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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Kirche“ traut Lesben – Was sollen die Nicht-Christen von uns denken? 6. Juni 2014

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 10:22

he hat ein Zeichen gesetzt“

Pastor ter Horst segnet Heike Rott-Züwerink (rechts) und Karina Züwerink.

Erstes lesbisches Paar gibt sich in Schüttorfer Kirche das Ja-Wort

 

 

Als erstes lesbisches Paar haben Karina Züwerink und Heike Rott-Züwerink in Schüttorf einen Segensgottesdienst gefeiert. Bevor sie sich allerdings das Ja-Wort geben durften, mussten die Kirchengremien grünes Licht geben. Sie haben sie gefunden: die große Liebe. Und diese haben sich Heike Rott-Züwerink und Karina Züwerink offiziell besiegeln lassen – und zwar nicht nur im Standesamt, sondern auch in der Kirche. Als erste homosexuelle Frauen haben die beiden am vergangenen Sonnabend in der evangelisch-reformierten Kirche in Schüttorf einen Segensgottesdienst zur Lebensgemeinschaft gefeiert. „Wir finden es wichtig, Gottes Segen zu erhalten, damit wir wissen, dass wir den richtigen Weg gehen“, sagt das Paar und fügt hinzu:Jetzt wollen wir anderen homosexuellen Pärchen Mut machen, den gleichen Schritt zu wagen„. Ob sie den richtigen Weg gehen, daran haben die beiden Frauen manchmal mächtig gezweifelt. Zu viele Steine wurden ihrer Partnerschaft in den Weg gelegt – von Arbeitskollegen, Freunden und sogar von Familienmitgliedern. „Homosexualität ist vor allem im ländlichen Gebiet noch immer ein Tabu-Thema. Manche sehen es als krankhaft an“, berichten die Zwei aus Erfahrung. Hier ein Tuscheln, da ein schiefer Blick, einige distanzieren sich sogar ganz, sobald sie von der gleichgeschlechtlichen Liebe erfahren. „Wir haben oft das Gefühl, uns schämen zu müssen – aber für was eigentlich? Warum müssen wir uns für unsere Liebe rechtfertigen?“, fragt Heike Rott-Züwerink mit großen Augen. Die 35-jährige Quendorferin und ihre 30 Jahre alte Partnerin aus Bathorn haben sich vor rund sieben Jahren erst kennen- und dann lieben gelernt. Offen konnten und wollten sie ihre Liebe aber nicht immer zeigen – aus Angst vor Anfeindungen. Ein Stück dieser Angst konnten ihnen Mitglieder des Vereins „Landlust – Lesben und Schwule für Toleranz auf dem Land“ aus Meppen und der Grafschafter Aidshilfe nehmen. „Im Gespräch wurde uns klar: Wir sind glücklich und das muss auch so sein. Punkt“, berichten die Grafschafterinnen.

 

 

 

Pastor war sofort begeistert

 

 

Irgendwann fasste das Paar den Entschluss, sich ganz offiziell zu seiner Liebe zu bekennen: Die Frauen wollen heiraten – standesamtlich und kirchlich. Die standesamtliche Verpartnerung – wie es laut Gesetzgeber heißt – feierten die Grafschafterinnen, die seit einigen Jahren in Nordhorn leben, allein auf Juist. Das Ja-Wort in der Kirche wollten sie sich in Schüttorf geben, da Heike Rott-Züwerink mit der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde immer eng verbunden war. Doch Homosexualität und Kirche – das passt nicht immer gut zusammen. So dachten zumindest Heike Rott-Züwerink und Karina Züwerink und hatten schon mit einer Absage gerechnet, als sie beim Schüttorfer Pastor Dr. Karl-Wilhelm ter Horst nach einem Segnungsgottesdienst fragten. Der Pastor war jedoch sofort begeistert. Allerdings mussten Kirchenrat und Gemeindevertretung ihr Einverständnis geben. Während einer gemeinsamen Sitzung am 21. Februar 2013 hatte Pastorin Heidrun Oltmanns deutlich gemacht, dass es aus biblischer Sicht keine Begründung gebe, eine Segnung abzulehnen. Das Abstimmungsergebnis in Kirchenrat und Gemeindevertretung war schließlich eindeutig: 36 Mitglieder waren dafür, zwei dagegen, schreibt der Kirchenratsvorsitzende der Schüttorfer Kirchengemeinde, Norbert Nordholt, in einer Ausgabe des Gemeindegrußes. „Wir hatten Freudentränen in den Augen“, schildern die Frauen den Moment, als sie von dem Ergebnis erfuhren. Am Sonnabend war es so weit: Das Paar stand in weißen Brautkleidern in der Kirche und erhielt den Segen für ihre Lebensgemeinschaft. Die Reaktionen auf den Gottesdienst seien zumeist sehr positiv gewesen, berichten die Frauen. Sogar eine Bekannte sei den Bräuten zuliebe zum Gottesdienst gekommen, obwohl sie die Entscheidung des Kirchenrates nicht akzeptieren könne.

 

 

 

 

 

Alles, was von Herzen kommt, ist gut

 

„Die beiden haben etwas Mutiges gemacht“, sagt Pastor ter Horst einige Tage nach dem Segensgottesdienst im Gespräch mit den GN. Er habe kein Problem damit gehabt, die Frauen zu segnen. Auch in der Kirchengemeinde habe es nur einen minimalen Konflikt gegeben – das habe er nicht erwartet. Seiner Meinung nach ist es immer segensreich, wenn zwei Menschen zusammen sind. „Alles, was von Herzen kommt, ist gut“, meint Pastor ter Horst. Gott sei die Liebe und als einer seiner Boten sei es seine Pflicht, diesen göttlichen Segen weiterzugeben. Anlässlich der Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren fordert allerdings der ehemalige Präses der evangelisch-reformierten Kirche Heinrich Frese in einem Brief, dass sich Segensgottesdienste und Trauungen zwischen Mann und Frau klar voneinander unterscheiden sollen. Den Brief hat er unter anderem an den Synodalverband Grafschaft Bentheim adressiert. Die verschiedenen Gemeinden sollten den Ablauf der Segnung miteinander abstimmen. „Nicht jede Gemeinde soll ihren eigenen Weg gehen. Der Unterschied soll erkennbar sein“, sagt der pensionierte Pastor den GN. Frese fügt hinzu, dass es jedem Pastor selbst überlassen sei, ein homosexuelles Paar nicht zu segnen – auch wenn die Gemeinde dies beschlossen habe. Karina Züwerink und Heike Rott-Züwerink freuen sich derweil, dass die Schüttorfer Gemeinde ihr Anliegen akzeptiert habe: „Die Kirche hat ein Zeichen gesetzt. Wir fühlen uns jetzt freier und sind ein Stück glücklicher.“ Die Tür der Kirche verschließe sich nicht vor Homosexuellen. Dennoch müsse sie sich für die gleichgeschlechtliche Liebe noch weiter öffnen, fordert das Paar. {Quelle: http://www.gn-online.de/Nachrichten/Die-Kirche-hat-ein-Zeichen-gesetzt-69932.html}

 

 

 

5 Responses to “„Kirche“ traut Lesben – Was sollen die Nicht-Christen von uns denken?”

  1. Sina Says:

    Es ist ein Evangelischer Pfarrer keine Kirche eine Gemeinschaft die dem Zeitgeist verfallen ist.

    • Sina Says:

      die Glaubenskongregation 2004 in einem Dokument verdeutlicht, das den Titel trägt :“ Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt“.

      Die Betrachtung der menschlichen Geschlechtlichkeit als „soziale Rolle“, die jeder selbst „frei wählenWsollte, entspricht letztlich einer atheistischen Sichtweise des Menschen: Sie blendet den Schöpfer aus, der jedem Menschen sein ( weibliches oder mänliches) Geschlecht zuteilt, damit dieser es als Gabe und aufgabe empfange.

      Auf die immer vehementer vorgetragenen Forderungen der Genderisten reagierte Ende 2013 drei europäische Bischofskonferenzen: Unabhängig voneinader verfassten die Bischöfe Portugals, der Slowakei und Polens eigene Hirtenbriefe, die vor der Gleichmacherei der Gender- Ideologie warnen. Anfang 2014 taten es ihnen die norditalienischen Bischöfe nach.

      Papst Franziskus brachte die Perversion des Genderrismus auf den Punkt, als er beim Ad- limina -Besuch der österreichischen Bischöfe 2014 in Rom formulierte: „Die Gender-Ideologie ist dämonisch!“

      • Andreas Says:

        was heißt „dämonisch“? die genderisten haben völlig recht, wenn sie behaupten, die sexuelle ausrichtung sei überwiegend „pädagogisch“, also erzieherisch bedingt. tatsächlich sind die vorbildrollen von mutter u. vater maßgeblich bestimmend, ob es zu einer intakten, bio-„normalen“ entfaltung der sexuellen identität kommt. so sehr es ein irrtum konservativ-kritischer „fundamentalisten“ ist, diesen sachverhalt abzustreiten (wir sind eben keine reinen instinktwesen wie tiere!!), so sehr beruht der genderismus auf der irrigen annahme, FALSCHE bzw. FEHLENTWICKELTE vorbildrollen der eltern, also DEREN erworbene psychologischen identitätsprobleme als modernistische „verhaltensvielfalt“ umzumünzen.
        die „identitätskrankheit“ homosexualität o. transsexualität in allen abstufungen wurde bereits von einem o. beiden „erziehungsbeauftragten“ an die nächste generation weitergereicht – meist unbewusst oder sogar ungewollt. speziell homosexuelle männer sind sich dieser tatsache voll bewusst u. würden sich schon allein deshalb keine kinder wünschen: mit mädchen könnten sie von natur aus wenig anfangen und den buben würden sie ihr eigenes NICHT AUSGESUCHTES schicksal tunlichst ersparen. kein homosexueller wünscht sich einen ebenfalls schwulen sohn – ihr ganzer stolz wäre es, wenn dieser den verhängnisvollen vererbten erziehungscode durchbrechen könnte. bei lesbischen paaren ist diese sorge weit weniger ausgeprägt, die vorstellung, ihre tochter würde eines tages einen männlichen liebhaber nach hause schleppen, ist ihnen ein purer graus. schwulen sind frauen egal – lesben sehen in männern ihren „natürlichen“ FEIND!
        diesen latenten anti-männer-rassismus geben sie offen zu, weshalb ihnen künstliche befruchtung in jedem fall verwehrt werden sollte – schliesslich ist nicht abzusehen, ob die befruchtete eizelle sich männlich entwickeln wird. da sie den umgang bzw. die beziehung mit männern vermeiden und auch unfähig dazu sind, kann ihnen die fürsorge männlichen nachwuchses nicht überantwortet werden. ebenso kann es keinem „keimenden“ mädchensprössling zugemutet werden, später auf eine gelungene weibliche identitätsrolle verzichten zu müssen oder ausserordentliche problematiken zu durchleben, die mit einer lesbischen „familie“ zwangsläufig einhergehen. jedes kind hat das recht auf eine normale erziehungs-u. rollenprägung, diese kann weder von schwulen (absolute ausnahme!) noch von lesbischen paaren VORAUSSICHTLICH erfüllt werden.
        der naturinstinktive EGOISMUS der frauen, auf biegen u. brechen zu einem kind zu kommen, muss homosexuellen paaren verwehrt bleiben – weil es von ihrer „natur“ (fehlprägung) her so angelegt ist (ausleseverfahren nicht fortpflanzungsfähiger idividuen) und weil kein kind einem soziologischen u. humanen experimentierfeld geopfert werden darf – nichteinmal einem künstlich erzeugten!!
        – und: wer will den schock eines älteren kindes/jungerwachsenen ermessen, wenn es erfährt, dass sein vater ein unbekannter, anonymer „reagenzglasbesamer“ war oder ihm keimzellen labortechnisch abgezapft wurden?? wer nimmt sich das recht dazu, solche ungemein wichtigen fragen zur eigenen identität künstlich zur perversion zu machen? nicht jeder/jede wird mit solch einer wahrheit noch ein gelungenes leben führen können, wenn nicht sogar daran zerbrechen! DAS ist der eigentlich kriminelle skandal, der in all den debatten meist nur flüchtig gestreift wird, wenn überhaupt. ob homosexualität „antibiblisch“ oder widernatürlich sei, ist fast irrelevant – erst die möglichkeit der künstliche befruchtung u. des adoptivrechtes (überwiegend lesbischer paare!!) verschärft die homosexuellen-randthematik zu einem gesamtgesellschaftlichen problem. es geht nicht um das „verführungspotential“ einen conchita wurst, sondern um den vermehrungsdrang lesbischer egomaninen auf teufel komm raus – da liegt der hase im pfeffer!!

  2. Andreas Says:

    ps: (sorry wegen des z.t. vermurxten satzbaus – nochmal durchlesen schadet eben nie!)
    – ich habe noch nie homosexuelle gekannt, schwul wie lesbisch, die NICHT über ihre „so andere“ sexuelle identität immer wieder herumgegrübelt hätten. meistens wissen sie genau, ob dies mehr der mutter o. dem vater (bzw. schon deren elternteile) oder gar beiden anzulasten ist. abändern lässt sich das später kaum noch, schon weil die meisten mit ihrer „anderen“ sexualität recht zufrieden sind, auch weil sie es ja nicht anders kennen! das ist dem „anerworbenen“ alkoholismus gar nicht so unähnlich: die chance, einmal „trocken“ durchs leben zu kommen ist bei alkoholiker-vätern/müttern ziemlich gering. so ist das (leider) auch mit allen arten schwerwiegender persönlichkeitsstörungen und hoch-tendenziös mit der „vererbung“ sexueller verhaltens“irritationen“. im unterschied zu heute hat noch die etwas ältere generation auch heterosexuell geheiratet u. kinder gezeugt, wenn einer der partner (oft beide!) LATENT homosexuell veranlagt, sprich geprägt waren, es aber aus gesellschaftlichen zwängen heraus nie AUSLEBTEN. diese teils verdeckte „homoquote“ liegt kontinuierlich bei ca. 5-10% der bevölkerung – ausleben tun es weit weniger. seltsamerweise ist dieses phänomen rund um den globus anzutreffen, wenn auch die offene praktizierung vielerorts geächtet blieb.
    ich persönlich finde homosexuelle als zwar völlig gleich“wertig“, was das menschliche, die persönlichkeit angeht und behandele sie daher mit dem nötigen respekt wie alle anderen auch. dennoch bemitleide ich sie (auch wenn sie dies als diskriminierung betrachten) und würde ihnen wünschen, eine echte „sexuelle befreiung“ (heterobeziehung)zu erfahren, weiß aber, das dies den meisten unmöglich bleiben wird.
    – solange sie sich nicht vermehren konnten/können, bleibt der prozentuale anteil zur gesamtbevölkerung relativ stabil-gering, der „nachahmungseffekt“ für jugendliche aus intakten hetero-familien liegt quasi bei NULL – allenfalls „spielt“ man/sie für ein weilchen pubertären „mode-homo“. ein „hängenbleiben“ auf diesem „trip“ ist kaum möglich, selbst wenn mann/frau es wollten – da ist die hormonelle biologie weit mächtiger!! insofern brauchen wir uns also keine zu großen sorgen über die jugend zu machen – trotz conchita wurst-phänomen…(die religiösen ansichten hierzu lasse ich jetzt mal bewusst weg!)
    für familientauglich halte ich sie aus unterschiedlichen gründen entschieden NICHT, sowenig ich zb. „borderline“-geschädigten paaren kinder wünsche, so traurig dies für den einzelnen betroffenen sein mag. die häufigkeit, schwere anhaltende depressionen, schizophränien oder andere verhaltensstörungen (unbewusst-ungewollt) an die kinder weiter zu vererben, d.h. über das eigenverhalten zu „deformieren“,
    ist vielfach wissenschaftlich belegt – und auch ohne statistiken dürfte dieser fatale zusammenhang jedem normalverstand einleuchten.

  3. thomas Says:

    „wissenschaftlich belegt „- ist davon gar nichts

    http://pflasterritzenflora.ppsk.de/die-psychiatrie-als-subjektwissenschaft/


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