kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gedanken zum Heilgen Geist 9. Juni 2014

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 23:56

Viel wurde schon über den Heiligen Geist berichtet und geschrieben.

 

 

 

An erster Stelle berichten die Evangelien über das Wirken des Heiligen Geistes.

Ist dieser Heilige Geist lediglich eine intellektuelle Größe innhalb des theologischen Denkens?

Ist der Heilige Geist nur etwas für Hochgebildete?

Ist der Heilige Geist ein  Phänomen, welches mit der Gabe der Xenoglossie, des mit dem plötzlichen „In-fremden-Sprachen-sprechen-Könnens“, einhergeht?

Ist der Heilige Geist ein Phänomen im Sinne des Außerirdischen, im Sinne von Kuriosum, von Merkwürdigkeit, von Erscheinung, von außergewöhnlichem Ereignis oder einer skurrilen unerklärlichen Besonderheit, im Sinne eines Geschehnisses, welches sich jeder wissenschaftlichen Erkenntnismethodik entzieht?

Ist der Heilige Geist ein besonderer Kick für Esoteriker?

 

 

 

 

Wir sagen gern, dass der Heilige Geist weht, wo er will. Dies sagen wir dann immer gern, wenn wir uns etwas nicht erklären können. 

 

Was uns allen besonders auffallen sollte, ist, dass dieser Geist mit einem Charakterattribut versehen ist, nämlich mit dem Ausdruck „heilig“. Dieser Begriff lenkt diesen Geist in eine bestimmte Verständnisrichtung. Dieser Geist ist heilig, ist vollkommen, ist ganzheitlich, ist vollendet. Er ist größtmöglich, sich dem irdischen Denken entziehend, also immer Geheimnis bleibend. Die irdische Personifizierung des HEILIGEN GEISTES ist JESUS CHRISTUS selbst, der so oft sagte, dass er im VATER sei.  Wir bringen diesen Ausdruck mit dem Göttlichen in Verbindung. Der Heilige Geist wurde zum besonderen Thema mit dem Erscheinen Jesu.

 

 

Das begann mit der Verkündigung des Engels an Maria, die von IHM, von SEINER Kraft  „überschattet“ wurde und endete am Kreuz, als Jesus sagte: Vater, in Deine Hände lege ich MEINEN GEIST. Hatte JESUS eine besondere Beziehung mit dem Heiligen Geist? Oh ja. Denn JESUS ist der Aussender des HEILIGEN GEISTES. ER bestimmt, dass dieser HEILIGE GEIST in besonderer Weise (Im AT wird berichtet, dass der Geist GOTTES über den Wassern schwebte) von IHM ausgesandt wird. ER spricht von diesem HEILIGEN GEIST wie von einer Eigenständigkeit, dem Tröster, der die Nachfolger CHRISTI, also uns begleitet. Durch die Kraft des  HEILIGEN GEIST ist JESUS noch heute in der Eucharistie unter und mit uns und da, wo zwei oder drei in SEINEM Namen versammelt sind, ebenfalls. 

 

 

Wir dürfen getrost annehmen, dass JESUS selbst, der im VATER war und ist, seine Lehre und seine Erlösungstat IM HEILIGEN GEIST getan hat.

 

Aber wie sieht es mit dem Heiligen Geist in unserem Alltag aus?

Wann begegnen wir ihm?

 

Wenn wir achtsam sind und nichts in unserem Leben für selbstverständlich erachten, brauchen wir nicht auf biblische Großereignisse wie Pfingsten zu warten, denn wir können  IHM immer und zu jeder Zeit begegnen.  Ja, er treibt uns manchmal, ohne dass wir es merken.

 

 

In der Freude des Herzens, die die Dankbarkeit für das irdische Leben in gesunden Zeiten voraussetzt. Wer ist ihr noch nicht begegnet? Herrliches Wetter, schönste Blumen und Natur. Berg- oder Meer- oder See- oder Walderlebnisse, die in einem Gefühle der Dankbarkeit für die Schöpfung erlebt werden können, der richtigen Einordnung des Ichs im Leben, nämlich der Erkenntnis des Kleinseins, erkannt in einer gesunden Demut angesichts der großen Natur, in der WIR leben dürfen. Dieses Gefühl und Denken ist reiner HEILIGER GEIST. Jede uneigennützige Tat anderen Gegenüber ist reiner HEILIGER GEIST. Jedes innige Gebet des Dankes, der Freude, der Bitte und des Staunens, welches wir in liebender Uneigennützigkeit an JESUS, an den VATER und an den HEILIGEN GEIST (Darum auch das Kreuzzeichen) ernsthaft richten und unser Herz erfüllt, ist reiner HEILIGER GEIST.

Jedes noch so kleine und schwache Drängen zum Guten gegenüber Jedermann, jedes Empfinden des Dankes, des kindlichen Bittens, der Fürbitte für Verfolgte, jeder gern eingezahlte Spendenbeitrag ohne jenes dunkle Denken, ob diese Spende wohl ankommt, jedes Denken, welches möglichst rein ohne Falsch und ohne Vorurteile und Schubladendenken daherkommt, ist Heiliger Geist. Jedes sinnvolle Nachdenken über Gott und die Welt kann Heiliger Geist sein. Jedes Denken, welches die Sünde abwehrt ist  Heiliger Geist. Jedes auch noch so kleine gut gemeinte Wort am Arbeitsplatz, in der Schule ist Heiliger Geist. Jede Hilfe, die wir Gemobbten, Erniedrigten und Bedrängten in Alltagssituationen angedeihen lassen,  ist Heiliger Geist. Jede Hilfe, jeder Einsatz für das Gute in Wort und Tat, jedes Abhalten von Selbstmord, jedes Aufbauen von verkrümmten Seelen und Kranken ist Heiliger Geist. Jedes gute Gespräch über Themen der Bibel und des Alltagsleides ist Heiliger Geist.

 

 

Jeder noch so kleine Versuch, unabwendbares eigenes Leid des Alters, der Krankheit oder der Behinderung für GOTT, für JESUS, um SEINETWILLEN leidend aufzuopfern ist HEILIGER GEIST reinsten Wassers.  Und das ist besonders schwer.

 

Jede echte Liebe, sei sie nach außen hin noch so unbedeutend,  ist heiliger Geist. Jeder Gedanke der Versöhnung, der Vergebung, der Reue und der Buße ist reiner Heiliger GEIST.

 

 

Heiliger Geist ist somit die Balance zu schaffen oder zu erstreben, sich selbst zu lieben und sich selbst anzunehmen und aus dieser Sich-Selbst-Liebe, aus dieser Sich-Selbst-Annahme heraus, völlig uneigennützig für Andere Hilfe zu sein, im Kleinen wie im Großen. Denn nur Die- oder Derjenige, der sich selbst „liebt“, ist so eigenständig, dass er sich bestens einordnen kann in Gottes Willen und aus dieser Position heraus Engel für andere sein kann.

 

 

JESUS hat im HEILIGEN GEIST zuhause befindlich,  viele weise Worte uns auf den Weg mitgegeben: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Viele Christen deuten, dass Christen nur immer für andere dasein sollten, um vollkommen zu werden. Aber dieses setzt die Selbstliebe erst einmal voraus. Wer sich selbst nicht lieben kann, wird frustriert, wird bekümmert, wird sich selbst über und sich selbst gram. In diesem Zustand kann er kein echter Christ sein und kann auch nicht oder nur unzureichend christlich handeln, weil er sich selbst nicht gut ist. Wer sich selbst nicht annehmen kann, kann auch andere nicht annehmen und kann auch letztlich GOTT nicht annehmen. Ein gesundes Selbstvertrauen ist die Basis, um überhaupt frei zu sein, aus tiefstem Herzen und aus Überzeugung uneigennützig lieben zu können.

 

 

Wer das erkannt hat, hat schon wieder ein Stück HEILIGEN GEISTES in sich aufgenommen.

Wenn wir es zulassen und einfach nach heiliger Vollkommenheit streben auch in dem Wissen, dass wir diese nie erreichen werden, aber allein die tapferen Versuche, das ernsthafte Bemühen ist Heiliger Geist, auch wenn wir häufig fallen. Das Aufrichten nach einem solchen Fall (Sünde) ist Heiliger Geist. Jeder feste ernstgemeint Vorsatz, sich zu bessern, ist HEILIGER GEIST, auch wenn wir es nicht schaffen, diese Vorsätze in die Tat umzusetzen. Der Wille dahin ist HEILIGER GEIST.

 

Das mutige Identifizieren mit JESUS, SEINEM VATER und dem HEILIGEN GEIST ist HEILIGER GEIST, ist JESU GEIST und ist der GEIST des VATERS, der über den Wassern schwebte.

 

 

Dieser HEILIGE GEIST ist der GEIST des sensiblen Unterscheidenkönnens, was richtig und was falsch ist. Jedes Denken, jedes Handeln, welches mit Gewalt gegen andere einhergeht ob religiös oder ideologisch, kriminell geprägt oder aus individuellem Egoismus heraus, lässt die Abwesenheit des HEILIGEN GEISTES und damit die eisige Kälte und Verhärtung des eigenen Herzens, der eigenen Seele erspüren. Der HEILIGE GEIST ist Bekenntnis, ist Mut zum Bekenntnis. Der HEILIGE GEIST ist da, wo Christen gegen den Zeitgeist anschwimmen.

 

 

 

 

 

 

Die größte Sünde wider den HEILIGEN GEIST ist, Gewalt, das Böse, das Schlechte, das Egoistische, das Beliebige, das Relavistische zum Guten zu erklären, zu verharmlosen, zu tarnen und  zu täuschen, zu negieren und zu verdrängen. Der HEILIGE GEIST steht für absolute Wahrheit des vollkommen Guten der Seele.

 

 

Jedes Ziel ist abzulehnen, welches nur über den Weg mittels Zwang, Gewalttat, Misstrauen und Zwangsgehorsam, mittels Feindbildern und herablassender Arroganz und Stolz gegenüber jedem anderen erreicht werden kann,   ist wider den HEILIGEN GEIST. Der HEILIGE GEIST ist der GOTT der Heiligen Vollkommenheit. ER, den JESUS CHRISTUS in sich trug,  ist der GEIST der es uns möglich macht, zu unterscheiden, der Differenzierung und des Erkennens und des Aufspürens jeglichen Unheiligen.

 

 

Dieser HEILIGE GEIST, den der VATER uns in unserer Ebenbildlichkeit uns liebend segnend im AT ausgedrückt, geschenkt hat, hat er in seinem SOHN JESUS CHRISTUS lebendig werden lassen. Kein Wunder, dass dieses TRIO vollkommen einzigartig ist. Das Zusammenwirken zwischen VATER; SOHN und HEILIGEM GEIST macht unser Leben aus. Wegen IHM in DREIEINIGKEIT leben wir überhaupt und sind wir.

 

Bitten wir zum HEILIGEN GEIST, der uns, wenn wir nur wollen und es zulassen, immer umgibt und in uns eindringt, dass er uns seine 7 Gaben schenkt, die wir  bis zu unserem irdischen Tode so sehr dringend brauchen. Behandeln wir IHN nicht stiefmütterlich als Anhängsel des VATERS oder des SOHNES. Der VATER und der SOHN besteht aus HEILIGEM GEIST.

 

 

 

 

 

 

Pfingsten: Wir alle kennen die Grundlage des Pfingstfestes aus der Apostelgeschichte 2  1-13.

Da ist von „heftigem Sturm“ die Rede, aber es war doch kein echter Sturm, nein, ein Brausen, das vom Himmel her zu vernehmen ist und es erscheinen Zungen nicht von Feuer, wie sie in vielen Bildern dargestellt werden, sondern wie von Feuer und diese imaginären Zungen ließen sich auf den Aposteln und Jüngern nieder. Dann wird es konkret, sehr konkret: Alle, auf denen sich diese Zungen niederließen,  begannen in fremden Sprachen zu reden. Wir nennen dieses Phänomen „Xenoglossie“. Das überzeugt die Umstehenden so sehr, dass sie sich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen ließen.

 

Wenn wir an den HEILIGEN GEIST denken, denken wir sofort an den Prolog des Johannes Evangeliums, in dem es heißt: Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. … Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. in ihm (dem Wort) war das Leben , war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis…

 

 

Herrliche Worte des Apostels, ja das ist die kürzeste Schöpfungsgeschichte der Erde. In diesen Worten steckt Wahrheit und Leben, Licht und Erkenntnis. Das macht den HEILIGEN GEIST AUS.

 

 

Johannes sagt nicht, dass der Vater zuerst da war, sondern, dass das Wort zuerst da war. Wort ist aber nichts anderes als Gedanke, Geist. Wenn dieser Gedanke, dieser Geist sich jedoch mitteilen will, so muss er in das Herz anderer gelegt werden. Da aber die Schöpfung noch nicht vorhanden war, musste das Wort diese zunächst erschaffen.

 

 

Die heutige Technik bringt es sogar zustande, das, was Johannes vor ca. 1940 Jahren geschrieben hat, im wahrsten Sinne des Wortes im Kleinen wahr wird. Sie sprechen ein Wort  oder klatschen in die Hände und das Licht geht im Wohnzimmer oder in anderen Zimmern an. Das ist ein physikalisch erklärbarer Vorgang. Wenn dies im Kleinen möglich ist, ist es mit Sicherheit auch im göttlich Schöpferischen möglich. Wissenschaft und Glaube schließen sich nicht immer aus.

 

 

Alles ist durch das Wort, durch den Gedanken Gottes geworden. Ohne Geist ist nichts, kein Leben, keine Liebe, keine Hoffnung, kein Glaube, kein Sein. Mit Geist ist somit alles, das Ich-bin oder Ich-bin-da.

 

 

Jeder Gegenstand, den sich der Mensch ausgedacht hat, jedes Lied, welches komponiert worden ist, jedes Buch, was geschrieben worden ist, ist nichts anderes als das Produkt von Geist. Wenn ein Mensch schon soviel Schönes, Gutes und Sinnvolles wie gute Bücher, gute Musik und gute Dinge des Alltags schaffen und bewusst gute Taten denken und ausssprechen, ausklingen und aussagen kann, wie viel mehr hat dieser GEIST GOTTES geleistet. Dieser GEIST ist der Ursprung allen Lebens, aller Liebe und allen Wehens. Dieser GEIST ist Bewegung, nie Stillstand.

 

 

 

 

Augustinus schrieb einmal:

Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in DIR, oh GOTT.

 

 

Diese Unruhe, dieses Streben, dieses Weben und ständige Tun, aber auch die erholsame Ruhe, die zu wunderbaren erbaulichen und zielführenden Gedanken führen kann, die zum Streben in und zur Heiligkeit führt, ist nichts anderes als der GEIST GOTTES.

 

 

ER ist die ständig schöpferische Liebesbewegung zwischen VATER und SOHN. Der Hl. GEIST treibt JESUS in sein Erlösungswerk. Der HL. GEIST ist im VATER und im SOHN vollends vorhanden und der SOHN und der VATER sind dieser GEIST. Wenn Gott nur allein da ist, kann er keine Liebe auf gleicher Ebene aussenden. Liebe aber lebt im DU. Und so ist der HEILIGE GEIST innerhalb des  DREIEINEN GOTTES das Liebeskraftwerk im Innergöttlichen, welches diese Liebe in seiner Schöpfung immer weiter wirkt. Weil dieser GO’TT die LIebe ist, sind wir als seine Geschöpfe auch zur Liebe fähig. Darum sind wir auch SEIN Abbild oder Ebenbild. Wir erahnen, was Liebe GOTTES ausmacht, wir erahnen, was JESUS zum Kreuz treibt. Wir erahnen die Qualität des Geschenkes unseres himmlichen VATERS, welcher er uns in JESUS, der sich mitten unter uns aufgehalten hat und noch immer aufhält, gemacht hat. Aber all dieses Wirken GOTTES ist HEILIGER, weil VOLLKOMMENER GEIST.

 

 

Jedes ungeborene und geborene Kind wird von von seinen Eltern als ein Wunder angesehen. Dieses elterliche liebende Ansehen des Herzens ist eine Ahnung des liebenden GEISTES GOTTES.

 

 

Das Gegenteil des Geistes Gottes produzieren wir allerorten zu allen irdischen Zeiten, der einzelne von uns durch seine und unsere Sünden selbst, durch verfehlten Glauben, durch verfehlte Ideologie, durch gottabgewandte Wege, die ins Chaos, nicht ins Heil führen. Überall da, wo Hass, Rache, Neid, Missgunst, Eifersucht, Habgier, Unzucht, Terror, Krieg, Egoismus und Triebhaftigkeit in jeglicher Form sich breit macht und überhand nimmt, wird die Liebe des GEISTES GOTTES verdrängt.

 

 

 

 

 

 

Zu Pfingsten wird in den Kirchen folgendes Gebet gesungen oder gebetet, die Pfingstsequenz, ein herrliches Gebet, welches die Charaktereigenschaften des HEILIGEN GEISTES gut beschreibt:

Komm herab, o Heil‘ger Geist, / der die finstre Nacht zerreißt, / strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt, / komm, der gute Gaben gibt, / komm, der jedes Herz erhellt.

Höchster Tröster in der Zeit, / Gast, der Herz und Sinn erfreut, / köstlich Labsal in der Not,

in der Unrast schenkst du Ruh, / hauchst in Hitze Kühlung zu, / spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht, / fülle Herz und Angesicht, / dring bis auf der Seele Grund.

Ohne dein lebendig Wehn / kann im Menschen nichts bestehn, / kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein, / Dürrem gieße Leben ein, / heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart, / löse, was in sich erstarrt, / lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut, / das auf deine Hilfe baut, / deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit bestehn, / deines Heils Vollendung sehn / und der Freuden Ewigkeit.

 

 

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Die sieben Gaben des Heiligen Geistes:

 

Diese Sieben Gaben gehören in der Römisch-Katholische Kirche zu den Formeln der katholischen Lehre und sind kurzgefasst folgende:

• Die Gabe des Verstandes (oder Erkenntnis) gibt Licht, göttliche Dinge zu erforschen und zu verstehen trotz der Schwerfälligkeit und Trägheit unseres Verstandes. Sie ist ein besonderes Licht zu tiefer Durchdringung der Gegenstände, die sich dem Verstande darbieten. Diese Gabe gehöret zur Tugend des Glaubens.

• Die Gabe der Weisheit verleiht der Seele einen gewissen Geschmack, durch den sie Göttliches und Menschliches ohne Täuschung unterscheidet und jedem seinen Wert beilegt, im Gegensatz zu dem Geschmack, der von der menschlichen Torheit und Unwissenheit stammt. Sie bewirkt, dass wir in allem nach dem Vollkommensten streben. Diese Gabe gehört zur Tugend der Liebe.

• Die Gabe des Verstandes braucht die Gabe der Stärke, damit sie entschlossen alles ausführt, was der Verstand als das Vollkommenste erkannt hat. Die Schwierigkeiten oder Hindernisse werden durch die Stärke überwunden, indem die Seele sich lieber jeder Anstrengung und Mühe unterzieht, als dass sie sich des wahren und höchsten Gutes berauben ließe. Sie verbannt die ungeregelte Furcht und stärkt die Schwäche. Sie gehört zur gleichnamigen Tugend (des Starkmutes),

• Die Gabe des Rates leitet auf dem rechten Weg und hält die menschliche Voreiligkeit zurück. Sie ist gegen die Unklugheit gerichtet und gehört zur Tugend der Klugheit. Sie wählt die angemessensten Mittel zum Guten.

• Die Gabe der Wissenschaft erteilt dem Menschen das nötige Licht, um ein Gut von dem andern zu unterscheiden; sie lehrt das, was gewisser und sicherer ist, erwählen. Sie dringt in das Dunkelste ein und macht vollkommene Lehrmeister. Sie richtet sich gegen die Unwissenheit. Diese Gabe gehört zur Tugend des Glaubens.

• Die Gabe der Frömmigkeit macht das Herz milde und sanft, benimmt ihm die Härte und schützt es vor Gottvergessenheit und Gefühllosigkeit. Sie macht die Seele mit sanfter Gewalt zu allem geneigt, was zum Dienste Gottes und zum geistlichen Wohle des Nächsten gehört, und zwar so, dass man es aus einem heiligen, vollkommenen und tugendhaften Beweggrunde tut. Sie gehört zur Tugend der Gottesverehrung

• Die Gabe der Furcht des Herrn bewahrt und besiegelt sämtliche Gaben. Sie bewegt das Herz, alles zu fliehen, was unvollkommen und vermessen ist und mit der Tugend nicht übereinstimmt. Sie ist der Seele eine Art Schutzmauer. Die wahre, heilige Furcht hindert die Seele nicht, die Wohltaten des Allerhöchsten sehr wohl zu kennen. Im Gegenteil, sie führt sie dahin, Gott aus allen Kräften dafür zu danken und sich selbst auf liebliche Weise bis in den Staub zu verdemütigen im Gegensatz zur Hoffart. Sie bezieht sich auf die Demut

 

 

 

 

 

 

One Response to “Gedanken zum Heilgen Geist”

  1. du brauchst Jesus Says:

    Gott Vater, sende deinen Geist

    Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.
    Joh. 14,26 (Luther 1912)

    1. Gott Vater, sende deinen Geist, den uns dein Sohn erbitten heißt, aus deines Himmels Höhen.
    Wir bitten, wie er uns gelehrt: lass uns doch ja nicht unerhört von deinem Throne gehen.

    2. Dein Geist hält unsers Glaubens Licht, wenn alle Welt dawider ficht mit Sturm und vielen Waffen;
    und wenn auch gleich der Fürst der Welt selbst wider uns sich legt ins Feld, so kann er doch nichts schaffen.

    3. Wo Gottes Geist ist, da ist Sieg; wo dieser hilft, da wird der Krieg gewisslich wohl ablaufen.
    Was ist doch Satans Reich und Stand? Wenn Gott, der Herr, erhebt die Hand, fällt alles übern Haufen.

    4. Er reißt der Höllen Band entzwei; er tröst´ und macht das Herze frei von allem, was uns kränket.
    Wenn uns des Unglücks Wetter schreckt, so ist ers, der uns schützt und deckt viel besser, als man denket.

    5. Er macht das bittre Kreuze süß, ist unser Licht in Finsternis, führt uns als seine Schafe,
    hält über uns sein Schild und wacht, dass seine Herd in tiefer Nacht mit Ruh und Frieden schlafe.

    6. Er macht geschickt uns rüstet aus die Diener, die des Herren Haus in diesem Leben bauen;
    er ziert ihr Herz, Mund und Verstand, und lässt sie, was uns unbekannt, zu unserm Besten schauen.

    7. Er öffnet unsers Herzens Tor, wenn sie sein Wort in unser Ohr als edlen Samen streuen,
    er gibet Kraft demselben Wort, und wenn es fället, bringt ers fort und lässets wohl gedeihen.

    8. Er lehret uns die Furcht des Herrn liebt Reinigkeit und wohnet gern in frommen, keuschen Seelen.
    Was niedrig ist, was Tugend ehrt, was Buße tut und sich bekehrt, das pflegt er zu erwählen.

    9. Er ist und bleibet stets getreu und steht uns auch im Tode bei, wenn alle Ding abstehen;
    er lindert unsre letzte Qual, lässt uns hindurch zum Himmelsaal getrost und fröhlich gehen.

    10. O selig, wer in dieser Welt lässt diesem Gaste Haus und Zelt
    in seiner Seel aufschlagen! Wer ihn aufnimmt in dieser Zeit,
    den wird er dort zur ewgen Freud in Gottes Hütte tragen.

    11. Nun, Herr und Vater aller Güt, hör unsern Wunsch: Gieß ins Gemüt uns allen diese Gabe.
    Gib deinen Geist, der uns allhier regiere und dort für und für im ewgen Leben labe.

    (Pfingstlied, Autor: Paul Gerhardt (1607 – 1676))

    http://www.christliche-gedichte.de/?pg=11245


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