kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Boliviens Parlament erlaubt jetzt Kinderarbeit ab 10 Jahren 7. Juli 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 23:08

Boliviens Kinder schuften für die Reichen

 

 

 

 

 

Boliviens Parlament erlaubt Kinderarbeit ab zehn Jahren. Für Europäer klingt das bizarr, doch die Regelung geht nicht zuletzt auf Forderungen von Kindern selbst zurück. Ihr Alltag wird sich durch Verbote nicht ändern. Wie ihnen zu helfen wäre, ist längst bekannt.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/kinderarbeit-in-bolivien-sie-schuften-fuer-die-reichen-1.2032269?commentspage=all:2:#comments

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

Uns stößt der Satz auf:

Es geht um die Entkriminalisierung des Alltags Hunderttausender Kinder

 

Was wir mit diesem Schlüsselsatz alles rechtfertigen können:

Prostitution entkriminalisieren.

Weil die Prostitution das älteste Gewerbe der Welt ist und alle es tun, kann es entkriminalisiert werden.

 

Drogenhandel entkriminalisieren.

Weil Drogenkonsum zum Alltag gehört, kann entkriminalisiert werden.

 

Kinderhandel entkriminalisieren.

Weil Kinderhandel zum Alltag gehört, kann entkriminalisiert werden.

Diebstahl entkriminalisieren.

Weil Diebstahl Alltag ist in Kaufhäusern, kann entkriminalsiert werden.

 

Abtreibung entkriminalisieren.

Weil Abtreibung zum Alltga gehört, kann der § 218 StGB doch ganz abgeschafft werden.

 

Vergewaltigung entkriminalisieren.

Weil Vergewaltigung in oder außerhalb der Ehe zum Alltag gehört, kann diese doch entkriminalisiert werden.
Weil in islamsichen Ländern Mächen zwangsverheiratet werden, kann entkriminialisiert werden.

Weil in islamischen Ländern Mädchenentführungen stattfinden, kann entkriminalisiert werden.

Weil in islamischen Ländern Mädchenbeschneidungen zum Alltag gehören, kann entkriminialisiert werden.

Abtreibung

Und so ist es dann zwangsläufig auch mit der Kinderarbeit. Mit dieser Begründung lässt sich sogar Mord entkriminialisieren.

Wir denken, da macht es sich der Autor zu einfach. Und wo bleiben überhaupt die Stimmen der Linken, die sich doch immer so vehement für Menschenrechte einsetzen? Offensichtlich bleiben sie immer dann und nur da stumm, wenn ihre Freunde an den politischen Hebeln der Macht sitzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Andersherum wird ein Schuh.

 

Wenn eine Weltwirtschaft ohne Kinderarbeit nicht auskommt, dann soll sie einpacken und Regeln überdenken, die zu dieser Kinderarbeit führen. Eines steht fest: Wer Kinderarbeit fördert durch wirtschaftpolitisches Handeln, der fördert auch Analphabetismus und mithin auch Armut. Wir denken, dass es in Bolivien Schulpflicht gibt. Diese wird jedoch mit dieser gesetzlichen Regelung unterlaufen, wenn die Regierung Boliviens da mitmacht. Oder sollen Kinder neben ihrem anstrengenden Job auch noch die Schule schaffen.

 

 

Natürlich sehen wir auch, dass in der Praxis die einzelne Familie nicht ohne Kinderarbeit auskommen kann.

 

Da jedoch müssen politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, die  genau das ändern.  Wenn Weltwirtschaft nur auf für legal erklärte Verletzung von Menschenrechten aufbaut, ist sie gescheitert.

Wir sind keine Experten auf dem Gebiet der Weltwirtschaft  und geben das auch unumwunden zu.
Wir denken, dass unsere politisch Verantwortlichen der Globalisierung solche Probleme aus der Welt schaffen können, weil die doch alle so schlau sein wollen. Wenn sie das aber nicht schaffen und noch nicht einmal  in Angriff nehmen wollen, dann sollten sie ihre hochtrabenden Pläne aufgeben.

Wir haben leider auch kein Konzept für die Abschaffung von legalisierten Menschenrechtsverletzungen speziell in Bolivien. Und wir wissen auch, dass wir von hier aus leicht schreiben können.  Wir wissen aber, dass die Erwachsenen in Bolivien es sich zu einfach machen, wenn sie das zulassen und durch Gesetzgebung sogar legalisieren und damit eine fatale Bewusstseinsänderung in der Bevölkerung in Gang setzen. Wir wissen zugleich, dass die Rechtfertigung, dass Kinder dieses Gesetz wollen, ein Armutszeugnis erster Klasse darstellt.   Wir wissen nur, dass Sklavenarbeit, und um solche handelt es sich bei Kinderarbeit, niemals eine gerechte Welt erschaffen kann, zu keiner Zeit  an keinem Ort.

Hat man sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass möglicherweise in Boliven jede Menge erwachsene Arbeitslose herumlaufen, die genau diese Arbeit, die Kinder verrichten, bewerkstelligen könnten und sollten? Aber Kinder scheinen die billigeren Arbeitskräfte zu sein. Ist die Regierung nicht in der Lage hier zu steuern?

Aus Wikipedia erfahren wir jedenfalls Folgendes:

Trotz seines Reichtums an Bodenschätzen (früher vor allem Silber und Zinn) ist Bolivien das ärmste und exportschwächste Land Lateinamerikas, sein nominales Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner betrug im Jahre 2006 lediglich 1153 US-Dollar pro Kopf. Zwei Drittel der Bevölkerung leben in Armut, 40 Prozent gar in extremer Armut, obwohl Bolivien über die größten freien, d. h. ohne gleichzeitige Ölförderung ausbeutbaren Erdgasvorkommen Südamerikas verfügt. Der Gini-Koeffizient, der die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums misst, lag bei 0,6, was eine starke Ungleichverteilung des gesellschaftlichen Einkommens bedeutet. 10 % der Bevölkerung verfügen über 40 % des Gesamteinkommens.

 

 

Die Verteilung stimmt einfach nicht, vielleicht noch nicht einmal in Bolivien selbst. Das ist das große Übel einer jeden Zeit, so auch dieser.

 

 

 

 

 

 

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