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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Al-Sisi soll die Wüste blühen lassen 23. Mai 2014

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:51

Die Ausland lebende Ägypter haben in den vergangenen Tagen gewählt. Der Urnengang im nordafrikanischen Land folgt am 26. und 27. Mai. Das Rennen machen dürfte Ex-Militärchef Abd al-Fattah al-Sisi. Zu seinen Aufbauplänen gehört das Urbarmachen von Wüstengebieten. Zwei Mordanschläge sollen auf al-Sisi verübt worden sein, der vor wenigen Wochen von seinen Armeeämtern zurückgetreten ist, um bei den Wahlen – wie es das Gesetz vorschreibt – als Zivilperson antreten zu können. Namentlich die Muslimbrüder haben ihn im Visier. Doch bei den übrigen Ägyptern steht er hoch im Kurs. Bei der Volksrevolution war das Militär zum Handeln gezwungen, um den Weg für eine neue Wahl zu schaffen. Die erneute Revolution im letzten Jahr bringt nun eine neue Verfassung, die von den übrigen Parteien getragen wird. Die ägyptische Diaspora hat vom 16. bis 19. Mai bereits gewählt. Am 26. bis 27. folgt die Wahl in Ägypten. Sowohl in der Fremde wie in der Heimat dürfte al-Sisi deutlich triumphieren. Der koptische Journalist und Menschenrechtler Medhat Klada: «Eine Mehrheit der Ägypter sieht in ihm jenen, der das Land vom Faschismus rettete und dabei das Leben riskierte. Die Muslimbrüder ängstigten Ägypten, und al-Sisi betonte, dass er und seine Soldaten lieber sterben, als dass das ägyptische Volk in Angst lebt. Gegenkandidat Hamdin Sabahi dürfte keine Chance haben».

 

 

 

Wüste soll blühen

Ähnlich wie damals Gamal Abdel Nasser besitzt auch al-Sisi einen Plan für das Land, weshalb er als Präsident der Zukunft angesehen und in der arabischen Welt respektiert wird. Medhat Klada: «Er hat einen Plan und will das ganze Volk einbinden. In Ägypten liegt beispielsweise sehr viel Wüste. In Westen gibt es darunter ein grosses Wasserreservoir, mit dem man das Land blühen lassen könnte. Professor Farouk El-Baz, ein ägyptischer Professor aus den USA, hat es entdeckt. Damit will al-Sisi nun die Landwirtschaft fördern». Täglich fällt in Ägypten je nach Ort der Strom für bis zu zwei Stunden aus. Al-Sisi setze nun auf Stromsparlampen, um Engpässe zu eliminieren, und auf Solarenergie. «Sympathie genießt er auch in arabischen Ländern. Denn lange spielte Katar mit der pragmatischen Finanzierung radikaler Gruppen, um die Region zu destabilisieren. Deshalb zogen anfangs März Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain als Warnung ihre Botschafter aus Katar zurück».

Todesstrafe ist nicht gleich Todesstrafe

 

 

In Ägypten staunte man, wie im Westen die Todesurteile gegen die 529 Muslimbrüder beklagt wurden. Doch Klada setzt dagegen: «Vergessen wurde, wie viele Kopten von ihnen umgebracht wurden. Auch wurden viele liberalere Muslime von den Muslimbrüdern geknechtet sowie Polizisten und selbst Militärs attackiert. Mursi war ein Präsident für seine Anhänger – und sonst niemanden», bilanziert der Ägyptenkenner. Und noch etwas ging vergessen. In Ägypten durchlaufen solche Urteile mehrere Gerichtsstufen. Auf der ersten Stufe wurde die Todesstrafe ausgesprochen. In der zweiten, spätestens der dritten dürfte sie in eine Geld- oder Gefängnisstrafe umgewandelt werden. EU-Aussenministerin Catherine Ashton verurteilte die Todesurteile und sagte dann später, dass sie nicht wusste, dass dies durch mehrere Gerichtsstufen geht. Medhat Klada ist Journalist und Präsident des europäisch-koptischen Dachverbandes «Coptic Organizations Union in Europe» sowie Vorsitzender der schweizerischen «Middle East Human Rights ‚ME-HR’». Er ist in Ägypten aufgewachsen und lebt in der Nähe von Zürich. {Quelle: http://www.jesus.ch/magazin/politik/256610-alsisi_soll_die_wueste_bluehen_lassen.html}

 

One Response to “Al-Sisi soll die Wüste blühen lassen”

  1. Ibrahim Says:

    Libyen: Khalifa Haftar – Der General, der plötzlich wieder da war

    Wer ist Khalifa Haftar?

    Der General, der plötzlich wieder da war
    Seit einer Woche läuft die Militäroffensive des abtrünningen libyschen Generals Haftar gegen islamistische Milizen, in mehreren Städten unterstützten ihn Tausende Demonstranten. Doch wer ist Haftar? Wo kommt er her – und wer unterstützt ihn womöglich?

    Von Peter Steffe, ARD-Hörfunkstudio Nordafrika

    General Khalifa Haftar (Bildquelle: REUTERS)galerieKhalifa Haftar will die islamistischen Milizen in Libyen bekämpfen.
    1969 war Khalifa Haftar als junger Offiziersanwärter und Adjudant von Muammar al-Gaddafi mit am Sturz des libyschen Königs Idris beteiligt. Was folgte war eine steile Karriere in den Streitkräften des Landes. Als Oberkommandierender wurde Haftar 1987 mit 300 Mann seiner Truppe im Libyen-Tschad-Konflikt gefangen genommen. Gaddafi leugnete damals, libysche Einheiten in den Tschad geschickt zu haben. Er ließ Haftar und dessen Männer fallen wie eine heiße Kartoffel. Die Amerikaner holten den Offizier, nicht ganz uneigennützig, aus der Kriegsgefangenschaft in die USA. Zu Beginn des Aufstands 2011 gegen den libyschen Langzeitherrscher kehrte Haftar in sein Heimatland zurück. Aufgrund seiner Kenntnis über Kriegstaktik, Logistik sowie der inneren Befehlsstrukturen der Gaddafi-Truppen war der heute 65-jährige Militär für die weitgehend unstrukturierten Rebelleneinheiten von unschätzbarem Wert. Vor drei Jahren kämpfte Haftar Seite an Seite mit Aufständischen, darunter auch islamistisch ausgerichtete Milizen, für ein Gaddafi-freies Libyen.

    Aus Verbündeten wurden Feinde

    Jetzt sind die ehemaligen Verbündeten seine Feinde – die Islamisten im Osten des Landes und die Fraktion der Muslimbruderschaft im Übergangsparlament. Nach heftigen Gefechten in der Hafenstadt Benghazi und dem Angriff auf den Nationalkongress in Tripolis erklärte Haftar vor Journalisten: „Unsere Libysche Nationalarmee hat einen Kampf gekämpft, um unsere Nation und unser Volk zu beschützen. Dies ist kein Putsch gegen den Staat. Wir wollen keine Macht, und wir stehen der Demokratie nicht im Weg. Das Blut der Libyer ist heilig. Wir wollen nicht, dass sie zu den Waffen greifen. Aber Terroristen und ihre Unterstützer wollten diesen Krieg. Also lasst ihn ehrenhaft sein.“

    General Haftar sagt libyschen Islamisten den Kampf an
    P. Steffe, ARD Kairo
    23.05.2014 20:51 Uhr
    Download der Audiodatei
    Die Wahl der Worte macht deutlich: Die Militäroperationen waren geplant, weitere werden folgen. In einem Interview mit der britischen Zeitung „Al sharq al Awsat“ erklärte Haftar vor einigen Tagen, dieses Vorgehen sei rund zwei Jahre vorbereitet worden. Also vor der Wahl des libyschen Nationalkongresses im Juli 2012. Damals zeichnete sich ab, dass die von Katar finanzierte Muslimbruderschaft und andere Islamisten einen entsprechenden Einfluss im Übergangsparlament bekommen würden. Nach zweijährigem politischen Chaos und einer instabilen Sicherheitslage in Libyen taucht urplötzlich Haftar wieder auf.

    Wer steckt hinter Haftar?

    Rauch über dem Parlament in Tripolis (Bildquelle: AP)galerieRauch über dem Parlament in Tripolis, nachdem es dort zu einem Angriff von Haftars Truppen gekommen war.
    Für den politischen Analysten Josef Kichichian vom König Faisal Institut für Forschung und islamische Studien in Riad sind viele Fragen offen: „Wie kommt es, dass Haftar die libysche Nationalarmee anführt? Unklar ist auch, wer hinter ihm steckt. Klar ist nur, dass Europäer, die USA, Saudi-Arabien und andere Länder hier in Libyen eine Rückkehr zu mehr Stabilität wollen.

    Ist der ehemalige Gaddafi-General derjenige, der diese innere Stabilität Libyens jetzt herstellen soll? Nach der Befreiung durch die Amerikaner aus der Kriegsgefangenschaft 1987 im Tschad verbrachte Haftar, der von ehemaligen Weggefährten als Patriot beschrieben wird, rund 20 Jahre im US-Bundesstaat Virginia, in der Nähe des CIA-Hauptquartiers von Langley. Wenig überraschend, dass dem Armeegeneral, über dessen Privatleben nichts bekannt ist, beste Kontakte zum amerikanischen Geheimdienst nachgesagt werden. Laut einem Bericht des US-Kongresses aus den 1990er-Jahren gab es zwischen der CIA und der im US-Exil beheimateten Nationalen Libyschen Rettungsfront, kurz NFSL, eine Zusammenarbeit. Diese Gruppe, die aus Gaddafi-Gegnern und Anhängern der libyschen Monarchie bestand, wurde von der CIA unterstützt, ausgerüstet und in Guerillataktik sowie für Sabotageakte geschult. Der Kommandeur dieser Einheit damals: Khalifa Haftar.

    1996 an Putschversuch beteiligt

    1996 scheiterte im Osten Libyens ein Putschversuch gegen Gaddafi. Die von Haftar angeführte Kommandoaktion der libyschen Nationalarmee, wie sie sich fortan nannte, musste abgebrochen werden. Jetzt ist sie offenbar wieder da, die libysche Nationalarmee, und bekommt immer mehr Zulauf. Gestärkt durch diesen Zuspruch, versucht Haftar als Oberkommandierender dieser Einheit, Libyen politisch neu zu ordnen: „Mit dieser Erklärung setzen wir den obersten Richterrat in Kenntnis, dass wir auf einen zivilen Staat und auf politische Stabilität und Sicherheit in Libyen abzielen. Wir fordern das Richtergremium auf, einen zivilen Präsidialrat zu ernennen, der seinerseits folgende Maßnahmen trifft: Ernennung einer Übergangsregierung, die die politischen Geschäfte führt. Die Vorbereitung, Beaufsichtigung und Ausführung von Parlamentswahlen und drittens die Übergabe der Macht an das gewählte Parlament.“

    Ägypten dementiert Unterstützung

    Steckt hinter diesen Forderungen ein Masterplan? Neben Ägypten, wo die Muslimbruderschaft als terroristische Vereinigung eingestuft wurde, haben Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate größtes Interesse, dass die vom Golfemirat Katar finanzierten islamistischen Bestrebungen der Muslimbrüder in Libyen unterbunden werden. Medien-Spekulationen darüber, dass möglicherweise neben den Saudis auch die Ägypter das militärische Vorgehen Haftars unterstützen, wurden in Kairo umgehend dementiert. Und die Rolle der Amerikaner? Auffallend ist, dass man sich in Washington nach den ersten Angriffen der Haftar-Truppen lediglich besorgt zeigte über die neuerliche Gewalt in Libyen. Ansonsten: kein Kommentar.

    Stand: 23.05.2014 21:50 Uhr

    http://www.tagesschau.de


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