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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptischer Papst will gemeinsames Ostern mit katholischer Kirche 10. Mai 2014

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 19:37

Die ökumenischen Bemühungen des koptischen Kirchenführers wollen die Differenz seit der Kalenderreform von 1582 beseitigen.

Vatikanstadt (kath.net/ KNA): Der koptische Papst Tawadros II. befürwortet ein gemeinsames Osterdatum für die orthodoxe und die katholische Kirche. In einem Brief an Papst Franziskus regte er Gespräche über dieses Thema an, wie der vatikanische Pressedienst Fides (Mittwoch) unter Berufung auf einen Sprecher der koptischen Kirche in Ägypten berichtet. Seit 1582, dem Jahr der Kalenderreform von Papst Gregor XIII. (1572-1585), können die Osterfeste von West- und Ostkirche bis zu fünf Wochen auseinanderliegen, da die meisten orthodoxen Kirchen am Julianischen Kalender festhalten. Fides zufolge schrieb Tawadros II. den Brief an Franziskus zum Jahrestag ihres Treffens am 10. Mai 2013. Seit seiner Wahl 2012 hat der koptische Papst bereits mehrfach deutliche Signale für die Ökumene gesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Papst Tawadros II. an Papst Franziskus:

Gemeinsamer Ostertermin für alle Christen

Alexandria: Der koptisch-orthodoxe Papst von Alexandrien, Tawadros II. übermittelte Papst Franziskus einen Brief anläßlich des ersten Jahrestages ihrer Begegnung im Vatikan. Darin regt der Papst von Alexandrien und Patriarch des Stuhls des Heiligen Markus an, ein gemeinsames Datum für das Osterfest zwischen den beiden christlichen Kirchen festzulegen. Ein Datum, das allen Christen gemeinsam sein sollte. Der Sprecher des Patriarchen bestätigte gegenüber der vatikanischen Presseagentur Fides, daß das Schreiben gestern am Sitz des koptischen Patriarchats dem Apostolischen Nuntius für Ägypten, Erzbischof Jean-Paul Gobel übergeben wurde. Der Nuntius überbrachte seinerseits dem Patriarchen die Einladung, einen Vertreter der koptisch-orthodoxen Kirche zur Bischofssynode zum Thema Familie zu entsenden, die im kommenden Oktober in Rom stattfinden wird. Ein gemeinsames, einheitliches Datum für Leiden und Auferstehung Jesu Christi wird vor allem im Nahen Osten und in Nordafrika als besonders dringlich gesehen, wo verschiedene Kirchen apostolischer Sukzession nebeneinander bestehen, die Christen jedoch eine schwer bedrängte Minderheit sind, die in manchen Teilen Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung ausgesetzt ist.

Julianischer und Gregorianischer Kalender

 

 

Derzeit folgen die lateinische, die mit Rom unierten Ostkirchen und die orthodoxen Ostkirchen zum Teil dem Julianischen Kalender, zum Teil dem Gregorianischen Kalender. Folge ist, daß die Christen Ostern und andere Feste an unterschiedlichen Tagen feiern. Das sei für das Selbstbewußtsein und das Zusammengehörigkeitsgefühl einer großem Druck ausgesetzten Minderheit nicht förderlich und werde als offene Wunde gesehen, wie es im koptisch-orthodoxen Patriarchat in Alexandrien heißt. In unregelmäßigen Abständen fällt das Datum für das Osterfest in beiden Kalendern zusammen. So war es auch 2014. Das ermöglichte ein gemeinsames Osterfest aller Christen des Nahen Ostens. Dabei sollte es bleiben, so der Wunsch der Kopten. Der Julianische Kalender geht auf Julius Caesar zurück und wurde 45 vor Christus eingeführt. Der Gregorianische Kalender ist eine Reform des Julianischen Kalenders, die von Papst Gregor XIII. 1582 durchgeführt wurde. {Quelle: http://www.katholisches.info/2014/05/07/patriarch-tawadros-ii-an-papst-franziskus-gemeinsamer-ostertermin-fuer-alle-christen/ – Text: Giuseppe Nardi}

 

 

 

3 Responses to “Koptischer Papst will gemeinsames Ostern mit katholischer Kirche”

    • Andreas Says:

      kein katholischer papst wird die othodoxen patriachen als wirklich „gleichwertig“ betrachten, das sollte bei aller ökumenischen annäherung klar sein. franziskus hat z.b. einen obama u. jazunek inmitten der seit langem bedrohlichsten krise für die welt empfangen – jedoch keinen orthodoxen putin oder gar ketzerische „separatisten“, die ihm mal ihre sichtweise darlegen könnten noch ukrainische/russische kirchenführer!
      franziskus bangt sich stets um islamische „flüchtlinge“, preist uns zum trost den märtyrertod der syrischen christen in den blumigsten worten – die evangelischen (südamerikas) sieht er hingegen als größte bedrohung für sein heimatland, und vermutlich nicht nur dort…
      der katholische klerus bleibt mir unheimlich, dabei wünschte ich von herzen, es wäre nicht so – hat mit Gott oder der satan diese zweifel in die brust gelegt??


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