kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Papst wäscht Behinderten die Füße – Kardinal Marx den Flüchtlingsfamilien 18. April 2014

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 12:18

 

 

 

Nun werden wieder wie im letzten Jahr die Kommentarschleusen geöffnet für die Fußwaschung an Behinderten und Flüchtlingsfamilien und insbesondere an Muslimen. Sie werden sich überschlagen mit Argumenten, dass dies unzulässiger Synkretismus, völlig unangemessen sei und dass sie das Christentum verraten würden durch solche Aktionen. Bestenfalls unter den Linken kommen  solche Aktionen sympathisch rüber, so dass der Papst durchaus als Kommunist oder Sozialist in den Augen von Kommentatoren durchgehen könnte.

 

Die Fußwaschung ist für jeden Christen an einem Gründonnerstag selbstverständlich. Da eifern wir unserem HERRN JESUS CHRISTUS symbolisch nach. ER hatte zur Vorbereitung auf das Letzte Abendmahl seinen Jüngern die Füße gewaschen. Die Fußwaschung war grundsätzlich den Dienstboten vorbehalten. Einem Rabbi oder einem „Meister“ wurden die Füße gewaschen von gesellschaftlich Niedergestellten der damaligen Zeit, von Sklaven oder Dienerinnen. JESUS tat dies in geschlossenem Kreis. Es wird berichtet, dass er nur den Jüngern, hier den Aposteln die Füße gewaschen hat, nicht etwa den Jüngerinnen oder einem Samariter oder einem Ungläubigen.

 

Bei Johannes heißt es nach der Fußwaschung unter anderem:

Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt. … Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt„.

 

Kardinal Marx wäscht die Füße von Flüchtlingen | Bild: dpa-Bildfunk

Wer dieses Evangelium liest, kann meinen und sich auf den Standpunkt stellen, dass sich nur innerchristlich Symbolhaftes wie eben die Fußwaschung als Symbol des Dienens praktisch abhandeln ließe. Wenn das NT nur aus diesem Kapitel bestehen würde, wäre das Christentum eine exklusive Privatveranstaltung, die im Handeln klare Grenzen setzt. Nun besteht das Neue Testament nicht nur aus dem Kapitel der Fußwaschung, Gott sei Dank!

 

Viele Menschen machen den Fehler, JESU Lehre und Tun in eine Form pressen zu wollen, um ihrer persönlichen Intention größtmöglichen Ausdruck verleihen zu können und diese Intention in Ideologien und christlichen Botschaften instrumentalisieren zu können. JESU Lehre und Tun können aber nicht in Formen gepresst werden und damit meinen wir nicht die Gottesdienstformen, sondern das Verständnis für die Intention der Lehre und des Handelns JESU.

So wie die obigen Artikelschreiber bei Kath.net es als etwas Besonderes ansehen, dass der Papst oder ein Bischof die  Füße von Migranten oder Behinderten oder Andersgläubigen gewaschen haben, so ist diese rituelle Symbolhandlung eingebunden in einen Gottesdienst, nämlich in die heilige Messe. Das scheint niemanden zu interessieren. Nur die Fußwaschung an für den einen oder anderen Christen nicht akzeptierten Muslim oder Flüchtling ist von kritischer Bedeutung.

 

Allen Kritikern, die die Personenauswahl der zu waschenden Personen dieser Kirchenführer angreifen,  sei gesagt, dass JESU Lehre im ganzen Licht des gesamten NT gesehen werden muss, aber nie als ein politischer Auftrag verstanden wurde und wird.  So steht auch nicht explizit geschrieben, dass er seinen Verräter Judas nicht die Füße gewaschen hat. Wir können aber getrost davon ausgehen, dass er es getan hat oder aber, wenn die Reihe an ihm gewesen wäre, es getan hätte, wenn Petrus das Wort nicht möglicherweise zuvor ergriffen hätte. Wir wissen es nicht.

Die Gottes- und Nächstenliebe und diese im Auftrag Gottes war ein roter Faden in der Lehre CHRISTI vom ersten öffentlichen Auftreten bis zum Tod am Kreuz über die Auferstehung bis hin zur Himmelfahrt. Die ganzheitlichen Heilungen JESU sprechen eine beredte Sprache, die Hervorhebung von Großtaten außerjüdischer Menschen wie im Gleichnis vom Samariter und insbesondere der Schüsselsatz JESU über das Dienen, welches hier ja auch eine große Rolle spielte und um die Welt ging: „Wer von Euch der Größte sein will, sei der Diener aller“.

 

 

 

 

Dieser Satz machte Furore, eine Furore allerdings, die ein Schlag in das Gesicht eines jeden Hochgestellten, Militärführers, Königs, Kaisers, einer Kanzlerin, einem Eroberer oder einem Monarchen versetzte und noch heute versetzt, indem er sagte:  „Wer von Euch der Größte sein will, sei der Diener aller“.

 

Und da  die Frohe Botschaft des Christentums nicht im erlauchten Kreise einiger weniger „auserwählter“ Christen bleiben soll, ist es ein notwendiges Zeichen, dass Kirchenführer genauso handeln wie sie in den Gründonnerstagsgottesdiensten gehandelt haben. Alle Menschen sind Kinder Gottes. Und aus dieser Sicht muss JESU Lehre verstanden werden, nämlich aus den Augen Gottes. Und wenn Hindus, Muslime, Buddhisten diese Symbole des Dienens in keinem ihrer Gottesdienste an anderen Menschen in ihrem Programm haben, so ist dies eher ein Makel, denn ein Verdienst.

 

Wer einem Hindu oder Buddhisten oder Muslimen die Füße im Rahmen eines katholischen Gottesdienstes, in dem es um das Dienen und das Letzte Abendmahl geht, wäscht, so erkennt er dessen Glauben nicht als für ihn bindend an, sondern bietet ein symbolhaftes Zeichen der Liebe von Christ zu Mensch, auch wenn er andersgläubig ist. Damit erkennt er nicht die Glaubensregeln anderer Religionen an.

 

Wenn Mutter Theresa oder andere Christen wie Albert Schweitzer ihre Hilfe nur auf Christen konzentriert hätten, was wäre das für eine schale Botschaft.

Welches Christenverständnis hätten sie mitgebracht. Welche Botschaft wäre das gewesen?

Eine verkrüppelte Botschaft. JESUS CHRISTUS würde durch ein solches selektives Nächstenliebeverhalten dadurch beleidigt und beschmutzt.

 

JESUS war kein Sozialist, kein Kommunist, kein Anarchist, kein Terrorhelfer, kein Messias in dem Sinne, wie ihn die Juden verstanden, kein Pazifist und auch kein Humanist. ER wurde allerdings von diesen Gruppen immer missbraucht.  Er war und ist der Sohn Gottes als Bestandteil der HEILIGEN DREIEINIGKEIT. Und nur von diesem Denken ausgehend, können wir lernen, die Lehre JESU auch im Gründonnerstagsgottesdienst, ausgeführt durch Papst und Bischof annähernd zu verstehen. Wenn der Fußwaschung im Gottesdienst das Bekenntnis im Glaubensbekenntnis in der Eucharistie der Christen folgt oder vorausgeht, so kann es keinen Zweifel daran geben, dass CHRISTUS unser einziger und darüberhinaus auch vernunftgemäß der beste, weil der wahrste Weg zu Gott ist.

 

Etwas extrem Wichtiges hat Bischof Marx in diesem Zusammenhang gesagt:

Er wisse um die politischen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsproblem. «Aber wenn ich ganz konkret hier bei uns in Deutschland einen Menschen vor mir sehe, der Hilfe braucht, dann kann ich mich doch nicht einfach abwenden».

 

Hier hat er absolut Recht.

Und genau das soll in diesem Gottesdienstsymbol zum Ausdruck kommen.

Darum ist es auch gut, Staat und Kirche zu trennen.

 

Eine sinnvolle Politik hat nämlich da anzusetzen, wo Verfolgung stattfindet oder Not herrscht, indem die Ursachen für den Flüchtlingsgrund von vornherein so weit wie möglich ausgeschaltet werden. Und auch Flüchtlinge, die zwar Schlepper mit 1000 € und mehr bezahlen können, aber genau wissen, dass sie hier in der Arbeitslosigkeit und der Unterstützung landen werden, dürfen nicht erwarten, mit offenen Armen empfangen zu werden. Denn wer im Heimatland 1 000 € zusammenbekommen kann, kann sich nämlich selbst dort ernähren.

 

Denn Nächstenliebe hat da Grenzen, wo sie ausgenutzt werden soll, denn dann wird diese Liebe zur Farce. Echte Not und echte Hilfe zur Selbsthilfe ist immer christlich. Ehrlichkeit in der Mentalität, andere nicht ausnutzen zu wollen sollte als Bringschuld jedem Flüchtling mit auf den Weg gegeben werden.

 

Wie schon so oft, müssen wir Folgendes festhalten:

Nicht Muslime, nicht einmal islamische Terroristen sind unser Problem, sondern das grottenschlechte islamische Gottesbild der Willkür, der Tyrannei und der hassvollen Ausgrenzung von Ungläubigen, welches die Seelen der Muslime gefangen hält und sie mitunter eher in die Unterwelt als in den Himmel führt.

 

 

 

 

2 Responses to “Papst wäscht Behinderten die Füße – Kardinal Marx den Flüchtlingsfamilien”

  1. Bernhardine Says:

    OT

    18 April 2014, 12:00
    “”Papst beruft katholischen KOPTEN als Privatsekretär

    Papst Franziskus hat nach Informationen des Internetportals “Vatican Insider” einen koptischen Priester zu seinem neuen Privatsekretär berufen.

    Laut dem Bericht vom Donnerstag soll es sich um einen ägyptischen Mitarbeiter des vatikanischen Staatssekretariats handeln. Yoannis Lahzi Gaid gehört der koptisch-katholischen Kirche an, einer eigenständigen Ostkirche, die mit ROM VERBUNDEN ist und den Papst als Oberhaupt anerkennt…”“
    http://www.kath.net/news/45654

    • Bazillus Says:

      Danke für die Info:
      Spitze, dann wird der Papst über die innerägyptischen Angelegenheiten wohl aus erster Hand informiert werden. Wir hoffen, dass das auch Auswirkungen der sinnvollen Art mit sich bringt in Bezug auf den Islam.


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