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Irakisches Chemiewaffenlager fällt in die Hände der ISIS-Terroristen 10. Juli 2014

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 23:07

 

 

 

 

 

 

Die irakische Regierung hat die Vereinten Nationen darüber informiert, dass sie die Kontrolle über ein früheres Chemiewaffenlager an die islamistischen Aufständischen verloren habe, die mit der Terrorgruppe ISIS, oder wie sie sich seit Neuestem nennt, Islamischer Staat (IS) verbunden sind.

Daher sei die Regierung gegenwärtig nicht in der Lage, ihren Verpflichtungen, die in dem Lager aufbewahrten Substanzen und Gegenstände zu zerstören, nachzukommen.

 

 

 

 

 

Prisoners in Philippines Show Allegiance to ISIS

 

 

 

 

 

In einem Schreiben des irakischen UN-Botschafters Mohamed Ali Alhakim geht hervor, dass »bewaffnete Terrorgruppen« am 11. Juni den nördlich von Bagdad gelegenen Komplex Muthanna eingenommen hätten. Vor dem Golfkrieg von 1991 befand sich hier die Hauptproduktionsstätte für Chemiewaffen, und bis heute werden dort noch 2500 mit dem tödlichen Nervengas Sarin bestückte Raketen gelagert. Wie die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) meldete, befindet sich die Anlage nunmehr in der Hand der extremistischen Gruppe Islamischer Staat, die zuvor unter dem Namen »Islamischer Staat im Irak und der Levante« bekannt war. In dem Schreiben an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erklärt Alhakim, irakische Regierungsmitarbeiter hätten vor Ausschaltung der Überwachungsanlagen mit eigenen Augen gesehen, wie die Endringlinge das Lager geplündert hätten. Der rasche Vormarsch des ISIS im Norden und Westen des Iraks – die Kämpfer kontrollieren zudem Teile Syriens – hatten die Gruppe veranlasst, in den von ihnen kontrollierten Gebieten einen neuen islamischen Staat, ein Kalifat, auszurufen und ihren Namen in »Islamischer Staat« zu ändern, berichtete die Süddeutsche Zeitung. Die Gruppe setzt sich vorwiegend aus radikalen sunnitischen Muslimen zusammen und wird auch von den Irakern unterstützt, die mit der von Schiiten dominierten gegenwärtigen Regierung in Bagdad, der vorgeworfen wird, einseitig schiitische Interessen zu fördern und die anderen Regionen auszuschließen, unzufrieden sind.

Erst wenn es der irakischen Regierung gelungen sei, die Einrichtung in Muthanna wieder zurückzuerobern und die Sicherheitslage im Land wieder zu stabilisieren, so Alhakim weiter, könne man daran gehen, die noch verbliebenen Chemiewaffenlager zu räumen und die dort gelagerten Substanzen zu vernichten. »Die Regierung des Iraks bittet die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen um Verständnis dafür, dass der Irak aufgrund der Verschlechterung der Sicherheitslage gegenwärtig nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen zur Zerstörung von Chemiewaffen nachzukommen«, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters. Bisher ist noch unklar, was genau die Gruppe Islamischer Staat aus der Einrichtung mitgenommen hat, aber amerikanische Regierungsvertreter erklärten, was immer sich noch in der Anlage befinde, sei zum größten Teil wirkungslos und könne möglicherweise sogar nicht einmal transportiert werden. Ende Juni erklärte die Sprecherin des amerikanischen Außenministeriums Jen Psaki im Zusammenhang mit der Eroberung des Lagers, die Lage sei zwar beunruhigend, aber zu den dort verbliebenen Beständen gehörten keine »intakten Chemiewaffen … und es wäre sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, diese risikolos für militärische Zwecke einzusetzen oder, offen gesagt, sie überhaupt zu transportieren«. Diese Einschätzung wurde auch vom Sprecher des amerikanischen Außenministeriums Konteradmiral John Kirby aufgegriffen. Gegenüber Reuters sagte er: »Aus unserer Sicht stellen diese spezielle Anlage und ihre Bestände zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein größeres Problem dar. Sollten sie IS in der Lage gewesen sein, sich Zugang zu dem Material zu verschaffen, wäre dies, offen gesagt, mehr eine Bedrohung für sie als für irgendjemand anderen«.

Alhakims Brief an die Vereinten Nationen verweist allerdings im Zusammenhang mit der Übernahme der Anlage auf zwei besondere Bunker, über deren Bestände die Nachrichtenagentur AP bereits im Zusammenhang mit einem UN-Bericht aus dem Zeitraum um 2003 berichtet hatte. Im Bunker 13 befanden sich demnach 2500 mit Sarin gefüllte Raketen, die alle vor 1991 hergestellt worden waren, sowie 180 Tonnen der hochgiftigen Substanz Natriumcyanid. Im Bunker 41 sind mittlerweile 2000 leere Artillerie-Granathülsen, die mit Senfgas kontaminiert sind, sowie mehr als 600 Senfgas-Container mit einer Kapazität von jeweils einer Tonne, in denen sich noch Rückstände befinden, und schwer kontaminiertes Baumaterial gelagert. Dieses Material kann zwar nicht für militärische Zwecke eingesetzt werden, ist aber dennoch »hochgiftig«. Es ist unklar, wann die Regierung wieder die Kontrolle über das Chemiewaffenlager erlangen kann, da sich die neugewählten Abgeordneten des irakischen Parlaments bisher noch nicht über die Bildung einer Regierung verständigen konnten. Aus den Wahlen im April war das Bündnis des amtierenden Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki zwar als Sieger hervorgegangen, hatte aber die Mehrheit deutlich verfehlt. Die laufenden Verhandlungen böten den Politikern die Chance, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden und vereint gegen die IS-Aufständischen vorzugehen. {Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/redaktion/irakisches-chemiewaffenlager-faellt-in-die-haende-der-isis-terroristen.html}

 

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