegstreiber wird, denn er muß sich um den Absatz der AMI- Waffen kümmern, von denen re gesteuert wird. Haben die Amis wegen seiner STASI- Vergangenheit geschützt, weil er deren Kriegsgeheul ausführt?


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