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ISIS-Angriffe auf christliche Stadt Karakosh im Nordirak 16. Juli 2014

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 19:17

2014-06-29_2147

Mehr als 50 000 Iraker, die meisten von ihnen Christen, sind in der Nacht auf Donnerstag aus der Stadt Karakosh in der Ninive-Ebene vertrieben worden.

 

 

Ein CSI-Team hält sich derzeit im Kurdengebiet auf

und unterstützt die Hilfe für die Vertriebenen.

 

 

iraqi-refugees

 

 

 

 

Karakosh liegt ca. 15 Kilometer östlich von Iraks zweitgrösster Stadt Mosul. Auslöser für die Massenflucht war ein Artilleriebeschuss sunnitischer Extremisten der Terrororganisation „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS). Ebenfalls auf der Flucht sind die Einwohner der Nachbargemeinden Keremles und Bartella, die wie Karakosh historische christliche Ortschaften sind. Einige Hundert ältere Einwohner wurden zurückgelassen, mit ungewissem Schicksal.  Nach dem Zusammenbruch der irakischen Armee in Mosul Anfang Juni 2014 waren nur noch die kurdischen Peschmerga-Kämpfer als Verteidiger der christlichen Ortschaften übriggeblieben. Ein CSI-Team hält sich derzeit im Kurdengebiet auf und unterstützt die Hilfe für die Vertriebenen. Gemäß der Menschenrechtsorganisation Hammurabi, mit der CSI seit Jahren zusammenarbeitet, bedeutet der ISIS-Angriff auf Karakosh „eine humanitäre Katastrophe für alle Menschen in der Ninive-Ebene, den Auslöser einer desaströsen Auswanderungswelle der irakischen Christenheit“. „Diejenigen, die Fahrzeuge hatten, fuhren davon“, berichtet ein einheimischer Christ. „Alle anderen machten sich zu Fuß auf die Flucht„. Viele Vertriebene versuchen in Kirchen und Klöstern der von Kurden kontrollierten Gebiete Unterschlupf zu finden. Hilfsorganisationen und die Lokalverwaltung stossen aber an ihre Grenzen, da die Aufnahmekapazität des Gebiets bereits nach dem Fall von Mosul am 11.

A displaced Iraqi Christian boy

Juni erschöpft wurde. Damals hatten die ISIS-Extremisten nach eigenen Angaben zunächst 1700 Schiiten in der Stadt exekutiert. Kurze Zeit später unterbrachen sie die Strom- und Wasserversorgung für Karakosh und seine Umgebung und machten das Leben der dort ansässigen Menschen unerträglich. ISIS bedroht nicht nur die Christen der irakischen Provinz Ninive. Auch Jesiden, Schiiten und liberale Muslime werden von ISIS als „Ungläubige“ und somit als legitime Ziele angesehen. Die aus Osama bin Ladens El Kaida hervorgegangene Terrororganisation beherrscht seit mehr als einem Jahr grosse Gebiete im Osten Syriens. Letzten Monat dehnten ISIS-Kämpfer ihren Einflussbereich fast auf den gesamten Norden des Irak aus. Seither zerstören sie Kirchen, exekutieren Angehörige von religiösen Minderheiten, entführen und töten Pfarrer und stellen Christen vor die Wahl, entweder zum Islam überzutreten oder eine „Schutzsteuer“ zu entrichten. Die Alternative dazu ist „das Schwert“. Seit dem Beginn der US-Militäraktion „Operation Freiheit im Irak“ im Jahr 2003 sind mehr als zwei Drittel der irakischen Christenheit nach Entführungen, gezielten Morden und Anschlägen auf Kirchen geflüchtet. Viele, die im Irak blieben, konnten sich bis vor kurzem in die Ninive-Ebene retten, nach Karakosh und in umliegende, historisch christliche Ortschaften. „Jetzt aber, nachdem ISIS auch noch die letzten verbliebenen Rückzugsgebiete angreift“, schreibt der CSI-Nahostexperte Dr. John Eibner aus dem Irak, „ist die Christenheit im Irak ihrer endgültigen Vernichtung näher als je zuvor“.

Medienkontakt: Benjamin Doberstein, 079 429 52 67,  benjamin.doberstein@csi-int.org 

CSI-Mitarbeiter Joel Veldkamp bei Flüchtlingen aus Karakosh

 

5 Responses to “ISIS-Angriffe auf christliche Stadt Karakosh im Nordirak”

  1. Tommy Rasmussen Says:

    „Alles, was das Böse braucht um zu siegen, sind Menschen die nichts tun.“
    (E. Birke)

  2. Kreationist74 Says:

    Du kannst diesem ISIS-Terror ein Ende machen. Tue es bald und du wirst es tun.

  3. Klotho Says:

    Die ISIS soll wohl dafür eingesetzt werden, das Chaos und Spaltung in dieser Region entstehen und eine Balkanisierung dieser Region angestrebt wird. Vor allem geht es um den Zugriff zu den Ölquellen, nämlich ungehindert durch nationale Interessen die Erdölquellen an sich zu reissen, vor allem für die US-Unternehmen. Denn sie wissen das das Erdöl seinen Piek erreicht hat. Daher setzen sie alles daran sich die Ölquellen unter den Nagel zu reissen, auch wenn Millionen Menschen darunter leiden müssen.Profit geht über Menschenleben.
    Die Bilderberger hatten als ein Thema dieses Jahr “ Die neue Architektur des Nahen Ostens“, das bedeutet sie ganz konkrete Pläne in dieser Region und ISIS gehört zu deren Plan. Ist es nicht ein wenig merkwürdig das diese Islamterroristen ausgerechnet in den Erdöl-fördernden Ländern auftauchen? Wie Nigeria, Irak und Lybien, leider fallen die Menschen auf diese Taktik herein.
    Eigentlich sind die Planer, die die Strippen ziehen sehr materialistisch und auch skrupellos, leider ist ihr Sinn nicht das Wohl der Menschen, sondern nur das sie ihr eigenes Bankkonto füllen können.
    Die Saudis kommen auch noch dran, die stehen auch im Visier.

      • Andreas Says:

        spannende thesen, durchaus im bereich des möglichen – aber gänzlich ohne eindeutige belege o. quellen/zeugen-angaben lässt sich alles mögliche behaupten…
        ausser vielleicht obama fiele mir kein westler ein, der ein interesse an einem islamistischen isis-kalifat in nahost haben könnte: wo immer die radikalen über menschen, regionen u. ölfelder obsiegt haben, sei es in libyen, nigeria o. irak, brach das allgemeine öffentliche leben, die wirtschaft u. besonders das öl-förderungs-u.absatzsystem bald zusammen, ging/geht das (rest-) öl wertverlustreich über illegale schwarzmärkte das anschliessende chaos, von fanatismus u. gewalt begleitet, bar jeder bürgerlichen gesetzlichkeit macht es dem „westen“ doch quasi erst recht unmöglich, auf irgendeine weise mit den kalifats-terroristen ins geschäft zu kommen, sie vollständig zu kontrollieren oder politisch-ideologischen einfluss zu nehmen. das wäre doch mit den alten regimes viel einfacher zu händeln und ausserdem wesentlich billiger gewesen, hätte man die region über mittelsmänner totalitär beherrschen u. ausbeuten wollen (was ja bereits set der kolonialzeit erfolgreich praktiziert wurde!). warum also so risikoreich, umständlich, teuer u. langwierig, indem man terroristen erst über jahrzehnte heranzüchten muss, um sie zum fernen ziel zu loten- und das mit völlig ungewissem ausgang??
        was läuft denn jetzt für den „westen“ in z.b. mali. somalia, sudan, ägypten, libyen oder irak soviel „besser“, seit dort fanatiker u. terrorbrigaden fuß gefasst haben? inwiefern profitiert der „westen“, seit nun sisi mubarak ersetzt hat oder eine instabile „regierung“ in tripolis sich mit stammes-u. terrorclans ums noch verbliebene öl streiten muss – allesamt überwiegend sunnitisch, antiwestlich ausgerichtet.
        bis jetzt jedenfalls hat der arabische frühling, syrien, irak u. im zusammenhang auch ukraine dem westen nichts als scherereien, unfrieden, flüchtlingsswellen, sorgen und immense kosten bereitet – daas können auch all die profite der rüstungsindustrien nicht wettmachen.
        übrigens investieren fast durchweg nur friedliche, stabile und/oder relativ wohlhabende länder in teure, hochkomplexe rüstungsgüter – ein eher bescheidener rest geht in die „kriegsgeilen“, meist ärmeren spannungszonen dieser welt. die militär-lobbys machen also ihre kohle v.a. hier bei uns vor ort bzw. bei solventen partnerstaaten der natoallianz, weniger in syrien, lbyien, irak, sudan o. wo es sonst gerade kracht!..


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