kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Offener Brief an alle Kirchen – Wir sind alle „Noun – N“! 24. Juli 2014

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 16:30

Zeigen Sie bitte Solidarität mit den Christen des Iraks – Noun ist ein arabischer Buchstabe und symbolisiert die Christen, die im Koran als Nassara bezeichnet werden. Dieser Buchstabe war als Zeichen aller christlichen Häuser in Mossul zu sehen.

Irakische Christen weinen um alles, was die islamischen Terroristen ihnen weggenommen haben: Besitztümer, für die sie das ganze Leben gearbeitet haben – Viel wichtiger sind die Heiligtümer …

Aber seid ihr getröstet: Egal wie lange die islamische Tyrannei andauert, kommt ihr zu Land eurer Vorfahren zurück.

Die Kirchen und Klöster werden wiederaufgebaut und die Glocken läuten wieder – Wir Kopten haben diese Erfahrung jahrtausendelang gemacht 

 

 

 

 

Irakische Bischöfe fordern Schutz für Christen

Chaldäischer Patriarch Sako mit chaldäischen, syrisch-orthodoxen, syrisch-katholischen und armenischen Bischöfen aus dem Nordirak zusammengetroffen

 

 

Erbil-Vatikanstadt (kath.net/KAP): Die Bischöfe im Nordirak haben in einem eindringlichen Appell um Schutz für die Christen und andere Minderheiten im Land gebeten. Der Irak und die Staatengemeinschaft müssten mehr Druck auf die militanten Islamisten ausüben, um der Zerstörung von Kirchen, Klöstern, Handschriften, Reliquien und des christlichen Kulturerbes Einhalt zu gebieten, heißt es in dem Aufruf der Kirchenführer an die Regierung in Bagdad, aus dem der vatikanische Pressedienst Fides (Mittwoch) zitierte. Die christliche Tradition sei für die Region und darüber hinaus von unschätzbarem Wert, so die Bischöfe. Zudem baten sie um finanzielle Hilfe für geflohene Christen. Nach einem Ultimatum der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) hatten am Wochenende die letzten Christen und Schiiten Mossul verlassen. Die Vereinten Nationen sprachen von 3.000 Christen. Unterdessen konnte ein Angriff der Islamisten auf den Ort Tilkif in der Ninive-Ebene nach Informationen von Fides von Truppen der kurdischen Peschmerga zurückgeschlagen werden. Die Region, in der ein Großteil der syrischen Christen im Irak lebt, grenzt an die Autonome Region Kurdistan und wird von deren Regierung beansprucht. Der Vorgang belege, dass die kurdischen Kämpfer fest entschlossen seien, die Ninive-Ebene gegen die Dschihadisten zu verteidigen, sagte ein örtlicher chaldäischer Priester dem Pressedienst. Der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. Sako war am Dienstag im nordirakischen Erbil mit den chaldäischen, syrisch-orthodoxen, syrisch-katholischen und armenischen Bischöfen aus dem Nordirak zusammengetroffen, um über die Lage der Christen in der Region zu beraten. Die Bischöfe schlagen der Regierung die Bildung eines gemeinsamen Komitees vor. Dieses Gremium solle Maßnahmen beraten, um die Situation der vertriebenen Christen zu verbessern. Die Bischöfe lobten ausdrücklich die autonome Kurdenregion im Norden des Landes, wo geflohene christliche Familien mit offenen Armen empfangen würden.

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

Das Thema der Christenverfolgung sollte eines sein, was die ganze Christenheit angehen sollte, täglich, ja stündlich, weil es nicht sein darf, dass so etwas nach 2000 Jahren Christentum noch immer möglich ist, obwohl es Jesus uns prophezeit hat, z. B. in Johannes 16, 2 . Er sagte:

Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben„.

 

 

 

Diese Prophezeiung trifft natürlich nicht mehr auf die Synagoge zu.

Aber die Begründung Jesu gilt bis heute für seine Nachfolger, die sich Christen nennen, leider!

Wir wären glücklich, wenn Jesu Prophezeiung nicht eingetroffen wäre.

 

 

Offensichtlich ist uns Christen hier in Europa noch immer nicht bewusst, dass es solche Zustände der Christen- und Minderheitenverfolgung u. a. in kommunistischen und islamischen Ländern noch immer gibt. Sie sind Realität und sie werden zunehmend auch hier Realität, wenn wir nicht gegensteuern.

 

 

Wo bleibt die Solidarität mit diesen Mitchristen auf oberer und unterer  Ebene. Dass Christenverfolgung nicht nur im alten Rom stattfand, sollte mittlerweile selbst in den Köpfen von Schülern bekannt sein, aber pc-gemäß wohl von den Lehrplänen ferngehalten wird. Dass wir nicht nur den Hl. Stefanus als biblischen Märtyrer und die Apostel als Märtyrer des alten Roms verehren, sondern mittlerweile noch heute viele Märtyrer durch Radikale gleich welcher Couleur „produziert“ werden, scheint noch immer nicht im Bewusstsein der hier lebenden Christen verankert zu sein.

 

 

Wir dürfen unseren Glauben leben. Viele Mitchristen dürfen dies eben nicht. Wir erfreuen uns noch der Religionsfreiheit. Christen in islamischen oder kommunistischen Ländern dürfen ihre Glaubensfreude dort teilweise nicht so offen und öffentlich zeigen. Übertritt zum Christentum oder zu anderen Religionen werden  durch die dort bestimmenden Staatsgesetze bestraft, mancherorts mit dem Tod.

 

 

 

All dass kann uns doch nicht gleichgültig lassen!?

 

Diese Konflikte sind es doch auch, die Kriege am Laufen halten. Der Nahostkonflikt ist ein ursächlich religiöser Konflikt. Die in Gaza regierende Hamas hat in ihrer Gründungscharta einen islamischen Hadith aufgenommen, der wie folgt lautet:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hamas

Artikel 7 der Charta erklärt das Töten von Juden – nicht nur von jüdischen Bürgern Israels oder Zionisten – zur unbedingten Pflicht jedes Muslims, indem sie sie zur Voraussetzung für das Kommen des Jüngsten Gerichts erklärt:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“
– Sahih Muslim Buch 41, Nummer 6981, zitiert in Artikel 7

 

 

Wer solche Dinge nicht kennt, schätzt den Nahostkonflikt völlig falsch ein. Wenn eine Diagnose falsch ist, kann auch die Therapie nicht greifen. Wenn eine Religion solche Sätze in ihren Glaubensgrundlagen existieren lässt, muss wissen, dass sie den Antisemitismus fördert. Wir hoffen, dass die Muslime diesen Inhalt nicht kennen so wie die Christen ihre Bibel leider  nicht mehr kennen.

 

 

Und wir danken den Kurden im Nordirak, die ja auch in der Regel Muslime sind, sehr herzlich für die offene Aufnahme der Christen und Schiiten.

 

 

Natürlich kritisieren wir den Islam in den Punkten, in dem er anderen keine Freiheiten im real existierenden Islam lässt so wie wir den Kommunismus in Nordkorea kritisieren, niemals jedoch die Menschen, die Muslime, die friedlich ihren Glauben praktizieren wollen und praktizieren. Denn auch diejenigen sind, sofern sie radikal eingestellt sind, Opfer ihrer eigenen Religion. Selbstverständlich hat das Christentum und jede andere Religion sachliche Kritik auszuhalten.

 

 

Es ist gut und richtig, für den Frieden zu beten, wie das  letzten Sonntag in den kath. Kirchen wohl geschehen ist und wir fühlten uns bei diesem Thema ganz nah bei verfolgten Christen. Aber die Kirchen und Christengemeinden  sollten diese Christenverfolgung und die Verfolgung anderer um ihres Glaubens Willen explizit viel mehr in den Bewusstseinsfokus der hiesigen Christen nehmen.

 

 

Das aber kann nur durch Themenpredigten oder -vorträgen von Priestern aus diesen Ländern oder von Vertretern von Menschenrechtsorganisationen vom Ambo aus geschehen und durch regelmäßige Fürbittgebete.  Dabei wollen wir nicht, dass sich mit den Tätern auseinandergesetzt wird. Diese entlarven sich durch ihre Taten selbst.

 

 

 

Warum keine regelmäßige Sammlung für „Kirche in Not“ oder andere  christliche Menschenrechtsorganisationen wie „Open Doors“ oder „CSI“, die sich mit diesem Thema befassen?

 

Warum werden nicht solche Vertreter in die Gottesdienste eingeladen, um die Problematiken vor Ort zu schildern, mit denen Christen konfrontiert werden?

 

 

Denjenigen Gemeinden und Gemeinschaften, die dies getan haben und tun sprechen wir unseren tief empfundenen Dank aus an dieser Stelle.

 

Noch könnten die Kirchen und die vielen Christengemeinschaften so viel bewirken. Stattdessen erleben wir eine seltsame Lethargie in diesem Bereich. Es braucht noch nicht einmal Mut hier, wenn aktuelle und reale Verfolgungssituationen von Christen und anderen Menschen kritisch hinterfragt und geschildert werden.

An dieser Stelle sei der Weltverfolgungsindex von open doors eingestellt:

https://www.opendoors.de/verfolgung/weltverfolgungsindex2014/weltverfolgungsindex2014/

 

 

Bei dieser Thematik wäre doch echte Ökumene möglich, echtes Zusammenwirken.  Keine christliche Gemeinschaft kann es billigen, wenn Glaubensgeschwister, gleich welcher Konfession, leiden müssen. Wir möchten dabei nur die verfolgten Menschen, natürlich in erster Linie unsere durch Jesus Christus verbundenen Glaubensgeschwister durch die Kirchen und Christengemeinschaften in den Schutz Gottes gestellt wissen, und zwar regelmäßig und immer wieder, solange Christen und Andere, egal wo, unter Verfolgung leiden müssen, nur weil sie an die Hl. Dreifaltigkeit oder an andere Glaubensinhalte glauben.

 

 

 

Warum geben da christliche Kirchen und Gemeinschaften kein Vorbild ab?

Warum verfallen die Verantwortlichen vielfach in Lethargie, wenn es um dieses Thema geht? 

Etwa nur weil die Entfernungen noch so groß sind und sie meinen, dass dieses Verfolgungsleid die Christen hier nichts anginge?

Dieses Leid kann uns noch eher erreichen, als uns lieb sein kann.

 

 

 

Warum reagieren  die gar nicht mehr so großen Großkirchen auf Bistumsebene oder aber auch auf Gemeindeebene so schwerfällig und gehen mit gutem Beispiel voran?

Einen Sonntag für die Verfolgung von Christen am 2. Weihnachtsfeiertag ist nicht genug.

 

Jesus hat den Christen Leid angekündigt.

Aber hat er uns gesagt, dass wir uns diesen Leidenden nicht zuwenden sollen und sie im Stich lassen sollen und die Zustände, die zu diesem Leid führen, nicht anprangern sollen?

Nein, das hat er nicht gesagt und gefordert.

Im Gegenteil.

 

 

 

Das müsste doch ein Herzensanliegen sein. Befreien wir uns aus der Nabelschau der Eigeninteressen und widmen unsere christliche Kraft  ökumenisch-gemeinschaftlich (die unterschiedlichen Theologieansätze sind hier bewusst nicht angesprochen, sondern nur der gemeinschaftliche Dienst am verfolgten Menschen) denen, die wirklich unter Tränen säen, wie wir aus der 4. Strophe des folgenden Liedes so schön erkennen  können und auch singen, wohl die Melodie, aber nicht den Text offensichtlich nicht in unser Herz lassen. Melodien sollten den Text im Grunde nur unterstützen.

 

Sonne der Gerechtigkeit,
 gehe auf zu unsrer Zeit;
 brich in deiner Kirche an,
 daß die Welt es sehen kann.
 Erbarm Dich, HERR! 

 

 

Weck die tote Christenheit
  aus dem Schlaf der Sicherheit;
  mache deinen Ruhm bekannt,
  überall im ganzen Land.
  Erbarm Dich, HERR!

 

Schaue die Zertrennung an,
  der kein Mensch sonst wehren kann;
  sammle, großer Menschenhirt,
  alles was sich hat verirrt.
  Erbarm Dich, HERR!

 

 

Gib den Boten Kraft und Mut,
  Glaubenshoffnung, Liebesglut,
  laß viel Früchte deiner Gnad
  folgen ihrer Tränensaat.
  Erbarm Dich, HERR!

 

 

Laß uns deine Herrlichkeit
  sehen auch in dieser Zeit
  und mit unserer kleinen Kraft
  üben treue Ritterschaft.
  Erbarm Dich, HERR!

Christian David (1692 – 1751)

 

One Response to “Offener Brief an alle Kirchen – Wir sind alle „Noun – N“!”

  1. thomas Says:

    Jetzt will die ISIS noch alle Frauen genitalverstümmeln. Na ist das immer noch kein Kriegsgrund,
    US Natoversallen Europa. Dagegen war Sadam ja richtig kuschelig.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/irak-isis-befiehlt-genitalverstuemmelung-von-frauen-13062537.html


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