kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Was ein Dienstspaziergang so alles anrichten kann! 7. Mai 2014

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 22:20

Der Geist Gottes weht, wo er will, selbst in Münster.

 

 

Als ich vorgestern frühzeitig per Bahn nach Münster fuhr, um an einem Seminar teilzunehmen, schlenderte ich – da mir sehr viel Zeit bis zum Beginn der Veranstaltung zur Verfügung stand – durch die bekannte Münstersche Ringpromenade, die die Innenstadt  kreisförmig umrahmt. Dort herrscht wohltuendes Autoverbot. Plötzlich, ja im wahrsten Sinne, urplötzlich, setzte sich angesichts eines riesigen Baumes, einer Platane, die es mir wohl offensichtlich unter den vielen anderen herrlichen alten und riesigen Bäumen angetan hatte,  ein Gedanke, ein Begriff fest: 

„Denkmal Gottes“.

Dieser Gedankenfetzen ließ mich nicht mehr los.  Ein solch riesiger Baum, einer von vielen, kann nur ein Denkmal Gottes sein.

 

 

Diesen Begriff „Denkmal“ verwendet der Mensch, wenn er an eine Person, die im kulturellen, politischen oder sportlichen, im militärischen Leben Großes geleistet hat, erinnern will. Ein Denkmal will erinnern und danken. Naturdenkmäler erinnern an die „Natur“, die Großes „geleistet“ hat, Baudenkmäler erinnern an große Architekten oder ein bestimmter Baum kann als Denkmal dienen, um das Gedenken (ErinnerungsgeDANKe) an eine große Persönlichkeit aufrecht zu erhalten, z. B. „Kaiserbaum“ oder dergleichen.

 

Im Verlauf meines weiteren Dienstspazierganges sinnierte ich darüber nach, was wir alles unter den Begriff „Denkmal Gottes“ subsumieren können. Ich kam zu dem Ergebnis, dass im Grunde jedes Materialteilchen, jeder Planet, das gesamte Universum, alle Lebewesen im Grunde materialisiertes Denken Gottes ist, vom Staubkorn angefangen bis hin zur „Krone der Schöpfung“, die sich allerdings im Laufe der Geschichte eher und je mehr wir werden, zunehmend als Störung des schöpferischen Aktes Gottes erwiesen hat,  als Denkmal Gottes angesehen werden kann, nicht nur dieses Prachtexemplar von Baum.

 

 

 

 

 

 

Dann sinnierte ich weiter, was denn wohl als das größte im Sinne von bedeutenste Denk- oder Dankmal Gottes  sei, das hier auf Erden sichtbar geworden ist. Das war für mich ohne jeden Zweifel JESUS CHRISTUS selbst, der in seinem Vater aus dem Hl. Geist dem Menschen die unendliche Güte und Liebe GOTTES durch Wort und Tat nahebringen wollte. Ich dachte an die Geburt, die Kreuzigung, die Auferstehung, die Pfingstsendung  des HEILIGEN GEISTES und die Himmelfahrt JESU.

Mich überflutete ein Gefühl des Dankes, des Dankes, gerichtet an den DREIEINEN GOTT. Ich spürte förmlich, dass alles Gebet nur eine Grundlage haben kann: Den Dank. Aus dem Dank heraus kann fundiert gebetet werden.

Ich wusste, dass die Worte „denken“ und „danken“ einen gemeinsamen Wort- und Geiststammursprung haben. Ja, einen Tag später empfand ich die Gedanken in der Promende als noch so intensiv, dass ich folgende kurze Gedanken im Internet fand:

 

 

Pastor Klaus Kröger http://gegosz.wordpress.com/2012/10/09/danken-kommt-von-denken/:

Undankbarkeit behindert das Denken und Gedankenlosigkeit das Danken. Danken hängt in seinem Wortstamm mit denken zusammen. Wir denken nach, wir bedenken und kommen zum Danken. Wilhelm Norris erzählt, wie er eine hohe Persönlichkeit seiner Stadt am Eingang eines verfallenen Hauses in einem Elendsviertel stehen sah. Er schien in Gedanken versunken. Trotzdem sprach Norris ihn an.

Der Mann erzählte: „An dieser Stelle stehe ich jedes Jahr einmal. Vor 50 Jahren stand ich hier als neunjähriger Junge. An der einen Hand hing mein kleiner Bruder und an der anderen meine kleine Schwester. Ich wusste nicht, wer mein Vater war und an meine Mutter konnte ich mich nicht erinnern. Hier standen wir mutterseelenallein in der Welt. Und ich sagte die einzigen Worte von denen ich wusste, dass sie mit Gott zu tun hatten: “Unser Vater, der du bist im Himmel!” Sie wissen, wer und was ich heute bin. Mein unvollkommenes Gebet wurde erhört und ich komme jedes Jahr hierher, damit ich die Liebe und Güte Gottes in meinem Leben nicht vergesse.” Wir brauchen nicht mehr Gründe, um zu danken, sondern mehr Dankbarkeit!

Wohl dem, der dankbar ist, denn Undankbarkeit ist ein Weg des Todes. Undankbarkeit erwächst aus dem Vergessen. Vergessen ist eine Frucht der Gleichgültigkeit und hat wieder die Unzufriedenheit zur Folge. Unzufriedenheit gebärt die Verzweiflung und sie führt zum Fluch. Dagegen hilft nur nachdenken und danken. Jemand meinte sogar, Danken wäre die höchste Form von Denken. Dankbarkeit ist mehr als Höflichkeit gegenüber dem Geber. Sie fällt als Segen auf uns zurück.Bonhoeffer sagte einmal: „Danken öffnet den Zugang zu Gott.” In Psalm 5o steht: „Wer Dank opfert, der preist Gott. Und diese Haltung ist der Weg, dass Gott ihm seine Herrlichkeit offenbart.” Wir brauchen nicht mehr Gründe um zu danken sondern mehr Dankbarkeit! Lassen Sie uns darüber nachdenken.

 

 

Ja, das größte Denkmal Gottes ist ER, der VATER in JESUS selbst. Mit jedem seiner zu Material gewordenen Gedanken möchte er uns anregen, den Weg durch JESUS CHRISTUS zu SICH zu finden. Ja, in diesem Fall inspiriert durch einen Straßenbaum. Wir Menschen, die wir beobachten, beurteilen, denken und danken und die Folgen unseres Tuns bedenken können, sind somit – egal ob es von Menschen ersonnene und kreierte Denkmäler, Staubkörnchen, Gänseblümchen, Ameisen, Pflanze und Tier, Sonne, Feuer, Wasser, ja selbst lebloses Materialen sind – von GOTT und von GOTTES Schöpfergeist umgeben und von innen heraus durchflutet. Alles, was wir sehen dürfen, sind letztlich Schöpfungsgedanken GOTTES. Durch JESUS CHRISTUS wissen wir, was DANKEN bedeutet. Danken im reinen positiven Geist aus“gedacht“ und durchgeführt, kann nicht nur zu guten Gedanken führen, sondern auch zu guten Taten.

 

 

Es gibt aber auch einen Dank, den JESUS in einem Gleichnis beschreibt, der arrogant,  zerstörerisch und anmaßend daherkommt.

Der pharisäeische Dank, den  JESUS so treffend beschreibt:
(Lk 18,9–14 EU).

„Einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, erzählte Jesus dieses Beispiel: Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!
Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden“.

 

 

Dieser Dank wurde von diesem fiktiven Beter pervertiert. Wer sich rechtgläubig wähnt und den Dank missbraucht im Sinne als Dank für die eigene Höherwertigkeit dem anderen gegenüber, der handelt unrecht und kann nach JESUS im Jenseits nichts Gutes erwarten.

 

Mein „Erlebnis“ vorgestern war so etwas wie eine kleine Gotteserfahrung, die mir bewusst gemacht hat, was im Leben wichtig ist. Die Erkenntnis erwuchs in mir, dass eben nichts, aber auch garnichts als selbstverständlich anzunehmen ist. Dabei war es nicht einmal ein Erlebnis im eigentlichen Sinne. Ich ging lediglich an einem Baum von vielen vorbei. So kann ein Geschöpf Gottes, welches weder sprechen noch sich äußern noch mit dem Menschen interagieren kann, einfach durch seine bloße Existenz zu tiefgründigen Gedanken anregen. Welch ein Erlebnis. Ich möchte es nicht missen. Diese Erlebnisfolgen führten zu diesem Artikel und dieser kommt aus meiner Seele.

 

 

Dieser Blog berichtet jeden Tag davon, dass nichts selbstverständlich ist, dass viele Christen unter unsäglichsten Umständen ihr Christsein unter Einschränkungen, unter Angst, manchmal unter Lebensgefahr, ausüben dürfen. 

 

 

Für das kleinste gute Wort eines jeden Menschen, auch für das eines Andersgläubigen, eines Atheisten, für das Veilchen am Wegesrand, für den Baum am Straßenrand, für die Musik von Bach und anderen Komponisten, deren Musik uns so gut gefällt, für die Kunstwerke, die wir bestaunen, für die guten Gedanken in Büchern und Medien, für die herrlichen Kirchen, die zur Ehre GOTTES erbaut wurden, ja für  die Eltern, die Geschwister, Anverwandten und Bekannten, für die Freunde, die unser Leben mittragen und -begleiten,  dürfen und sollten wir um unserer eigenen Seele willen  GOTT danken.

 

Dank dürfen wir aber auch den Menschen nicht vorenthalten, dem Ehepartner, dem Freund oder jeder anderen Vertrauensperson. DANK sollte nicht im Herzen bleiben. Er muss raus! Er muss wie die Liebe zu GOTT und zu anderen Menschen raus. Er muss und sollte sich mitteilen. Wie viele Menschen gibt es, die den Menschen in der nächsten Umgebung nicht danken. 

Denn nichts im Leben ist selbstverständlich. Es gibt Eltern, die keine Eltern sind, es gibt Freunde, die sich als falsch erweisen, es gibt Ehepartner, die untreu sind, es gibt Menschen, die für Negativerfahrungen sorgen. Darum darf jeder, der auch in seinem Leben auch nur einem guten und verlässlichen Menschen begegnet ist, GOTT für diesen Menschen und diesem Menschen selbst danken.

Wir dürfen danken, dass wir gesund sind oder einmal gesund waren, in ein Kaufhaus gehen dürfen und auswählen dürfen, was wir zu unserem Lebensunterhalt brauchen, was ebenfalls ein Privileg ist. Wir dürfen danken für jede Sekunde unseres Lebens.

 

 

So können wir Muttertage und Geburtstage, Namenstage und Jubiläumstage als Danktage uminstrumentalisieren. Dann sind diese Feiertage, die von Menschen ersonnen wurden voller Sinn und Sinnfälligkeit.

 

Vielleicht dürfen wir auch danken, dass Märtyrer in unseren Tagen uns Vorbild sind, für JESUS zu sterben. Wir sehnen uns nicht danach, aber, wir dürfen diesen Menschen danken für ihr mutiges Vorbild. Ob sie in dieser Situation dabei Freude empfunden haben, für JESUS zu sterben, wie es in der Bibel steht, wissen wir nicht. Aber: Sie geben uns  durch ihr erlittenes Maryriumsschicksal Mut, den Glauben nicht zu verlieren. Sie sind uns vorausgegangen in der Erwartung, in die Arme JESU, also in die Arme des DREIEINGEN GOTTES geschlossen zu werden.

 

 

Es gibt so viel, für das wir DANKEN dürfen, wenn wir nur einmal ehrlich darüber nachDENKEN. 

 

Ganz wichtig aber ist der Dank, dass wir in christliche Familien hineingeboren wurden oder aus anderen Glaubensrichtungen kommend erkannt haben, in JESUS den wahren Sohn GOTTES zu finden. Dieses Glück haben andere nicht. Das aber bringt auch christliche Verantwortung mit sich. Dank ist eine davon. Dank lässt die eigene Seele gesunden und heil werden. 

 

 

Vergessen wir dabei aber nicht die Menschen, die es verlernt haben, für Selbstverständliches zu danken, vergessen wir nicht die Unzufriedenen, die sich selbst  und anderen das Leben schwermachen mit dem Seelenschatten, der ihr ganzes Leben verdunkeln kann, aber auch das Leben anderer. Vergessen wir nicht die Leidenden und Sterbenden, die vorwiegend nur noch bitten können und denen das Danken von Herzen schwerfallen muss. Beten wir aus dem Fundament des DANKES heraus. Daraus erwachsen dann nur noch  Bitten, die für andere bewirkt, dann wirklich von Herzen kommen , denn wer viel zu danken hat, braucht weniger für sich zu bitten.

Das Gefühl und die objektiven Lebensumstände, die wir mit Dank verinnerlichen können, versetzen uns in die Lage,  unser Herz von unserem Ego von unserem ICH lösen und für andere zu bitten, die es weniger gut getroffen haben in ihrem Leben. Und dann ist es auch egal, ob es sich bei diesen Menschen um Glaubensgeschwister, Atheisten, um Muslime, um Hindus, um Frauen, um Männer, Kinder oder Frauen handelt. Ein Glaube, in dem sich die Gläubigen selbst nicht als höherwertig ansehen, ist ein Glaube nach dem Geist und dem Willen GOTTES.

 

 

Bitten wir aber auch für uns selbst, die wir heute noch danken können, dass wir diesen Dank nicht vergessen, wenn uns Schicksalsschläge ereilen. Dann kann der Dank ganz leicht aus dem Blickfeld geraten. Das möge Gott verhindern.

 

 

Machen wir nicht den Fehler, Bäume zu unterschätzen. Sie können inspirieren, ja sogar ein wenig näher zum GEIST GOTTES führen.

Sehen wir die Natur, die Bäume, also Pflanzen und Tiere mit anderen Augen an, mit den Augen des SCHÖPFERS.  Geschöpfe können zum Schöpfer führen.

In ihnen wird der GEIST GOTTES für uns offenbar.

 

 

 

One Response to “Was ein Dienstspaziergang so alles anrichten kann!”

  1. schwebchen Says:

    Wunderbare Gedanken – gut zum Weitergeben an andere!


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