kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Was hat ein präparierter Bachlauf mit alten Riten zu tun 12. Mai 2014

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 23:18

Als ich heute bei regnerischem Wetter und vollen Bachläufen an einem derselben mit der Rad vorbeifuhr fiel mir eine Stelle auf, an der sich der Bach teilte. Der eine Teil des Wassers stieß auf eine künstliche Barriere von Landschaftsplanern errrichtet und wurde in eines der vielen Biotope umgeleitet, während der andere Teil des Bachwassers fröhlich weiter dem Bachlauf folgte und, weil es vermehrt geregnet hatte, dies recht sprudelnd und lebendig tat. Vor der Barriere staute sich so allerhand Zeugs wie alte Hölzer, Zweige und sonstiger Unrat, u. a. auch 2 Plastikteile, die alle an dem toten Fließpunkt vor der Barriere innerhalb des Bachbettes zwangsweise halt machten und sich weder vorwärts noch rückwärts bewegen konnten.

 

 

 

Mir erstand ein Bild vor Augen:

Wasser wird im Christentum mit dem Heiligen Geist in Zusammenhang gebracht,

z. B. insbesondere mit der Taufe.

 

 

In evangelikalen Kreisen werden die alten Riten der katholische und die orthodoxen Kirchen gern als verstaubt und hölzern angesehen. Mit dem Blick auf diese Stelle des Baches fiel mir diese Szenerie wieder ein. Ist das reine Sichkonzentrieren auf JESUS ohne feste Riten und Gottesdienstabläufe der bessere Weg als die Riten der alten traditionsverbundenen Kirchen? Sind die alten starren Gebete und Riten vergleichbar mit dem Unrat, der sich an dieser Stelle des Baches angesammelt hatte und Stillstand der Beziehung zu Gott methapherhaft bedeutet? Diese Gedanken kamen mir und ich verwarf sie sogleich. Manchmal zwingen mich Bilder, mich mit ihnen auseinander zu setzen.

 

 

Sicher, wer die alten Gebete und Riten nur noch aus Routine heraus aufsagt und möglicherweise ihre Bedeutung nicht mehr kennt und auch keine Neugier entwickelt, deren Bedeutung neu kennen zu lernen, der erlebt auch eine routinemäßige Beziehung zu Gott, die dann ins Leere laufen kann wie bei einer Ehe, die zeitgeistmäßig ausgedrückt, „sich auseinandergelebt“ hat. Da erscheint dann eine evangelikale Haltung, die einen Gottesdienst mit viel zeitgemäßer Musik und umfangreicher Predigt moderner und zeitgemäßer und womöglich auch intensiver. 

 

 

JESUS hat den Jüngern beten gelehrt und er hat uns im „Vater unser“ ein Gebet gelehrt, von dem er sagte, dass wir es beten sollen, wenn wir beten wollen, welches wir nach seiner Weisung und nach altem Brauch wortgetreu in jeden Gottesdienst einbauen. Aber, dieses Gebet kam von JESUS selbst, die Riten jedoch haben sich in alter Zeit priesterliche Theologen ausgedacht und mittels dieser dem Gottesdienst eine festgefügte Form gegeben.

War das nicht der Stillstand des Heiligen Geistes, einen solchen Gottesdienst mit festen Regeln und Riten zu spicken und diesen im immer gleichen Turnus zu feiern?

 

 

 

Jetzt gehe ich zum „wir“ über. Wir glauben  nicht. Wir verlinken den koptischen Ritus und den römisch-katholischen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Koptischer_Ritus

http://www.k-l-j.de/084_heilige_messe.htm

 

 

 

Wir denken, dass bewusst und ehrfürchtig vor GOTT vorgetragene Gebete, die schon Christen mit dem gleichen Geist und gleichem Wortlaut teilweise von vor 1 900 Jahren gebetet haben, eine besondere Faszination und Spannung in sich tragen. Wir nehmen sozusagen alle unsere Vorfahren mit in diese Gebete mit hinein und sogar außerhalb der so bedeutenden Sinnhaftigkeit der Eucharistiefeiern. Ist es nicht nur ein erhebendes Gefühl und ein erhebendes Wissen, dass JESUS, der uns versprochen hat, alle Tage bei uns zu sein,  in der hl. Eucharistie, wenn wie sie denn würdig und gläubig empfangen, sich mit uns vereint? Jeden Tag, jeden Sonntag unseres Lebens? Eine Predigt vergeht, bloßes Liedgut verhallt, aber die Eucharistie bleibt. Denn JESUS sagte uns, dass niemand stirbt, der seinen Leib isst und sein Blut trinkt. Ein Versprechen!

 

 

 

Die Kirchen der alten Riten nehmen JESUS in seinen Taten und Worten eben ernst. Wir trauen IHM zu, dass er nicht nur seinen Apostel und Jüngern sein Fleisch und Blut zu essen und trinken gibt, sondern dass er Wort hält und auch uns Sich SELBST zum ewigen Geschenk macht. Dieses Geschenk kann aber nur in einer Form geschehen, die die Dankbarkeit dieses Geschenks würdig und ehrfürchtig zum Ausdruck bringt. Ja, wir müssen uns auf den Weg machen, um dieses Geschenk empfangen zu dürfen. Das können wir nicht zuhause, nicht im Wald, nicht bei der Arbeit, nicht im Bett, sondern wir müssen uns schon auf den Weg machen, um dieses Geschenk mit feurigem Herzen empfangen zu dürfen. Durch dieses Geschenk, welches JESUS SELBST ist, verbindet er alle Christen mit IHM und uns untereinander. Diese Vorstellung ist so groß und so unfassbar, dass wir es eh nicht fassen können. JESUS macht uns in jeder Eucharistiefeier quasi zu Verwandten, zu Geschwistern.

 

 

 

JESUS selbst war in seinem irdischen Lebe Jude und feierte auch Riten, dieselben Riten wie die Juden. Warum sollen die Kirchen, die er gründete, keine Riten verwenden? 

ER hat in seinem Leben viele Riten selbst gefeiert und durchgeführt: Das Brotbrechen (an diesem Zeichen erkannten IHN die Emmausjünger), die Handauflegung bei Kindern, die Taufe, die der Hl. Johannes an IHM vollzog, das letzte Abendmahl. JESUS selbst hat den Ritus gepflegt, hat Zeichen gesetzt. Von den heiligen Sakramenten, die er uns als Geschenke auf Erden gelassen hat, einmal ganz zu schweigen. Sie würden den Artikel sprengen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Riten geben persönliche religiöse Heimat in JESUS. Riten und alte Gebete strahlen, weil sie schon von vielen anderen Seelen gebetet worden sind, Kraft und innere Stärke aus. Machen wir uns häufig bewusst, dass die Gebete in unseren Gottesdiensten schon Generationen vor uns gebetet haben. Sie verbinden uns somit mit dem DREIFALTIGEN GOTT und den vielen Seelen, die diese Gebete schon vor uns gesprochen und diese Riten schon vor uns gefeiert haben und nicht zuletzt verbinden sie uns miteinander. Wir dürfen uns vorstellen, dass die eigenen Eltern und Großeltern Gleiches gesprochen und gefeiert haben wie wir, welch eine großartige Vorstellung, die viel zu wenig beachtet wird. Vielleicht schwingt der Geist dieser Ahnen in unseren Gebeten mit zur Ehre GOTTES.

 

 

Wieder einmal hat uns ein Bach, ein Bestandteil der Natur, eine Schöpfung Gottes  auf eine Problematik aufmerksam gemacht, die zutiefst religiös interpretiert werden kann und auch wert ist, interpretiert zu werden. 

 

 

Die von der Kirche immer wieder propagierten „neuen“ Wege, soweit sie nicht dem Zeitgeist hinterherhecheln sollen, sind letztlich immer gleich und uralt. Der einzig richtige Weg ist, den Weg JESU immer wieder neu zu gehen in Freude und Dank,  in Leid und Krankheit, in Not und Gefangenschaft, in Ruhe und Schlaf und in der Arbeit, in Bewegung und in Zufriedenheit und Sehnsucht, im Tun der Gottes- und Nächstenliebe und im Gebet. Alles, was wir tun und beten und feiern, sollte mit Bedacht auf GOTT hin und in der Erfüllung des ganzen Herzens geschehen, auch wenn es nicht immer gelingen kann. Wir sind nur Menschen.

 

 

Aber wenn die Riten und alten Gebete nicht der Unrat sind, was hat dieser Unrat vor einer Barriere in unserem Ausgangsbach für uns religiös zu bedeuten? Unrat des Herzens im religiösen Sinne sind Undankbarkeit, Unzufriedenheit, Lethargie, Frust und Gleichgültigkeit. Sie bewirken ein „Auf-der-Stelle-treten“ einen Stillstand der Seele. Wasser ist mit dem Heiligen Geist gleichzusetzen. Er wird mit einer Taube, einem Vogel voller Bewegung, einem Fließgewässer zwar recht hilflos dargestellt , wird aber zu Recht nie und nimmer  mit Wasser einer Pfütze, einem Weiher oder Teich oder mit Wasser einer Blumenvase verglichen, welche stillstehen und unangenehmen Geruch ausbilden. Der GEIST wehte über den Wassern. Wasser muss fließen, um rein zu bleiben, um Unrat zu beseitigen, um zu reinigen.  Der HEILIGE GEIST GOTTES bringt alles in Bewegung, und zwar in uns, wenn wir es nur zulassen. Daran hapert es allerdings recht oft aus Bequemlichkeit und geistiger Faulheit. Bleiben wir wach und beten und wirken mit der Barmherzigkeit und Gnade Gottes mit.

 

 

 

Wenn Sie, liebe Leser vor einer Staumauer stehen und sich dort Unrat im Wasser verfangen hat, nehmen Sie dies zum Anlass und prüfen Sie sich selbst, welcher geistige Unrat sich in ihrer Seele angesammelt und sich breitgemacht hat. Beginnen Sie dann auf der Stelle mit einem Gebet. Gebete können bewegen, an erster Stelle sich selbst.

 

 

Beten und wachen wir, damit nicht geistiger Unrat der Langeweile und des Stillstandes sich entwickeln kann!

 

3 Responses to “Was hat ein präparierter Bachlauf mit alten Riten zu tun”

  1. Cajus Pupus Says:

    Lasset uns beten:

    Vater unser im Himmel,

    geheiligt werde Dein Name,

    Dein Reich komme,

    Dein Wille geschehe,

    wie im Himmel so auf Erden.

    Unser tägliches Brot gib uns heute,

    und vergib uns unsere Schuld,

    wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,

    und führe uns nicht in Versuchung,

    sondern erlöse uns von dem Bösen.

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft

    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

    Amen.

  2. thomas Says:

    In der Bibel, habe ich bis jetzt jede Antwort auf meine Glaubensfragen gefunden.

    http://www.chronologisches-bibelstudium.de/

    • Bazillus Says:

      Werter Thomas,
      danke für den Link. Die Bibel ist der große See, in dem Kinder und Elefanten schwimmen können, wie ich aus einem kurzen Abschnitt aus Ihrem Linktext erfahren dürfen ( ein wunderbares Bild) , aber die Geschöpfe Gottes wie ein Bachlauf, ein Grashalm oder mein Nächster können ebenfalls eine Hilfe für den einzelnen Menschen sein, die zu Jesus führen können. Hauptsache wir verlernen das eigenständige Denken nicht, die die Bibel inspiriert und angeleitet. Die Natur und auch unser Leben bietet viele Hinweise auf den Schöpfer.


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